Die hätten NICHTS machen müssen und nichts wäre passiert. Ich schreibs zum dritten Mal: Easee hat den rcd typ weggelassen und kein deutsches Amt juckts.
Also seid doch froh, daß Deye innerhalb weniger Tage reagiert. Hätten Sie nicht müssen...
Für keine chinesische Firma ist Deutschland ein Markt. Wir meinen immer die Welt dreht sich um uns, dabei interessiert es kein Schwein. Wir sind ein Bückling der Amis, mehr nicht.
[quote data-userid="8289" data-postid="140819"]
Stimmt, wen interessiert schon die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt.
Eher bist du ein Bückling, der gerne auf schlechte Stimmungsmache rein fällt. ? [/quote]
Ist möglich... könnte aber auch sein, dass manch ein allzu eifriger Mitläufer zum Bückling wird, weil er Manipulation und framing nicht so recht erkennt, und auf solche Meinungsmache im Gefühl der Rechtschaffenheit jederzeit gerne rein fällt.
Denke, darüber muss sich jeder selber klar werden.
Ich sehe das eigentlich ganz ähnlich: Die Lösung bei Deye, die sich jetzt anbahnt, ist technisch gesehen beinahe (oder vielleicht sogar definitiv) besser, als wenn das Relais vorab schon eingebaut gewesen wäre. Dennoch haben sie natürlich irgendwie auch betrogen und das ist durchaus kritikwürdig, auch wenn sich Deye jetzt ganz offenbar sehr anständig verhält, was man Deye natürlich fairerweise auch wieder zugute halten muß.
[quote data-userid="19301" data-postid="140989"]Mein Verkäufer bietet mir jetzt den Tausch gegen einen neuen vergleichbaren Wechselrichter von Hoymiles an.
Soll ich einschlagen, wie seht ihr das?
Halte ehrlich gesagt von der Krückenlösung von Deye nichts.Das kann man so nicht pauschal sagen, weil wir ja noch gar nicht wissen, wie Deye das umsetzen wird. Wenn sie's gut machen, kann die Lösung sogar besser sein als die von Hoymiles, aber das weiß man leider erst hinterher. Das Relais aus dem heißen Brutkasten in ein Extragehäuse herauszunehmen, finde ich jetzt ehrlich gesagt gar nicht so schlecht. Könnte bzgl. Lebensdauer dem Hoymiles sogar weit überlegen sein. Außerdem hat der Deye ein besseres Schwachlichtverhalten als der Hoymiles. Der Hoymiles liefert zur besten Zeit bei Volleinstrahlung zwar mehr Leistung, aber immer dann, wenn die Sonne nicht ganz senkrecht auf die Module fällt oder ein Wölkchen zu sehen ist, ist der Deye besser.
Wieviel Bedenkzeit hat Dir Dein Verkäufer denn eingeräumt?
[quote data-userid="19301" data-postid="140995"]habe ihm um Bedenkzeit bis Morgen Fr. gebeten.[/quote]Ui, das ist aber knapp. Ich weiß nicht, ob Deye bis morgen schon einen ersten Prototypen hat, bei dem man das alles mal ausprobieren könnte.
Unabhängig davon, dass das Relais vorgeschrieben ist und zertifiziert wurde: Es ist keine unabhängige zweite Abschaltung. Die höhere Sicherheit ist damit Augenwischerei, die aus einem falschen Verständnis für Sicherheit überhaupt erst in die Spezifikation hineingekommen ist.
Das Schaltsignal für das Relais kann nur aus dem selben Signal abgeleitet werden, das auch das Ende der Stromerzeugung bei Unterschreiten der Spannung oder Frequenz steuert. Wenn durch Tests gesichert ist, dass die Abschaltung sicher erfolgt, ist das ZIEL der Spezifikation erreicht, auch wenn das Relais, das nur infolge eines Denkfehlers überhaupt gefordert wird, nicht existiert. Wenn die Wandlung der Niederspannung von den Panels in eine phasensynchrone Wechselspannung nicht enden würde, sobald der Stecker gezogen wird, würde auch das Relais nicht abschalten. Das Ende der Erzeugung ist damit das Steuerereignis für das Relais. Ein anderes Steuerereignis, als die Unterschreitung von Spannung und Frequenz gibt es aber nicht.
Insbesondere ist die Prüfung, die Grundlage für das Zertifikat ist, für die Wirkung des Relais unzureichend. Es müsste nämlich dann geprüft werden, dass das Relais beim Ziehen des Steckers abschaltet, obwohl die Erzeugung nicht aufhört. Für so eine Prüfung ist aber gar keine Prüfumgebung denkbar, weil ja die Erzeugung beim Ziehen des Steckers innerhalb 0.2sec zuverlässig aufhört. Eine Sicherheit, die nicht geprüft werden kann ist aber nur von theoretischem Wert, bewirkt praktisch nichts.
PS: Ich habe keinen Wandler konkret seziert, habe aber als ehemaliger Steuerungsentwickler (Elektronik) und als Softwareentwickler m.E. soviel Erfahrung, dass ich mich hier aus dem Fenster lehne.
Kann nicht auch das Fehlen der Netzspannung Schaltsignal für das Relais sein? So dachte ich eigentlich... Oder würde das durch fortgesetzte Erzeugung dann kompensiert?
Was mich auch interessieren würde: bei der von DEYE vorgeschlagenen Lösung soll, wenn ich es richtig verstanden habe, ein funkgesteuertes, externes Relais zum Einsatz kommen, also vermutlich per WLAN. Schaltet das dann ab, sobald kein WLAN verfügbar ist? Und wenn WLAN verfügbar ist, woher und unter welchen Bedingungen kommt ein Signal zum Abschalten? Vom WR, wenn er die Erzeugung einstellt? Ist denn so ein Bauteil unter den angestrebten Sicherheitsanforderungen überhaupt sinnvoll?
Es gibt gar keine Möglichkeit, nur das Ausfallen der Netzspannung zu detektieren, weil ja Einspeisung und Netz mit dem Relais gebrückt ist. Wenn das Netz also ausfällt, könnte es sein, dass du weiter 230V im Netz misst, weil der WR einspeist. Alles sehr theoretisch, weil so ein WR systembedingt gar nicht alleine einspeisen kann. Aber wenn das Relais irgendwas detektieren können muss, dann ist das technisch nicht vorstellbar. Es muss also zuerst der WR aufhören einzuspeisen und dann kann das Relais abfallen. Das macht dann aber Null Sinn, weil kaum zusätzliche Sicherheit.
Sehe ich das richtig, dass die VDE-AR-N 4105 für Wechselrichter bis 600/800W überhaupt nicht die Existenz eines elektromechanischen Relais vorschreibt? Woraus ergibt sich dann die Anforderung?
Das ist im konkreten Fall nicht relevant, weil das Zertifikat ausdrücklich als NA-Typ "Relais" angibt, das aber (teilweise) fehlt.
Aber wenn die VDE-AR-N4105 eine galvanische Trennung vorschreibt und als Beispiel ein Relais angibt, bedeutet das nicht, dass es ein Relais sein muß. Zwei redundante Relais ist ohnehin über das Ziel hinausgeschossen, weil ja die galvanische Trennung zwischen DV und AC-Seite über den HF-Trafo garantiert ist. Dann braucht es keine zweipolige Abschaltung.
Aber wieso muss für eine galvanische Trennung immer ein elektromechanisches Bauteil verwendet werden. Der altertümliche Begriff "galvanisch" war vor zwanzig Jahren schon fragwürdig. Was bedeutet "galvanische Trennung"? Bedeutet das "geichstromfrei"? Dann sind prinzipiell auch von Vornherein kapazitive Kopplungen mit (dann natürlich großen Kondensatoren) möglich. Wieso kann mit MOSFETS keine Trennung erfolgen? Ein mechanischer Kontakt ist das unzuverlässigste elektronische Bauelement überhaupt. Es gibt MOSFETS, die mühelos Spannungen von 1000 Volt und mehr aushalten. Und ich würde schwören, dass in der sekundären Brücke bereits spannungsfeste MOSFETs verbaut sind. Wieso sollen die unzuverlässiger sein, als mechanische Kontakte? Die haben Sperrströme im µA-Bereich, wenn sie ausgeschaltet sind.
Wenn aber die vier MOSFETS der sekundären Brücke spannungsfeste MOSFETs sind, wieso soll dann durch Abschalten aller vier durch den Controller keine zuverlässige galvanische Trennung erreicht werden? Nun kann man sagen, ja, aber Controller, das ist doch was Unsicheres. Wer soll denn das Relais schalten, wenn es kein Silizium-Chip sein soll. Das dreht sich im Kreise. Der VDE ist hier einfach mit seiner Begrifflichkeit im vorigen Jahrhundert stecken geblieben.
Wenn durch einen Controller aus der Auswertung von Spannung und Frequenz (und Phase natürlich) das Schaltereignis abgeleitet wird, dass der AC-Ausgang getrennt werden soll, und wenn dann der Controller auf einen Koppelschalter wirkt, der aus vier MOSFETS (der sekundären Brücke) besteht und dort durch Abschaltung aller vier den Stromfluss unter einige µA zwingt, wieso soll das nicht die Forderung der 4105 erfüllen? Habe ich da etwas falsch verstanden. Ein Kuppelschalter soll das Netz abtrennen, er darf bei Anlagen unterhalb 30kVA intern sein. Er wird geschaltet durch einen Controller, der Spannung, Phase und Frequenz auswertet und trennt "galvanisch" das Netz ab. Die weitere galvanische Trennung zwischen DC und AC wird durch den HF-Trafo geleistet. Wenn man dann noch durch den Controller die primäre HF-Hochspannung abschaltet, ist das redundante zweite Element vorhanden. Es fehlt nur noch die vorgeschriebene Reaktionszeit von 20ms oder 200ms, die durch Blackbox-Messungen bereits verifiziert wurde.
Die einpolige AC-Trennung ist übrigens auch zusätzlich mit einer Gleichrichterbrücke (4 Dioden) möglich, wo auf der DC-Seite ein spannungsfester MOSFET liegt. Da wäre nur schaltungstechnisch ein Problem, wie man die "schwimmende" Steuerspannung für das Gate erzeugt.
Die einzige Unklarheit ist dann noch, was eine "galvanische" Trennung ist im Jahre 2023.
[quote data-userid="12276" data-postid="141014"]@docemmettbrown wieviel macht das bei schwachlicht denn aus?[/quote]Es tut mir leid, ich finde das Video bei Mr.Mining nicht mehr, obwohl ich jetzt schon 1,5 Stunden suche. Also der Hoymiles hat bei Vollast die Effizienz etwas die Nase vorne, aber der Deye fängt früher (also bei niedrigerer Spannung) mit dem Wechselrichten an. So aus der Erinnerung. Beide Varianten haben ihre Berechtigung, aber in Gegenden, wo immer die Sonne gleißend vom Himmel scheint, würde ich den Hoymiles wählen, bei mehr gemischter Witterung eher den Deye. Ob er noch einen dritten WR dabei getestet hatte, weiß ich nicht mehr.