Ich bin gespannt, wie das ganze Theater am Ende mit den WR vom Discounter zusammen passt, die hier verkauft wurden (und werden) - und zwar ohne jemals ein Relais und Zertifikat gehabt zu haben.
Da hast du mich gehörig missverstanden. Es geht um das angebliche Fake relais in dem Produktsample/Vorserien Modell aus dem Video. Warum sollte Deye da ein Fake Relais verbauen? Da wussten die doch schon das da was auf sie zukommt. Da würde es mehr Sinn machen ein sehr sehr leises relais einzubauen. Da können die dann argumentieren das das gleiche relais auch in den alten zum teil verbaut war. Der endverbraucher kann dann nicht mit einfachen mitteln überprüfen ob sein wechselrichter mit oder ohne relais ausgeliefert wurde. Macht aus meiner Sicht mehr Sinn das hier Schadensbegrenzung betrieben wird und die die menge runterspielen wollen die ohne relais ausgeliefert wurde. Soweit nachvollziehbar?
Es gibt keine superleisen Relais, die man nicht klicken hört. Man hört sie alle. Schließlich müssen 2 Kontakte relativ zügig zueinander geführt werden und das macht immer Klick. Ich kenne auch keine Relais, die in einem Schallschutzgehäuse verbaut sind.
[quote data-userid="15281" data-postid="140253"]Warum sollte Deye da ein Fake Relais verbauen?[/quote]Nee, ich bin sicher, daß da schon ein echtes Relais drin war. Ob dieses auch vom Zertifizierer explizit getestet wurde und funktioniert hat (also auch entsprechend beschaltet und angesteuert wurde), weiß ich nicht. Zumindest aber kommt das nicht gut an, wenn Holger Laudeley die "novellierte Variante" ausprobiert und da nichts klickt. Aber es sollte doch ein leichtes sein, die Platine der neuen Variante auszubauen und einfach mit Meßmitteln zu messen, ob die Relaisspule angesteuert wird und tatsächlich (meinetwegen lautlos, auch wenn mir der Glaube daran fehlt) schaltet oder nicht.
Aber nochmal: Das ist kein Reedrelais! Dieses Relais muß einen gewissen Strom unter Last zuverlässig schalten können und das für viele, viele tausend Schaltvorgänge, ohne daß da im Laufe der Zeit irgendwelche Relaiskontakte festbacken. Das Relais selbst ist bis 16 A spezifiziert. Wenn es anzieht, dann müssen die Kontakte mit einer gewissen Kraft zusammengehalten werden, sonst kokelt's innen drin. Einen gewissen Lärm wird das Anziehen und Abfallen schon machen und durch Schalleitung über Platine und Gehäuse übertragen. Die Vorstellung, so etwas geschähe komplett lautlos, halte ich für abwegig.
Daniel
Genau das denke ich auch.wenn man das Teil schon soweit zerlegt hat und die vergussmasse rausgekratzt. Warum dann Mutmaßungen anstellen statt nachmessen? Sorry aber das kann ich nicht nachvollziehen insbesonders wenn man so involviert ist.
Mann kann die Menschheit auch verrückt machen. Die Bestimmung mit der Galvanischen Trennung kommt wohl ursprünglich von den richtig großen Anlagen. Alle Wechselrichter schalten sofort ab wenn die 50 Hz der Netzspannung fehlen. Halt elektronisch, und das isst immer schneller als ein Relais trennt, da diese bauartbedingt ein paar ms benötigen bis das Magnetfeld weg ist.
Brauchs nur mal ein Föhn aus der Steckdose zu ziehen und dann die Stecker anfassen, da sind oft noch die Endstörkondensatoren geladen und da bekommst du richtig einen gebratselt.
Das mit der zusätzlichen galvanischen Trennung ist halt typisch deutsche Übersicherung.
Als Kind hatte ich mal die kleinen Stecker von der Modelleisenbahn in ein Rasierkabel. Da gibt es auch keinen Schutz und das gab einen schönen Knall. Und das ist richtig gefährlich. ...
Das das eine neue Version mit internem Relais ist ist für mich nicht schlüssig.
In einer anderem Threat ist gerade zu lesen das Deye angibt auf ein externes Relais wechseln zu wollen, da die Relais nicht die Garantiezeit überstehen würden.
Da macht ein (erneuter) interner Einbau keinen Sinn.
Das erscheint mir auch abwegig als Begründung. Dieses Relais schaltet vielleicht einmal am Tag, wenn überhaupt. Da würde ein Relais hunderte Jahre durchhalten. Es gibt einen Grund, warum solche Relais sehr früh ausfallen: Impulsströme, die die Kontakte verschweißen. Hab ich schon oft bei Schaltsteckdosen erlebt, weil die Schaltnetzteile in Computern durch die Kondensatoren beim Schalten hohe Impulsströme ziehen. Da fällt so ein Relais oft schon nach ein paar Monaten aus wg. verklebten Kontakten.
In diesem Fall aber sollten doch vermutlich gar keine hohen Ströme fließen.
Wens interessiert das ist ein Hoymiles 300 den ich vor einer Woche von Reichelt.at geliefert bekommen habe und heute bei mir in der Firma ins Röntgengerät gelegt hab um nach dem Realis zu sehen -> wie man Erkennen kann ist es vorhanden (war in 1min erledigt und hat keine x Tests und das herauskratzen von Vergussmasse benötigt
)
Fals wer so einen neuen hat der angeblich mit Relais ist und es genau wissen will gegen Übernahme der Versandkosten Röntge ich das Ding.
Das ist allerdings auch bei den HM der Fall.
Die musste ich auch alle nachziehen.
Die Anforderungen an das Relais sind doch minimal!
Bei einem 600W WR fließen keine 3 Ampere. Das schaltet man mit einem wirklichen Winzling. Weiterhin soll das Relais ja nur für den NA-Schutz nach Deutscher Norm vorhanden sein. Ist das Netz weg, dann muss dieses Relais schalten. Das passiert hier bei mir vielleicht ein mal im Jahr. Das wäre dann ein Schaltzyklus/a. Hält das Relais gerade mal 1000 Zyklen durch, dann sind das 1000 Jahre! Da man nie davon ausgehen kann, dass das Relais unter Volllast schalten muss, bei mir ist Stromausfall bei Gewitter, dann ist der Ertrag auch schon im Keller und wir sprechen nicht mehr von Ampere, sondern von Bruchteilen davon.
All das gilt für ein Balkonkraftwerk. Bei einer String-Anlage mit mehreren WR in Reihe sieht das natürlich anders aus.
Und jetzt kommt meine absolut laienhafte Betrachtung als RF-Techniker und Elektroniker: Wenn die softwareseitige Abschaltung schneller ist als die Trägheit eines Relais, dann fließen überhaupt keine wesentlichen Ströme mehr über das Relais.
Und nein, solche Relais in Vergussmasse hörst du nicht. Da ist kein Schütz verbaut, sondern ein einfaches Relais.
Und jetzt meine persönliche Einstellung zu dieser Situation:
Die BNetzA spricht ein Betriebsverbot aus und zwar nur für die Charge xyz, da versichert wird, dass die Charge der Zertifizierung genau dieses Relais hatte.
Sonst hätte die zertifizierende Stelle ja selbst Betrug begangen.
Der Netzbetreiber schreibt die angemeldeten Anlagenbetreiber an um ein Betriebsverbot für die Seriennummer xxx - yyy auszusprechen. Die Seriennummer kennt er aber überhaupt nicht und es ist unzumutbar, die Panels zu demontieren, um die Seriennummer zu ermitteln. Sofern der Aufkleber noch lesbar ist.
Somit endet das in dem Verbot der Inmarktbringung. Der Hersteller mach aus einem G600-EU einen G601-EU. Neues Modell, neues Zertifikat und gut ist.
LG,
Wilm
[quote data-userid="14746" data-postid="140413"]Bei einem 600W WR fließen keine 3 Ampere. Das schaltet man mit einem wirklichen Winzling.[/quote]Laut Datenblatt des Herstellers ist das ein 16 A-Relais. Und das schrumpft ja nicht, nur weil Du ein paar Ampère weniger durchscheuchst. ?
[quote data-userid="14746" data-postid="140413"]Weiterhin soll das Relais ja nur für den NA-Schutz nach Deutscher Norm vorhanden sein.[/quote]Und wieviele Länder wenden die deutsche Norm an? Und wieviele eine Norm, die zwar nicht die deutsche, aber inhaltlich in diesem Punkt mit der deutschen vergleichbar ist?
[quote data-userid="14746" data-postid="140413"]Ist das Netz weg, dann muss dieses Relais schalten. Das passiert hier bei mir vielleicht ein mal im Jahr.[/quote]Schaltet es nur ab, wenn AC weg ist, oder auch, wenn DC weg ist? (Ernstgemeinte Frage, ich weiß es wirklich nicht. Die Youtuber sagen, auch bei DC würde es schalten.)
[quote data-userid="14746" data-postid="140413"]Und jetzt kommt meine absolut laienhafte Betrachtung als RF-Techniker und Elektroniker: Wenn die softwareseitige Abschaltung schneller ist als die Trägheit eines Relais, dann fließen überhaupt keine wesentlichen Ströme mehr über das Relais.[/quote]Das ist richtig, aber das Relais dient ja auch als Redundanzebene für den Fall, daß es irgendeine Transe zersemmelt und diese entweder dauerhaft leitend oder dauerhaft sperrend wird.
[quote data-userid="14746" data-postid="140413"]Und nein, solche Relais in Vergussmasse hörst du nicht.[/quote]Es ist mit der Platine verlötet und darüber findet die Schalleitung statt.
[quote data-userid="14746" data-postid="140413"]Die BNetzA spricht ein Betriebsverbot aus und zwar nur für die Charge xyz, da versichert wird, dass die Charge der Zertifizierung genau dieses Relais hatte.
Sonst hätte die zertifizierende Stelle ja selbst Betrug begangen.[/quote]Kann man machen, aber es kann nicht nur eine einzige Charge sein, sondern es betrifft ja wohl alle Deye µWR. Also sind das schon mehrere Chargen. Aber gut, nehmen wir mal an, die BNetzA ließe sich auf so einen Handel ein (ich glaub's aber nicht), was wäre dann, wenn plötzlich eine weitere, neue Charge auftaucht mit plötzlich genau dem gleichen Problem? Ich könnte mir in meiner blühenden Phantasie vorstellen, daß der Ruf von Deye inzwischen nicht mehr der allerbeste ist.
[quote data-userid="14746" data-postid="140413"]Der Hersteller mach aus einem G600-EU einen G601-EU. Neues Modell, neues Zertifikat und gut ist.[/quote]Wäre sogar eine ganz unübliche übliche Praxis, aber das ist so eine Sache, weil die Zahl ja die Scheinleistung angibt. Vermutlich würden sie eher den Buchstaben am Anfang tauschen. Aber ja, wäre schon denkbar.
Daniel
Man kann auch so fest anziehen bis Litze/Draht abgequetscht ist. Wir sprechen hier von 1,5-2,5 qmm, da braucht man nicht viel Kraft.
Kannst ja mal ein 2,5qmm fest andrehen und dann wieder lösen und anschauen, das ist dann platt und hält nicht mehr viel.
Hallo Andreas,
mein BKW hat eine eigene Leitung und einen Direktanschluss. WR ist ein Deye 600.
Wahrscheinlich auch ohne Relais.
Das wäre doch bestimmt eine Lösung, um die WR von Deye weiter betreiben zu dürfen.
Sehr guter Punkt.
Hier mal der offene AC Betteri-Abschluß-Stecker eines Hoymiles HM-300.
- es sind keine Adernendhülsen montiert
- die 4mm² Adern sind tatsächlich verzinnt
- die Kreuzschlitz-Schrauben sind nur soft angedreht
Eine fachmännische Nacharbeit wäre:
- verzinnte Adern wegzwicken
- neu abisolieren
- graue 4mm² Adernendhülsen crimpen
Bei mir waren alle Schrauben auch nicht sonderlich fest, konnte ich 45 Grad weiter drehen.
Ohje, hoffentlich war der Schraubenzieher kalibriert ?.
Es gibt in der Welt sogar Elektroinstallationen ohne LS-Schalter und ohne FI/RCD. Auch da verunglücken jetzt nicht täglich hundert Leute. Trotzdem geht davon halt eine Gefahr aus und die Mortalitätsrate ist da halt deutlich höher als hier.
Daniel
Ich sehe keine Gefahr, die Wechselrichter schalten ja softwaretechnisch ab. Das sollte ausreichen.
Hier wird die Latte mehr als hoch gelegt, da muss eine redundanz her, weil es zu einem tödlich Unfall kommen könnte.
Durch ein Tempolimit auf unseren Autobahnen, (wies es fast die ganze EU hat) würden pro Jahr sehr viele Menschenleben gerettet werden. Interessiert das jemanden von den gewählten Politikern ?
Aber hier wird aus einer mücke ein Elefant gemacht.
Kleine Nebensache beim Deye Sun 600: Der Betteri Stecker, der direkt am Wechselrichter montiert ist, wurde seitens Deye nicht mit Aderendhülsen versehen, sondern die Litzenenden wurden verzinnt und so dann verschraubt. Ist in Deutschland schon lange nicht mehr zulässig, weil das Zinn auch in kaltem Zustand ein gewisses Fließverhalten hat. Bei mir waren alle Schrauben auch nicht sonderlich fest, konnte ich 45 Grad weiter drehen.
Ist zumindest so bei einem Gerät, was aus Q4 2022 stammt.
War bei meinen Hoymiles t-knoten genauso.
Die machen das scheinbar alle so.
Bei 600watt wohl Latte. Habe bei mir sicherheitshalber aderhülsen aufgecrimpt aber da gehen auch unter umständen 12kw über den bus.3phasig. Mann sollte die Kirche im Dorf lassen. Habe schon ce Stecker gesehen wo das Kabel(flexibel) ohne aderhülsen unverzinnt aufgelegt war bei 22kw ohmscher Last. Nix passiert über 10 Jahre. Keine Frage sowas ist Pfusch aber damit das ganze abraucht müssen da schon mehrere Faktoren zusammen kommen. Mangelnde zugentlastung, Querschnitt auf Kante usw.
Ich sehe keine Gefahr, die Wechselrichter schalten ja softwaretechnisch ab. Das sollte ausreichen.
Hier wird die Latte mehr als hoch gelegt, da muss eine redundanz her, weil es zu einem tödlich Unfall kommen könnte.
Durch ein Tempolimit auf unseren Autobahnen, (wies es fast die ganze EU hat) würden pro Jahr sehr viele Menschenleben gerettet werden. Interessiert das jemanden von den gewählten Politikern ?
Aber hier wird aus einer mücke ein Elefant gemacht.
Es geht ja auch mehr darum, dass man sich nicht an Vorschriften hält.
Das geht nicht, ganz egal ob die Vorschrift sinnvoll ist.
So als gäbe es ein Tempolimit, nur hält sich keiner dran. Und Argumente schneller zu fahren gibt es auch genug. Ich kann das, mein Auto ist sicher, das Wetter ist gut. Usw.
An Vorschriften hält man sich oder man kämpft für die Abschaffung. Sonst funktioniert unsere Gesellschaft nicht mehr.
Ich geb das zu, mein Beispiel ist nicht ganz beim Thema.
Das Relais ist gefordert, deye hat ne Zertifizierung und lässt das Relais einfach raus. Das geht nicht, keine Frage .
Wo das jetzt aber alles heiß diskutiert wird, kann man auch Mal die Sinnhaftigkeitsfrage stellen. Genauso, wie einige meinen, mit 1x 600 W Bkw kann man eine 1,5 mm2 Leitung überlasten. Und ja, theoretisch ist das möglich. Ich bin dafür bei so Sachen die Kirche im Dorf zu lassen. Was ich seit langem sehe ist, dass lobbyverbände immer mehr und höhere Vorgaben schaffen. Beispiel: Holzofen, Rauchmelder, etc. Vieles ist sinnvoll, kann im Einzelfall Leben retten.
Im Gegensatz dazu sehe ich, dass so Sachen wie Tempolimit nicht angegangen werden. Obwohl da jedes Jahr viele Menschenleben gerettet werden könnten.
Das ist es, was mich frustriert. Um eventuell ein Mensch in 10 Jahren zu retten wird enormer Aufwand für alle betrieben. Und auf der anderen Seite wird es hingenommen, dass Menschen sterben oder sehr krank werden. Die grossen Sachen sollten angegangen werden, nicht im klein klein Rum machen.
Gehört jetzt nicht zum thema. Aber das ist hier auch nur ein Meinungsaustausch, was mit den deye Wechselrichter passiert, das wird nicht hier entschieden.



