Sammelthema: Erfahrungsaustausch Betreiber Hoymiles Mikrowechselrichter an Akku

Ich hab mal die Kabel getauscht, der Fehler wandert nicht mit.

Channel 2 bleibt bei 13A, Channel1 6,5 A

Es scheint so als würde DC seitig primär über CH2 Strom gezogen und wenn das nicht mehr ausreicht um die Leistung zu erreichen, wird CH1 weiter aufgedreht.

Selbst wenn man ihn auf 300W drosselt, zieht er über CH2 10A und über CH1 dann 1,5 A.

DIe AHoy DTU mittelt das dann aber aus und zeigt um die 6 A für beide Channels an. Also ungefähr das was man mit der Stromzange an den Minuskabeln misst.

(Messen macht Kopfweh :wink:

Nein, der HM-600 läuft hier schon lange ordentlich mit nur sehr kleinen Unterschieden zwischen den Kanälen. Klingt für mich an sich nach unterschiedlichem Widerstand in Deinen Anschlusskabeln (unterschiedlich lang oder Übergangswiderstand). Da Du aber die Kabel getauscht hast und der Fehler nicht mitwandert, kann der Widerstand am/im Gerät sein - Stecker sauber?

Keiner der HM WR ist offiziell für Batteriebetrieb geeignet, da ist der HM-600 wie die anderen.

Selbst nutze ich OpenDTU OnBattery, aber die Ahoy sollte nichts ausmitteln, sondern die vom HM gemeldeten Werte anzeigen. Sicher, dass Du korrekt misst?

Ich habe auch die selben Erfahrungen wie @belzig. Ströme wurden mit guter Strommesszange gemessen. Eine gewisse Differenz zwischen beiden Kanälen habe ich immer, und ich rede nicht von Unterschieden im Nachkommabereich. Kabel waren auch bei mir genau gleich lang, auch ein Tausch brachte keinen Unterschied. Es muss am Gerät liegen. Wie lange das gut geht, werden wir sehen.

Wer misst den wirklich die Stromaufnahme der beiden Kanäle, um so eine Aussage treffen zu können? Ich vermute, die meisten schließen das Teil an, schauen auf OpenDTU/Ahoy, messen maximal noch die AC-Leistung und gut ist es.

Ich habe in meinen Unterlage geschaut, das hatte ich mir damals notiert:

Genau meine Rede!

Ich hatte vor einiger Zeit bei Hoymiles nachgefragt, ob man den Inverter auch mit Akku betreiben kann. Hier die Antwort:

Hello,
Honestly, some customers have tried to do this attempt before, but we do not recommend customers to do it. As you know, our inverters are PV inverters, and all our testing and design in the lab are based on PV panels. The DC battery is an unknown device for us and microinverters, we haven't tested the inverter with the DC battery, it's a test full of unknown risks, and we don't know what to expect. Therefore, we also do not recommend you to do so .
Moreover, kindly note that due to the DC battery is connected to the microinverter, which is already an improper installation method, any inverter damages caused by this installation method will not be covered by the warranty."

Gilt aber auch für den 300er und Hoymiles wäre schön blöd, etwas anderes zu schreiben :wink: Zudem sind schon allein die Einschaltströme unbegrenzt nicht gesund, alleine schon deshalb kann ich das nachvollziehen. Was nichts daran ändert, dass der 600er hier an einer 16S-LFP sauber läuft - natürlich mit Einschaltstrombegrenzung und AC-seitiger Abschaltung bei leerer Batterie als Rückfallebene zusätzlich zum Shutdown der Einspeisung per OpenDTU.

Habe auch noch einen Soyosource 1200 zum Testen da, dem traue ich allerdings weniger Standfestigkeit zu...

@s-b-2

Deine Messwerte passen recht gut zu meinen.

Deine Ströme sind halb so hoch weil du 48V hast und ich nur die Hälfte (24V-27V).

Bei dir ist das Verhalten dann auch nicht so gravierend, weil die Ströme ja deutlich unter den 11,5A bleiben.

Ganz versteh ich das Verhalten troztdem nicht, weil es ja laut Datenblatt 2 seperate MPPT sein sollten, die in von einander entkoppelt sein sollten.

Mit ist es daher ein Rätsel, daß auf einen Channel ein Hoher Strom und auf dem anderen ein niedriger über das Pluskabel fließt, der offensichtlich dann ausgemittelt über die beiden Minuskabel zurück zur Batterie fließt.

Vlt kann da ein E-Ing mal Licht ins Dunkel bringen.

Moin,

jetzt hab ich die 32 Seiten auch durchgeackert und möchte mal meine Konfiguration hier vorstellen. Vielleicht hilft es jemandem weiter.

Also ich betreibe eine HM-800 mit beiden Eingängen an einer 24 Lifepo4 Batterie. Geladen wird ganz normal über Victron Laderegler. Der HM-800 hängt permanent an der Batterie und ist lediglich durch DC Sicherungsautomaten mit 16A geschützt. Am Wechselrichter hängt eine OpenDTU die mir über Mqtt alle Daten an meinen iobroker sendet. Mein Ziel war eine Nulleinspeisung zu realisieren. Über den iobroker kann ich ja die Sollwerte entweder direkt als Watt oder in Prozent vorgeben. Das Problem ist aber wie einige Vorschreiber schon geschrieben haben das die Werte die in der OpenDTU angezeigt werden nix mit den realen erzeugten Werten zu tun haben. Auf der AC Seite hängt bei mir ein Shelly 1PM der die aktuelle Leistung misst und wo ich den HM-800 auch wegschalte wenn der Akku leer ist. Ach so zur Leistungsmessung habe ich eine Shelly 3EM im Zählerkasten. Auch diese Werte habe ich im iobroker zur Verfügung. Nun habe ich mir eine Skript geschrieben das meinen Energiebedarf ermittelt und die Werte an die OpenDTU überträgt die dann an den HM-800 rausgehen. Soweit so gut. Genau wie einige vor mir schon geschrieben hatten hatte ich ziemlich starke Schwankungen der Leistung. Ich habe daraufhin den HM-800 über die OpenDTU in 20 Watt Schritten langsam hochgefahren und mir dabei die Werte notiert die der Shelly gemessen hat. Mir wurde sofort klar das bei Werten unter 250 W der HM-800 etwa 50 W Zuviel ausgibt. Im Bereich von 260 - 380 W passte das etwa und darüber waren es etwa 50 W zu wenig. Und über 500 W war die Ausgabe dann plötzlich über 650 W. Daraufhin habe ich erstmal die max. Leistung auf 500 W tagsüber und nachts 400W begrenzt. Dann habe ich das Skript angepasst und die Ausgabefehler korrigiert um die falschen Werte. Das läuft jetzt soweit ganz gut, immer noch nicht genau 0 aber das ist eh ein Traum. Ach so das Skript wird all 30 Sekunden ausgeführt.

Kann man so pauschal nicht sagen. Das BMS in meinem Pylontech schaltet sanft ein und begrenzt den Strom. Von daher eher akkuschonend.

Außerdem macht es m.E. keinen Sinn, den Inverter mittels Relais/Schütz/o.ä. hin-und wegzuschalten, weder AC- noch DC-seitig. Wozu auch? Vermeidet Einschaltströme, inkonsistente Zustände und andere Probleme. Der Inverter ist immer erreichbar und OpenDTU/AHOY dreht nicht hohl. Damit klappt Leistungsanpassung und Ein-/Ausschalten zuverlässig.

@stromsparer_1

Hast du mal die Ströme DC-Seitig mit einer Stromzange gemessen ?

Sind die einigermaßen gleich ?

Und immer an den Precharge denken !!

Es geht nicht um den Akku, dem ist das egal. Es geht um die Elkos im HM und um die Schaltkontakte des DC-Trenners, immerhin habt Ihr doch ein Problem mit Übergangswiderständen...

A/C-seitig bei leerer Batterie wegschalten macht zumindest als Redundanz IMO auch Sinn, kann aber jeder selbst entscheiden.

Bin jetzt hier wieder raus, mein kleines System (4x425Wp Trina, Epever 6015, 5kWh 16S LFP, HM-600) hat schon rund 650kWh eingespielt und bleibt erstmal so.

Hat irgendwer von euch auch schon die Erfahrung gemacht, dass der Hoymiles zeitweise (zwischen 5min und 2h) komplett aussteigt?

Die AhoyDTU Seite ist erreichbar, Status "Hoymiles ist aktiv, aber produziert nichts", obwohl die Leistungseinstellung z.B. 50% anzeigt und auch noch auf Änderungen reagiert.

Allerdings zeigt er bei beiden Eingängen DC Spannung 26V, aber Strom nur 0,1 A. Und das obwohl die Batterie voll ist.

Kann es sein, dass ich zu oft nachregele (aktuell alle 5 sec)? In welcher Frequenz passt ihr die Einspeisung an?

Vielen Dank und beste Grüße

Christian

Wenn Du hier jedes Wort auf die Goldwaage legst, erweitere ich meine Aussage: es ist akkuschonend und inverterschonend, alles in allem materialschonend und überhaupt :slight_smile:

Ich glaube nicht, dass ich Probleme mit Übergangswiderständen habe. Selbst 4 Stück 30cm lange Kabel an neuen MC4-Steckern direkt an der Busbar, bzw. testweise direkt am mitgelieferten Pylontech-Anschlusskabel zeigt das Verhalten. Nachdem der Tausch der beiden Inverter-Eingänge auch eine Änderung zeigt, liegt es nicht an der Verkabelung. Dann müssten die unterschiedlichen Eingangsströme mitwandern. Das liegt eindeutig am Aufbau des Hoymiles. Da dieser nicht für Akkubetrieb entwickelt wurde, wurde das wohl auch nicht berücksichtigt.

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@galileo1234 Ich hatte das anfangs bei der ganzen Testerei einmal gehabt. Weiß aber nicht mehr warum, war jedenfalls in Verbindung mit OpenDTU. Aktuell regle ich max. alle 10 sec. nach, das funktioniert in der Praxis schon seit einigen Monaten einwandfrei.

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@belzig

Moin Moin,

hab ich mal gemessen und die Belastung der beiden Kanäle ist bei mir unterschiedlich, teilweise 1 A Unterschied. Kabel sind bei mir nicht gleich lang aber auch ein Tausch der beiden Eingänge gegeneinander brachte keine Änderung der geringe Strom blieb immer am gleichen Eingang. Deshalb habe ich ja auch die Leistung auf 500 Watt begrenzt dann sind das nämlich etwa 11 A auf einen Eingang. Hier konnte ich leider keine Lösung erarbeiten. Und das Thema Precharge ist bei mir keins weil ich ja AC Seitig wegschalte wenn der Akku leer ist. Und beim 1. Einschalten habe ich das so gemacht das ich ein regelbares Netzteil genommen habe was ich auf die aktuelle Akkuspannung eingestellt habe. Dann habe ich die Strombegrenzung eingestellt, ich glaube so 1A und dann habe ich die Kabel vom Netzteil mit der Ausgangsseite des Leitungsschutzschalters verbunden, kurze Zeit gewartet, Kabel vom Netzteil abgemacht und den Leitungsschutzschalter eingeschaltet.

Fällt mir gerade noch ein. Die AC seitige Abschaltung bietet auch den Vorteil das die OpenDTU weiterhin erreichbar ist wenn man mal was schauen will.

@stromsparer_1

11 A sind zwar auch hoch, aber besser als die 12 - 13 A beim 600er.

Wenn Du da nur 1 A Unterschied zwischen den Channels hast, sollte deinem 800er ein längeres Leben beschieden sein, nachdem der ja 12,5 A aushält.

Hast du auch mal an den Minuskabeln gemessen, ob die Stöme gleich sind ?

@belzig

Hab ich gearde nochmal an der Minusleitung gemessen. Die gemessenen Werte passen exakt zu den angezeigten Werten in der OpneDTU, siehe Anhang.

Bei mir sieht das so aus (siehe Bild), Kabellänge sind ca. 2cm unterschied drin.
Hatte die letzten beiden Tage Probleme das der Wechselrichter sporadisch für ca.20 min nicht erreichbar war und dann nichts mehr eingespeist hat.
OpenDTU hatte lauter Fehlermeldungen.

Ich habe jetzt mal OpenDTU komplett neu aufgesetzt und bisher keine Fehlermeldung mehr und die Erreichbarkeit ist Aktuell auch besser.

Guten Abend,

ein ähnliches oder evtl. sogar das gleiche Problem (Ausfall Einspeisung ohne Fehlermeldung) wird hier besprochen: Sammelthema: Hoymiles WR an Akku - Ausfall der Einspeisung ohne Fehlermeldung - Panels, Wechselrichter, Laderegler - Akkudoktor Forum

Kurzfassung: Es passiert nur unterhalb einer gewissen Einspeiseleistung des/der Hoymiles und wird meist durch eine hohe Last im DC-Kreis (also am Akku) ausgelöst.

Wäre super wenn wir weitere Infos dort sammeln können um dem Problem auf die Schliche zu kommen.

Gruß

@forest

Ich denke das könnte auch mein Fehler sein den ich seid 2 Tagen habe.

Merkwürdig ist nur das ich immer um die 15 Fehlermeldungen angezeigt bekommen habe und seid ich OpenDTU heute komplett neu gemacht habe noch keine Fehlermeldung bekommen habe.

Moin, Moin,

ich hab da nochmal ne Frage an all diejenigen die das mit der "Nulleinspeisung am laufen haben. Wie sehen eure Kurven zu dem Thema aus, will sagen wie genau bekommt ihr das hin und was nutzt ihr für Parameter zur Abfrage eures Leistungsmessgerätes ? Bei mir ist es ein Shelly 3EM den ich alle 20 Sekunden abfrage. Ich habe das in meinem iobroker so gelöst das ich zur aktuelle Sollwertvorgabe lediglich den Wert der Leistung vom Shelly dazuzähle und den neuen Sollwert rausgebe. Wie macht ihr das ?

Hier mal die Kurve der letzten 24 Stunden vorbei Rot die Solarleistung und Grün die Netzleistung ist.

Ach so fällt mir gerade ein, das der Hoymiles nix mehr produziert und die LED grün blinkt hatte ich auch schon. Habe ich bei mir dadurch behoben das ich die minimal Sollwertvorgabe auf 20 W gesetzt habe. Seiddem damit keine Probleme mehr.