Wie schon geschrieben wurde, müsste man immer auch darauf schauen, wie hoch die Heizleistung ist, die in den Raum geht. Und da hat man ja das große Problem, dass man dies nur schwer messen und kaum abschätzen kann.
Aber was durchaus geht: Wenn es hinreichend kalt draußen ist, man den Raum geschlossen hält und auch sonst alle Parameter gleich hält, also gleiche Anzahl Personen im Raum, Fenster zu und auch genau gleiche Temperatur einhalten. Dann stellt sich irgendwann ein Gleichgewicht ein, wo man nur genau das zuheizt, was nach draußen verschwindet. Dafür muss der Raum natürlich schon komplett in Balance sein, also alle Wände und Gegenstände im Raum müssen im Gleichgewicht sein. Und die Außentemperatur sollte auch konstant sein.
Wenn man so einen Zustand erreicht hat, kann man schön beobachten, dass die Klima mit einer bestimmten recht gleichbleibenden Leistung heizt. Wenn man jetzt den Betriebsmodus umstellt, z.B. schnellerer Lüfter, dann wirds interessant, ob sich die Leistung ändert. Denn wenn ein Zustand effizienter wäre, müsste die Leistung sinken.
Ich hab das letztens mal probiert, allerdings gibts da ein großes neues Problem: Wenn unsere Anlage mit höchster Lüfterstufe läuft, dann sind 18 Grad Zieltemperatur auch wirklich 18 Grad, die irgendwann erreicht werden im Raum. Wenn ich dann aber den Lüfter niedriger stelle, reguliert der Regler nicht mehr auf 18 Grad aus, sondern die Temperatur fällt. Ich müsste dann also auf 19 oder gar 20 Grad hochstellen, um die Anlage wieder in die richtige Richtung zu bringen. Bisher ist es mir noch nicht gelungen, bei niedriger Lüfterdrehzahl wieder die 18 Grad genau zu erreichen.
Und dann auch: Die Temperaturverteilung im Raum ändert sich bei unterschiedlichen Lüfterstufen, womit der Ort, wo das Thermometer steht, vielleicht niedriger anzeigt, obwohl der Durchschnitt im Raum noch stimmt. Man müsste dann vielleicht zusätzlich ein paar Lüfter laufen lassen, um die Luftverteilung gleich zu halten.
Es bleibt eine schwierige Sache und man kann schnell falsche Rückschlüsse ziehen.
Da gibt es keinen Sättigungspunkt. Es wird permanent Wärmeenergie in den Wärmetauscher gepumpt, die weg muss. Und das geht um so besser, je höher der Luftstrom ist.
Es gibt aber einen Effekt, der dem höheren Wirkungsgrad entgegenläuft: Die erhöhte Stromaufnahme des Lüfters. Wenn der Kompressor ganz runter moduliert und bei guten Anlagen nur noch 100 Watt Leistungsaufnahme vorhanden sind, dann sind 10 Watt mehr für den Innenlüfter durchaus relevant. Aber ich glaube, dass auch in diesem niedrigen Bereich, der Vorteil überwiegt.