Sammelthread - Erfahrungen zum Heizen mit Klima Splitanlagen

Ja genau, wenn man es wirklich auf Low-Cost auslegen will, scheinen diese Anlagen hinreichend gut zu sein. Neben Dimstal hab ich auch von Hantech Positives gehört. Beide Anlagen scheint man bei Ebay ab 250 Euro zu bekommen. Das ist schon unglaublich günstig. Und so ein Teil kann sich ja bei den jetzigen Energiekosten schon nach 2 Monaten amortisiert haben, je nach Situation Vorort.

Ist auch gut als erste Bastelanlage, da tut es nicht so weh, wenn man Fehler macht und die Anlage Schrott ist.

Alternative zur Gasheizung - Unsere Erfahrungen mit Luft-Luft-Wärmepumpen

  1. Ausgangslage Unser 1992 gebautes Häuschen – Doppelhaushälfte mit ca. 130 m² Wohnfläche über 3 Stockwerke – wurde bisher mit Erdgas beheizt. Ein Jahresverbrauch von etwa 15.000 kWh Erdgas hielt ich bis zum Frühjahr für eine recht sparsame Heizung. Die Ukraine- und die daraus folgende Energiekrise machten mir bewusst, dass dies vielleicht doch nicht bestmögliche Lösung ist. 2012 haben wir unseren Energiemix mit einer 5 kWp PV-Anlage ergänzt und 2026 ein erstes E-Auto (Mitsubishi i-MiEV) und dann 2018 den e-Golf angeschafft. Die E-Autos werden wann immer es geht mit PV-Strom geladen, ansonsten haben wir seit einigen Jahren Öko-Strom von den Elektrizitätswerken Schönau, den Stromrebellen aus dem Schwarzwald. Auch unser Erdgas beziehen wir von dort mit einem 20% Biogasanteil, der aus Industrieabfällen gewonnen wird. Was also tun, um unseren Gasverbrauch massiv reduzieren? Reduktion um 2/3, also maximal 5000 kWh war mein Ziel. Meine Überlegungen und Recherchen führten ziemlich schnell zum Thema Wärmepumpe. Es gibt heute Hochtemperatur-Wärmepumpen, die auch ältere Häuser ohne Fußbodenheizung heizen können oder sogenannte Hybrid-WP, in Kombination mit der bestehenden Gasheizung. Also fragte ich den Installateur unseres Vertrauens, was er davon halte. Grundsätzlich sei das eine gute Sache, aber für unser System sei es nicht geeignet bzw. nur mit einem unverhältnismäßig großen Aufwand umzusetzen. Das bestätigte meine Bedenken, da ich mich mit unserem Heizsystem schon beim Ersatz der Therme durch eine Brennwerttherme vor 5 Jahren intensiv beschäftigte. Dummerweise haben wir ein Einrohrsystem, bei dem alle Heizkörper einer Etage in Reihe geschaltet sind. Außerdem hängt die kleine Therme in der Abseite hinter dem Bad im Dachgeschoss. Für eine Hybrid-WP braucht man aber einen ziemlich großen Pufferspeicher, den man aber dort sicher nicht unterbringen kann usw., usw. Außerdem, erklärte mir der Installateur, könne er das wahrscheinlich nicht vor Sommer nächsten Jahres umsetzen, da die WPen derzeit praktisch auf längere Sicht ausverkauft seien. Also hieß es weitersuchen.
  2. Die Lösung U,a. bei Andreas Schmitz (com/watch?v=m2mFhj9Uj6g), habe ich aufgeschnappt, dass Klimaanlagen auch als Wärmepumpen arbeiten können. Das war mir als physikalisch gebildeter Mensch natürlich klar, aber ich wusste nicht, dass das tatsächlich auch zur Wohnungsheizung so hergestellt wird und eingesetzt wird. Also: wer stellt sowas her, wer hat einen guten Ruf und wer installiert sowas? Schließlich fand ich drei Firmen im Umkreis von 50 km, die das machen und zwar mit dem von mir ausgewählten System von Daikin. Ich mailte die drei an. Der erste aus meiner Stadt meldete sich gleich, dass er in den nächsten zwölf Monaten voll sei und keine weiteren Projekte annehmen könne. Der zweite meldete sich nach Wochen und der dritte, am weitesten entfernte, meldet sich zwei Tage später und wir vereinbarten einen Beratungstermin bei uns. Der sehr kompetente Klimatechnik-Ingenieur hat uns sehr gut beraten, uns dabei auch von unnötig aufwändigen und daher teuren Lösungen abgeraten und uns schließlich einen Tag später ein vernünftiges Angebot geschickt. Ich hatte beim Gespräch gefragt, wann er liefern kann und rechnete auch mit Monaten. Seine Antwort: „Vier Wochen sollten sie uns schon geben!“ Das Angebot musste ich dann zuerst bei der BAFA online einreichen und erst danach konnte ich den Auftrag erteilen. Ich werde 35% Zuschuss zu den Gesamtkosten erhalten (ist genehmigt, aber noch nicht ausgezahlt). Kurz nach der Antragstellung wurde der Fördersatz auf 30% gesenkt, wenn man eine Ölheizung ersetzt, gibt es 10% zusätzlich. Der Installationstermin war wirklich 4 Wochen nach Auftragserteilung und am 25.8.22 rückte der Chef mit 3 Mann an und dann legten sie los. Nach 1,5 Tagen gingen die Anlagen in Betrieb (nur Test, war ja noch zu warm). Was wurde installiert: Eine Multisplit Anlage mit 3 Geräten und einer Heizleistung von 6,8 kW (Daikin 3MXM52N8 Außengerät 2x FTXAKS25AW Stylish und FTXAKS35AW Stylish) und eine Einzelsplitanlage mit 2,8 kW Heiz-Leistung (Daikin RXAKS25A Ausseneinheit und FTXAKS25AW Stylish). Die Multisplitanlage versorgt unser Wohnzimmer, das darüber liegende Zimmer unserer ältesten Tochter und im Prinzip auch die anderen Schlafräume im OG. Das dritte Innengerät heizt das Gästezimmer im Keller, das auch Arbeitsraum meiner Frau ist. Das Einzelgerät versorgt mein Büro. Im Bad im OG haben wir einen Heizstrahler installiert, der völlig ausreicht und morgens und abends mal ein paar Minuten bis eine halbe Stunde läuft.
  3. Wie sind unsere Erfahrungen bisher? Nun war es bisher ja noch nicht wirklich kalt, nur 4 Tage mit Tiefsttemperaturen von -8 bis -10°C. Nur an diesen 4 Tagen haben wir die Gasheizung zusätzlich auf niedrigem Vorlauftemperaturniveau eingeschaltet. Zunächst war diese noch zu hoch eingestellt, in der zweiten Kurzperiode war es schon niedriger, aber wahrscheinlich immer noch zu hoch. Ansonsten brauchen wir etwa 3- 5 kWh/Tag für die Warmwasserbereitung. Völlig problemlos wird das Wohnzimmer und Küche angenehm temperiert (21-22°C). Diese WP wird etwa eine halbe Stunde bevor wir normalerweise aufstehen per Timer eingeschaltet und bis wir dann hinunter kommen ist die Temperatur schon auf gut 20-21°C. Bis wir dann am Frühstückstisch sitzen ist es gemütlich und dann läuft die WP den ganzen Tag (bis 23:30 h) auf niedriger Stufe. Die anderen WPen laufen entweder nach Bedarf, also wenn sich jemand in den Räumen aufhält und einmal am Tag timergesteuert zwei Stunden, um eine gewisse Grundtemperatur zu halten. Die Einstellung des Timers geht einfach über die Smartphone-App oder über die Fernbedienung für das jeweilige Gerät. Die Geräte sind sehr leise, sowohl die Außengeräte, als auch die Innengeräte. Die Innengeräte haben einen Personensensor, der den Luftstrom so steuert, dass i.d.R. keine Personen direkt angeblasen werden, was jedoch nur bei den höheren Leistungsstufen von Bedeutung ist. In den unteren Lüfterstufen spürt man eh fast nichts. Die Verbrauchswerte sind voll im Erwartungsbereich, eher darunter. Allerdings war es ja wie gesagt noch nicht sehr kalt. Im folgenden Diagramm könnt ihr den Primärenergieverbrauch im Vergleich zum Durchschnittsverbrauch der 3 Vorjahre sehen. Unter Primärenergieverbrauch verstehe ich den Gasverbrauch plus den Stromverbrauch mit 1,8 multipliziert, weil bei der herkömmlichen Stromerzeugung nur etwa 1/3 der eingesetzten Primärenergie beim Verbraucher ankommt. Jedoch ist ja inzwischen der EEE-Anteil am deutschen Strommix so groß, dass der Faktor laut Gebäudeenergiegesetz (GEG) auf 1,8 reduziert wurde. Ich beziehe bzw. verbrauche ja ausschließlich Erneuerbare Energien, bei denen das keine Rolle spielt, aber ich wollte es für den allgemeinen Fall (worst case) darstellen. Die blaue Kurve stellt den Mittelwert der Verbräuche in den Jahren 2019-2021 dar. Die rote Kurve ist die für 2022.

Im nächsten Diagramm habe ich die Änderungen im Energieverbrauch für Gas und Strom in dieser Heizperiode im Vergleich zu den Vorjahren dargestellt. Auch eine Delta-Kostenkurve ist enthalten.

Ich bin gespannt auf Eure Kommentare.

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@MartinKH Was mich interessieren würde, sind deine Verbrauchswerte an Strom für die Split-Klimas über die Monate.

Wir haben ein Haus mit 10.000 kWh Gasverbrauch in den letzten Jahren, haben dieses Jahr nochmal deutlich unseren Heizbedarf reduziert und sind jetzt bei folgenden Stromverbräuchen mit 2 Klimasplitgeräten:

Sep: 8,6 kWh
Okt: 9,1 kWh
Nov: 66,4 kWh
Dez: 193 kWh
Alles sehr viel besser, als ich erwartet habe. Meine Prognose ging eher von 780 kWh bis Ende Dez aus, real waren es nur 277,1 kWh. Die kWh sind derzeit weniger, als früher die m³ Gas. Wir heizen aber auch nur mit 17-18 Grad und nur bedarfsweise.

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@win
Grundsätzlich versuche ich den Stromverbrauch der WPen bzw. des gesamten Heizbedarfs über 2 Wege zu erfassen. Zum einen über die Werte aus der Daikin-App und zum anderen aus den Diffrenzen zum 3-Jahresdurchschnitt. Auch ich habe den Eindruck, dass die Verbräuche aus der App tendenziell zu hoch sind. Die Einzelanlage läuft über Stecker und da messe ich mit einem Energiemessgerät ca. 15% niedrigere Verbräuche als die App angibt. Muss ich aber nochmal verifizieren.

Mwinw Werte aus der App:

September 31,4 kWh
Oktober 89,5 kWh
November 271,6 kWh
Dezember 480,7 kWh
Summe 888,6 kWh

Aus der Differenzbetrachtung komme ich auf 790 kWh, da sind aber auch noch ca. 40 kWh für den IR-Strahler im Bad enthalten. So gesehen stimmt das mit dem Verbrauch aus der App überein, wenn man von ca. 15% zu hohe Werte in der App annimmt.

Enorm ist unser Minderverbrauch an Gas: 5692 kWh haben wir in dem Zeitraum weniger verbraucht, insgesamt nur 566 kWh fürs Warmwasser und 4 Heiztage.

Wir heizen auch weniger, oder anders gesagt: gezielter. Das ist mit den WPen sehr einfach möglich, da man einen Raum sehr schnell warm bekommt, wenn man ihn warm braucht. Allerdings achte ich aus bauphysikalischen Gründen (Vermeidung von Schimmelbildung) sehr darauf, dass die Räume nicht zu sehr auskühlen (unter 16 °C). Das heißt ich heize das Kellerzimmer zweimal am Tag für eine Stunde auf 19 °C auf, wenn sich niemand dort aufhält. Im Obergeschoß (Schlafräume) sind die Türen tagsüber offen und die eine WP dort läuft am Nachmittag 2 Stunden auf 19°C. Im Büro heize ich bei Bedarf 2 bis 4 Stunden am Tag auf 20 °C, wenn ich mich dort aufhalte.

Das sind doch gute Werte. Bis Ende Dezember hat man etwa 40% der Heizperiode verheizt. Damit würdest du am Ende der Heizperiode bei 2000 kWh liegen. Gegenüber 15.000 kWh Gas ist das doch ein extrem gutes Ergebnis. Wobei man aber wohl noch ein paar Sachen runterrechnen muss, vermutlich waren deine 15.000 kWh inkl. Warmwasser.

Das ist auch mein Eindruck, dass wir einen großen Grundbedarf bei der Gasheizung haben, was sich gerade bei so warmen Wetter wie jetzt auswirkt. Da würden wir am Tag bestimmt 2-3 m³ verbrauchen, wo wir mit den Split-Klimaanlagen nur 2-3 kWh verbrauchen.

Bei uns genauso. Wenn mein Büro auf 12 Grad ausgekühlt war, brauchte es früher 4-6 Stunden, bis es hinreichend warm war. Mit der Klima ist es innerhalb von 30min hinreichend warm. Das führt zu deutlich geringeren Heizzeiten. Natürlich muss man bereit sein, die Nachteile in Kauf zu nehmen. Denn natürlich sind die Wände und der Fußboden weiterhin kalt, so eine Masse erwärmt sich nur sehr langsam. Es ist nur die Luft, die warm ist. Gerade so Fußbodenheizung-verwöhnte Menschen empfinden das oft als sehr unschön.

Ist sicherlich ein guter Mittelweg, weil auch komfortabler. Je mehr der Raum ausgekühlt ist, um so unangenehmer ist es über Stunden, weil die Kälte vor allem vom Fußboden spürbar ist. Aber von bauphysikalischen Überlegungen geht oft viel mehr, als man so landläufig meint. Man muss nur genauer hinschauen, was geht und wo Gefahr droht. Beispiel: Die letzten Tage ist es bei uns immer um die 10 Grad draußen. Da ist es völlig unproblematisch, einige Räume gar nicht zu beheizen. Die gehen bis auf etwa 15 Grad runter, das macht aber überhaupt nichts, weil die Wände eben auch noch bei 13 Grad sind. Da gibt es also kein gefährliches Temperaturgefälle. Als es hingegen -10 Grad war, hatte die Wand im Schlafzimmer innen an bestimmten Punkten nur noch 7-8 Grad. Da reichten die 13 Grad Innentemperatur nicht mehr aus, wenn man mindestens 3 Grad vom Taupunkt weg sein will. Mit einem IR-Thermometer erkennt man recht schnell die Problemstellen im Haus und kann dann gezielt drauf achten und weiß irgendwann, welches Verhalten zu einem sicheren Betrieb führt. Regelmäßig lüften ist natürlich ein zentrales Mittel, die Luftfeuchte soweit zu reduzieren, dass der Taupunkt hinreichend sinkt.

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So ist das. Die Grundlast der Gasheizung im Standby sind mindestens 20 kWh/Tag (inkl Warmwasser). Im Sommerbetrieb (nur WW) sind es 3 KWh am Tag, wenn wir alleine sind. Sind Töchter oder Enkel länger da, steigt der WW-Verbrauch sprunghaft :slight_smile:

Das ist korrekt und handhabe ich auch so - es ist ja nur ein Klick in der App um die Zeitsteuerung auszuschalten. [quote data-userid="8074" data-postid="89558"]

Mit einem IR-Thermometer erkennt man recht schnell die Problemstellen im Haus und kann dann gezielt drauf achten und weiß irgendwann, welches Verhalten zu einem sicheren Betrieb führt. Regelmäßig lüften ist natürlich ein zentrales Mittel, die Luftfeuchte soweit zu reduzieren, dass der Taupunkt hinreichend sinkt.

[/quote]

Genauso ist es und wird es auch praktiziert, hinsichtlich der Wandtemperaturen bin ich noch am Erfahrungen sammeln. Ich habe mir auch ein Exceltabelle gebastelt, um im Zweifelsfall den Taupunkt zu ermitteln. :cool:

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Dann möchte ich auch mal meine Daten beitragen:

Installation:

1 x 3,5 kW Klimasplit, beheizt 55 m² Im EG (Wohn-Ess-Küchenbereich), Heizzeit meistens so 14 - 16 Stunden täglich

1 x 2,5 kW Klimasplit, beiheizt 26 m² im OG (Zimmer Tochter), Heizzeit so 2 - 3 Stunden nach Bedarf

Verbrauch:

Oktober: 48 kWh

November: 117 kWh

Dezember: 204 kWh (hier müsste man noch vielleicht so 50 kWh dazu rechnen da wir im Dezember manchmal mit dem Kaminofen zugeheizt haben)

Januar: bis heute 92 kWh

Durchschnittstemperatur im Wohn/Essbereich 22 °C und 21 °C im Zimmer der Tochter

Getaktet haben beide Geräte noch nie bis jetzt, niedrigste Leistungsaufnahme die ich gemessen habe waren 140 Watt

Abtauvorgänge waren sehr selten, bei entsprechenden klimatischen Bedingungen max 2 x am Tag.

Unten mal ein typisches Verlaufsprofil (Wohnzimmer)

Die 26 ° am 05.01. kamen vom Kaminofen. Nachts geht die Temperatur auf 19 - 20 ° runter, um 4 Uhr schaltet sich die Splitklima ein und um 07 Uhr wieder aus, da sind wir dann alle außer Haus. Meistens so um 12 Uhr ist meine Frau wieder daheim und schaltet dann wieder ein. Dann läuft sie so bis 22 - 23 Uhr.

Alles in allem bin ich schon zufrieden mit den Werten, ich rechne, dass ich bei einem Verbrauch 1000 -1200 kWh landen werde.

Energieverbrauch Heizsaison 2021/2022 waren 16200 kWh Gas

Mit der Samsung SmartThings App bin ich auch sehr zufrieden, die Appeigenen Werte weichen kaum von den gemessenen Werten ab.

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Wir haben seit dem 13.01.23 unsere erste Multisplit am laufen und beheizen je Innengerät ein 40qm² Wohnzimmer. Bisher mit super Ergebnissen, entsprechende Daten reiche ich nach einer längeren Laufzeit nach.

Die Kellerwohnung besitzt eine offene Küche mit angrenzendem Flur ohne Türe und somit ist das eine Innengerät ausreichend um die komplette Wohnfläche zu beheizen. Lediglich für das Bad suchen wir noch eine Lösung. Ein getesteter Heizlüfter bringt nur kurzzeitige Wärme welche schnell wieder verschwindet. Zum duschen würde es reichen aber wenn der Po auf der Klobrille anfriert ist es nicht schön :slight_smile: Infrarotstrahler werden hier aber wohl auch nicht wirklich Abhilfe schaffen können, sofern diese nicht dauerhaft laufen und die Umgebung aufheizen. Ein zusätzliches Klimagerät erachte ich aber auch nicht als sinnvoll.

Im Erdgeschoss werden wir noch eine zusätzliche Anlage benötigen, um den zentralen Hausflur etwas warm zu halten und gleichzeitig die Küche über die offene Tür zu beheizen. Auch wenn es vom Aufbau nicht ideal sein wird, eine separate Anlage in der Küche ist platztechnisch nicht möglich.

Im Obergeschoss muss mittelfristig ein 15m² Kinderzimmer geheizt werden. Daneben ist mein Büro für das Homeoffice. Hier suche ich auch noch eine Lösung. Ein zusätzliches Innengerät für die gerade mal knappen 8m² mit Dachschräge wären übertrieben aber da ich hier doch jeden Tag meine 8-9h verbringe muss der Raum irgendwie warm gehalten werden. Der Büroraum ist nur durch eine Trockenbauwand mit dem zukünftigen Kinderzimmer abgegrenzt. Gibt es hier eine Möglichkeit nur das Innengerät im Kinderzimmer zu nutzen und mein Büro darüber zu heizen? Lüftungsschlitze etc sind wiederum problematisch im Bezug auf die Lautstärke bzw. Akustik.

Ich denke z.B. an eine Art größeren Wandlüfter den man leise mit wenig Drehzahl zuschalten kann. Änhlich wie größere Lüfter in den Außenwänden von Kühställen etc. Damit könnte man die warme Luft in den Nebenraum abführen.

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Ja, das Klobrillenerlebnis haben wir dieses Jahr auch recht deutlich. Im Bad ist es bei uns derzeit um 13 Grad. Jetzt weiß ich, warum die Japaner beheizte Klobrillen haben. Die heizen nämlich auch nur den Hauptraum und der Rest ist kalt.

Allerdings: Wir merken, vieles ist Gewohnheit, im Leben darf auch ruhig mal etwas nicht so komfortabel sein. Ich glaube sogar, dass es unserer seelischen und körperlichen Gesundheit ganz gut tut, wenn nicht immer alles im Wohlfühlbereich ist.

Es ist doch eigentlich auch verrückt: Die Menschen gehen bei Minusgraden raus joggen, aber dann stört die kalte Klobrille...

Technisch würde es mit einer kleinen Monosplit sicherlich gehen, die schön weit runterregeln kann, also bis 100 Watt Leistungsaufnahme kommt. Mein Büro hat 11 m² aber ohne Schräge, heize ich auch problemlos mit einem 2kW Splitgerät.

2 Räume über Lüftungssystem geht, muss man sich nur was vom Schallschutz ausdenken. Irgendein System, wo die Luft öfters umgelenkt wird in einem Tunnel. Und im Tunnel dann Noppenschaumstoff oder irgendwas schallschluckendes.

Vor diesem Problem stehe ich auch nach wie vor. Das ist gar nicht so einfach wie es scheint. Erstmal muss man unmengen an Luftmenge [ein kleiner Rohrlüfter reicht bei weitem nicht] bewegen. Dann benötigt man zwischen den Räumen immer einen Luftkreislauf damit kein Überdruck in einem Raum entsteht und der Luftaustausch somit extrem gehemmt wird. Zusätzlich kommen noch die Probleme der Schall- und im Bad Geruchsisolierung.

Ich überlege immer noch ob ich nicht einfach noch eine kleine Monoblock Klima an der Außenwand montiere.

Da gebe ich dir absolut recht, ich persönlich empfinde die kalte Kobrille auch nur bedingt als schlimm . Natürlich ist es warm schöner und war die Gewohnweit aber wie lange sitzt man effektiv am Tag darauf? :slight_smile: Mittlerweile finde ich es einfach unnötig das Bad ganztags zu heizen nur um die paar Klogänge angenehmer zu machen. Aber Frau und Kind sehen es leider etwas anders. Aber das gibt sich schon noch. Ich teste die Tage mal was ein Turmventilator im warmen Flur bewirkt, wenn ich die Badtür offen lasse und die Luft somit aktiv dort hinein leite. Ich denke 2-3 Grad Unterschied machen da schon viel aus.

Eine Monosplit wäre das beste aber auch teuerste. Gleichzeitig hätten wir wieder zwei Außengeräte an einer Hauswand und das möchten wir vermeiden. Alternativ eine Multisplit mit 3 Innengeräten ( Flur EG, Kinderzimmer DG, Büro DG ) Insgesamt brauchen alle drei Räume keine größeren Geräte aber das runter regeln wird dann nur bedingt funktionieren. Eventuell baue ich wirklich einen festen Ventilator in die Trockenbauwand von Kinderzimmer und Büro :slight_smile: wenn wir schon Pionierarbeit leisten dann auf allen Ebenen.

Ein kleiner Rohrlüfter bringt tatsächlich nicht viel. Ich hatte erst einen im Bad verbaut um Luftfeuchtigkeitsprobleme zu beseitigen. Das hatte kaum Wirkung. Ich habe zb. an soetwas gedacht. Den gibt es in verschiedenen Größen von 250-350mm.

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Mit dazu bestellbarem Poti wäre dieser angeblich auch stufenlos regelbar.

Wie meinst du das mit dem Überdruck? In normalen Räumen würde ja sonst auch ein Überdruck entstehen wenn keine Fenster offen wären?

Wenn du mit einem Gebläse Luft von einem in den anderen Raum rein bläst benötigst du eine zweite gleichgroße Öffnung wo die gleiche Luftmenge auch wieder zurück in den Raum gelangt von dem aus du die Luft raus in den anderen Raum bläst. Dann hat man einen Luftkreislauf. Nur so kann man die Wärme einigermaßen gut verteilen.

Ich hatte oben Monoblock nicht Monosplit geschrieben. :slight_smile:

Ein Monoblock hat kein Außengerät sondern nur 2 große Öffnungen nach draußen. Ist halt aber auch ineffizienter. Sowas hier zum Beispiel:

Danke für die Erklärung, habe ich dieses Überdruck Problem dann nicht auch mit der Split Klima allgemein? Das Prinzip wäre ja das gleiche.

Hallo

Ein Split Klimagerät ist ein Umluftgerät. Das saugt nix an oder pustet etwas raus. Es wird nur umgewälzt.

@chris-n

Ein Lüfter der nix ansaugt oder pustet aber umwälzt? Hmmmmmm

Genau so funktioniert es. Das draußen erwärmte Kältemittel wird in das Klimainnengerät gepumpt, dort wird ein Wärmetauscher erwärmt. Durch den Wärmetauscher wird dann mit dem Lüfter die Luft durch gepustet, dadurch wird die Wärme auf die Luft übertragen und verteilt.

Das Klimainnengerät saugt die Luft ja aus dem gleichen Raum an in den sie auch wieder rein geblasen wird [Umwälzung].

@freak

nicht falsch verstehen. Das musst du mir nicht erzählen. Ich fragte mich nur wie ein Lüfter nix ansaugen kann aber umwälzen kann. Also mein Innenteil saugt die Luft oben an und und gibt sie unten aus. Platt gesagt: eine Umwälzung mit einem Lüfter, ohne ansaufen oder pusten, sehe ich physikalisch als schwierig an.

Umwälzen ohne anzusaugen?
Klar geht das - nennt sich Konvektion. ?

@arc

aber bitte nicht den "Lüfter" unterschlagen den ich aufgeführt habe ? ? ?