Sammelthread - Erfahrungen zum Heizen mit Klima Splitanlagen

Meine Anlage im Wohnzimmer läuft derzeit sehr schön durch in einem Gleichgewicht. Außen sind es 5 Grad, innen sind es 20 Grad. Seit 8 Stunden läuft die mit 200 Watt durch. Ist also gerad so an der unteren Grenze, wo sie bei geringster Modulation nicht mehr takten muss. Das sind bei COP von 5 derzeit etwa 1000 Watt Heizleistung.

Mit solchen Punkten lässt sich sehr gut berechnen, wie viel Watt pro Grad Temperaturdifferenz ein Raum braucht. Bei mir sind es 1000 Watt / 15 Grad Differenz = 67 W/Grad

Das deckt sich auch mit älteren Messungen bei anderen Außentemperaturen. Immer irgendwas um 63-67 W/Grad. So kann man dann gute Voraussagen machen, welche Leistung man bei welcher Außentemperatur braucht. Und man kann damit auch ganz gut die Effizienz der Anlage prüfen. Derzeit läuft die z.B. mit maximaler Lüfterdrehzahl und wirft die Luft mit 29 Grad aus. Wenn ich sie jetzt mal umschalten würde auf Automatikmodus, wo der Lüfter deutlich langsamer läuft, könnte ich sehen, wie viel sie da im Schnitt an Strom braucht. (Allerdings ist das nicht so leicht, weil die Temperaturmessung der Anlage sich stark verschiebt, sobald man die Lüfterdrehzahl reduziert. )

Um den COP zu prüfen, könnte ich jetzt mal eine 1000 W Heizlüfter reinstellen, die Anlage ausschalten und schauen, ob der die Temperatur hält.

Bei -15 Grad bräuchte ich 67 W/Grad * 35 Grad Differenz = 2345 Watt Heizleistung. Die Anlage schafft bei -15 Grad aber nur 1,88 kW, reicht also nicht für 20 Grad. Wenn ich die 1880 Watt / 67 teile, komme ich auf 28 Grad Temperaturdifferenz, die sie schafft, macht also nur noch 13 Grad Innentemperatur. Allerdings: Ein Haus aus Stein ist sehr träge. Da steckt noch so viel Energie im Mauerwerk, dass man auch mit viel weniger Heizleistung noch ein paar Tage auf 20 Grad kommen wird. Und tagsüber ist es oft auch ein paar Grad wärmer.

Bei -10 Grad bräuchte ich 67 * 30 = 2010 Watt. Die Anlage schafft bei -10 Grad 2700 Watt. Das reicht also locker.

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Hab jetzt noch den Test mit Heizlüfter gemacht. Der bringt 1200 Watt, also etwas mehr, als ich eigentlich brauche. Gestartet 1:06 Uhr mit 20,3 Grad im Zimmer. Um 02:06 waren es leicht weniger, 20,1 Grad. 03:06 war es etwas mehr mit 20,4 Grad, fiel dann aber wieder gegen 3:30 auf 20,3 Grad ab. Das zeigt, es passt so ungefähr mit der Leistung. Weil ungedämmt, sinkt die Temperatur auch schnell, wenn man nicht heizt, das System reagiert also schnell genug, damit 2 Stunden Testbetrieb reichen.

Damit stimmt das also mit einem COP von etwa 5 bei 5 Grad, wie auch die Eurovent-Daten der Anlage bescheinigen. Die hat bei 2 Grad 4,92 und bei 7 Grad 6,15. Der SCOP liegt bei 4,7. Ist eine Mitsubishi Heavy SRC/SRK25-ZS-W.

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Interessant, ich denke wir haben ähnliche Gebäudevorraussetzungen ,altbau um die 70er ohne dämmung .

meine geht auf etwa 160-180watt runter und das reicht um die verluste auszugleichen .

Mit scop von 5.1 sind das wohl die 30-40watt unterschied.

Heizlüfter experimente kann ich mur dann von dir abschauen.

Schafft es denn jemand, dass die Wärme von einem Splitgerät auch eine Etage höher zieht?

Bei mir funktioniert, dass erstaunlich schlecht. Im EG haben wir 21 Grad, im Flur im OG, der Teil der offenen, zentralen, Treppe in der Mitte des EG, ist nur noch 19 Grad.

Dabei kommt es zu einer extremen Schichtung der Luft, es geht von 21 auf 19 innerhalb von 2 Treppenstufen, ohne Setzstufen auf Metallgerüst (mit einem Infrarotthermometer gemessen). Das finde ich schon erstaunlich und hätte ich nicht so erwartet. Im OG selbst hat der Boden dann die gleiche Temperatur wie die Decke (gedämmt), also gar keine Schichtung mehr.
Habe auch schon mal probiert mit einem Ventilator von oben Luft hoch zu ziehen, aber ohne größeren Erfolg, die Temperatur ist nur um 0.2 Grad gestiegen

Ich rüste zwar nun oben noch eine Multisplit nach, trotzdem würde mich interessieren wodurch diese starke Schichtung zustande kommt ?, bzw. um in kalten Nächten unten durchzuheizen wäre es natürlich praktisch wenn auch oben mehr ankommt. Zumal die Singlesplit im EG deutlich effizienter laufen wird.

Falls du das wörtlich meinst, ein Lüfter "zieht" nicht. Der muss von unten hoch "drücken". Das merkst du an einem Fön: Abstand 5cm: vorn Strahl, hinten nix.

Die Luftzirkulation an sich funktioniert. An den höchsten Stellen zieht die warme Luft nach oben, unten an den Treppenstufen die kalte Luft als Duckausgleich wieder nach unten. Wenn Du also (weiß nicht, ob ich es richtig verstanden habe) an den Treppenstufen misst, ist das die Temperatur der kalten Luft aus den oberen Räumen.

Die Nadelöhre sind die Türen. Da hilft es, mit einem niedrigen Tischlüfter in der Tür, die kalte Luft unten in den Heizraum zu drücken, dann strömt oben in der Tür entsprechend mehr warme Luft in den Flur. Im zu erwärmenden Raum sollte die kalte Luft unten mit einem weiteren Tischlüfter herausgedrückt werden, damit oben die warme Luft eingezogen wird. Bei uns funktioniert das derzeit bei 8 bis 10° C Außentemp. noch gut. Aber es ist abzusehen, dass es bald nicht mehr reicht.

Es gibt da auf jeden Fall den Engpass der Türen. Ein Wärmefluss tritt erstmal nur ein, wenn ein Temperaturunterschied vorhanden ist. Der wird aber bei einer Tür mit den nicht mal 2m² nur vielleicht bei 100 Watt pro Grad Differenz liegen. Wollte man also nur eine Differenz zum nächsten Raum von 1 Grad haben, müsste dieser Raum mit den 100 Watt Wärmezufuhr hinreichend erwärmt werden. Das reicht aber in vielen Fällen nicht.

Zwischen 2 Räumen bildet sich also die Differenz aus, bis die Wärmemenge ausreicht, eine bestimmte Temperatur zu halten. Es kommt zu einem Gleichgewicht. Was in diesem Raum an Verlust nach außen abfließt, muss über die Tür nachgeliefert werden. Je mehr Temperaturgefälle, um so mehr Wärme fließt durch die Tür nach.

Generell kann man sagen: Je besser Gebäude gedämmt sind um so weniger Wärmeabfluss gibt es in den Räumen über Außenwände. Und damit braucht es dann auch wenig Wärmefluss und damit reichen dann z.B. 100 Watt und dann hat man auch nur 1 Grad Differenz.

Nicht gedämmte Häuser haben kaum eine Chance, dass die Wärme sich einfach so im Gebäude hinreichend verteilt.

Was die Wärmeverteilung aber überall stark verbessern kann, sind Lüfter, die die Luft in Bewegung halten. Die müssen natürlich auch geschickt positioniert sein. Beispiel: Ich hatte einen Turmlüfter in die Tür gestellt und wollte die warme Luft aus einem Zimmer in ein anderes Zimmer pusten. Klappte schlecht. Dann hab ich den umgedreht, so dass er die kalte Luft aus dem anderen Zimmer ins warme Zimmer bließ. Das war sehr viel besser. Manches davon ist physikalisch klar, komplexere Zusammenhänge findet man durch Experimente heraus.

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Genau, im langjährigen Mittel hat es hier bei mir mit 10° Jahresmitteltemperatur gerade mal 1 Stunde im Jahr -15° C. Bei -5° sind es gerade 48 Stunden über das Jahr. Das wird bei anderen Flachländlern nicht viel anders sein.

Selbst in Braunlage im Harz auf ca. 550 m, mit einer Jahresmitteltemperatur von nur 6,2°, wären es nur 3 Stunden bei -15° und 108 Stunden mit -5°.

https://www.waermepumpe.de/normen-technik/klimakarte/

Ich wollte die Midea Split Kimaanlage per USB-Stick ins WLan einbinden. Dafür gibt es ja eine Anleitung mit den einzelnen Bildschirmen der App. Beim Einrichten der App noch Germany angegeben. Als ich den AP Modus (Verbindungsmodus 8 Minuten zum Abarbeiten, dann Abbruch) auf der Anzeige des Innengerätes eingeblendet wurde, wollte die App im nächsten Schritt, dass ich den Standort auf dem Smartphone freigebe. Nach Ablehnung kam ich nicht weiter.

Tja, also abgebrochen, indem ich die Anlage stromlos machte, Stick wieder abgezogen, Strom wieder ein und 3 Minuten gewartet, Anlage wieder ein. Die Lüftungsklappe fuhr auf, keine Reaktion am Außengerät. 15 Minuten gewartet. Dann das Spielchen von vorn, auf der Fernbedienung Funktionen geändert, keine Änderung. Außengerät stellt sich tot. Erst als ich den Automatikmodus über die MOD-Taste eingeschaltet hatte, erwachte das Außengerät wieder und die Anlage ging in den Kühlmodus. Konnte dann auch in den Heizmodus wechseln. Jetzt läuft es wieder.

Meinen genauen Standort bekommen die Chinesen nicht. Finde ich unverschämt. Genauso unverschämt, wie im Datenblatt der Anlage falsche Angaben zu machen.

Horrorvorstellung, wenn man im Winter die Anlage durch Bastelei zerlegt... Ich denke, da warst du sehr froh, als es wieder lief.

Ja, der Adrenalinspiegel stieg schon, aber mehr vor Ärger. Wir hätten bei Ausfall die Zentralheizung eingeschaltet. Die Anlage lief danach stur 2,5 Stunden auf 389,2 Watt und regelte nicht, obwohl ich zwischendurch den Lüfter unten in die Tür gestellt hatte und die Temperatur dadurch fiel.

Erst als ich wieder an der Fernbedienung herumspielte, funktionierte die Regelung wieder. Da gibt es noch Bugs. Ich bin das von Rechnern, bzw. Programmen gewohnt, offenbar trifft es auch auf solche Geräte zu, dass es noch nicht ausgegoren ist, von Midea gibt es ja auch keine Updates, soweit ich weiß.

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@Ulli
Die Standortfreigabe bei solchen Apps wie zb. Nethome Plus ist unter Android leider nötig zum Verbindungsaufbau und hat erstmal nichts mit Midea zu tun.
Außerdem kann man den Standort später in der App manuell verändern und dann auch falsch abspeichern wenn man das möchte.
Zu den Updates kann ich sagen das meine älteste Dimstal Anlage von 2020 bereits einmal ein Firmware Update erhalten hat.

@mrraymon wie sind deine Einstellungen ? Zb ist bedarfsteurung an ,oder hast du auf econo ?

Das sind echt traumhafte Werte!

Umso mehr will ich meine zwei Geräte haben - aktuell aus Geld- und Priorisierungsmangel ist das Thema aber erstmal verschoben. Bin schon happy, dass ich voraussichtlich mit 50% vom Gas vom Vorbesitzer auskomme (optimistische Schätzung, realistische: 15k zu vorher 25k kwh Gas).

Hallo ich möchte auch mal wieder was von meiner Daikin Perfera Cold Region berichten.

Etwas habe ich festgestellt die Einstellung "Inneneinheit Geräuscharm" im Vergleich zu "Automatischen Luftdurchsatz" verbraucht ca. 40W. Alle anderen Einstellungen sind gleich.

Eine Frage: Jetzt ist auch die zeit gekommen wo ich die Pausen aus meiner Zeitsteuerung der Anlage rausnehme und sie von morgens bis Abends heizen lasse. Momentan auf 40% Bedarfssteuerung. Die Temperatur im Raum wird gerade erreicht. Wenn ich die Temperatur etwas erhöhen möchte dann indem ich die Temp. Vorgabe erhöhe oder die Bedarfsteuerung hoch setze?

Info er Taktet momentan gar nicht mehr. Erreicht also die Wunschtemperatur scheinbar nicht. Also würde ich es so interpretieren das ich die Bedarfssteuerung erhöhen sollte

DANKE

Verstehe den Satz nicht so richtig. Meinst du, dass der Stromverbrauch 40W nach oben geht, wenn due auf "Inneneinheit Geräuscharm" umschaltest?

Wenn die Leistung bei 40% noch gut reicht, dann würde ich die dort stehen lassen. Einfach mal beobachten, was die zieht, wenn die Temperatur erreicht ist. Zieht sie dann z.B. 20%, hast du noch deutlich reserve. Läuft die aber schon auf fast 40%, dann macht hochstellen Sinn. Auch wenn die Aufheizphase zu lange dauert und die Anlage an den 40% hängt, würde ich hochstellen.

Ja die Anlage verbraucht im Geräuscharmmodus 40W mehr. Ist ja auch irgendwie logisch denn sie muss ja die weniger geblasene Luft mehr erwärmen.

Denke sie erreicht ihre Zieltemperatur gar nicht mehr. Sonst würde sie ja Takten. Was sie nicht mehr macht. Morgens 9:00 an Abends 22:00 aus. Dazwischen kein Takt.

Nun die Frage wenn ich die Zimmertemperatur erhöhen möchte. Leiber Zieltemperatur der Anlage hoch stellen. Oder die Bedarfssteuerung erhöhen.

Ok. Wobei man nie so richtig sagen kann, ob das wirklich Mehrverbrauch im Sinne eines schlechteren COP ist oder ob vielleicht mehr Wärme produziert wird. Aber geringere Drehzahl spricht für schlechteren COP. Genau weiß man es, wenn man bei gleichen Bedingungen länger laufen lässt. Unsere Anlage läuft z.B. im Moment mit 200 W bei hoher Lüfterstufe und hält die Temperatur auf 20 Grad. Würde ich auf geringe Lüfterstufe runtergehen, läge die vermutlich auch so bei 250 W, um die Temperatur zu halten.

Das ist nicht so. Sie taktet nur, wenn der Regler es nicht mehr ausregeln kann, also bei der niedrigsten Modulation trotzdem noch zu viel Wärme in den Raum kommt.

Wenn dir die Temperatur nicht reicht, einfach 1-2 Grad höher stellen. Wenn du hingegen siehst, dass die schon dauerhaft auf den 40% Leistung läuft, dann muss die Bedarfssteuerung hoch, weil die schon am Anschlag mit der Leistung ist. Halte ich bei Temperaturen über 2-3 Grad aber für unwahrscheinlich.

Hallo da muss ich nochmal nachhaken. Auf 40% läuft wie ist das zu verstehen. Momentan verbraucht die Anlage so um die 300Wh.

Von was sollten das die 40% sein sorry da komme ich momentan nicht mit.

DANKE