Sammelthread - Erfahrungen zum Heizen mit Klima Splitanlagen

@ted Mit dem Dankeschön an Win: Das sehe ich ganz genauso.

Die Beiträge von Win: Knapp und präzise, hilfreich, teilweise mit knackigen, anschaulichen Beispielen, umsichtig und fleißig recherchiert.

Sorgfältig und gut lesbar geschrieben, sehr ordentliche Rechtschreibung. Wo gibt es das denn noch.

Als Exzerpt zusammengefasst geht das eigentlich schon als Lehrbuch durch.

:wink:

Also auch von mir: Vielen Dank, Win!

(Am 25.9. wird voraussichtlich meine MHI SRK35ZS-W installiert. Auch auf das Basteln des Luftfilters "Win Clean Air" freue ich mich schon).

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Das ist natürlich auch ein wichtiges Thema! Nun ist das Lautstärkeempfinden aber bei jedem anderes. Da ich in dem Zimmer ,wo die Anlage rein soll, aber auch schlafe wäre mir das schon wichtig. Aber kann man sich immer auf die Herstellerangaben verlassen? Laut Angaben sind alle die von mir ausgesuchten wohl recht leise aber ob das in der Praxis auch so sein wird?

Meine Tendenz geht im Moment zur Vivax R Design mit 2.6kw. Die geben im Heizbetrieb auch bis -25° an, die meisten anderen in dem Preissegment bis -15. Und hier im bayrischen Unterfranken habe wir auch gerne mal -15 bis -20° im Winter, wenn auch selten und dafür hätte ich dann ja immer noch die Gasheizung.

Auch die Ausstattung der Vivax sagt mir eigentlich zu, Wifi muss man zwar extra kaufen (rd.40€) aber dann immer noch deutlich unter meiner 800€ Grenze.

Lautstärke ist das eine, die Qualität der Geräusche oft entscheidender. Beispiel: Mich stört mein IG von der MHI SRC20 vom Lüftergeräusch nicht. Das ist ein gleichmäßiges Geräusch. Auch wenn des bei mittleren Drehzahlen etwas lauter ist, blendet mein Gehirn das aus. Aber in den ersten Wochen kam ein ganz leises klick-klick-klick... mit dazu, was mich total nervte. Nach etwas Fehlersuche hat wohl irgendwo die Lüfterwalze ganz leicht angeschlagen. Meine Vermutung war, dass die Wand nicht ganz plan ist und es daher kommt. Seither klemmt links unten ein Bleistift zwischen Wand und Anlage und es ist jetzt fast immer weg.

Das sind so kleine Details, die einen echt nerven können. Klickergeräusche durch anschlagende Lüfterwalzen hab ich auch schon von anderen Anlagen gehört.

Und neben dem IG ist die Lautstärke des AG natürlich auch in vielen Bausituationen wichtig. Ärger mit der Nachbarschaft kann sehr nervenaufreibend sein. Blöderweise schreiben die Hersteller da immer nur die Maximallautstärke, obwohl meine MHI-Anlage z.B. zu 90% der Zeit sehr viel leiser arbeitet. Die ist mit 46 db(A) spezifiziert, läuft aber fast immer mit 38-40 db(A). Das ist am Tag in 3m Abstand nur noch zu erahnen.

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Aussenlautstärke wäre hier nicht so das Problem, die Außeneinheit würde Richtung Straße zeigen und die nächsten Nachbarn sind einige Meter entfernt.

Das ist in etwa das was ich auch meinte, mit unterschiedlichem Lautstärkeempfinden. So macht mir z.b. Stark Regen draußen nicht viel beim Einschlafen und das prasselt manchmal ganz schön. Andere, leisere Geräusche machen mich dann teilweise kirre :wink:

Eine andere Sache fällt mir aber gerade noch ein: Ich schrieb ja bereits, dass die Deckenhöhe am Aufstellort nur rd. 2m ist. Nun darf die Inneneinheit ja nicht bis unter die Decke gesetzt werden. Einige Hersteller geben ja Mindestabstände vor , habe von ca.15cm gelesen. Die Inneneinheit liegt bei ca. 30cm Höhe, wären 10cm Abstand jetzt ein großes Problem (lieber noch etwas weniger)? Denn sonst würde das Teil ja recht tief hängen, was alleine optisch nicht so schön wäre.

Hab schon Anlagen gesehen, die hatten nur 5cm Abstand zur Decke. Gehen tut das technisch. Von der Wartung kann es mitunter besser sein, etwas mehr Platz zu haben. Aber 10cm sollte auf jeden Fall reichen.

Einige installieren über der Tür, da wird es dann auch oft knapp.

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werde bei mir leider auch nur 5cm haben.

Ich hab bei meinen Anlagen oben noch einen Filterkasten draufgesetzt, der 5cm hoch ist. Sowas würde bei zu geringem Abstand dann nicht mehr gehen.

Bei Daikin wird als Minimum 3cm angegeben. Unsere 2.5er hängt über der Tür. Kein Problem und auch kein Unterschied an der Auswurfgeschwindigkeit im Vergleich zur 2.0er, die relativ frei hängt.

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Ich merke da bei meiner rein zum Heizen angeschafften Dimstal trotz ebenfalls relativ beengter Einbausituation auch keinen Unterschied.

Ich hatte da aber mehr Bedenken bzgl. des Warmluftauswurfs, aber absolut kein Problem.

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Hallo zusammen, ich beschäftige mich auch gerade damit mein Haus mit LLWP zu heizen. Da mir leider jegliches technisches Verständnis fehlt, sind mir einige Dinge noch unklar und ich konnte auch keine (für mich verständlichen) Informationen finden. Ich würde gerne 3 Räume im OG ausschließlich mit LLWP beheizen. Die Räume sind ca. 35qm / 12qm / 12qm groß. Das Haus ist Baujahr 1996, aber nicht besonders gedämmt. Die erste Überlegung war, sicherheitshalber eine Anlage auszuwählen, die bis minus 25 Grad ausgelegt ist. Vielleicht genügen aber auch Anlagen bis minus 15 Grad (Rhein-Main-Gebiet). Was würde denn bei dem "kleineren" Gerät bei Minustemperaturen von 12 oder 15 Grad passieren ? Wird dann "nur" mehr Strom verbraucht, oder funktioniert die Anlage vielleicht gar nicht mehr ? Sind im Gegenzug dann die leistungsstärkeren Geräte vielleicht sparsamer, weil sie nicht unter so hoher Last arbeiten ? Vorab schon einmal vielen Dank für die hilfreichen Informationen.

Wenn -15 Grad angegeben ist, heißt das nur, dass die spezifizierten Leistungs- und Effizienzwerte darauf bezogen sind. Die laufen auch bei -25 Grad noch, man weiß nur nicht, wie effizient und welche Leistung die dann noch schaffen. In der Regel haben sie bei so niedrigen Temperaturen aber alle noch einen COP von >2.

Leistungsstärkere Geräte können durchaus sparsamer sein, wenn du einiges an Leistung abforderst. Hintergrund ist, dass die Geräte bis 2/3 Nennleistung noch recht effizient sind. Und größere Geräte haben auch größere Wärmetauscher. Wenn du also eine zu kleine Anlage lange unter Volllast betreibst, dann ist die ineffizient. Lässt sich auch schon daran sehen, dass für Volllast dann der Wärmetauscher am Innengerät recht hoch mit der Temperatur muss, also bis 50 Grad. Das wird dann ineffizient, denn je mehr Temperaturhub, um so ungünstiger.

Allerdings: Größere Geräte haben oft kein größeres Innengerät, was wieder gegen die Effizienz arbeitet. Kann dann besser sein, eine Multisplit zu haben, wo 2 Innengeräte dran hängen. So ist auch die Wärmeverteilung in Räumen besser. Da würde ich so ab 30-40m² Raumgröße drüber nachdenken.

Dann schon mal vielen Dank für die Infos ! Sobald ich weitere Informationen habe, kommen bestimmt auch die nächsten Fragen. Ich werde dann aber auch gerne meine Erfahrungen teilen.

Vielen dank erstmal wegen der Erfahrungen mit dem Abstand zur Decke.

Ich hab mich jetzt für eine Vivax Type R 9000BTU entschieden und auch bereits bestellt. Über die direkte Anbieterseite gabs nochmal 10% und damit deutlich günstiger als das Angebot in der Bucht vom selben Anbieter. Gestern Nachmittag bestellt und soll heute schon ausgeliefert werden.

Einen Monteur habe ich auch bereits gefunden, der leider erst Ende September Zeit hat. Ich möchte aber bis aufs evakuieren schon alles vorbereiten.

Welchen Durchmesser für die Kühlmittel/Kondensat Leitungen durch die Wand würdet ihr empfehlen? Ich hatte eigentlich gedacht, durch das Loch zusätzlich noch ein HT Rohr zu schieben, indem die Leitungen dann durch die Wand verlaufen. In Frage kommen da wohl DN50 und 75. Ich denke 50 wird wohl zu knapp oder?

Du solltest vom Innendurchmesser so 60mm haben. Ich habe eine geläufige 68mm Bohrkrone mit 200mm Länge verwendet. Es gibt spezielle Rohre, die du dafür z.B. bei saukalt.de oder vermutlich auch klimaworld.com kaufen kannst. Ich habs aber auch auch schon mit einem DN75 Rohr gemacht, was ich der Länge nach geschlitzt habe und dann etwa 20mm Streifen rausgeschnitten. Dann kann man es auf 68mm zusammendrücken und mit Ducktape fixiert einbauen.

Das hier wäre das Rohr von Saukalt:

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Ich hab das Gerät jetzt bekommen. Ging ultra schnell, Donnerstag 15 Uhr bestellt, Freitag vormittag geliefert.

Das Innenteil hängt auch bereits und die "Kernbohrung" ist auch bereits erledigt. Hab das gemacht, wie von dir @Win vorgeschlagen : 68er bohrkrone und dann ein geschlitztes dn75 ht rohr. Passt wunderbar.

Ich hatte mit 2m Leitungen bestellt, hab jetzt aber gemerkt, dass das eigentlich zu lang ist. Ich könnte den Überschuss in ner Schleife hinter das Aussengerät legen aber lieber wäre mir, die beiden Kälteleitungen zu kürzen. Kann man die 2m Leitung auf ca. 1.3m kürzen oder müssen die eine Mindestlänge haben?

Eigentlich brauchst du bei den meisten Anlagen 3m Mindestlänge. Sonst hast du deutlich mehr Geräusche, vielleicht auch noch andere Nachteile. Ich würde deshalb die 2m lassen und im Bogen hinters AG legen.

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Noch mal eine Frage: Wie sehr verschlechtert sich die Effizienz von Splitklimas durch die Abtau-Vorgänge in etwa? Sagen wir bei einer Außentemperatur von + 3 bis 5 Grad und bei sagen wir mal 10 Auftauvorgängen pro Tag? Nur so Pi mal Daumen.

Würde es bei leicht positiven Temperaturen nicht Sinn machen, anstatt aktiv aufzutauen, einfach den Lüfter laufen zu lassen? Kann ja ruhig 10 Minuten plus minus dauern.
Bei negativen Temperaturen geht das natürlich nicht, aber je tiefer die Temp, umso geringer ist ja bekanntlich die Vereisung.

Kommt sehr darauf an. Aber nehmen wir an, ein Abtauvorgang dauert 5 Minuten und zieht im Schnitt 500W Strom. Nehmen wir einen COP von 4 an, dann kann man so rechnen:

500W * 4 * 5min = 10000 Wmin, die dem Innenraumluft entzogen wird. Sind 10000 / 60 = 167 Wh.

Nehmen wir jetzt an, die Anlage läuft den ganzen Tag mit 400 Watt durch und taut alle 2 Stunden ab. Dann hat man eine zugeführte Wärmemenge von:

400W * 4 * 2 = 3200 Wh.

Und jetzt einfach mal prozentual gegenüberstellen: 167 Wh / 3200 Wh * 100 = 5,2%.

Sind also ungefähr 5 % Energie von der Gesamtenergie, die du für die Abtauvorgänge verlierst.

Glaube kaum, dass das in so kurzer Zeit funktionieren würde. Wenn kaum noch was durch den Wärmetauscher an Luft geht, würde das ewig dauern.

unser erster winter mit klimaanlagen steht an.

Wie darf man sich eigentlich den abtauvorgang vorstellen?

Ist da eine außenheizung am gerät am laufen, oder stellt das gerät in der zeit von heizen auf kühlen um?

falls ja kommt dann eiskalte luft innen an? Würde ja recht schnell den raum runterkühlen und wenns nur 5-10 minuten je stunde wäre.

Wäre nett wenn jemand seine erfahrungen schildern könnte .

@win Vielen Dank für deine Meinung.

Wenn der Energieaufwand zum Abtauen wirklich nur 5% vom Gesamtenergieaufwand wären, wäre es tatsächlich kaum der Rede wert. Wenn man manche Beiträge ließt, hat man das Gefühl, dass unter ungünstigen Umständen (vielleicht Nebel und + 5°C Außentemp bei erhöhter Heizleistung) die Anlagen spätestens alle 30 Minuten auftauen müssten. Dann wäre man schon bei 20% was den COP aber auch nur um 1 reduzieren würde, (davon ausgehend, dass der COP ohne abtauen vielleicht 4-5 wäre)

Ich habe ja eine Ariston Nuos 80 im unbeheizten Keller hängen. Dort kann es im Kernwinter auch schon mal auf 7-8°C abkühlen. Die Nuos fängt unter +10°C schon an, zu vereisen. Das merke ich, wenn ich in der Fritz-Dect-210 sehe, dass die Leistungsänderung pro 10 Minuten auf unter 2W pro 10 Minuten geht. (normal sind es je nach Kellertemperatur 3-5 Watt pro 10 Minuten Anstieg der aufgenommenen elektrischen Leistung) Bin dann letzten Winter ab und zu in den Keller gegangen, habe die Nuos mit dem Ein-Ausschalter ausgeschaltet. Dann stoppt der Kompressor sofort, aber der Lüfter läuft noch ca. 2 Minuten weiter. Wenn man dann nach paar Minuten wieder einschaltet, läuft sofort der Lüfter los, aber der Kompressor lässt sich noch gefühlt 10 Minuten Zeit. In der Zeit während der Lüfter läuft, der Kompressor aber steht, fängt das Kondenswasser dann so richtig an zu laufen. Alles was in der Zeit vorher nicht rausgelaufen ist, weil es am Wärmetauscher festgefroren ist, kommt dann in zwei drei Minuten rausgelaufen. Dürfte gefühlt annähernd eine halbe Tasse voll sein.

Daran sehe ich, dass das Abtauen nur per Lüfter IM PRINZIP funktioniert. Aber ob das bei Temperaturen knapp über 0°C auch noch klappt? Auf jeden Fall sollte man nicht abwarten, bis der Wärmetauscher komplett zu ist, sonst dauert das ewig, mangels Luftdurchsatz.

Werde mir demnächst einen Switchbot besorgen und den an die Nuos hängen, um bei Bedarf von oben aus zu enteisen. Den originalen Switchbot kann man glaube ich auch in Node Red einbinden, so dass ich über die Fritzdect die Leistungsänderung pro 10 Minuten ermitteln kann und über die Node red-Automatisierung bei < 2 Watt pro 10 Minuten dann die Anlage für 5 Minuten ausschalte.

@ilibilly

Das scheint von Gerät zu Gerät unterschiedlich zu sein. Meine Comfees blasen beim Enteisen komischerweise NICHT kalt. Man erkennt die Enteisung nur am Display. Ansonsten wäre die Enteisungsphase bei den Comfees nicht vom Takten zu unterscheiden. Leider habe ich den Stromverbrauch beim Enteisen noch nicht beobachtet. (oder vergessen ?)

Es soll aber auch tatsächlich Geräte geben, die innen kalte Luft herausblasen.

Die ultraeffiziente Panasonic VZ9 sollen einen internen Wärmespeicher zum Auftauen benutzen.