Sammelthread - Erfahrungen zum Heizen mit Klima Splitanlagen

Korinthenkackerei sagte man früher dazu

@auric

sagt man auch heute noch. Oft aber auch als Todschlagargument ?

Doch, ein Klima-Innengerät saugt Luft an und bläst sie auch wieder aus. Ob Korinthen dabei sind oder auch nicht.

Auric hat das schon gut erkannt :wink:

Worum es doch eigentlich ging: Eine Split-Klima bewegt nur die Luft im Raum. Wenn man aber Luft aus dem Raum heraussaugt oder hineinbläst, gibt es Unterdruck bzw. Überdruck. Damit ein Luftaustausch mit anderen Räumen oder nach außen sinnvoll funktioniert, muss die Luft, die raus geht, auch wieder in den Raum reingehen. Will man also z.B. 2 nebeneinander liegende Räume so heizen, dass ein Raum warme Luft vom anderen Raum bekommt, kann man nicht nur warme Luft rüberblasen, man muss auch einen Rückluftkanal haben.

Im einfachsten Fall oben warme Luft rüberblasen und unten einen passiven Kanal haben, wo Luft wieder rüberströmt. Oder aber einen aktiven Rückkanal, wo ein etwa gleich großer Lüfter läuft in entgegengesetzter Richtung.

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jo und deswegen sind die welche eine zentrale lüftungsanalge haben hier im vorteil

bei mir bewegt sich die luft gleichmäßig im haus

klima sitzt im eg im wohnzimmer die schlafzimemr im og werden aber auch warm

im eg ca 20C und oben um die 19C bei 21C klimastellung

find ich so ganz angenehem die klima läuft ca 12h am tag und verbraucht im schnitt 500w bei 0C außentemp

solange ich halt genug überschusstrom habe

@win

wie halt die Kanaleinbaugeräte. Ob es zwingend einen Rückkanal braucht, weiß nicht. Je nach dem wie dicht Türen und Co. sind. Meine Ölheizung ist eine Warmluftheizung. Da führt in jeden Raum ein Luftkanal. Also nur Warmluft, keine Rückluft. Funktioniert aber einwandfrei. Wenn der Ölbrenner mal wirklich rausfliegt kann man die Luftkanale gut verwenden um die Warmluft zu verteilen.

Wenn man immer sicherstellen kann, dass Luft irgendwo gut entweichen kann aus dem Raum, kann man natürlich auch immer Luft reinpusten. Es gab früher bei Badtüren z.B. unten oft einen Lüftungsschlitz/Lüftungsgitter.

Gibts auch leicht schallgedämmt:

Wir heizen seit letztem Frühjahr bei uns in der Doppelhaushälfte mit einer 5kw Multisplit (Daikin, 2x 2,5 kw Perfera Truhe) im Flur und Schlafzimmer. Im Hobbyraum haben wir eine Daikin Comfora 2,5kw. Alle 3 sind mit dem W-Lan Modul ausgestattet.

War auch als vor Experiment geplant, ausgelöst durch den Krieg inspiriert durch Andreas, da unsere Therme eh eine Macke hat und Reparatur nicht lohnt. Beim mir auf Arbeit heize ich auch seit letztes Jahr im Büro mit einer Klima Sanyo (3er Multiinverter Bj2011 Standard Wandgeräte), dass war mein erstes ausprobieren und kennenlernen.

Mit der Anlage im Flur schaffen wir die angrenzende Küche (ohne Tür) und das Bad (mit offener Tür), alles im Anbau, sowie das Wohnzimmer (ohne Tür) und Arbeitszimmer (mit offen Tür), im Original Haus auf mind.18 Grad mit zu heizen bei Außentemperaturen dauerhaft über 0. Morgens und abends wird aber im Wohnzimmer der Kamin mit einem Eimer Holz angemacht. Der Kamin erwärmt dann zusätzlich zum WZ auch das daneben liegende Arbeitszimmer auf 20 Grad. Im Hobbyraum (außenliegend und ehemalige ausgebaute Garage) ist die Klima auf 10 Grad gestellt. Das Zimmer unter dem Dach ist unbeheizt (nur bei dort schlafendem Besuch ist die Heizung an) und liegt bei ca. 16 Grad bei geschl. Treppentür. Damit das alles so die Temp. hält laufen die Klimas durch.

Fällt die Temperatur dauerhaft unter 0 Grad müssen wir leider Tags die Gastherme einschalten, Heizkurve dabei runter gedreht, um es im Arbeitszimmer, Bad, Küche nicht zu kalt (für Frau und Kind) zu haben. Dann schafft es die Klima vom Flur die Räume nicht mehr genug mit zu heizen.

Zu den Zahlen: Haus ist ~120m² gesamt. Original Haus ist Bj.1934 und wenig bis gar nicht gedämmt. Der Anbau Bj 1980, nach gedämmt (eher so lala).

Verbrauch Multisplit für die Heizung Sep.-Dez. 2022 700kwh und Hobbyraum 100kwh verbraucht (Messung per Shelly1PM) + fast meinen ges. Holzvorrat und hatten die Gastherme wie beschrieben bisher ca. 4 Wochen so an. Gas Verbrauch habe ich aber nicht getrackt, aber damit wird dann eh auch für uns 3 das warme Wasser noch gemacht.


Probleme die ich aber beim Heizen mit den Klimas habe:

-Die Temp. Differenzen der eingestellten und realen Temperaten. Soll ist im Flur 20,5-21, um das du erreichen muss die Klima auf 17° gestellt sein. Es kann aber auch sein dass dann mal nur 20° sind oder auch 22° sind. Dann muss ich entweder selbst etwas nachstellen auf 16,5-17,5 oder es geht von selbst wieder Richtung 21°. Das selbe auch im Schlafzimmer. Dort soll es etwas kälter als im Flur sein (ca. 19/20°), dort ist die Temp. in der Klima auf 16,5° gestellt und auch dort schwankt es zw. 18,5-20°.Die Klima im Hobbyraum ist auf 10° gestellt, aber dort ist die Raumtemp. recht konstant auf 13°. 10° würden auch reichen, aber tiefer als 10° lässt sich die Klima nicht einstellen. Mein Onkel hat mit seiner Daikin genau dasselbe, auch dort wird viel höher als eingestellt geheizt. Insgesamt nerven mich die Differenzen schon ziemlich und da sollte Daikin wirklich nachbessern. Warum gibt es keinen externen Temperaturfühler am besten Funk, via Smart oder die Möglichkeit über die Fernbedienung zu messen. Es ist mir schon klar, dass es schwer ist im Gerät die tatsächliche Raumtemperatur zu messen, aber ich hatte/habe smarte Fritz-Thermostate und diese deswegen mit den externen Temperatursensoren von Fritz betrieben wo es nötig war. Die wissen also wie man das Problem lösen kann (wenn auch nicht ganz billig). Falls das jemand von Daikin liest bitte unbedingt nachbesser, sollte mit dem Smart-System auch kein Hexenwerk sein. Ich hatte auch schon mal die Steuerung via Tado probiert aber das war ein voller Reinfall. Die 2011er Sanyo auf Arbeit hat übrigens nur eine Differenz vom 2 Grad bei nicht so auffallenden Streuung trotz dauerhafter Taktung.

-Geräusche im Schlafzimmer...leider haben wir das Problem, dass wir vom Kältemittel blubber/gurgel Geräusche haben. Kommt vom Flur Innengerät und ist leider deutlich in Schlafzimmer hörbar. Je tiefer die Außentemperatur also je stärker der Kompressor wohl arbeiten muss, wurde es unerträglich. Das passiert auch wenn der Lüfter im Innenteil im SZ nicht an ist. Das ist immer ein Gurgeln (paar Minuten lang) , dass auszuhalten ist, dann ein lautes Gurgeln (paar Sekunden lang) als wenn das Kälte mittel einmal zusammen fällt und dann komplett ruhe (1-2 Minuten lang) , wie man es sich wünschen würde und dann fängt es wieder von vorne an. Was ich dabei nicht verstehe war es eine Zeit gibt wo man wirklich nichts hört.

Lösung ist jetzt erstmal die Flur Inneneinheit nachts mit Lüfterstufe Auto statt dauerhaft Leise zu betreiben. Dann läuft der Lüfter auch mit recht hoher Leistung, aber der Kompressor muss wohl weniger Arbeiten und im SZ ist maximal nur noch ein leises Gurgeln dauerhaft zu hören. Das ist dann so auch noch erträglich weil auch gleichmäßig, aber nicht schön. Läuft der Lüfter ( auf Silent) im SZ ist es so gut wie übertönt. Ansonsten werde ich wohl im Frühjahr weitere Lösungen/Ursachenforschung betrieben. Einmal prüfen ob Knicke in den Kältemittel Leitungen sind dann die Leitungslänge für das Innengerät verlängern. Dort sind es nur 2m, da ich in der Anleitung zwar den Hinweis gelesen habe, kurz ist gut, aber nicht der Hinweis es muss mind. 3 Meter sein. Die 2 Meter passten halt perfekt. Bei der Klima SZ sind es zum Glück schon genau 3m. Wenn jemand noch andere Ideen zur Fehlerursache hat gerne her damit :). Auch ob es vertretbar ist die bestehende 2m Leitung mit einem 1m Stück via Doppelnippel zu verlängern? Ich will ungerne die alte Leitung rausschmeißen, da sie großzügig eingeschäumt wurde in der Wand. Wenn sie einen Knick haben sollte wäre es aber eh nötig.

-Abtauen der Außeneinheit. Im Prinzip funktionierte es super. Auch bei der Woche mit -10° hatte ich keine Probleme außen. Es taute alles super ab optisch, keine riesen Eiszapfen, mein ganzer Weg war eine riesen Eisfläche. Dort ist aber ein Ablaufgitter geplant zur Regenwasserentwässerung, aber dazu bin ich nicht gekommen, also selbst schuld. Nun zum negativen, mal wieder den Geräuschen. Zu Beginn und Ende des Abtauen scheinen die Truhen Flur und SZ innen eine Klappe zu öffnen Link entfernt Dabei hat man das Brummen wie beim Öffnen/Schließen der oberen Klappe. Warum muss das sein? Die obere Klappe bleibt auch auf. Außerdem hat man am Ende des Abtauens beim umkehren des Kältemittels ein recht lautes Zischen. Leider ist da Töchterchen auch schon von Wach geworden. Beim der Sanyo auf Arbeit habe ich weder das Brummen vorher/nachher als auch das Zischen wahrgenommen. Ja es ist dort auch lauter, aber das sich bei den Truhen innen eine Klappe öffnen/schließt muss das sein? Hat jemand Erfahrungen ob das auch andere Truhen oder Daikin Wandgeräte machen? Im Hobbyraum ist es mir noch nie aufgefallen. Das Zischen durch die Kältemittelumkehr am Ende soll ja normal sein?

-Brummen/Klappern der Außeneinheit. Das liest man ja oft und kann ich auch nachvollziehen das sich die Frequenzen bis in die Wand übertragen. Ich gebe auch zu die Gummiunterlagen waren bei der Wandhalterung bei und sind bestimmt zu billig. Mehr stört mich bei dem Marken Produkt dass es zu klappern kommt, ist nur manchmal bei einer bestimmt Leistung Link entfernt Habe da schon paar Mal versucht den Punkt zu finden aber habe ich ihn wohl mit dem zusätzlichen Gummis bisher nicht getroffen. Problem ist, drücke ich leicht auf den Deckel ist es weg, also erst recht beim Öffnen des Deckels. Zum Glück ist das aber nur außen Hörbar und eher selten. Das brummen bis nach Innen konnte ich verhindern in dem ich die Leistung der Anlage in der App auf 75% begrenzt habe. Vorher tritt es nicht auf und die 75% reichten bisher auch trotzdem aus. Trotzdem werde ich da auch im Frühjahr zu besseren Dämpfer tauschen. Bei der Anlage Hobbyraum habe ich weder Brummen noch klappern gehört, dafür mal ein leises Klackern (vielleicht Eis).

-die App hat noch viel Potenzial. Es passiert gerne das man die Temperatur oder andere Einstellung fürs Innengerät ändert. Man drückt dann den Zurückbutton, es wird Richtig angezeigt, aber teilweise nicht übertragen. Das sieht man erst wenn man ihn neu laden lässt. Da das übertragen aber träge ist lädt er immer erstmal das alte neu. Heißt kurz warten, wieder neu laden bis er aktualisiert und man sich sicher sein kann, das er es auch übertragen hat. Finde ich echt schlecht gelöst und nervt. Das Programmieren des Timers ist auch meiner Meinung nach nicht optimal gelöst.


Noch gut zu Wissen ist vielleicht:

Das 2. Innenteil (SZ) wird auch warm wenn es nicht läuft, nur der Flur. Es fließt wohl trotzdem das Kältemittel durch und erwärmt damit den Wärmetauscher.

Reinigung. Ich reinige die Filter der Innengeräte Flur, SZ mittlerweile ca. alle 2 Wochen. Die sind schnell sehr Dreckig. Mache das aber mit den Staubsauger. Kurz aus, mit dem Borsten-Aufsatz drüber, Gehäuse mit gemacht dauert keine 5 min. Muss man aber auch mit bedenken, da hat nicht jeder Lust zu. Für uns ist der Filter mit dem Steamer aber Plus-Punkt, wir sind alle 3 Allergiker und alles was da hängen bleibt, ist nicht mehr in der Luft. Die Filter der Sanyos auf Arbeit wurden das letzte Jahr nicht 1x gemacht, man sieht aber auch Null Staub hängen bleiben.


Mein Fazit...ich würde gerne auch die weiteren Räume mit einer Klima ausstatten. Beim den Autos sind wir schon fast Fossilfrei (1x E- und 1x Plug-In) und Brennholz ist bisher nur von Bäumen die eh gefällt wurden bzw. Altholz. Durch PV erzeugen wir zumindest ein Teil Strom selbst. Würde so gerne auf Gas verzichten wollen. Eine L-W-WP ist aber finanziell noch viel schwieriger machbar.

Daikin hatte ich genommen in der Hoffnung in Sachen Haltbarkeit, Lautstärke und Qualität sicher zu sein, da ist noch viel Luft nach oben…habe aber keine Vergleiche außer die über 10 Jahre alte Sanyo auf Arbeit, keine Ahnung was die gekostet hat aber da habe ich nichts zu meckern.

Vom Stromverbrauch bin ich zu frieden. Ich weiß das ich bei der Dämmung noch viel doing offen habe. Der Gas Verbrauch bisher war 23000kwh mit WW aber auch ohne reduzierte Raumtemperaturen und Dachgeschoss beheizt.

Bei den Geräuschproblemen mag das vielleicht jammern auf hohem Niveau sein, ich bin da noch toleranter als Frauchen, aber wir haben hier nun mal sonst kaum bis keine Außengeräusche. Wir haben uns zwar schon etwas gewöhnt aber zufrieden sind wir nicht. Gerade fürs zukünftige Kinderzimmer haben wir Bauschmerzen.

Hinter her ist man ja immer schlauer, man hätte das Innenteil im SZ vielleicht weg lassen sollen, das SZ wäre dann vielleicht vom Flur ausreichend mit geheizt worden. Dann wären die Geräuschprobleme weniger.

Mein Plan war eigentlich noch eine Daikin Multiplus für Brauchwasser+ Innengeräte Bad und 2x unter dem Dach nach der Renovierung/Dämmung für Kinder und Gästezimmer. Sowie eine Multisplit mit Innengerät im Wohnzimmer und Arbeitszimmer, dann könnte die Gastherme die eh ihre Macken hat safe raus fliegen.

Hat jemand Erfahrungen mit dem Daikin Multiplus System? Für mich interessant, da meine Kammer mit Mini Kartoffelkeller mit 2m x 3m (Höhe beides zusammen knapp 3,5m) wo der Speicher hängen müsste für eine einfache BWWP zu klein ist und eh Zu/Abluft durchs Dach nötig wäre. Außerdem ist es da wenn die Gastherme aus ist eh schon sehr Kalt drin. Ich denke dann kann man auch ein Split System nehmen, das einem dann auch bis -15° den Einsatz garantiert.

Kostentechnisch ist es auch alles schwer. Für die ersten beiden Anlagen hatte ich komplett mit Material 3500€ gezahlt,. Für die Multiplus BW, Bad, DG rechne ich mind. 5500€, für die Multi WZ+AZ 3000€. Allerdings waren die Angebote 2021 die ich für eine neue Therme hatte auch schon bei 8500€, die ich zum Glück nicht bereit war zu zahlen.

Werde jetzt eher versuchen die Anlagen zu optimieren und das Dachgeschoss angehen damit unsere kleine ein Zimmer bekommt bevor ich weitere Entscheidungen mache Richtung Klimas. Voraussetzt die Therme fällt nicht komplett aus.

Habe gerade das erste Mal die Staubfilter von meiner Pana UFE35 Konsole gereinigt, die waren echt VOLL, ich war sehr überrascht.. Jetzt schnurrt sie wieder und reagiert wieder viel feinfühliger.. Wie siehts bei euch aus ?

Danke fürs Erinnern. Die typischen Dinge, die man gerne versäumt. War das erste Mal in der Heizsaison, dass ich die jetzt gereinigt habe. Lag einiges an Staub drauf. Sollte man besser alle 4 Wochen mal machen.

Ich werde dazu regelmäßig von der App erinnert und darin sehe ich auch die aktuelle Nutzungsdauer seit der letzten Reinigung. Die Intervalle dazu kann man einstellen, im Wohnzimmer habe ich kürzere Intervalle eingestellt da hier wesentlich mehr Staub anfällt als im Kinderzimmer.

Reinigung im Wohnzimmer seit September 3x, im Kinderzimmer 1x.

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Ist es bei Euch auch so dass das Mauerwerk brutal auskühlt? Ich heize seit Freitag durch, die beiden Wochen davor habe ich nur Bedarfsweise geheizt, also von 4:30 an und 19 Uhr aus. Habe aber seit Freitag das Gefühl dass die Fußböden und allgemein das Mauerwerk immer kälter werden. Ist das bei Euch auch so? Oder war das Bedarfsweise heizen Kontraproduktiv und macht sich erst jetzt bemerkbar?

Das kann schon etwas zeitversetzt passieren, dass das Haus über mehrere Tage immer weiter auskühlt bei bedarfsweisem Heizen. Da steckt in den Wänden irre viel Energie drin, die über Tage abnimmt. Irgendwann wird sich ein Gleichgewicht einstellen. Das das die energiesparendste Art zu heizen ist, siehst du schon daran, dass jedes Grad weniger in deinen Mauern auch gleichzeitig weniger Energieverlust nach außen bedeutet. Denn sobald du dein Haus irgendwo vom Energielevel anhebst, steigen immer auch die Verluste.

Du musst jetzt nur den richtigen Kompromiss finden. Typisch ist, dass man bei tieferen Außentemperaturen mehr ins Haus reinheizen muss, damit nicht beheizte Räume nicht zu stark auskühlen. Wir versuchen derzeit bei 0 Grad etwa, nicht beheizte Räume auf 10-12 Grad zu halten. Noch tiefer wollen wir nicht gehen, weil das der Punkt ist, wo es vom Schimmel kritisch wird. Und wir lassen jetzt öfters mal die Türen offen, um vom Wohnzimmer andere Räume zu beheizen, damit die eine Mindesttemperatur halten.

@nitpicker interessantes und wichtiges Thema! Die Wandtemperatur hat tatsächlich nicht nur mit dem Thema Schimmel zu tun, sondern auch mit der Behaglichkeit im Raum. Hierzu hat sie Stadt Hamburg eine gute Broschüre mit einer Zusammenfassung rausgegeben (einfach Mal folgendes googlen: Behaglichkeit Wandtemperatur). Grob kann man sagen: die Lufttemperatur muss enorm hoch sein, damit es sich behaglich anfühlt, wenn die Wände ausgekühlt sind. Ich halte aus diesem Grund nichts von "bedarfsweise heizen", außer man ist wirklich selten in einem Raum oder immer nur wirklich kurz. Eine Nachtabsenkung, zB zwischen 22 und 6 oder 8 Uhr finde ich aber durchaus vertretbar, da hierdurch ja dennoch Wärmeenergie an den Raum abgegeben wird, aber eben erst bei niedrigerer Lufttemperatur. Außerdem arbeiten bei niedrigeren Zieltemperaturen die llwp auch meistens mit niedrigeren Vorlauftemperaturen, sind also effizienter. Man kann durch bedarfsweises Heizen zwar sicher viel Energie sparen, aber das geht krass auf Kosten des Wohnkomforts (ich heize lieber dauerhaft und dann nur auf 17, in allen Räumen, die nur zum kurzen Aufenthalt bzw zum schlafen genutzt werden respektive 19,5 Grad mit 17 Grad Nachtabsenkung im Wohn-Esszimmer). Und ja: im DG Raum, der aktuell nur sehr sporadisch genutzt wird, ist bei mir zwischen 0 und 8 Uhr die Klima aus, da werden die Wände aber auch relativ kühl bzw sind erst am nächsten mittag/Nachmittag wieder etwas auf Temperatur.

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Das erlebe ich anders. Generell stimme ich dir zu, dass kalte Wände und Böden deutlich Komfort kosten so im Sinne von wohlig warm. Aber dieses Unwohlsein lässt sich durch hohe Lufttemperatur auch nicht direkt kompensieren. Bei mir ist es das Gegenteil, ich empfinde diese Kombination sehr unangenehm und versuche, die Klimaanlage davon abzuhalten, den Raum schnell aufzuheizen. Dann bekomme ich nämlich einen heißen Kopf und Kopfschmerzen.

Allerdings erlebe ich auch bei langsamer Erwärmung, dass die Raumluft recht schnell warm genug ist, um mich wohl zu fühlen.

Gegen das Unangenehme von kalten Wänden und Böden kann man nicht viel tun, außer eben dauerhaft durchzuheizen. Man kann sich aber auch bis zu einem gewissen Maße daran gewöhnen und empfindet es dann nicht mehr unangenehm. Das ist aber individuell sehr unterschiedlich.

Man kann es auch als Chance begreifen: Wenn es gelingt, sich mit bedarfsweisem Heizen zu arrangieren, kann man jede Menge Geld sparen und ökologisch ist es auch. Gerade bei nicht gedämmten Häusern in Kombination mit Split-Klima.

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Danke für die Antworten, ich hätte noch dazu schreiben sollen, dass ich auch mit der Öl-Zentralheizung nur Bedarfsweise geheizt habe. Die hatte nur morgens eine Stunde länger Vorlauf, da die Heizkörper ja bekanntlich träger sind als die Klimaanlagen.

Ich merke in den (mit den Klimaanlagen) Räumen tatsächlich keinen Komforverlust. Der kalte Boden in der Wohnung ist mir auch nur aufgefallen als ich ausnahmsweise sockig unterwegs war. Im Treppenhaus ist es aber tatsächlich merklich kühler. Das wurde aber mit der Öl-Zentralheizung auch nicht geheizt.

Ich stimme Dir aber zu @Win, das ist alles nur eine Gewöhnungssache. Ich werde mich - am Ende meiner Testreihe - dann entscheiden für welchen "Verbrauchs/Behaglichkeitsmix" ich mich entscheide. Diese Woche wird jedenfalls durchgeheizt :slight_smile:

Es ist wohl generell eine Gewöhnungssache mit Split Klimas. Ich habe mich selber schnell daran gewöhnt, meine Eltern ( beide 65 Jahre ) haben sich zu sehr an die Ölheizung und Heizkörper gewöhnt. Ihnen fällt es recht schwer den "Komfortverlust" hinzunehmen und das Wohnzimmer als primären Raum zu nutzen. Sie sind einfach gewohnt das Küche, Flur etc. auch immer warm und gemütlich waren und möchten es auch so. Meine Freundin meckert wegen dem kalten Bad / Klo...

Scheinbar muss ich einen Kompromiss finden und die Ölheizung für die Bäder und den Flur meiner Eltern nutzen und die Wohnzimmer auf Klima umstellen. Das mindert natürlich die Ersparnis bzw. den geplanten geringeren Verbrauch vom Öl und schmeckt mir so gar nicht...

Mittelfristig wollten wir ja noch eine Split Klima in den zentralen Flur meiner Eltern bauen aber die Badproblematik in beiden Wohnungen können wir damit auch nicht beheben... Dort zusätlich Klimas verbauen würde den Rahmen sprengen. Aktuell bin ich also sehr hin und hergerissen ob ich noch weitere Investitionen in Klimas tätige wenn diese nicht wirklich angenommen werden :frowning:

Das Bad ist in der Tat ein Knackpunkt. Hier wollte ich mir mit einem Heizlüfter behelfen, aber der zieht in 30 min fast soviel Strom als die 42er Daikin über den ganzen Vormittag. Aktuell teste ich ob ich mit durchheizen und Badtüre offen lassen die Temperatur im Bad auf mehr als 18°C bekomme.

Wenn alles Stricke reißen läuft es dann eben auf eine Hybridlösung raus an den kalten Tagen ... ist auch immer eine Frage was Öl und Strom kosten. Irgendwann macht es dann kostentechnisch keinen Sinn mehr auf Teufel komm Raus mit der Klima heizen zu wollen. Das hat Andreas in seinem Video ja sehr gut rausgearbeitet vor einigen Wochen ...

@nitpicker Heizlüfter habe ich auch schon getestet, wenn der ca. 10 Minuten Vorlauf hat ist es schon auszuhalten aber die Klobrille ist trotzdem sehr kalt... zumindest wenn es nach meinen Damen geht. Ich empfinde sie auch als kalt aber für die paar Sekunden kann man es wohl aushalten. Sobald der Heizlüfter allerdings aus ist, ist es sehr schnell wieder kalt im Raum. Zum duschen / Frühs fertig machen könnte es reichen aber die kalte Klobrille und Kälte tagsüber bleibt dennoch. Schwierige Sache. Türe auflassen haben wir auch schon versucht aber leider ist der Weg recht verwinkelt und bringt nicht viel. Wobei ich die Klima in unserer Wohnung auch erst anmache wenn meine Freundin mit Kind nach Hause kommt. Den ganzen Tag durch-heizen empfinde ich bei Nichtnutzung der Räumlichkeiten als nicht ideal. Aufgeheizt sind die Räume ja wirklich sehr schnell. Aber vielleicht muss ich da auch umdenken. Auf Teufel komm raus macht es keinen Sinn, das stimmt. Meine Daikin vereist unter 0 Grad relativ schnell. Aber bei Plusgraden sehe ich es eigentlich nicht ein, ständig die Ölheizung laufen zu lassen. Aber leider bin ich hier nicht der Diktator :slight_smile:

Das mit dem Vorlauf beim Heizlüfter ist so, trotzdem ist es halt keine dauerhafte Lösung. Mir geht es hier auch nur um meine Frau, die Kinder beklagen sich im Bad komischerweise nicht.

Die Klobrille ist so oder so immer kalt beim Heizen mit Klimaanlagen, egal ob die Umgebungsluft warm oder kalt ist :lol:

Durchheizen ob sinnvoll oder nicht wird sich bei mir noch zeigen. Um da eine Aussage zu treffen ist es noch zu früh. Widerstrebt mir auch, da der große Charme der Klimas ja ist, den Raum recht schnell aufheizen zu können :slight_smile: