#RelaisGate

Jetzt bin ich voll verwirrt. Auf der Deye Seite spricht man nur von 600er, in den ganzen Youtube Videos mit teardown sind auch 300er, 800er und sogar der neuer M80 betroffen.
Sind auch größere mit 4 MPPTs, z.B. SUN1600G3, auch betroffen?!

Wer die letztendlich zusammennagelt, ist doch völlig egal. Der Hersteller ist Deye.

Oliver

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Ich würde das so interpretieren, dass Deye nur scheibchenweise Stellung beziehen wird, immer nur das, was gerade von der Behörde gefordert wird. Die anderen werden sicherlich bald noch folgen.

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Moin,

vielleicht, bevor man die falschen Schlüsse zieht, mal hier sich durchschauen: https://www.youtube.com/@DrBerninger

VG

@duhg36

Hilf mir mal, ich kann da nach Überfliegen der Videotitel den Zusammenhang zu den VDE-AR-N-Dingsda-Relais' nicht erkennen.

Daniel

Ich weiss nicht ob das hier schon gepostet wurde, aber der VDE hat sich zu dem nachrüst-Relais geäußert.

RelaisGate: VDE sieht Voraussetzungen für Betriebserlaubnis nicht mehr erfüllt | heise online

An die Normerfüllung durch die von Deye vorgeschlagene zusätzlichen Relais-Box zweifelt der VDE: "Das Nachrüsten eines 'externen Relais' ist nicht ohne Weiteres möglich. Es müsste schon ein vollwertiger 'zentraler NA-Schutz' sein, der auch alle entsprechenden Anforderungen erfüllt. Eine Lösung, wo der Verbraucher selbstständig den NA-Schutz integrieren und lösen kann, entspricht nicht den Anforderungen der geltenden internationalen und nationalen Normen".
"Der NA-Schutz beschreibt einen Auslösekreis, der auf einen solchen Kuppelschalter wirkt. Für Anlagen mit S<30 kVA ist ein zentraler NA-Schutz am zentralen Zählerplatz oder dezentral in der Unterverteilung oder ein integrierter NA-Schutz vorgesehen. Ist der NA-Schutz im Wechselrichter integriert, muss auch der Kuppelschalter im Wechselrichter integriert sein. 'Der integrierte NA-Schutz wirkt auf einen integrierten Kuppelschalter' (VDE AR N 4105 Kap. 6.3)", erklärt der VDE dazu.
Also wird die Deye-Einfachlösung des externen Relais wohl aller warscheinlichkeit nach nicht umsetzbar sein. Obwohl sich Deye für diese grandiose Idee schon selbst gefeiert hat. ;)

Die Ankündigung der Nachrüst-Lösung die Deye letzte Woche veröffendlicht hat ist auf der deutschen Deye-HP auch nich mehr abrufbar.

https://de.deyeinverter.com/news/company-news/aktuelle-information-zum-mikrowechselrichter-deye-sun600g3eu230-vor-bergehende-beh-rdlich-angeordnete-netztrennung.html

VG,

René

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Ist mir auch gerade aufgefallen, auf der Deye-Homepage findet man gar nichts mehr. Scheint doch alles ok zu sein mit den Wechselrichtern. ?

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meine Hoymiles und meine Envertech "klicken" alle. Und meine Shelly's zeigen an, dass die Leistung langsam aufwächst, wenn sie sich synchronisiert haben.

Kann jeder bei seinen WR nachprüfen.

Sonnige Grüße
mobilsolar

@halsbonbon

Ich fürchte, das riecht dann ziemlich nach "Totalschaden". Wenn man bei den Österreichern schaut, sind bei Deye übrigens nicht nur µWR betroffen.

Daniel

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Es scheint ein neues Zertifikat für Deye mit dem externem NA Schutz zu geben.

Zertifikat-fur-den-Netz-und-Anlagenschutz-Deye-SUN600.pdf (353 KB)

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@grumpy_badger

Habe ich doch gesagt, daß das grundsätzlich erst einmal ginge. Der Knackpunkt waren nur die von mir angesprochenen Nachteile, aber möglicherweise fügt Deye dem SUN-MI-RELAY-01 einfach ein Blatt bei, welches vom Endkunden zwingend fordert, wie genau er das Ding zu montieren hat. Ob dieser das dann auch wirklich tut, steht in den Sternen. Ich wundere mich aber ein wenig, daß man die Endmontage dem Endkunden mit all seinen möglichen Fehlerquellen überläßt. Aber jetzt haben erst mal BNetzA & Co. den schwarzen Peter.

Mal sehen, wie's weitergeht. Die Sache bleibt hochspannend. ?

Daniel

Ich kann mir gut vorstellen das zum Betrieb des Relais vom Kunden zwingend eine neue Firmware aufgespielt werden müss. Diese Firmware überprüft dann ob das Relais vorhanden ist, wenn nicht dann wird der WR nicht den Betrieb aufnehmen.

Das wäre für Deye die einzige Möglichkeit sicher zu stellen das die mangelhaften WR nur MIT Nachrüst Relais betrieben werden können.

Aber jetzt haben erst mal BNetzA & Co. den schwarzen Peter.
Sehe ich auch so. Der Ball liegt jetzt auf dem Feld der Bundesnetzagentur.

Soweit ich das neue Zertifikat verstanden habe bestätigt dieses ja nur das mit den Nachrüst-Relais die vorgegebene Max-Abschaltzeit nach 4105 eingehalten wird. Zur Ansteuerung (Netzwerk) und zum Anschluss (Stecker) sagt das Zertifikat nichts.

VG,

René

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[quote data-userid="9895" data-postid="144905"]Ich kann mir gut vorstellen das zum Betrieb des Relais vom Kunden zwingend eine neue Firmware aufgespielt werden müss. Diese Firmware überprüft dann ob das Relais vorhanden ist, wenn nicht dann wird der WR nicht den Betrieb aufnehmen.[/quote]Gute Idee von Dir! Das könnte man in der Tat so lösen, wobei das Aufspielen der Firmware noch ohne das Relais erfolgt, nach dem ersten Reboot aber das Relais vorhanden sein muß. Ich kenne die Deye µWR zwar nicht, aber so könnte man das Problem auch ohne Schrumpfschlauch lösen.

Daniel

Sehe ich auch so. Was Deye sich da geleistet hat, geht gar nicht.
Da sollten und werden sicher entsprechende Schritte eingeleitet.
Auf der Anderen Seite stehen die Betreiber, weshalb sollte man die Nutzung nicht dulden ?
Was kann passieren wenn nicht galvanisch getrennt wird ?
Die Stringspannung ist bei etwas unter 50V, selbst wenn alles bis zum AC Ausgang durchlegiert, davor muss man sich nicht fürchten.
Sollte der Controller zum Spannung hochsetzen, trotz Ausfall weiter laufen, dann müsste immer noch jemand den Stecker ziehen und an beide Kontaktstifte greifen. Nur an einen Stift greifen nutzt nichts, weil kein Potential gegen Erde vorhanden ist. Auf der Strecke zwischen den Stiften, wird oder könnte ein Strom fließen. Die Folge wird ein Schreck sein, was auch immer dieser zur Folge hat. Aber selbst dazu muss sehr viel Unwahrscheinliches zusammenkommen. Deshalb bin ich auch der Meinung, eine Produktwarnung an die Betreiber schicken und den weiteren Betrieb dulden, wäre der richtige Weg.
Vermutlich wird das keiner auf seine Kappe nehmen, deshalb wird es wohl ein allgemeines Betriebsverbot geben. Viel größeres Potential für Unheil sehe ich in den nur verzinnten Kabelenden im Betterie Stecker. Und in der Befestigung am Balkongeländer, was da für lausige Gestelle angeboten werden, hier ist wirklich Gefahr im Verzug.

Man liest hier immer wieder, dass die DEYE auch ein EMV Problem hätten. Die Links führen aber immer zu Pauschalaussagen, dass chinesische Modelle ohne CE ggf. ein EMV Problem hätten. Gibt es hier konkrete Fälle, dass DEYE WR ein EMV Problem haben oder nur die allgemeine, dass eventuell irgendwelche chinesisches WR so ein Problem haben könnten?

Hallo,
seit etwa 15 Jahren entwickle ich Leistungselektronik, speziell Wechselrichter, Umrichter etc.
Aus meiner Sicht ist genau dieses Thema der wichtigsten Grund, der die Umsetzung der Energiewende in Deutschland - wie so viele öffentliche Großprojekte - ausbremst oder verhindert.
Das Problem ist, dass es sich bei Normen, Standards etc. um einen "unbestimmten Rechtsbegriff" handelt - und dieses Problem hat System!
Um das zu erklären, möchte ich die Kurzfassung des unten verlinkten Beitrags im Heise-Forum wiederholen, der Beitrag hat den Titel: "Die Zerstörung der Freiheit der Zivilbevölkerung durch Normen, DIN, VDE usw. "
Zitat Anfang:
Thema: Normen, allgemein anerkannte Regeln der Technik, unbestimmter Rechtsbegriff, Monopole bestimmen die Regeln, vorauseilender Gehorsam, aus Gesetz folgt Willkür
dies ist motiviert durch den "Relaisgate"-Skandal bei einem Anbieter von Balkonkraftwerk-Solarwechselrichtern.
Angenommene Prämisse: Das Relais ist hier technisch völlig überflüssig [*1], wird aber regulatorisch durch eine VDE-Norm gefordert.
Der Relais-Gate-Skandal zeigt ein allgemeines Prinzip auf, nämlich dass die Einhaltung von technischen Regeln und Normen, die in der Juristerei als "allgemein anerkannte Regeln der Technik" und allgemein als "unbestimmter Rechtsbegriff" Eingang in die Gesetzgebung finden, ein schwerwiegendes zivilgesellschaftliches Problem hervorruft.
Dieses Problem im Zusammenhang mit der regulatorischen Einschränkung der Redefreiheit ("Zensur") bereits gut bekannt und bezeichnet sich dort als Problem des Vorauseilenden Gehorsams.
Kurzfassung:

In Östereich ist die Befristung auch für die meisten großen Deye abgelaufen :frowning: Was ist das los ? Damit sind die in Österreich nicht mehr neu einbaubar. Nur welche bis zum Februar dürfen noch in Betrieb genommen werden. Danach bestellte und installierte nicht mehr. ???

Weiss jemand warum das so ist?

Stefan

Ich frage weil ein Freund in Österreich bei ner Sammelbestellung von deye mitgemacht hat und nur der Elektriker sagt er darf das nicht einbauen. Im Februar durfte man noch.

@stefanelo weil in Österreich wenn es offiziell läuft, also in Absprache mit dem EVU, was du brauchst wenn du einspeisen willst nur verbaut werden darf was in der TOR Wechselrichter Datenbank steht.

Und hier ist aktuell kein Deye freigegeben.
https://oesterreichsenergie.at/publikationen/ueberblick/detailseite/wechselrichterliste-tor-erzeuger-typ-a

Es befinden sich gerade welche in Prüfung aber was dabei raus kommt ist eben auch unklar.

Von Victron sind zb auch nur der 3000 und 5000 MPII freigegeben (zumindest war es so als ich meine Anlage gebaut habe) keinen Plan was da jetzt der Fall ist.

Ach ja kleiner Edit, zum warum, einfach weil die EVU nach dieser Datenbank gehen, gibt so keine Willkür mehr wie es früher der fall war also im Vergleich zu vor der Datenbank ist das zumindest schon mal ein Fortschrit, bzw. Ist es nicht mehr wie früher wo ein EVU zb. Sagt Deye ist okay und ein anderes sagt nein. Also ich sehe es eher Positiv weil man in ganz Österreich so zumindest weis bzw. Auch mit dem EVU argumentieren kann das jeder WR der in der Liste ein JA hat auch verwendet werden darf und zu akzeptieren ist.

Und weiter geht's:

Daniel

@dumpfi

Ok danke. Dachte das wäre wie in Deutschland, dass irgendwelche Zertifikate erforderlich sind. Das heisst er kann seinen Deye erstmal vergessen und könnte sich Victrons kaufen (was ICH ihm je gleich geraten habe :frowning:

Stefan

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