Regelverzögerung beim Victron Multiplus

In der VE Configuration die du in den Multi lädst.

Du hast ja ESS als Assisten konfiguriert?

ok, gefunden und nein nicht aktiviert, hätte aber auch keine Auswirkung gehabt weil:

"Die AES-Einstellungen werden ignoriert, wenn das Gerät Teil eines VE.Bus-Systems ist. Anders ausgedrückt: "Der AES-Modus funktioniert nur im Einzelgerätebetrieb.""

ESS läuft bei mir, anbei noch der screenshot von meinem Leerlauf mit jeweils 0W und 0A.

mfg, stocki

Warum sind bei dir Netz und AC Lasten identisch? Du verbrauchst doch sicher mehr als 11 Watt Strom im Haus?

Hast du mehrere Multis in Betrieb?

... die PV deckt den Verbrauch ab, deshalb (fast) kein Netzbezug und keine Last.

1 Multi wie angegeben in Betrieb.

Bei einem Multi ist AES und Suchmodus möglich.

Da stimmt was in der Anzeige bzw. mit den Werten nicht, denn deine Aussage ist so auch nicht plausibel.. Last ist immer vorhanden, ob nun durch PV-Überschuss, Batterie-Entladung oder Netzbezug ausgeglichen..

Ja, die Last ist (vermutlich) vorhanden, aber sie ist dem Multiplus/Cerbo unbekannt, wenn z.B. ein Wechselrichter direkt einspeist. Selbst wenn man die Daten des Wechselrichters dem VenusOS bekannt macht, ist die Anzeige der Last nur eine einfache Differenzrechnung zwischen Einspeiseleistung und dem, was der Cerbo kennt.

Hi, ich beschreib's mal einfach:

EM540 --> Cerbo --> Multiplus schauen nur nach dem Stromfluß pro Phase am Zähler und haben die Aufgabe den Netzbezug auf Null zu setzen.

Bringt das "Wohnungsnetz" mehr Strom als es selbst verbraucht geht der Überschuß in den Akku.

Bringt das "Wohnungsnetz" weniger Strom als es selbst benötigt holt es sich den Rest aus dem Akku und den letzten Rest aus dem Netz.

Woher der Strom im "Wohnungsnetz" kommt weiß Cerbo/Multiplus nicht, müssen Sie auch nicht, sie arbeiten nur mit der Differenz.

Als nächsten Schritt werde ich den ausrangierten ET340 im "Wohnungsnetz" nach dem Wechselrichter anklemmen und das Signal zum Cerbo

bringen, eventuell entfällt ja dann nach dem Leerlauf die Gedenkminute wo Strom ins öffentliche Netz läuft.

mfg, stocki

Hallo

ich klinke mich hier mal ein :wink:

Zwar aktuell bin ich am überlegen ein ESS mit Multiplus II zu "bauen"

Hab 3 Stk Hoymiles WR am laufen.

Parallel habe ich mir schon mal ein ein VM-3P75CT eingebaut und lese es aktuell mit einem RPI und Venus OS aus

Jetzt habe ich folgendes Verhalten festgestellt; Zwar im Bereich bis ca 150Watt PV Erzeugung springt die Leistung von den WR sehr stark

Stellt dieses Springen eine Problem für die ESS Regelung dar? Oder wird dieser Wert dann intern noch gedämpft?
An meinen EVU Smarthmeter sehe ich zb dieses Springen gar nicht
Ich hab versucht es aufzunehmen, die PV hängt auf L3
https://youtu.be/OOWv4o0bkbw

Danke

Bislang war mir nicht bewusst, dass man bei einem 3-phasigen Multiplus System gar keinen Netzzähler benötigt. Hat das schon mal jemand verglichen: Regelgeschwindigkeit eines 3-phasigen Victron ESS mit und ohne Netzzähler?

Angeblich regeln die Multiplus schneller mit Netzzähler, aber hat mal wirklich jemand einen belastbaren Vergleich angestellt?

Die AC Out Seite wird definitv schneller geregelt. Warum das so ist? Der Multiplus hat intern auch eine Strommessung (siehe Blockschaltbild im Manual Link entfernt ). Was hier noch nicht erwähnt wurde (oder ich habe es überlesen): Es ist mit einem 3-phasigen System auch möglich die Verbraucher auf der AC In Seite wesentlich schneller über die interne Messung auszuregeln, denn statt dem internen Stromwandler kann man auch einen externen anschließen (zB am Netzanschlusspunkt).

@andreas-schiestl Ist das tatsächlich schneller als die Regelung über einen EM540? Online findet man kaum irgendwas dazu?

wenn heute abend die Sonne weg ist, werde ich eine Steckdose an den AC-out1 machen und meine taktende Kaffeemaschine dranhängen, dann haben wir es bunt auf schwarz oder weiss.

eingentlich müsste es aber so sein, weil ja der Multi auf der Seite vom Sensor zum Netz hin die 400W/s einhalten muss, auf der anderen Seite bsw. im Inselbetrieb aber erheblich schneller ausregeln sollte (sonst würde es ja erstmal relativ dunkel, wenn man bei einer Insel den Wasserkocher anmacht, und das nur mit 400W/s nachgeregelt wird...

nur sind ja nun AC-out und AC-in gebrückt, also kann am einen nichts anderes passieren als am andren...

Probieren geht über Studieren, die onne steht schon ganz schön flach und die Steckdose ist zumindest schon mal an die 'Schalttafel' geschraubt.

Hoffe, mit FI davor :wink:

@grua in der Eile natürlich vergessen, gut dass du's sagst :wink: ist schon geordert, Typ A - sollte doch reichen, oder?

Die Ergebnisse sehen erstmal ganz gut aus, ich bin aber noch etwas verwirrt wegen den ESS Einstellungen, hier aber schon mal meine vorläufigen 'Ergebnisse':

so sieht die Kaffeemachine beispielhaft aus:

Sie heizt erst hoch, wird dann benutzt und fängt dann das Takten an. So ein Zacken hinten ist jeweils ein 1-Sekunden Integral des eBZ Zählers. Eine bessere Auflösung habe ich nicht, die wahre Frequenz der Takterei kenne ich nicht.

So sieht das aus, wenn ich das mit diesem 1-Sekunden Signal selber ausregele:

Das ist natürlich ziemlich suboptimal, ich habe hier den Schwerpunkt auf nicht beziehen gelegt, und da grob gesagt 5 Sekunden Abwarten drin, weil wenn man auf jedes Signal regelt, läuft man sozusagen azyklisch dagegen.

Nun kann man meine bescheidene Regelung bestimmt nicht mit der von Victron vergleichen, und wenn der ESS Assi / das Venus mit einem Signal im 1/10 Sekunden Takt (EM540 z.B.) regelt, sieht das bestimmt schon anders aus. Aber auch das 1/10 Sekunden Signal muss erstmal erlangt werden (Imtegration) und zum Venus gelangen (auf den vorderen Seiten dieses Threads hatte glaubbich jemand da auch schon über 1/10 Sekunde für ausgerechnet bei einem seriellen RS485 Signal) und dann noch zum Multi (auch das MK3 ist seriell), und es hat das gleiche Problem: Wenn die Information gewonnen und da ist, und man dagegen anregelt, läuft man bei sowas azyklisch.

Wenn der Multi jedoch mit seinem Stromsensor regelt (möglicherweise analog, möglicherweise mit performanter digitaler Regelung mit MHz Taktung - weiss ich nicht, weiss das wer?) sieht das Ganze so aus (gleiche Skalierung in x und y wie oben):

die rote Linie müss ihr euch mal wegdenken, das war der auf konstant gestellte Sollwert für meinen Lumentree, damit der das Ergebnis nicht beeinflusst (nächstes mal ziehe ich ihn ganz raus).

Aber es wird klar deutlich, dass der Mutli praktisch sofort reagieren kann und das auch tut, wenn er nicht erst warten muss, bis die Regelabweichung entstanden, aufintegriert und kommuniziert ist.

Wenn auf beiden Seiten Stromsensoren verbaut sind, ginge das rein theoretisch schon. Ob der Multi das tatsächlich kann, wurde schon mal diskutiert, ohne Ergebnis.

Oliver

@oliverso öhhhm, wenn in und out verbunden sind, sind sie verbunden. klar kann sich der Strom auf beiden Seiten unterschiedlich verhalten, und das tut er auch - die Differenz kommt genau vom Wechselrichter (Umrichter - geht ja in beide Richtungen).

deswegen kann ja auch am AC-in die 400w/s eingehalten werden, am AC-out aber eine viel höhere Steilheit 'anliegen'.

und wenn man den AC-in durch das Herauslegen des Stromsensors in den Stromkasten 'verschiebt', kann man (und das tut der Multi offensichtlich) zum Netzkopplungspunkt 400W/s einhalten und im Haus-Netz eine steile Lastflanke mit einer steilen Wechselrichterflanke (sehr viel steiler als 400W/s) kompensieren.

ps. gegebenenfalls muss man, damit das auch funktioniert, zwar die Brücke am Sensoreingang rausnehmen und den externen Sensor anschliessen, aber in den Einstellungen so tun, als hätte man das nicht gemacht :wink: Achtung: dafür können dicke Kabel am AC-in notwendig sein, und die komplexe Impedanz des Netzwerks kann einem ggf. trotzdem noch die Suppe verhageln...

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Hallo Leute,

also mit dem Gridcode "Europe" regelt er leider auch nicht schneller.

Mit dem Gridcode "Other" auch nicht.

Habe beides versucht und vorher die Default Einstellungen gemacht. Firmware der 3x MP2 3000er Multis 552 und EM24 als Smartmeter. Entweder geht die Einstellung nur mit dem 540er, oder man muss das GX Gerät neu aufsetzen die Multis hatten zu Testzwecken immer den ESS Assistenten neu aufgespielt bekommen.

  1. Rate limiting imposed by the used Country Grid code. Code “Other” has no rate limiting, Code “Europe” allows installer configurable rate limiting, many other codes have fixed a powerup ramp up.

Wo kann ich das konfigurieren?

Wenn alle Stricke reißen muss das ganze Haus durch die Multis.

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Der EM24 braucht 600ms, der EM540 braucht 100ms.

Es gibt doch hier im Thread genug infos dazu. Du musst nur den Energymeter tauschen, dann läuft es flott.

Denke schon daß hier Victron in der Pflicht ist. Irgendwo steht ja die Spezifikation von 400W/s. Wenn sie vielleicht auch keine Spezifikation sondern nur ein Kommentar ist, wäre das in Deutschland trotzdem auch Relevant für eine Zulassung. Die VDE-FNN geht nicht von einem linearen sondern von einer üblicherweise exponentiellen Regelung aus. Siehe hier Seite 22. Es werden sogar 5 Messwerte pro Sekunde gefordert, was mit einem üblichen RS485 Zähler aber locker erreichbar sein sollte. Nach 3 Sekunden sollten 90% des Sprungs ausgeregelt sein. Bei einem typischen 2kW Sprung wäre das nach 3 Sekunden noch ein Fehler von 200 Watt. Es müssten also 1800 Watt weggeregelt werden, wovon aber bereits per Definition nur 3x400=1200 Watt möglich sind.

Insgesamt ist deshalb Victron gefordert in den Spezifikationen anzugeben, mit welchen Stromzählern und FW Version in Kombination überhaupt ein Netzbetrieb in Deutschland zulässig ist. Die künstlich erzeugten 400W/s gelten ja auch bei größeren Arrays mit größeren Lastsprüngen oder auch nur Sprüngen in der Erzeugung von zig Kilowatt wenn mal bei Sturm eine Gewitterwolke vorbeizieht.