Sammelthema: Erfahrungsaustausch Betreiber Hoymiles Mikrowechselrichter an Akku

Der Link ist Umbau Mikrowechselrichter auf Batteriebetrieb für regelbaren Grundlastspeicher - Stromspeicher (Netzparallel) - Photovoltaikforum

Das war wie vorher jemand geschrieben hat der Hoymiles MI-300.

Nen Raspberry 4 habe ich mit nem Sonoff Zigbee Plus Stick und ein paar >10 Zigbee Steckdosen + Sensoren bereits. (hab alle WLAN Steckdosen "ausrangiert" und durch Zigbee ersetzt)

Da hab ich auch den Wechselrichter per RS-485 angeschlossen und log da die Daten mit.

Wemos Mini und ESP32 habe ich welche rumliegen und als Energy Meter für die Messung am Stromnetz hätte ich noch ein SDM630-MCT rumliegen. Dafür brauch ich allerdings noch die Stromwandler um den einsetzen zu können :frowning:

Welchen Hoymiles hast du? Wäre ja eine Möglichkeit einen "großen" zu nehmen den 1500 oder 2250 und den dann entsprechend regeln für die Einspeisung :slight_smile:

der geht nicht, er ist aus HMS Serie und nutzt nicht 2,4Ghz für die DTU Verbindung wie alle andere. Da wird noch an einer Lösung geforscht.

Hallo zusammen,

bin sehr interessiert an Euren Lösungen und habe aber noch einige Verständnisfragen, hoffe das ist hier ok.

Normalerweise wird der Hoymiles ja direkt an den Panels am Dach verbaut, was den Charme einer kostengünstigen AC-Zuleitung vom Stromzähler hat.

Wenn ich einen Akku einsetzen wollte, so wäre dieser aber bestimmt 15, eher 20m-Leitungslänge vom Dach entfernt, nah am Zähler installiert.

Könnt ihr die Wandlungs- und Leitungsverluste beziffern, die man bei diesen Leitungslängen zu erwarten hätte, wenn der Hoymiles

  • 1. per 15m AC-Leitung vom Dach ungedrosselt liefert und der Akku lastabhängig per AC/DC geladen würde und nachts per DC-AC einspeist
  • 2. per 15m DC-Leitung vom Victron MPP bzw. 1m DC-Leitung vom Akku lastabhängig gedrosselt AC liefert? Welche Querschnitte wären denn für Eure Variante anzuraten?
VG

dachvolt

@petrel Na dann hast du ja das meiste schon was du brauchst.
Ich habe einen HM-600.
Laut Ahoy-DTU Angaben gehen diese Inverter:

Hoymiles Inverters

  • HM300
  • HM350
  • HM400
  • HM600
  • HM700
  • HM800
  • HM1000?
  • HM1200
  • HM1500

TSUN Inverters:

Bei OpenDTU ist es glaube ich so ähnlich. Mein Plan ist es in Zukunft einen HM-1500 noch zusätzlich an dem HM-600 anzuschließen. Dann wären das 2100W AC-Ausgangsleistung. Ich habe damit noch keine Erfahrung aber man kann über Ahoy-DTU mehrere Inverter anmelden. Ich schicke die Daten via MQTT raus und am ende der MQTT-Adresse steht eine "0" für "Inverter 1", wenn man eine "1" schreibt, spricht man logischerweise "Inverter 2" an usw..... Welcher Inverter welche Nr. hat, kann man in den Einstellungen beim Einrichten der Inverter selbst entscheiden und Jederzeit auch dort einsehen.

@dachvolt
Ich verstehe dein Vorhaben nicht so ganz. Bei unserer Anlage ist der Akku zwischen Modulen und Hoymiles geschaltet. Da macht es also Sinn den Akku da aufzubauen wo auch der Hoymiles ist.
Theoretisch ist das ganz einfach: Kabel die von den Modulen zu dem Hoymiles gehen durchschneiden, Laderegler und Akku an diese Enden der Kabel dran hängen.
Deswegen verstehe ich nicht wieso du den Speicher beim Zähler aufbauen willst, wegen den Platzverhältnissen?
Ansonsten: AC-Leitung -> Steckdose -> Hoymiles -> Akku -> Laderegler -> Module
Bei mir ist der Hoymiles nicht direkt bei den Modulen, sondern mit 15m Kabeln von den Modulen entfernt in einem Nebengebäude wo es eine Steckdose gibt aber immer noch über 20 Meter vom Zähler-/Sicherungskasten entfernt. Dort sind auch die Laderegler und der Speicher.
So lange es maximal 600W AC sind, brauchst du einfach nur eine Steckdose Vorort.
Die Verluste DC-seitig kommen immer darauf an wie du den Querschnitt der Kabel wählst und der Querschnitt der Kabel ist von der Stromstärke abhängig. Ich habe ca. 15m bei etwas weniger als 30A mit 6mm² und das soll mehr als ausreichend sein um so wenig Verluste wie möglich zu haben.

Hallo und Danke, ja Platzverhältnisse auf dem Dachspitzboden und im PV-Leerrohr sowie Respekt vor dem Akkuenergieinhalt und den möglichen Worstcaseszenarien lässt mich eher zur Montage in der Garage tendieren, die an den HWR mit dem Zähler angrenzt. Aber Du hast die DC Leitungen ja auch in der Länge, wenn auch an anderer Position. Mein PV Leerwellrohr hat leider nur ca. 50mm Außen, da könnte es schon irgendwann eng werden mit vielen DC-Leitungen (mein Dach kann viele MPP gebrauchen). Victron kann natürlich auf den Dachboden, um die Kabelanzahl der Module zu reduzieren.

@dachvolt Ob DC oder AC mehr Verluste hat Entscheidet die Spannung und die Stromstärke.

Beispiel mein Fall:

PV Module in Serie aufm Balkon: 810Wp, 13A ca. 55V

10m bis zur Unterverteilung wo dann Victron MPPT+ Akku + Hoymiles sitzen werden. Da bin ich mit 4mm² PV Kabel sehr knapp. Da müsste man schon 6mm² nehmen, aber weil ich 4mm² eh schon habe, lohnt sich der Aufpreis nicht.

Hoymiles wiederum hätte 230V AC und nur 2-2,5A -> weniger Verluste als DC Leitung. D.h. ich sollte DC-Leistung möglichst kurz halten, d.h. Victron MPPT + Akku und Hoymiles direkt auf Balkon stehen lassen. Das geht aber nicht, weil es dem Akku in der Wohnung bei 20-25° besser geht als draußen bei -10°-40° (Bei -10° darf man nicht mehr laden und nur sehr langsam entladen).

Auch in deiner Garage wird es dem Akku nicht so wohl gehen. Akku ist wie ein Mensch, 20-25° sind optimal :wink:

So, Victron MPPT darf aber nicht zu weit von dem Akku entfernt sein -> wegen Verlusten kann Victron die Spannung nicht richtig lesen. Es passiert zwar nichts schlimmes normalerweise, aber es wird z.B. dein Akku nicht vollständig geladen (es kommt weniger Spannung an). Da auch die Spannung am Akku niedriger dafür aber der Strom höher ist als bei der PV Seite (Spannung höher, Strom kleiner) sind die Verluste zwischen Victron und Akku höher als zwischen Victron und PV-Modulen

Danke, durch einen Zwerchgiebel in der Mitte hat meine Südseite kaum Aussicht auf wirklich große Strings bzw. höhere Spannungen.Mindestens für die Ost-West-Seiten des Zwerchgiebels würde ich Hoymiles einsetzen.

Würdet ihr in diesem Fall eher AC-Leitungen verwenden?

Den Akku in der Garage zu dämmen auf das Niveau des Hauses sollte aus meiner Sicht leicht umsetzbar sein. VG

@dachvolt ein ganz gutes Dach hast, eigentlich. die linke 13 Module an einen MPPT, die rechte 14 an den 2. MPPT eines großen WRs mit gutem Schattenmanagement.
Zwerchgiebel ist nur mit MicroWRs umsetzbar (oder Solaredge aber empfehle ich nicht).

D.h. für 13er und 14er String DC Leitung

für die 3(?) + 2 würde ich direkt einen MicroWR unterm Dach setzen, da sonst die Verluste recht hoch sein werden (lange DC-Leitungen mit kleinen Spannungen)

Wie willst du Akku überhaupt betreiben und wie groß? wie viel Leistung soll er können?

Ich könnte mir folgendes vorstellen: du nimmst 2 Module OST, 2 Module West, jeweils in 2 Stück in Serie und dann O/W Parallel an einen Victron MPPT. Der muss etwas höher dimensioniert werden, aber meistens immer noch günstiger als 2 getrennte für Ost und West.
Module mit höherer Spannung, so dass du mit nur 2 Modulen 48V Akku gut laden kannst (wenn du eigenen Akku bauen willst, dann könnte man auf z.B. 14S runter gehen, dann sind die Module fast schon egal). Und ich nehme an an den Akku wolltest du dann einen MicroWR hängen, oder? ich würde alles unterm Dach plazieren. Spart Verkabelung, Verluste und ist genauso sicher. LiFePo4 brennt nur, wenn man den mechanisch beschädigt. Das passiert in der Garage eher als unterm Dach :wink:

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...

Hallo,
ich möchte meine bestehende Balkonanlage auch auf Speicher umbauen.
der Victron 100/20 sollte die Tage eintreffen

24V Akkus dauern noch etwas, daher wollte ich erstmal mit 12V und DCDC starten.

Nun habe ich hier schon viele Nützliche tipps gelesen.
Jezt frage ich mich aber 2 Sachen:

  • entweder den Hoymiles direkt an den Akku und per DTU auf 0W wenn akku leer
  • oder mit dem Victron+Relais abschalten -> Aber Wo? AC oder DC Seite? Brauchts bei DC dann nicht eine Einschaltstrombegrenzung?
  • wenn ich eine DC Einschaltstrombegrenzung habe, kann ich dann den Wechselrichter direkt an den Lastausgang des Victron hängen?
    Den Hoymiles HM-400 will ich fest auf 50W einstellen (Grundlast). Nulleinspeisung geht leider nicht.
    Gruß John

@brushlesspower Achtung: Der Lastausgang des Victron 100/20 kann nur max. 1A. Du könntest damit ggf. ein Relais schalten, aber nicht den WR direkt dort anschließen.
Es gibt auch noch eine Version der OpenDTU die über VE-Port des Victron die Daten auslesen kann. Damit könntest Du ggf. auch den Akkuladezustand ermitteln und den WR begrenzen.

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@aromedia naja, Akkuspannung kann man auch direkt von DC-Inputs des WRs auslesen. Die dürfte sich im Idealfall nicht soweit von Victron unterscheiden (sonst hat man zu viele Verluste in der Leistung zwischen Victron und WR)

Das ist ja was mich wundert: Laut Datenblatt wären 20A zulässig (bei 12V und 24V).
Nur bei 48V sind nur 1A erlaubt

@eugenius Völlig richtig. Nur müsste der Akku dazu auch an den WR angeschlossen sein, was ich nicht immer möchte. Ansonsten würde der WR z.B. Leistung aus dem Akku entnehmen, wenn ich sie gar nicht benötige, weil mein aktueller Verbrauch niedriger ist.
Klar kann man dann den WR begrenzen, aber anteilig würde er trotzdem Leistung auch aus dem Akku entnehmen, was ja Blödsinn wäre.
Ich versuche hier etwas Automatismus einzubauen, da ich auch noch eine Powerstation habe, die ebenfalls bei Überschuss geladen werden soll.
Bin da aber noch am tüfteln.

@brushlesspower Meines Wissens gibt's auch noch den 12/24V MPPT, der kann dann die 20A am Lastasugang. Die Multispannungsversion 12/24/48V kann nur 1A. Hab mich auch gewundert, wäre vermutlich zu teuer geworden.

@aromedia auch die 12/24/48 Version kann 20A am Lastausgang, nur halt bei 12V bzw. 24V. Bei 36V und 48V leider nur 1A. Der einzige Vorteil etwas direkt am Lastausgang zu betreiben ist die Strommessung durch Victron. Ansonsten würde ich schon externes Relais (das über Lastausgang gesteuert wird) bevorzugen

Solange man Automatismus möchte, wird auch immer Strom fließen. Ansonsten bleibt nur ein manuell betätigter Schalter :slight_smile:

Denn ob man den WR mittels Kommunikation ein-/ausschaltet und während der Nichtbenutzung etwas Ruhestrom fließt oder ob man ein Lastrelais/Schütz davor schaltet, das dann Strom benötigt wenn der WR aktiv ist, wird sich wahrscheinlich nicht viel nehmen. Man könnte nur noch argumentieren, dass dieser Strom dann von der Sonne kommt.

Ob es allerdings dem WR so gut gefällt, wenn er regelmäßig an den Akku angeschlossen wird und evtl. auch unter Last wieder getrennt wird, sei mal dahingestellt. Das ist jedenfalls eine untypische Verwendung für einen Mikrowechselrichter. Auch steht beim Hoymiles sinngemäß in der Anleitung "niemals PV trennen, solange er am Netz hängt", abgesehen von dem Hinweis "nicht am Akku betreiben".

Die beste Lösung hab ich auch noch nicht...

@s-b-2 Mein BMS mag nicht, wenn ich Victron und Hoymiles gleichzeitig anschließe... Da muss ich schon Victron über PV mit Strom versorgen, damit das BMS nicht wegen zu hohem Einschaltstrom abschaltet. Ich würde als die DC-Seite auch nicht ständig ein und ausschalten. Die Idee hatte ich natürlich auch schon.

Nur mal so als Hinweis: Relais braucht auch Strom, außer man nimmt bi-stabil.

Meine Idee ist also: ESP32 soll es so regeln, dass im Winter das Akku auf ca. 30-50% gehalten wird. D.h. wenn man merkt, dass zu wenig Sonne kommt, wird zuerst Akku nachgeladen = Hoymiles Leistung reduziert. Victron empfiehlt auch nicht den Charge Contoller ohne Akku zu betreiben. D.h. Victron ohne Akku direkt an Hoymiles ist keine gute Idee (es geht aber nichts kaputt laut Victron). Dann müsste man also die PV Module von Victron abklemmen und statt Akku an den Hoymiles anklemmen. Das kann man zwar mit einigen Relais realisieren, aber da muss man achten, dass die nicht unter Last geschalten werden, die kosten wieder Geld und Strom. Da würde ich lieber den Akku ständig auf/entladen, solange die Temperatur passt, das wäre einziges Kriterium warum man evtl. doch umklemmen sollte. Aber das würde ich lieber 2x Mal jährlich selbst machen und akku ins Keller zum lagern bringen

Naja, die PV wird jeden Tag getrennt während er am Netz hängt. nennt sich Nacht.
Allerdings geschiet das langsam und vermutlich schaltet sich der WR ab bevor die PV Spannung auf 0 geht.
Vielleicht ist es am besten den WR per ESP32 ( bei zb. 23,5V) abzuschalten und daherhaft am Lastausgang zu lassen.
Sollte mal irgendwas schief gehen, kann der Lastausgang dann bei 23,0V abschalten um tiefentladung zu verhindern.
Einschalten dann wieder mit Strombegrenzung
p.s. wieviel zieht der Hoymiles im Standby? (abgeschaltet per ESP32)