#RelaisGate

[quote data-userid="8074" data-postid="142377"]

Hingegen hatte ich schon zahlreiche Geräte, wo nach 3-5 Jahren die Elkos kaputt waren. Die altern extrem schnell, wenn man erstmal Temperaturen über 50 Grad hat. Das wundert mich bei den Wechselrichtern sowieso, wie das >10 Jahre funktionieren soll, wenn die im Sommer bis 70 Grad warm werden

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Das war der Grund, warum ich mich sehr lange gesträubt habe, Photovoltaik zu installieren. Die Inflation und der Preisverfall im Photovoltaik Sektor haben meine Ansicht geändert .

Von 200 Anlagen, die ich beruflich reparieren muss, gibt es ein Schütz bei dem die Spule defekt ist und einer bei dem ein Kontakt klebt. Die anderen 198 sind Defekte teile bei denen meist Kondensatoren defekt sind.

Ich war schon in öffentlichen gebäuden wo das gesamte Dach mit Photovoltaik belegt ist. Im Raum, wo die Wechselrichter montiert sind, musste nachträglich eine Klimaanlage eingebaut werden. Der eigenstrom der Wechselrichter erzeugt sehr viel wärme. Die kleinen 600 W Wechselrichter sitzen dann noch oft in der Sonne.

Bei den Wechselrichtern gibt es auch im Sommer eine grosse Materialermüdung. Tagsüber werden alle Bauteile sehr heiß, nachts kühlt das runter. Dieser ständige massive Temperaturwechsel ist auch nicht gut.

Da sich das ganze jetzt doch in absehbarer Zeit amortisiert und dann nur der Wechselrichter ersetzt werden muss, geht es. Deshalb mache ich das jetzt auch.

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Man sollte nicht vergessen von WEM die Aussage kam das fest eingebaute Relais vorzeitig den Hitzetot sterben werden. Deye..... ;

VG,

René

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Erschreckend finde ich das die Deye Mikrowechselrichter von Händlern munter weiter verkauft werden.

Schaut mal bei ebay und ebay-KA.

Macht sich so ein Händler nicht strafbar wenn er weiter wissentlich die Dinger in Verkehr bringt? Die Dinger weiter zu verkaufen obwohl das Zertifikat ungültig ist,ist doch ein Eigentor mit Ansage.

VG,

René

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@halsbonbon die Dinger liegen jetzt da und müssen weg solange sie noch jemand kauft…..

Das ist es ja, hier wird ne fadenscheinige Ausrede geliefert, die man vielen Leuten erzählen kann, weil sie keine Fachleute dafür sind. So soll den Kunden vorgegaukelt werden, dass ihr Wechselrichter ohne das Relais länger lebt als ein Wechselrichter der Konkurrenz, bei dem das Relais vorhanden ist. Ne andere Sichtweise dazu fällt mir nicht ein. Seriös ist das nicht.

Ich denke das von einem Hersteller der von Anfang an betrogen hat keine seriöse Antwort zu erwarten war.

Ist der Ruf erst ruiniert,lebt es sich ganz ungeniert.

Da ich mal davon ausgehe das mittlerweile auch der letzte Händler Bescheid weiß wäre das schon Betrug mit Vorsatz. Das kann für den Händler,der noch schnell sein Lager abverkaufen will böse ins Auge gehen.

VG,

René

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Solange die BNA kein Verkaufsverbot ausgesprochen hat, dürfen die verkauft werden. Den etwas unlogischen Umstand, daß man in D Geräte verkaufen darf, die man gar nicht legal betreiben kann, gibt es ja auch in anderen Bereichen.

Wenn ein Händler allerdings dabei behauptet, das das Gerät ein gültiges VDE-AR-N 4105-Zertifikat hätte, dann ist es zum einen kein Problem, das Gerät zurückzugeben, zum anderen vermute ich mal, daß sich da ein weites Feld für Abmahnungen auftut.

Oliver

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wechselrichter sind keine regulierten Produkte wie Medizinprodukte.
Daher kann die BNA gar kein ‘Verkaufsverbot’ erlassen. Sehr wohl können sie ein Betriebsverbot erlassen was sie ja auch schon getan hat.

es ist einfach so das Händler jetzt das volle Haftung und Regress-Risiko haben.
Vergleichbar mit der Abgasgeschichte bei VW. Die Händler durften weiter verkaufen, nur eine Zulassung wurde bis auf weiteres verweigert

Ist durch das ungültige Zertifikat nicht auch die gesammte CE-Konformität erlöschen?

Die CE-Kennzeichnung besagt, dass ein Produkt die Anforderungen aller gültigen EU-Richtlinien erfüllt.
Ohne CE-Konformität kein Verkauf in der EU gestattet.

VG,

René

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Das ist nur fast richtig.
Der Import ist nicht mehr möglich wenn das Zertifikat ungültig geordert.

Das hat mit dem Verkauf aber nix zu tun. Produkte die in der EU sind dürfen jedoch nicht in Betrieb genommen werden.

Ein Verkaufsverbot enthält Risiken für die Behörde wenn der Betroffene klagt und ein Gericht das Verbot als unverhältnismäßig oder voreilig einordnet.

da ist es einfacher dem Delinquenten nur „die Instrumente zu zeigen“ und ihm zu einem „Freiwilligen“ Rückruf zu bewegen.

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Sehe ich auch so, dürfte so nicht mehr CE-Konform sein. Insofern nicht verkehrsfähig.

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Ich bin kein Experte, aber VDE-AR-N 4105 ist doch "nur" ein deutsches Zertifikat und nötig bei der Verbindung mit einem deutschen Stromnetz, auf das die NAV/TAB zutreffen? Damit kann der WR trotzdem die relevanten EU Richtlinien (CE) erfüllen und im EU-Ausland verkauft und dort oder an einer Insel in D in Betrieb genommen werden?

CE und VDE-… sind völlig unabhängige Zertifikate. Das eine braucht’s zur Inverkehrsbringung, das andere zum Anschluß ans Netz.
Es natürlich möglich, daß auch das zur Erlangung des CE-Zertifikat geprüfte Gerät nicht das war, was jetzt ausgeliefert wird. Die EMV-Prüfung braucht’s für CE, nicht für das VDE-Zertifikat. Allerdings ist CE ja eine Selbsterklärung des Herstellers, daß das Gerät alle erforderliche Normen und Vorschriften erfüllt. Das kann theoretisch auch für das Gerät ohne das Relais gelten. Immerhin hat das je eine EMV-Spule mehr.

Oliver

Aber sicher kann die das.

Oliver

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Also "früher" war das so, daß bei solchen Produkten, wenn sie in deutschen Landen verkauft wurden, der Zusatz "Nur für den Export" in der Produktbeschreibung enthalten sein mußte. Aber das war früher! Heute ist das so eine Sache. Die Dinger haben zur Belustigung der Kunden eine Konformitätserklärung, die aber im wesentlichen die EMV betrifft und wesentlicher Bestandteil von CE ist. Ich weiß aber nicht, ob das VDE-AR-N-Dingsda-Zertifikat auch Bestandteil der Konformitätserklärung ist. Also ob man deswegen CE gleich aberkennen kann, halte ich für fraglich und bin mir da selber unschlüssig. Andererseits darf man nie vergessen, daß selbst jede Dreifachsteckdose eine CE-Kennzeichnung haben muß.

Ein Händler, der die Dinger aber noch für den deutschen Markt verscheuert, täte in meinen Augen gut daran, sehr gut lesbar im Angebot darauf hinzuweisen, daß die Geräte "nur für den Export" sind. Wenn der Kunde das Ding dann trotzdem anschließt, dann ist das seine Sache.

Aber: Ich bin kein Jurist!

Daniel

[quote data-userid="9744" data-postid="142573"]CE und VDE-… sind völlig unabhängige Zertifikate. Das eine braucht’s zur Inverkehrsbringung, das andere zum Anschluß ans Netz.[/quote]Aber nicht alles, was einen Schukostecker hat, hat auch das VDE-, GS- oder Sonstwas-Siegel.

Daniel

CE ist keine Prüfung, sondern eine Hersteller Erklärung.

Also ist die auch kein Prüfzertifikat.

Ist es nicht.

Oliver

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[quote data-userid="2509" data-postid="142579"]CE ist keine Prüfung, sondern eine Hersteller Erklärung.[/quote]Jain. Es gibt aber auch Dienstleister, die das für Dich übernehmen. Und die prüfen dann das Muster und bescheinigen Dir dann, daß das Ding CE-tauglich ist. Diese Bescheinigung legst Du dann bei Dir in den Safe für den Fall der Fälle. Es gibt aber dafür keinen Zwang. Du kannst als Hersteller natürlich auch einfach sagen: "Ei, joh, dat Dingens wird schon in Ordnung sein" und den CE-Aufkleber draufpappen.

Für CE spielen aber Sachen wie die EMV wieder eine elementare Rolle. Wenn das Ding auf allen AFu- oder Rundfunkbändern ein Meeresrauschen mit S9+60 sendet, kann die BNetzA aber auch ganz, ganz schnell ein Ver- und auch Betriebsverbot aussprechen, CE hin oder her.

Daniel

Ich weiß nicht, woher du das hast.

Ein CE Dienstleister prüft GARNICHTS, denn CE ist keine Prüfung, sondern eine ERKLÄRUNG.

Und das sage ich als jemand, der die erste CD Schulung meiner Firma bekam und danach gefühlte 200 CE unterschrieben hat.