@schup011 Guter Gedankengang. Ähnlich habe ich es auch betrachtet wobei es scheinbar doch komplexer ist als gedacht.
Meine herangehensweise waren mehrere Überlegungen.
1.) Ermittlung der Heizlast nach durchschnittlichen Werten je nach Baujahr:
Unser EFH ist z.b. von 1987 allerdings wurde es schon teilweise besser gedämmt und es wurden neue Fenster und Türen verbaut. Ich habe also theoretisch einen Wert zwischen 75 und 60 W/m² . Eine ganz genaue Ermittlung nach Dämmung, u-Wert der Fenster usw. ist mir zu kompliziert. Angenommen habe ich 70 W und damit komme ich bei 41,5 qm² auf theoretische 2905 Watt Heizbedarf.
2.) Klimadaten auswerten wie z.b. Norm Aussentemperatur , Jahresstunden kälter als 5°C, Jahresstunden kälter als 0°C ,Jahresstunden kälter als -5°C
von der Seite: Klimadaten
sowie aus Klimatabellen:
Dementsprechend überlegen wie groß die Anlage sein muss. Ich habe mir gesagt, bei ca. 10 Tagen im Jahr, die durchschnittlich kälter als -5° sind, muss die Anlage nicht übermässig viel Heizleistung besitzen um die tiefsten Temperaturen zu überstehen, sondern sollte so groß sein das sie während der Haupteinsatzzeit ( +10 bis 0° ) effizient arbeitet. Umso größer das Außengerät umso schneller taktet die Anlage bei höheren Aussentemperaturen, die statistisch gesehen aber den deutlich größeren Zeitraum der Verwendung ausmachen.
3.) Ermittlung der Heizlast über die verbauten Heizkörper und Vorlauftemperaturen. Das dient aber nur als grober Richtwert da die Heizkörper in der Regel über Jahrzehnte durch Renovierung, Umbau und Sanierung vergrössert werden und die eigentliche reale Heizlast oft eine andere ist. Hier gibt es z.B. Tabellen bei : Heizkörper berechnen | HORNBACH
Je nach Länge, Breite, Tiefe des Heizkörpers erreicht man andere Heizlasten. Entscheidend ist auch die Vorlauftemperatur.
Als Beispiel. Angenommener Heizbedarf sind 70 W / qm². Damit komme ich wie schon erwähnt bei 41,5 qm² auf theoretische 2905 Watt Heizbedarf. Bei 70 Grad Vorlauftemperatur schaffen meine verbauten Heizkörper insgesamt 5200 W Heizbedarf, sind also eigentlich komplett überdimensioniert. Bei 55° Vorlauftemperatur sind es "nur" noch 3240 W. Ich habe dann z.b. meine Heizung auf 55 Grad Vorlauftemperatur manuell runtergedreht und geschaut ob die Heizleistung bei z.B. -5° noch ausreicht um den Raum zu erwärmen. Das war dann meine Bestätigung das z.b. ein 3,5 KW Innengerät ausreichen müsste.

Anregungen zu meinen Gedankengängen und Berechnungen sind erwünscht
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