Rotatorische Massen zur Frequenzstabilisierung

Und wie helfen da jetzt die Massen.

Ist das jetzt einfach nur, das Thema dass ich um 0,1rpm mehr oder weniger zu haben auf Grund der Masse einige MW/GW brauche? Und damit das ganze wieder stabilisiert?

Garnicht. Aber sowas von.

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??? Jetzt bin ich wieder raus

der Generator hängt steif (Synchron) am Netz, ändert sich die Netzfrequenz dann geht er mit, wird er vom Netz ausgebremst (Frequenz sinkt) gibt er ein paar Watt mehr ab, reduziert aber seine Drehzahl. Steigt die Frequenz dann sinkt kurzfristig seine Leistung, weil der gezogen wird. Aber das sind wirklich sehr kleine Zeitabschnitte. Es ist nicht so das da ein 2 Tonnen Rotor im Leerlauf weiter laufen und austrudeln kann, zumindest nicht solange er noch eine Netzverbindung hat.

Kennst du die Dinger vom Spielplatz, wenn da 20 drin sitzen und drehen, dann kannst du als 21. machen was du willst, bremsen beschleunigen, du kommst nicht gegen das Netz an.

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Dann wirkt er aber auch nicht stabilisierend?

Das einzige wo ich halt eine Stabilisierung sehe ist halt wenn ich das Ding vom Spielplatz mit 20 100kg schweren Leuten vollkrache und auf auf 50 rpm bringe. wenn dann so ein 100kg Typ (Last) kommt und versucht das ding zu bremsen bekommt er ja nur vielleicht 0,5rpm runter. Wegen der Trägheit von den 2t die weiter mit den 50rpm fahren wollen.

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Wenn ich jetzt 20 von den dingern verbinde schafft er nur noch 0.01rpm

Das wäre aber ja der gleiche Effekt, wie wenn ich das eine mit 400 vollpacke

Den Anschieber und den mit der Stoppuhr habe ich jetzt mal bewusst rausgelassen

Passt nur annähernd zum Thema;

Ich stehe gerade mit einem Fachbetrieb in der Diskussion um die finale Parametrierung einer Anlage.

Meine Rückfrage, warum der Kostal Wechselrichter auf “keine Blindleistung” eingestellt ist wurde folgendermaßen beantwortet:

”Nein, da dürfen wir nichts ändern. Wenn wir in diesen Menüs (Installateursebene) etwas ändern, erlischt die Garantie.”
Auch eine Rückfrage was die Vorgaben des Netzbetreibers seien/erlauben wurde ähnlich abgewiegelt.

ROTFL :wink:

Oliver

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Ist doch prima. Ausreichender Grund für Nacharbeiten: unfachmännische Arbeit.

Rolf, ich habs doch in dem Link haarklein nachgerechnet.

Die Massenkraft des Rotors ist im vergleich zu den Kräften des Generatorbetrieb so klein, das Stabilisierung nur im Zehntelsekundenbereich liegt.

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Ja du hast gerechnet und ich hab nicht verstanden was du dami sagen willst. Bei deinen Posts sind es mir ehrlich gesagt zu viele Andeutungen und unbeantwortete Fragen. Ich habe nach dem Abi nie wieder was mit Physik zu tun gehabt. Wie viele Menschen.

Ich höre nur immer das Gerede von rotierenden Massen, dass die angeblich stabilisieren und du versuchst mir glaube klar zu machen dass das nicht funktioniert oder nichts mit der Masse zu tun hat.

deswegen hatte ich es versucht bildlich darzustellen, keine Ahnung was @carolus von meiner Interpretation hält :joy:

Die stabilisierende Wirkung von rotierenden Generatoren wird auch als Momentanreserve bezeichnet, wirkt stabilisierend im Sekundenbereich und ist DIE Vorraussetzung, dass trägere Stabilisierungsmechanismen wie Primärregelleistung genügend Zeit hat Frequenzabweichungen auszugleichen.

Die Primärregelleistung wird dann in 15 Minuten Zeitscheiben von der Sekundärregelleistung abgelöst.
Wenn über einen längeren Zeitraum Prognoseabweichungen Regelleistung erforderlich machen, werden die Strommengen über den Intradayhandel nachgeordert oder auch überschüssiger Strom verkauft und als Folge dessen auch mal ein Kraftwerk außerplanmäßig ab- oder angefahren um Angebot und Nachfrage wieder in Gleichgewicht zu bekommen.

Erstmal danke dass ihr euch die Zeit nehmt zu versuchen mir dieses hochkomplexe Thema verständlich zu machen.

Also wirken die rotierenden Massen nur sehr kurz können dafür aber groß Mengen an Energie aufnehmen oder abgeben.

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Ich mache dir mal ein einfaches beispiel.

Stabilisierende Funktion hadt du dann, wenn die Kräfte klein sind relativ zu einer Masse. Nehmen wir einen Trabant. 20 PS auf 600 Kilo. Braucht 40 sek bis hundert. Das ist stabil, so schnell ändert sich die Geschwindigkeit nicht.

Jetzt nimm ein heisses auto. 2 Tonnen, 1000 PS. Die reifen bringen die Leistung kaum auf auf die erde, und wenn sie es täten, dauert es 2 s von 0 auf hundert. Das ist genug Leistung, um mit dem gewicht Tänzchen zu spielen. Undwenn du jetzt hochrechnest : nicht 1000 PS, sondern Eine Million Kilowatt. Und nicht 2 Tonnen, sondern 1000. Das ist dann im Verhältnis nochmal 3 mal soviel Leistung wie beim Autobeispiel.

Die Kraft ist riesig im Vergleich zur Masse.

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Hab gerade ein Video zum Synchronmotor gefunden wie der funktioniert:

Damit habe ich glaube schon ein paar Sachen verstanden:

Im Kraftwerk kommen die 50Hz aus dem Netz der anderen Kraftwerke oder aus Steuerungselektronik. Einer muss das Netz ja mal aufbauen wenn wie in Spanien alles steht.

Ist der Synchronmotor jetzt ein Steuerungsmechanismus für den Generator oder der Generator selbst?

Der Winkel ergibt sich ja über die Last das wäre dann der Phasenversatz zwischen Spannung und Strom ( Blindleistung )?

Das was indem Video erklärt wird passt zu deinem Beispiel mit dem Trabi. Damit das ganze stabilisierend wirken kann muss die Differenz zwischen vorhander Kraft und benötigter im Verhältnis zur masse recht klein sein.

Dein 1000ps Monster wäre dann aber das Kraft des Kraftwerks welches unseren Trabi eigentlich antreibt.

Damit würde der trabi am Berg erstmal aufgrund der Trägheit weiterfahren, wegen dem Einergieerhaltungssatz langsamer werden, bis der Fahrer dann aufs gas drückt und ein paar ps mehr bekommt und wieder mit der richtigen Geschwindigkeit fährt.

Bin ich damit jetzt in der richtigen Richtung unterwegs?

Nein. Der Generator in einem Kraftwerk läuft IMMER synchron zum Netz, niemals schneller oder langsamer. Das einzige, was sich ändert, ist, ob er dabei Leistung einspeist oder auch aus dem Netz rauszieht.

Oliver

Stell dir Netzfrequenz und Synchronmotor vor wie zwei Zahnräder, deren Zähne ineinander laufen. Die Zähne können nicht überspringen.

Bei Last und Antreiben wechselt die Berührung bzw die Kraft jeweils von einer Zahnseite auf die andere.