Sammelthema: Erfahrungsaustausch Betreiber Hoymiles Mikrowechselrichter an Akku

sorry doppelt

Also ich finde mein HM-1500 läuft recht Stabil, nur unter 200Watt bringt er nicht die Power die er bringen sollte.

Der HM-1500 ist aber auf Max. 80Watt gestellt, darüber läuft er nicht gut.

Habe letzte Wochen von Aliexp.. 4 x dc 400w 15a step up gekauft und die sind alle abgeraucht.( Angeschlossen und sofort waren die Dinger durch)

@s-b-2

Moin,

ich denke man muss dabei auch unterscheiden ob der Hoymiles in Volllast oder im runtergeregelten Bereich laufen soll. Bei 24V - 28V was ja wohl offensichtlich außerhalb des MPPT - Bereichs ist macht der Hoymiles irgendetwas um die Leistung zusammen zu bringen. Volllast ist da gar nicht drin weil der Eingangsstrom viel zu groß wird. Und runter geregelt klappt es mehr schlecht als recht. Wie gesagt immer bei 24 V Systemen. Kommt man mit der Spannung aber in der MPPT Bereich weiß der Hoymiles offensichtlich besser was zu tun ist um die richtige Leistung auszugeben. Dann sollte auch Volllast kein Problem seien weil die Ausgangsleistung ja genau MPPT Bereich x Strom am Eingang (Eingänge) ist. Wie bereits weiter vorne habe ich ja da mal meine Soll- und die daraus resultieren Istwerte hochgeladen. Da kann ich regeln was ich will, ist entweder zu viel oder zu wenig und um die 300 -360 W ist gar keine Änderung der Ausgansleistung.

SvenB, hattest du die Eingänge vorgeladen oder direkt über die Wandler zugeschaltet ?

Ich habe den Hoymiles beim ersten mit dem Labornetzteil vorgeladen und beim zweiten Versuch nicht.

@stromsparer_1 Ich habe das in allen Leistungsbereichen probiert von 30 W .... 600 W bei zwei Eingängen bzw. bei 30W ... 300 W bei Verwendung von nur einem Eingang. Und klar, es gibt Grenzen...entweder die max.Leistung oder der max. Strom den der DC/DC-Converter kann oder aber auch der Eingangsstrom vom Hoymiles. Ich habe meine Versuche jedoch nur innerhalb dieser Grenzen gemacht. Und davon hat mich nichts überzeugt, im unteren Bereich hatte ich einen Wirkungsgrad von 65-70%, oben rum ca. 85% und dazu brummt er sehr stark. Für mich bringt der DC/DC-Converter keinerlei Vorteile, außer Mehrkosten, schlechteren Wirkungsgrad und eigentlich bräuchte man beim Hoymiles 2 Stück für die beiden Eingänge. Und dann wird's eh unrentabel.

Von den ganzen Chinateilen bei eBay, Amazon oder AliExpress halte ich recht wenig. Vor allem wenn es um ein Teil geht welches 24/7 unbeobachtet läuft. Never!

Da hätte ich mir dann wenigstens einen Vorteil gewünscht, wie z.B. aufgrund der galvanischen Trennung einen nachvollziehbaren Stromfluss bei beiden Anschlüssen. Aber selbst das war nicht so. Von daher läuft der Hoymiles direkt an 48V-Pylontech und gut ist es.

@belzig

Mein HM-1500 hat gezeigtes Innenleben (an den Anschlüssen so rausgemessen).
HM-600 sieht vermutlich genauso aus, nur halt ohne Strang 2 und 3.

Bei Kurzschluss beider "-" Eingänge:
Der Minuspol ist zusammengeschaltet, fließt über 2 x 5mOhm Widerstände und ist dann wieder zusammengeschaltet.
Wenn beide Pfade den gleichen Widerstand haben, teilen sich die Ströme auch völlig gleich auf, egal ob die danach zum MPPT1 oder MPPT2 fließen.

Anders beim Plus-Pol, wenn die auch kurzgeschlossen sind, dann machen sich die 2 MPPT Konkurrenz und einer gewinnt.
Die Leistungsmessung im Hoymiles sagt bei Parallelschaltung übrigens nicht viel aus.
Wenn man Plus-Pol an 1/4 anschließt, den Minuspol aber nur an 1, dann zeigt MPPT1 volle Leistung von MPPT1+2, MPPT2 gar nichts,
obwohl (wegen der Unsymmetrie) MPPT2 u.U sehr viel mehr Leistung bringt.
Man auch mal folgendes versuchen: Minus an 1, Plus an 4: Dann wird gar keine Leistung angezeigt, denn

  • zwischen 4-/4+ ist Spannung, an R4 fließt aber kein Strom (50V * 0A = 0W)
  • zwischen 1-/1+ ist keine Spannung (da 1+ offen ist oder kurzgeschlossen mit 1-)
    und damit wird bei MPPT1 auch keine Leistung angezeigt auch wenn der gesamte Strom über R1 fließt.
    Fazit: wenn man die MPPT parallel schaltet, dann sind die Aussagen der HM bzgl. Leistung der einzelnen Kanäle nix wert.
    Wenn man alle + kurzschließt und alle - kurzschließt, dann stimmt zumindest die Anzeige der Gesamtleistung wieder.
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Verstehe ich das richtig: deine Aussage ("falsche oder keine Anzeige") bezieht sich auf unsymmetrische oder fehlende Anschlüsse?

Oder auch wenn beide Eingänge symmetrisch am Akku hängen?

@sne17 openDTU-onbattery. Ein 3EM im Verteiler.

Regelbereich 20-200W, was meine Grundlsst abdeckt.

Bei Unterspannung geht der WR in Standby.

Mit dem 3EM keine grossen Schwankungen des WR sichtbar, geht sauber auf Nulleinspeisung.

@mp97 so ähnlich wie du das rausgemessen hast, habe ich mir das auch vorgestellt.

Ich hab 2 parallel geschaltete 24 V Batterien. Da war es dann sogar so, daß wenn ich die parallel Schaltung der Batterien aufgehoben war, hat der WR trotzdem über CH2 13A gezogen und über CH1 nur 6,5 A. CH1 hat erst dann mehr Strom gezogen, wenn deutlich mehr Leistung (> 550W) abverlangt wurde.

Da waren dann beide Channels 11 A.

Ich denke 2 HM-300 in Daisy-Chain sind wohl die bessere Lösung.

  • Bin mir nur nicht sicher ob die Ahoy-DTU für die Null-Einspeisung, die Doppelte Anzahl an Befehlen ab kann, weil ja 2 WR geregelt werden müssen.

  • Auch weiß ich nicht, ob der Wirkungsgrad des HM-300 in der Niedriglast um die 80 W so gut ist.

Momentan läuft mein Setup mit einem HM-300 und einem Deye Sun 300, wobei letztere fest auf 220 W eingestellt ist und nur der HM-300 lastabhängig geregelt wird.

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@s-b-2
selbst wenn man alle + und alle - perfekt zusammenschaltet, so dass jeder Teilstrang den identischen Widerstand hat (und alle 5mOhm Shunts vom gleichen Strom durchflossen werden) können sich die Ströme (NACH dem internen, gemeinsamen Massepunkt) durch die beiden MPPT (weil geringfügige Toleranzen) unterschiedlich aufteilen.
z.B. 10A durch 1- und R1 / 10A durch 4- und R4 -> Anzeige (bei 20V) : MPPT1 : 200W MPPT2: 200W

aber NACH dem internen, gemeinsamen Massepunkt fließen z.B: 6,5 A durch MPPT1 und 13,5A durch MPPT2
-> Damit liefert MPPT1 real : 6,5A20V= 130W (Anzeige: 200W)
MPPT2 real: 13,5A
20V = 270W (Anzeige: 200W)
die Gesamtanzeige (400W) würde aber stimmen, weil, egal über welchen Shunt der Strom fließt, der Spannungsmultiplikator (20V) identisch ist.

Falsche Gesamtanzeige gibt es nur, wenn durch einen Shunt Strom fließt (-Eingang angeschlossen) der entsprechende + Eingang jedoch offen bleibt.
Habe an 2+/3- mal ein Netzteil angeschlossen. Netzteil hat 400W geliefert, HM-1500 hat insgesamt 1,6W angezeigt.
Schließt man an 2 MPPT je ein eigenes Solarmodul an, dann MUSS der Strom vom Modul 1 durch 1+ auch durch 1- fließen
und der Strom vom Modul 2 durch 2+ auch durch 2-. Dann stimmen die Anzeigen von Einzelleistungen und Gesamtleistung.
Auch beim HM-1500 mit den parallel (parallel erst nach! der Shuntmessung!) geschalteten Modulen (2 Module / MPPT) stimmt die Modul-Anzeige,
denn die Ströme der beiden (parallel geschalteten) Module werden getrennt gemessen und
es gibt keine Möglichkeit, dass der Strom von Modul 1 durch Shunt 2 fließt (oder umgekehrt)
Fazit: Wenn man HM-XXX mit mehreren Eingängen am Akku betreibt

  1. sicherstellen, dass auch wirklich alle Eingänge belegt sind, sonst wird die Gesamtleistung falsch angezeigt.
  2. nix auf die String-Watt-Anzeige der einzelnen Eingänge geben sondern einen Strommesser verwenden.
    Die Sting-Watt-Anzeige wird trotzdem weitgehend stimmen, so unterschiedlich werden die MPPT nicht sein.
    Unterschiedliche Widerstände haben vermutlich einen wesentlich größeren Einfluss
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@belzig
Ich speise momentan mit Soyo 1200 ein. Der regelt schnell und per RS485. Das läuft seit Februar perfekt. Der kann zwar nur 900W, aber nachts reicht das aus, um den Monatsverbrauch deutlich unter 10kWh zu drücken.
Mit dem HM-1500 will ich den Monatsverbrauch weiter senken und auch mal bei Dunkelheit die Kaffeemaschine ohne schlechtes Gewissen laufen lassen können :wink:
Zusammen bringen beide dann 2400W, damit kann man auch mal was kochen....
Der HM-1500 macht dann aber nur die "Grundlast" (ca. 100W) und große Lastwechsel (+-500W Schritte), die Feinregelung übernimmt weiterhin der Soyo.
Somit brauch ich den HM nur "selten" anzusteuern.

Klingt spannend. Wie regelst Du den Soyo mittels RS485? per Skript? Oder gibts da auch ein git-Projekt?

@s-b-2 Mir ist dieses Projekt dafür bekannt: GitHub - KlausLi/Esp-Soyosource-Controller: Der Esp8266 ist über ein Rs485 Modul mit dem Soyosource 1200 verbunden und kann diesem die Leistungswerte senden. ManualMode: Der Leistungswert kann auf der Esp Webseite eingegeben und gesendet werden. AutoMode: Der Esp empfängt über Mqtt Topic den LeistungsWert (z.B. der Wert einer Messeinrichtung über die 3 Phasen)der gewünschten zu regelnden Leistung und regelt den Soyosource automatisch.

Ist alles nachvollziehbar..... und um diesen Zustand auch mit Akku hinzubekommen, hätte ich erwartet dass es mit zwei galvanisch getrennten DC/DC-Convertern funktioniert. Damit hätte ich keine Querströme und komische Zustände, für den Hoymiles wäre es eine unabhängige Spannungsquelle pro Eingang - wie mit einem PV-Modul.

Das Einzige was wahrscheinlich schiefläuft ist das Verhalten MPPT-Regler und Regler im DC/DC-Converter. Das passt irgenwie nicht zusammen. Vermutlich schwingen die sich gegenseitig auf. Daher der Versuch, das außerhalb des MPPT-Bereichs zu legen, was aber keinen nennenswerten Unterschied gemacht hat.

Moin,

ich habe jetzt mal folgenden Test mit meinem HM-800 durchgeführt. Beide Eingänge an ein Labornetzteil und einmal die Spannung auf 35 V gestellt, also MPPT Bereich und danach dann auf 26 V also außerhalb des Bereichs. Dann habe ich die Sollwertvorgaben Schrittweise in 20 Watt Schritten erhöht und geschaut was dabei raus kommt. Zunächst muss ich sagen das das was in der openDTU angezeigt wird sich weitestgehend mit meinen externen Messungen deckt, max. waren es ein paar Watt Abweichung. Nun zu den Ergebnissen. Es macht keinen Unterschied ob ich mit 25 Volt oder mit 35 Volt in den Hoymiles einspeise, ausser natürlich der Strom , das Resultat ist immer gleich. Es deckt sich mit der Tabelle die ich etwas weiter vorne schon mal hochgeladen habe. Mit so schlechten Werten ist eine Nulleinspeisung kaum zu realisieren weil im Bereich zwischen 240 und 340 Watt Sollwertvorgabe ändert sich an der Ausgabe nix, die bleibt bei etwa 300 Watt. Wie gesagt das bezieht sich auf meinen 800er. Wäre schön wenn das mal jemand mit nem 300er oder 400er testen kann und zwar wie groß ist der Unterschied zwischen Soll- und Istwert.

Ich hab vor ein paar Monaten einige für mich relevante Werte mit meinem HM400 an 24V LFP getestet. Keine Ahnung ob ich die Ergebnisse hier schon geteilt hatte, zur Not ist es halt doppelt :wink:

Soll Ist (min) Ist (max) Durchschnitt Abweichung
40 29 31 30 -10
50 40 43 41,5 -8,5
58 46 49 47,5 -10,5
59 48 60 54 -5
60 59 62 60,5 0,5
70 68 70 69 -1
80 80 83 81,5 1,5
90 88 91 89,5 -0,5
100 101 103 102 2
110 111 114 112,5 2,5
200 211 215 213 13
205 219 225 222 17
210 234 239 236,5 26,5
215 244 251 247,5 32,5

Wenn ich mich recht erinnere war alles zwischen 60 W und kurz vor 200 W sehr nah am Soll-Wert. Interessant finde ich vor allem ein Soll von 59 W. Da hüpft er ständig zwischen 48 und 60 W, dazwischen gibt es nichts (außer vielleicht ein paar Abweichungen nach dem Komma).

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@eenemeenemuu

aber wie man auch bei dir sieht geht das über 200 W ab und die Werte driften immer weiter auseinander

und leider ist das der Bereich den ich am meisten brauche.

Ist das nicht typischerweise egal.

Es wird von einem Leistungsmesser gemessen:

(Hausverbrauch - Leistung des Inverters)

Bei der Steuerung wird der daraus resultierende Wert zu der gerade aktuellen Wechselrichterleistung addiert. Da sollte man das nehmen was der Inverter halt wirklich produziert und nicht mit der Annahme arbeiten das er genau den eingestellten Wert liefert.

Aufs Watt genau werden die Teile eh nicht arbeiten. Ich vermute das die nur in Prozentschritten einstellbar sind. Da ergibt sich dann eh ein Fehler draus.

Beispiel: Wechselrichter möchte gerade anfangen einzuspeisen und der Hausverbrauch ist bei 215 W. Nun sagen wir dem Wechselrichter, dass er 215 W einspeisen soll. Stattdessen speist er aber nun 250 W ein - ergibt 35 W Übereinspeisung. Ab jetzt gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Wir messen die tatsächliche Leistung vom Wechselrichter (250 W), wodurch sich ein "neues" Limit von 215 W ergibt, was wir dem Wechselrichter mitteilen. Er speist danach wieder 250 W ein.

  2. Wir gehen davon aus, dass der Wechselrichter (ungefähr) die Leistung bringt, die wir ihm mitgeteilt haben. Altes Limit 215 W - 35 W Übereinspeisung = neues Limit 180 W. Dies speist der Wechslrichter nun ein und stellt bei der nächsten Hausverbrauchsmessung fest, dass 35 W fehlen, wodurch das neue Limit wieder 215 W wäre. Ein endloses Spiel aus hinauf- und herabregeln.

Beides würde mich persönlich nicht glücklich machen.

Meine HM-300 werden sich ja auch so „falsch“ Verhalten wie alle anderen.
Diese beschriebene Auf- und Ab gibt es bei der Hoymiles DTU Pro nicht.
Sie korrigiert die HMs ständig und trifft auch immer ziemlich genau 0 Watt. Die Toleranz liegt bei +/-10W.

Ich habe auch festgestellt das sie nicht immer punktgenau „trifft“.
Beispiel: Hausverbrauch 200W: Es vergehen 10 Sekunden (Reaktionszeit DTU) dann bekommen die HMs den Befehl, Ergebnis Hausverbrauch -30W, es vergehen 10 Sekunden dann bekommen die HMs einen neuen Befehl, Ergebnis ungefähr 0W.

Also gibt es manchmal ein einmaliges „Regelüberschwingen“. Danach bleibt es ruhig.
mich glaube es liegt oft in den Bereich wo jeder der HMs ca. 80W liefern soll. Bin mir aber nicht ganz sicher.
Insbesondere bei höheren Leistungen bis 330W pro HM regelt die DTU Pro eigentlich immer punktgenau.