Meine Batterie rechnet sich besonders im Winter, da gibts nur 5h Strom umsonst, dafür manchmal viel (Sonne, kalt)
Ja, ich habe hier Tools zur berechnung vorgestellt. Da es ziemlich viele Konstellationen gibt kann man es nicht pauschal sagen.
Aber bei einem 800W BKW am Balkon hängend Südausrichtung im Ruhrgebiet verglichen mit einem BKW + Akku 500 € bleiben ca. 50 € im Jahr übrig, also Amortisationszeit 10 Jahre.
Wirtschaftlich gesehen, für die Masse der BKW schließe ich mich der Aussage der Sendung Markt vom 12.03.25 an.
Wie ermittelt? Den Standbyverbrauch bezieht der Akku nicht notwendigerweise aus dem Netzt!
Das ist doch aber nun auch wieder eine falsche Verallgemeinerung. Die 50 Euro sind doch nicht fix, sondern bei jedem anders. Das haben wir doch alles schon mehrfach hier diskutiert.
Warum nimmst du ein ungünstiges Szenario und formulierst es so, als wäre das nun immer und überall bei einem 800W BKW so?
Selbstbau. Mikro WR ziehen 50mW in Standby, Huawei Charger nimmt 2W AC (kein DC) in Standby. ESP ist vernachlässigbar. 2W für 140mm Lüfter.
Der beitrag ist ohne sachverstand gedreht worden. Mit heisser nadel, schnell, schnell Sendezeit produziert.
In der Sendung wird noch gesagt, man könnte ja noch zwei Panel dazu kaufen. Das machen die selbst ernannten Experten aber nicht und auch der herbei gerufene Energieberater nicht. Natürlich ist es so, dass wenn es eine hohe Grundlast gibt, dass die erzeugte Leistung sofort verbraucht wird. Da bleibt bei 2 Solarpanel, die dann auch noch lieblos ohne plan einfach auf die wiese geschmissen werden, wenig für den speicher. Gerade wenn viel strom verbraucht wird, lohnt es sich einen speicher mit 4 oder mehr Solarpanel zu betreiben. Und dann abends auch hohen Grundverbrauch über den Akku abdecken. Ich lerne daraus, dass man Beiträge der Sendung "Markt" mit vorsicht betrachten muss.
Es wird genannt, für wen der "Energieberater" arbeitet. Da müsste man mal gucken, für was sein Arbeitgeber steht. Oder der Energieberater hat sein Schein selbst wo im Internet für kleines Geld erworben. Seriös ist das überhaupt nicht.
Jeder hier kann es mit diversen Tools selbst durchrechnen, ich komme zu derselben Einschätzung!
"Gerade wenn viel strom verbraucht wird, lohnt es sich einen speicher mit 4 oder mehr Solarpanel zu betreiben. "
Das ist für mich kein typisches BKW mehr. Zumal bei vier Modulen vermutlich kein Balkon mehr die nötige Fläche bietet. Hier kann vermutlich eine klassische PV-Anlage mit Einspeisevergütung als Alternative gerechnet werden zumal in der Unterverteilung vielfach auch Änderungen vorgenommen werden müssen, damit ein Akku den Netzbezug ermitteln kann.
Selbstbau ist für mich nicht Gegenstand der Diskussion, da die Komponenten vielfach keine CE-Zertifizierung haben und ein Batteriemanagementsystem auch ein Balancing der Zellen vornimmt, eine WLAN-Verbindung zur Verfügung stellt usw.
"Warum nimmst du ein ungünstiges Szenario und formulierst es so, als wäre das nun immer und überall bei einem 800W BKW so?"
In den Tools nehme ich eine Balkonanbringung 90 Grad mit idealer Südausrichtung einen 2 Personenhaushalt überwiegend tagsüber nicht zu hause.
Wo nehme ich jetzt ein ungünstiges Szenario?
Alle Komponenten haben einen CE. Nur der PCB mit dem ESP nicht. Huawei Industrielader, Hoymiles Mikro Wechselrichter. Hichi zum Zähler auslesen. Klar mein 48V DIY hat kein CE. Aber das ist hier das Akkudoktorforum….
Wie gesagt, DIY-Lösungen betrachte ich hier nicht.
Allein, wie will man wirtschaftlich die Arbeitsstunden bewerten?
Wobei man einen NOHA 2000 für 500 € bekommt, selbst hier ist die Wirtschaftlichkeit grenzwertig.
Ach so... DIY Akku ist auch out of scope?
Ein Deye LV ist momentan billiger als meine Bastellösung, allerdings mit >100W Grundverbrauch nimmt er sich 1000kWh (!) im Jahr... blöd bei wenig PV.
Oder ist ein Deye LV mit DIY 48V Akku jetzt auch ein Bastellösung?
Da widerspreche ich.
- Ein Akku lohnt sich natürlich nur bei ausreichend PV-Leistung. Man darf beim BKW bis zu 2000 Wp haben, was zu ca 2000 kWh Stromertrag pro Jahr führt. Da PV-Module fast nix kosten, sollte man diese 2000 Wp unbedingt installieren. Kosten mit Installationsmaterial, Kabel und einem Laderegler max 500 €.
- Der Akku sollte IMO so bemessen sein, dass er mit einer Ladung/Entladung von maximal 0,5C arbeiten kann, und weil das wg 1) 2000 W sind, sollte der Akku mindestens 4 kWh Kapazität haben. Ich würde 48V 5 kWh LiFePO4 empfehlen, so ein Akku kostet ca 800 bis 1000 €
- Der Wechselrichter muss mit dem Akku zusammenarbeiten können, da kommt z.B. ein Lumentree+Trucki in Frage. Und für die Regelung braucht man einen Smartmeter wie z.B. den Shelly 3EM. Kostet beides zusammen weniger als 600 €
Damit ist man dann mit maximal 2.100 € Investition dabei. Eine kleine Familie kann damit locker 50% ihres Stromverbrauchs abdecken. Die Amortisationszeit wird bei nicht mehr als 8 Jahren liegen.
Oh, ist das nicht überaus einfach? Du sparst Dir die Ausgaben für Deine andersweitige Bespaßung, so dass man mit DIY sogar noch viel mehr spart als nur die hohen Stundenlöhne der Handwerker.
Und davon abgesehen: auch als sehr gut verdienender Doppelakademiker könnte ich netto nie so viel verdienen, wie ich brutto an Handwerker bezahlen müsste.
Wenn DIY für Dich nicht in Frage kommt, warum dann überhaupt die Beschränkungen eines BKWs auf sich nehmen? Warum nicht gleich eine "richtige" PV-Anlage?
Manche Leute leben, um selbstbestimmt und frei zu leben. Dazu gehört IMO, dass man die Dinge, von denen man sich abhängig macht, grundlegend versteht. DIY mache ich, wo es nur geht, weil es mir Freude bereitet und mich frei macht.
Man kann alles unter Hobby einordnen und rechtfertigen.
Für eine seriöse Wirtschaftlichkeitsbetrachtung muss man dann aber auch die geleisteten Arbeitsstunden ansetzen, Soll ich jetzt noch 10 Stunden a 30 € ansetzen wenn ich für 500€ ein Noha 2000 bekomme?
Wie ich schon geschrieben haben 4 Module sind eher die Ausnahme für ein BKW. Welcher Balkon hat 8 Meter länge, die wenigsten.
Bei 4 Modulen habe ich im Grunde eine richtige PV-Anlage die ich auch anmelden kann und dann gibt es eine Einspeisevergütung.
Jeder Speicher macht derzeit eine wirtschaftliche PV-Anlage unwirtschaftlicher.
Das kann sich in zukünftig bei weiter sinkenden Speicherkosten noch ändern.
48V-Akkus sind bezüglich des WR-Wirkungsgrads eher Technik von gestern, vermutlich aber günstig in der Anschaffung.
Weitere Infos: https://solar.htw-berlin.de/wp-content/uploads/HTW-Stromspeicher-Inspektion-2025.pdf
Und ohne Speicher hätte man ca. 35% des Stromverbrauches abdecken können. Wann amortisiert sich nun der Speicher wenn er weitere 15% Eigennutzung ermöglicht, abzüglich Ein- Ausspeicherverluste von ca. 15% abzüglich entgangener Einspeisevergütung, abzüglich Betriebsstrom der zusätzlichen Technik von durchaus 100 kWh im Jahr siehe Stromspeicherinspecktion 2024 der HTW-Berlin
Ich schaue in einem halben Jahr mal wieder vorbei ob sich noch immer alles im Kreis dreht ![]()
Lesen ist nicht deins oder?
Zusammenfassung
Ein Referenzhaushalt bekommt bei einem Stromverbrauch von 9363 kWh/a
eine Stromrechnung in Höhe von 3745 €/a. Mit der Installation einer 10-kW-
PV-Anlage lassen sich 2666 kWh/a und somit 28 % des Stromverbrauchs di-
rekt durch den Solarstrom vom Dach decken. Gleichzeitig wird der überschüs-
sige Solarstrom ins Netz eingespeist und vergütet. Die Stromrechnung redu-
ziert sich um 1677 €/a. Wird zusätzlich ein hocheffizienter 10-kWh-Batterie-
speicher installiert, steigt auch die jährliche Kosteneinsparung. Das PV-Spei-
chersystem deckt nun 56 % des gesamten Stromverbrauchs. Die Netzbezugs-
kosten fallen somit um mehr als die Hälfte geringer aus. Zusammen mit den
Erlösen aus der Netzeinspeisung des Solarstroms wird gegenüber dem Refe-
renzhaushalt ohne PV-Anlage eine Kosteneinsparung von fast 2500 €/a er-
zielt
Ohne Speicher gespart: 1000€
Mit Speicher gespart: 2000€
Kosten für einen 10kWh Akku mit 48V? 1500€. Also 2 Jahre. Ist im übrigen dein Link.
Dazu dein Zitat:
"Jeder Speicher macht derzeit eine wirtschaftliche PV-Anlage unwirtschaftlicher."
BKW sind weit mehr, als nur Anlagen, die man an Balkone packt. Es wird synonym zu Steckersolaranlagen genutzt, die unter der vereinfachten Regelung fallen, also 800W und 2000Wp.
Da findet man dann alles mögliche auf Garagen, im Garten, an mehreren Balkons, an der Fassade, auf Flachdächern, Vordächern usw.
Eine Einschränkung, dass nur das ein BKW ist, was 800Wp Solarmodule im Winkel von 90 Grad hat und an einem Balkon hängt, ist abstrus.
Hatten wir doch alles schon. Gibt jede Menge Haushalte mit 50-100 Watt Grundverbrauch und den ganzen Tag arbeiten. Da können eben von den 5kWh, die bei einer 800Wp Anlage am Tag im Sommer geerntet werden können, nur 1kWh selbst verbraucht werden. Der Rest ist weg. Und Abends, wo man wirklich Strom braucht, weil man zu Hause ist, bezieht man den aus dem Netz.
Das ist ein sehr typisches Szenario, weshalb so viele auch frustriert sind, wenn sie sich ein BKW installieren und genau deshalb wird dann über Speicher nachgedacht.