Sammelthread - Erfahrungen zum Heizen mit Klima Splitanlagen

Das glaub ich eigentlich nicht... :wink: Also, daß die Argumentation schlüssig ist. Du schreibst, du kannst keinen großen Unterschied in der Leistungsaufnahme feststellen. Die Theorie sagt, doch!, das muß aber so sein. Wenn mit hoher Lüfterstufe gearbeitet wird, dann ist der COP besser, also brauchst du weniger Leistung. Aber genau das hast Du doch eben nicht messen können.

Wie wäre es denn, wenn bereits eine Art Sättigungseffekt eingetreten wäre? Sprich, ab einer gewissen Lüfterstufe gibt es gar nicht mehr Wärme abzutransportieren?

Das bedingt natürlich, daß man das Ding nicht auf absolutes Minimum runterdrosselt, also Flüstermodus o.ä. Da muß die Temperatur am Wärmetauscher tatsächlich höher sein, so jedenfalls meine Erfahrung. Wenn das IG aber selbst entscheidet, dann lüftet es auch mal stärker, aber zwischendurch auch mal nicht. Ich denke, man kann den Herstellern soweit vertrauen, daß sie ihre Kisten nicht komplett kastrieren, sondern im Normalfall mit guter Effizienz laufen lassen.

Gruß!

Mein Bad ist auch kalt, meine Freundin kommt damit komischer Weise besser zurecht wie ich. ?

Zuerst hatte ich einen Heizlüfter, der wurde immer 10 Minuten vorher eingeschaltet. Das war aber auch nicht wirklich gut. Jetzt habe ich eine 800 Watt Infarotheizung in Betrieb. Die mache ich einfach an wenn ich rein gehe. Nach 90 Sekunden hat die schon ihre volle Leistung. Das ist auf dem Körper sehr angenehm. Man muss aber schon direkt dadrunter stehen. Auf jeden Fall deutlich besser als der Heizlüfter.

Insgesamt gesehen erstmal okay, aber definitiv keine Dauerlösung.

Option A ist momentan eine Monoblock-Wandklima mit 2 Wanddurchbrüchen zu verbauen.

Option B wäre eine Poolwärmepumpe an den Wasserheizkörper ran zu basteln.

Generell zum heizen mit der Klimaanlage in meinem Altbau mit 36cm Vollziegelwänden [ungedämmt], Dach gedämmt und 3 fach verglasten Fenstern.

Ich verwende jetzt den ganzen Winter nur noch Splitklimageräte und einem Kaminofen. Ich heize jetzt knallhart auch nur noch während meiner Anwesenheitszeit. Zwischendurch fällt meine Innenraumtemperatur schon mal auf 10 Grad runter.

Meine Anlagen sind Mitsubishi Electric MUZ-LN25VGHZ2 [Hyperheating bis -25 Grad und volle Nennleistung bis -15 Grad]. Wenn ich so die ganzen Erfahrungen lese war das scheinbar auch die richtige Entscheidung.

Ich habe auch bei widrigen Bedingungen keine Probleme mit dem Abtauen des Außengeräts, da bilden sich keine Eisberge und ich muss nicht mit der Gießkanne laufen.

Die eingestellte Temperatur wird +-1 Grad erreicht. Die Geräte laufen innen wie außen sehr ruhig, nur beim abtauen übertragen sich hörbare Schwingungen auf die Wand. Da werde ich die sehr schlechten Gummipuffer aber noch austauschen.

Die Anlagen können bis auf ~100 Watt runter modulieren bevor sie anfangen zu takten. Andere Anlagen fangen scheinbar schon bei 400 Watt mit dem takten an.

Fehlfunktionen gab es noch keine und je nach Anbauposition kann es praktisch sein, wenn der Luftstrom mittels Sensor immer von einem weg geleitet wird. Diese Funktion kann man natürlich auch deaktivieren.

Was halt so semigut funktioniert ist mit einer Anlage mehrere Räume zu heizen. Die Temperatur wird direkt am Innengerät gemessen. In dem Raum wo sie hängt ist die Temperatur natürlich wesentlich schneller erreicht als in den angrenzenden Räumen die mit einer offenen Tür verbunden sind. Das ist bei mir aber der Flur und da muss es auch nicht wirklich warm sein. Hauptsache es schimmelt nicht. Um wirklich mehrere Räume gleichzeitig mit einem Gerät zu heizen müsste man einen "Luftkreislauf" schaffen.

Nachteile der Geräte gibt es natürlich auch. Der Preis ist mittlerweile schon heftig. Ich habe noch 1.500 € in Deutschland bezahlt. Die MEL App funktioniert zwar, ist aber eher so Windows 98. Während des Abtauvorgangs brummt das Außengerät ganz schön und das Innengerät zischt kurz und laut.

Vielleicht noch allgemein zu der Frage bis zu welcher Temperatur man damit heizen sollte... Das kommt wahrscheinlich auf den Wohnort drauf an. Auf der Seite von Stiebel Eltron kann man gucken wie lange es durchschnittlich unter -5 Grad ist. Das sind bei mir lediglich 128 Stunden im Jahr. Die Hälfte der Zeit kann man locker zu anderen Uhrzeiten heizen wo es etwas wärmer ist. Also praktisch ist das fast irrelevant.

Ich kann das natürlich nicht mit Fakten belegen, aber wo mal kurz -12 Grad waren, konnte ich keinen erschreckend hohen Stromverbrauch feststellen. Ich vermute das war selbst da nicht teuerer als mit Gas.

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Also die Gerätezusammenstellung ist mir quasi in den Schoß gefallen. Die hat mal ein nicht weit von mir wegwohnender Mitbürger gekauft und dann doch nicht gewollt. Als er quasi nur 50% vom aktuellen Neupreis haben wollte musste ich nicht lange überlegen.

Heizlast hab ich nicht berechnet, mir nur meine beiden Heizkörper angeschaut, die das Zimmer vernünftig warm bekommen (22er 120x50 bei 55/45/20) und mir gedacht, dass es knapp wird aber vielleicht passen könnte - hat nicht gepasst :wink:
Ist aber nicht schlimm, denn ich kann mir ja noch wie du so schön anmerkst eine weitere 25er mit in den Raum hängen und dann reicht es.
Dieses Jahr werde ich aber auf jeden Fall mein Obergeschoss in Angriff nehmen: 4 Räume 3x11m² & 1x20m², die auch separat beheizt werden sollen... da hab ich aber überhaupt noch keinen Plan was für eine Anlage(n) da rein müssen. Also falls wer ne Idee hat - immer her damit.

Danke für deine Ausführungen!

Gruß

@jabbawocky
Das erklärt es.
Bei solch einem Angebot hätte ich wohl auch zugegriffen.

Nach den genannten Heizkörpern sollte es die 35er eigentlich schaffen, sofern die Vorlauftemperaturen für die Heizkörper stimmen.
Das sind bei 75/65/20 ca. 3,5kW und bei 55/45/20 nur 1,8kW, welche die Heizkörper liefern können, das scheint mir ein wenig knapp.

Auch für deine Räume im Obergeschoß empfehle ich erstmal eine Wärmebedarfsberechnung durchzuführen.
Das geht mit der kostenlosen Resideo APP für Android oder mit einer Excel-Tabelle.
Link: DIN_EN_12831

In die Tabelle trägst du die Parameter der Wände, Decken, Böden und Fenstern ein und nimmst den Standardwert für den Luftwechsel.
Dann brauchst du noch die NAT (Normaußentemperatur) für deinen Standort.
Die findest du hier: Klimakarte

Dann solltest du eine brauchbare Einschätzung des Wärmebedarfs für die Räume haben.

Als grobe Abschätzung bei der Größe der Räume für die Innengeräte könnten 3 mal 15er für die 11m² und ein 20er oder 25er für den großen Raum ausreichen.
Dies Grobabschätzung kannst du dann mit dem berechneten Wärmebedarf vergleichen.

Für die Außenanlagen kommt es darauf an, wievel Platz du hast und wie die Leitungslängen vom Aufstellort zu den Innengeräten sind.
Für die Leitungslänge gilt: Je kürzer desto besser, auch für die Abführung des Kondenswassers im Sommer im Kühlbetrieb ist das besser.
Ein Gerät, dass alle vier unterstützt könnte evtl. auch überdimensioniert sein.
Daher wären wohl zwei Außengeräte, die jeweils zwei der Innengeräte unterstützen der erste Ansatz.
Wenn du Platz hast für vier Außengeräte und dich der Anblick der Geräte nicht stört, ist das Ganze eine Frage der Kostenoptimierung bei Kauf und Installation.

Mit Mitsubishi kenn ich mich nicht so aus, aber da gibt es andere hier im Forum, die mit den Geräten mehr Erfahrung haben.
Bei Daikin sind das dann die 2MXM40 als Außengerät mit den CTXM15 und FTXM20 oder FTXM25 als Innengerät.
Wenn du an die Planung gehst und noch Fragen hast, mach bitte einen neuen Thread dafür auf, damit hier der Erfahrungsthread nicht zu sehr gekapert wird.
Herzliche Grüße

Der Sättigungseffekt ist aber erst erreicht, wenn Lufttemperatur= Wärmetauschertemperatur

Wobei effizient für den Wärmeübergang(! ungleich Stromaufnahme) natürlich eine hohe Differenz ist.

Das erreicht man z.B. wieder mit hoher Strömungsgeschwindigkeit (Stromaufnahme effizient) oder hoher Wärmetauscher Temperatur (ineffizient bzgl. Stromaufnahme)

Allerdings hab ich auch beobachtet, dass mit steigender Lüfterdrehzahl nicht unbedingt die Leistungsaufnahme des Kompressors sinkt.

Das liegt aber imho daran, dass er meist gar nicht niedriger kann.

teilweise steigt sie leicht, weil er vermutlich auf die erhöhte Wärmeabgabe reagiert und nachregelt.

Am Ende wird es aber sicherlich am effizientesten sein mit niedriger Wärmetauschertemperatur und hohem Luftdurchsatz die benötigte Wärmemenge in den Raum zu bekommen.

Ich spiele da auch noch mit der Steuerung.

Habe die MHI Geräte in Home Assistant eingebunden.

Plan ist sie rechtzeitig vor dem Nachhause kommen mit hoher Lüfterstufe vorheizen zu lassen....

Schön wäre ja man könnte Kompressorleistung Lüftergeschwindigkeit selbst wählen.

So muss man immer raten was die Hersteller Regelung aus welchen Vorgaben macht, um das eigentliche Ziel zu erreichen.

Aber das kenn ich ja schon von meiner alten Gasheizung...da muß man auch die obskursten Parameter verbiegen um die gewünschte Heizkurve zu bekommen....statt die Kurve einfach vorgeben zu können...wäre ja zu einfach

Wie schon geschrieben wurde, müsste man immer auch darauf schauen, wie hoch die Heizleistung ist, die in den Raum geht. Und da hat man ja das große Problem, dass man dies nur schwer messen und kaum abschätzen kann.

Aber was durchaus geht: Wenn es hinreichend kalt draußen ist, man den Raum geschlossen hält und auch sonst alle Parameter gleich hält, also gleiche Anzahl Personen im Raum, Fenster zu und auch genau gleiche Temperatur einhalten. Dann stellt sich irgendwann ein Gleichgewicht ein, wo man nur genau das zuheizt, was nach draußen verschwindet. Dafür muss der Raum natürlich schon komplett in Balance sein, also alle Wände und Gegenstände im Raum müssen im Gleichgewicht sein. Und die Außentemperatur sollte auch konstant sein.

Wenn man so einen Zustand erreicht hat, kann man schön beobachten, dass die Klima mit einer bestimmten recht gleichbleibenden Leistung heizt. Wenn man jetzt den Betriebsmodus umstellt, z.B. schnellerer Lüfter, dann wirds interessant, ob sich die Leistung ändert. Denn wenn ein Zustand effizienter wäre, müsste die Leistung sinken.

Ich hab das letztens mal probiert, allerdings gibts da ein großes neues Problem: Wenn unsere Anlage mit höchster Lüfterstufe läuft, dann sind 18 Grad Zieltemperatur auch wirklich 18 Grad, die irgendwann erreicht werden im Raum. Wenn ich dann aber den Lüfter niedriger stelle, reguliert der Regler nicht mehr auf 18 Grad aus, sondern die Temperatur fällt. Ich müsste dann also auf 19 oder gar 20 Grad hochstellen, um die Anlage wieder in die richtige Richtung zu bringen. Bisher ist es mir noch nicht gelungen, bei niedriger Lüfterdrehzahl wieder die 18 Grad genau zu erreichen.

Und dann auch: Die Temperaturverteilung im Raum ändert sich bei unterschiedlichen Lüfterstufen, womit der Ort, wo das Thermometer steht, vielleicht niedriger anzeigt, obwohl der Durchschnitt im Raum noch stimmt. Man müsste dann vielleicht zusätzlich ein paar Lüfter laufen lassen, um die Luftverteilung gleich zu halten.

Es bleibt eine schwierige Sache und man kann schnell falsche Rückschlüsse ziehen.

Da gibt es keinen Sättigungspunkt. Es wird permanent Wärmeenergie in den Wärmetauscher gepumpt, die weg muss. Und das geht um so besser, je höher der Luftstrom ist.

Es gibt aber einen Effekt, der dem höheren Wirkungsgrad entgegenläuft: Die erhöhte Stromaufnahme des Lüfters. Wenn der Kompressor ganz runter moduliert und bei guten Anlagen nur noch 100 Watt Leistungsaufnahme vorhanden sind, dann sind 10 Watt mehr für den Innenlüfter durchaus relevant. Aber ich glaube, dass auch in diesem niedrigen Bereich, der Vorteil überwiegt.

Nochwas: Man kann die Heizleistung auch grob über den Volumenstrom abschätzen. Den Volumenstrom bei einer bestimmten Lüfterstufe dürfte man im Handbuch finden. Es gilt in etwa: Doppelter Volumenstrom = doppelte Leistung bei gleicher Auswurf-Temperatur der Luft.

also die zeit des mangels und des leids ist nun vorrüber seit ner woche läuft meine klima nun ununterbrochen die gasheizung ist jetzt dauerhaft aus

es reicht sogar noch für den heizstab und die warmwasserbereitung sowie für die fußbodenheizung je nach sonneneinstahlung ?

verbraucht habe ich diese heizsaison ca 300m³ gas entspricht etwa 3000kwh also gut die hälfte von dem normalverbrauch

diese menge im sommer wegzuspeichern wäre möglich und im winter dann per wp verheizen, brauche "nur" ca 1000kwh stromspeicher ?

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Meine Werte für Februar

Verbrauch im Februar war nur 105 kWh. Im Januar waren es 157 kWh. Insgesamt in dieser Heizperiode seit Sep 22: 538 kWh.

Bei Gas waren wir letzes Jahr zu dieser Zeit bei 700 m³, also bei etwas über 7000kWh.

Weiterhin sind wir sehr sparsam mit Wärme, deutlich sparsamer, als letztes Jahr. Grundsätzlich sparsam waren wir aber schon immer.

Hier laufen 2 Monosplits von MHI.

mein aktueller Verbrauch im Jahr liegt bei +/ - sieben tausend komma fünf KW
noch ohne PV,

bei einer Wohnung 250qm / davon 2 Zimmer mit H-Lüfter und ca. 6 - 21 Grad je nach Jahreszeit.
Home Office ist minimal, verwende lieber die sowiso vorhandene Energie in der Firma.
bestellt sind aber nun 6x SplitKlima die nach Bedarf eingeschalet werden.
mal schauen was mich die verdiente Wärme im allen Zimmer mehr kostet.
mein Ziehl ist ca. 15 Grad im ganzen Bereich, und einzelen Zimmer geziehlt aufwärmen.

Ja, das find ich auch einen guten Kompromiss, um auch Schimmel zu vermeiden. Und ich empfinde es auch gut verträglich mit 15 Grad. Wenn es nur noch 10-12 Grad sind, wirds für mich schon etwas ungemütlich.

ist ja schon fast kühlschrank niveau ?

Hallo,

erstmal vorab toller Thread, ich habe schon eine Menge gelernt. Hier scheinen noch mehr Leute auf Splitklimas zu setzen als im HTD Forum.

Gibt es hier auch ein paar Leute die mit einem minimalistischeren Ansatz zurecht kommen, als in jedem Raum ein eigenes Innengerät? Also eher sowas wie zentrale Geräte pro Stockwerk.

Ich wäre sehr an ein paar Erfahrungen interessiert, da bei mir zum Beispiel die 2 Kinderzimmer im OG jeweils nur 300W und das Schlafzimmer 600W Heizleistung bei NAT ~-10C. Da sind selbst die kleinsten Geräte die bis 100W elektrische Leistung runter regulieren hoffnungslos überdimensioniert und würden 90% der Zeit takten (ineffizient und unkomfortabel, wenn der Lüfter sich ständig ein und ausschaltet und das selbst bei minus Temperaturen). Die Zimmer gehen jedoch von einem zentralen Flur ab.

@karli Wer will in 2 Zimmern leben? Und der Rest vom Haus schimmelt oder was?

Besser wäre der Energieverbrauch je m² anzugeben.

Bei mir sind es 170kWh/m²

Insgesamt benötige ich 30000kWh zum heizen.

Bei öl im Moment 3000€

Mit dem Holzvergaserkessel und 3000Liter Puffer kann man sich den Holzpreis an welchem es sich lohnt so auch errechnen.

Man bnötigt also 5-6 Rm Buche um 1000Liter Öl zu ersetzen, macht 18Rm, eher 20Rm x Preis und Arbeit welche man bei Öl nicht hat.

Der Buchen Preis für Holz per RM nicht Schüttmeter sollte also weit unter 100€ liegen, damit sich der Arbeits- und Lageraufwand lohnt.

@win Sorry, aber man heizt doch damit man es warm hat, das ist total unakzeptabel, wenn man sitzt sollte es so um die 20-21 Grad warm sein, im restlichen Haus um die 18-20 Grad und im Bad 22-23Grad. Ich lebe doch nicht in einer Höhle, wegen was? Bei dem Klimaschwindel mache ich nicht mit. Eher ein Müllproblem kein Klimaproblem.

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ich hab eine mitsu ap25vgk fürs ganze haus 110m² (zentrale lüftungsanlage)

läuft gut reicht aus, energieausweis B 58kwh/m2 pro jahr

wens draußen unter minus 5 hat reichts nicht mehr ganz um 21C zu halten dafür habe ich meine gastherme zur unterstützung

Ich würde es eher umformulieren: Für dich ist das unakzeptabel und du hast ganz andere Vorstellungen und Bedürfnisse.

So ist das, jeder hat andere Bedürfnisse und jeder sieht in anderen Dingen einen Sinn. Und gerade der Sinn motiviert einen ja, bestimmte Dinge zu tun oder zu lassen.

Für mich ist diese Heizsaison eine Challenge, herauszufinden, wie wenig Wärme ich brauche, um mich noch wohl zu fühlen. Und herauszufinden, was auch durch gute Kleidung machbar ist. Und ich bin positiv überrascht worden, was so alles geht und wo ich mich noch wohl bei fühle. Und was auch geht, ohne das man irgendwo Schimmel bekommt. Da muss man sich natürlich auch etwas mit der Physik beschäftigen, um die kritischen Punkte zu kennen.

Das kann ist ürigens bei vielen anderen Bereichen ganz ähnlich. Man kann sagen: "Ich bin doch nicht bescheuert, im Winter mit dem Fahrrad zu fahren. Das ist für mich völlig unakzeptabel. Ich brauche ein Auto, was auch noch morgens vorgeheizt ist." Diese Vorstellung, im Winter mit dem Fahrrad zu fahren, finde ich auch erstmal ungemütlich. Aber wenn ich mit Menschen spreche, die das machen, sagen die, dass man sich schnell dran gewöhnt und für den Körper wird das vermutlich gesund sein. Ich erinnere mich noch an eine Zeit, wo ich bei Wind und Wetter mit dem Motorroller gefahren bin, das ging auch mit den richtigen Klamotten.

Die Möglichkeiten und Grenzen zu erkunden, finde ich immer gut. Also zu wissen, was geht, generell und auch persönlich.

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Bei so geringem Heizbedarf wirst du ein sehr gut gedämmtes Haus haben. Damit sind die Voraussetzungen gut, dass du mit einer zentralen Anlage mehrere Räume heizt.

Man kann sich das so vorstellen: Aus einem Raum fließt permanent Wärme über die Außenwände und Fenster ab. Diese Energie muss nachgeliefert werden. Fließt viel Wärme ab, weil schlecht isoliert, muss viel Wärme durch die Tür und die Luft nachgeliefert werden. Das gelingt oft nur schlecht. Der Energietransport ist um so höher, je größer die Temperaturdifferenz ist. Bei schlechter Dämmung entsteht also eine größere Temperaturdifferenz, je weiter man von der Wärmequelle weg ist. Denn erst dadurch fließt genug Wärme in den Raum.

Bei guter Dämmung ist diese Temperaturdifferenz recht gering. Allerdings auch nur, wenn die Wände bereits warm sind. Denn kalte Wände können sehr viel Energie ziehen, bis sie warm sind.

Insofern darfst du die Räume nicht auskühlen lassen und darfst Nachts nicht zu weit absenken. Und dann ist die Frage, welcher Temperaturabfall noch akzeptabel ist. In deinem Fall könnte es möglich sein, dass es nur um 1-2 Grad geht.

Allerdings: Damit das funktioniert, müssen die Türen natürlich möglichst oft offen sein. Wenn das nicht zu machen ist, müsste ein Lüftungssystem installiert werden.

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