Der Dämmstandard ist eigentlich eher mittelmäßig, da es sich um ein Reihenmittelhaus handelt, mit Dachdämmung (U-Wert 0.2), brauchen die Zimmer tatsächlich nur sehr wenig Energie, da es nur jeweils eine kleine (schlecht gedämmte -> U-Wert irgendwas um 1) Außenwand gibt.
Kann deine Erklärung absolute nachvollziehen, mich würden konkrete Erfahrungen interessieren, falls es hier jemand gibt der ein ähnliches Setup hat.
Zur Lüftung, diese wird wahrscheinlich auch noch kommen, da das Haus ursprünglich mit einer aus der Mode gekommenen Warmluftheizung ausgestattet ist, ist ein Kanalsystem schon vorhanden, was dann bei erfolgreichen Umstieg auf die Klimasplit-Geräte zu einer KWL umfunktioniert werden könnte.
Das scheint ja von den Werten (bzw. wann die Splitklima nicht mehr ausreicht) her super plausibel zu sein bei dir. Die ap25vgk hat eine Heizleistung von 2.2kw bei -7 Grad. Bei dem Energieausweis von 58kwh/m2 pro Jahr hat das Haus wahrscheinlich ~3kw Heizlast bei NAT. Da dürfte der Schnittpunkt so irgendwo bei -5 liegen.
Das ist ja genau das Setup an dem ich interessiert bin, obwohl dein Haus noch etwas besser gedämmt ist. Wo hängt denn das Innengerät, bzw. wie sieht dein Grundriss dazu aus und wie ist die Temperaturverteilung in den passive geheizten Räumen?
Ich habe den Tipp mit der zentralen Lüftung schön öfter gelesen, zur besseren Verteilung, so ganz nachvollziehen kann ich das theoretisch jedoch noch nicht.
Beispiel: (mein) 10m^2 Zimmer mit 300W Heizlast hat eine Luftvolumen von ~24m^3, bei einer Luftwechselrate der Lüftung von 0.5/h macht das 12m^3 Luftwechsel. Bei einer Wärmekapazität von Luft von 0.34, würde man selbst bei einblasen von 25 Grad warmer Luft (irgendwo in Deckennähe abgezogen und mal 100% KWL Wärmerückgewinnung angenommen) bei 20 Grad Raumtemperatur gerade mal ~20 Watt Wärmeleistung zu führen.
120.34(25-20) = 20.4W
Habe ich hier irgendwo einen Denkfehler oder beziehungsweise wieso funktioniert das in der Praxis ^^?
ja die klima muss durchgehend laufen die wärmekapazität von luft ist sehr niedrig, geht die klima aus wird es sofort kalt in der bude
die klima ist bei mir zentral im eg im wohnzimmer angebracht und bläst richtung flur und treppenhaus ein teil der wärme geht automatisch nach oben durch das treppenhaus.
der rest wird über rekuperation in die räume geblasen die oberen räume sind logischerweise etwas kühler um ca 1°C aber das passt mir gut sind ja eh nur schlafräume.
wenn die klima lange genug läuft werden auch irgendwann die wände warm und speichern so ein wenig energie.
das ist auch der grund warum ich eigentlich davon weg möchte und mir ne kleine 3kw vaillant wandhängende sole wasser wp neben die gastherme dranbauen möchte.
habe 120m erdkollektor um den keller der kann die energie liefern und das geht dann in die fußbodenheizung, das ist deutlich effezienter auch als langzeitspeicher.
Ich hatte heute die Mitsubishi Multisplit laufen. Nachmittags gab es hier Schneefall und Temperaturen um 3 Grad.
Dabei ist die Anlage anscheinend öfter vereist. Vorher zog sie beim Heizen ca. 4-500 Watt und taktete 2mal pro Stunde. Nachmittags dann 3-4mal pro Stunde kurz rauf auf 1200Watt und danach bald aus. Ich hoffe, das ist "normal".
Takten oder Auftauen? Was beim Takten normal ist, hängt vom Wärmebedarf deines Raumes ab. Wenn die also ganz runter moduliert und immer noch zu viel Wärme produziert, muss sie ins Takten gehen.
Unsere Anlagen haben heute bei Regenwetter bei 2-3 Grad so alle Stunde mal abgetaut. Dauert 5 min und dann gehts mit dem Heizen weiter. Man merkt aber deutlich, dass es etwas kälter im Raum wird.
@AndyHoe hast du deine Pläne hier schon konkretisiert? Hast du vor eine normale KWL/Lüftung zu verwenden oder ein Klimakanalgerät in die Kanäle einzubauen?
Stehe vor dem selben Projekt, den alten Gasbrenner der Warmluftheizung zu ersetzen.
Ehrlich gesagt bin ich aktuell noch ein böser Heizölverbrenner bei -5 Grad und tiefer. Ich habe im Lockdown vollgetankt und das wird noch Jahre reichen wie es ausschaut. Aber was mein Plan ist:
Wenn die Tanks leer sind, kommt der Heizölbrenner raus. An die Stelle kommt ein Klimagerät mit ca. 5-6 KW Heizleistung. Relativ gering da ich aber schon 3 am laufen habe. Über die vorhandenen Warmluftkanäle wird dann die Warmluft verteilt.
naja selbst. Ich hab ja auch meine 3 Klimas selbst installiert. Da kommt es auf die 4te nicht an Aktuell ist Wohnzimmer, Schlafzimmer und Kinderzimmer mit einer Klima versorgt. Dazu gibt es noch einen Kaminofen und die Ölheizung. Die Ölheizung werfe ich bei ca. -5 Grad an. Wenn der Brennstoff mal zu neige geht mache ich mir weitere Gedanken. Also nachtanken oder nicht. Eine reine Kostensache. Wenn Heizöl zu teuer ist, werfe ich den Brenner raus und setze ein Klimagerät an die Stelle.
es gibt keine Kondenzwasser-Bildung an irgend einer Fläche, wenn es keinen Temp Unterschied gibt.
deswegen sind auch unbeheizte kalte Räume kein Hort für Schimmelbildung.
Dann möchte ich auch mal meine Erfahrungen teilen.
Habe im November 22 meine Ölheizung auf Warmwasser Betrieb gestellt und 3 Split Klimas Installiert.
Das Haus ist Bj. 73 und hat dementsprechenden Dämmstandard. Fenster sind von 1990.
Das Wohnzimmer ist 40qm groß und hat eine Empore mit hohen Decken. Das Wohnzimmer ist offen zu einem großen 30qm Flur. Darin steht ein Kachelofen den wir zur Unterstützung nutzen.
Das Wohnzimmer heize ich mit einer Mitaubishi MSZ ap42. Die Anlage packt das auch echt gut und geht bis 130 Watt runter.
In Küche und Schlafzimmer habe ich eine ap25 installiert. Diese gehen leider nur bis 250 Watt runter, wieso auch immer ?!
Die Anlagen liefen den ganzen Winter durch, auch in Phasen bis -8 Grad. Das Außengerät der ap42 ist mir bei tiefen Temperaturen mehrmals zugefroren. Habe dann den Boden des Außengeräts mit einer Begleitheizung bestückt die an einem Shelly hängt. Das funktioniert sehr gut und kostet nur 15 Watt.
Ich bin mit den Klimas sehr zufrieden und werde die Ölheizung nur noch als Backup behalten. Wenn die nächsten Winter so weiter laufen werde ich die Anlage irgendwann abschaffen und noch eine BWWP installieren.
Habe bisher nur zwei BKW auf dem Dach mit 1600 Wp. Werde ich stetig erweitern…
Bisher habe ich ca. 2000 kWh verbraucht. Finde ich vollkommen in Ordnung um 140 qm Altbau zu beheizen. Die obere Etage wird momentan nicht genutzt und irgendwann auch noch mit Klimas ausgestattet.
Damit schilderst du aber Bedingungen, die einfach alles ausblenden, was ganz real zu Schimmelbildung in Gebäuden führt. Die Realität sind ja ganz typisch massive Temperaturunterschiede zwischen Raumluft und Wänden.
Das ist schon echt merkwürdig. Sind das beides Monosplit? Wenn das so ist, müsste man ja eigentlich für kleine Räume die ap42 empfehlen. Verrückt.
Wie hast du das genau gemacht? Foto wäre interessant. Muss ich evtl. auch noch machen. Wobei uns bisher nur eine Anlage einmal im Dezember etws zugefroren war. Ging aber trotzdem noch, nur der Ventilator hat irgendwo an Eis angeschlagen, klackerte dann lauter bis zum nächsten Abtauzyklus.
Mal wieder ein paar Verbrauchswerte. Seit Beginn Heizsaison 09.2022 haben wir bis Ende März 636 kWh verheizt.
Monatswerte:
Sep 8,6 kWh
Okt 9,1 kWh
Nov 66,4 kWh
Dez 193 kWh
Jan 157 kWh
Feb 105 kWh
März 97,5 kWh
Das sind nur die Verbräuche für die Split-Klimas. Was noch dazu kommt: In der Küche ab und zu mal eine 300 Watt IR-Heizung. Die wird geschätzt unter 20 Stunden gelaufen sein, als 6 kWh. Im Bad läuft ab und zu mal ein Heizlüfter für 5 Minuten. Der wird insgesamt keine 2 Stunden gelaufen sein, also 4 kWh. Das wars dann aber auch schon, was Wärmeerzeugung angeht.
Wir werden also sehr wahrscheinlich unter 1000 kWh für die ganze Heizsaison auskommen. Macht ungefähr 350 Euro, so billig sind wir noch nie durch einen Winter gekommen, eher so Faktor 2. Früher hatten wir 10.000 kWh Gasverbrauch und 6-8 Cent die kWh. Allerdings haben wir unseren Wärmebedarf stark zurückgefahren, nur noch 16-18 Grad in den Räumen, wo wir uns aufhalten. Ab und zu auch mal 19-20 Grad, aber eher selten. In Küche und Bad typisch 15-16 Grad. Wir konnten uns gut dran gewöhnen, haben nur selten mal gefroren. Braucht natürlich die richtigen Klamotten und auch Decken im Wohnzimmer.