Rechnet sich Speicher am BKW? [abgetrennt]

Das ist mir schon klar. Man kann aber einen μWR anschließen und der MP speichert dann in den Akku.

Mir ist kein BKW von Victron bekannt - in meiner Erinnerung hat auch keiner das hier behauptet, nur @vavuum bringt das immer als Negativbeispiel und wollte Preise wissen. Warum auch immer er nicht selbst googeln kann.

Ein BKW im engeren Sinne sind ein oder mehrere Panele und meist ein μWR bis 800 VA. Umgangssprachlich wird das mittlerweile sehr inflationär gesehen.

Ja so ist es,
gestern war ich mal wieder beim Friseur. PV und BKW in aller Munde, ob Friseurin oder Kunde, alle berichteten mit gläzenden Augen über die tollen Erträge ihrer Anlagen. Hier im hohen Norden wird der März 2025 wegen des anhaltenden guten Wetters noch in die Geschichte eingehen.
Und da glänzen auch die Augen der Verkäufer und deren Preise steigen - wie jedes Jahr zu Beginn der PV Saison.
L.G.

Bei Preisen von 220 € für 840W + WR verständlich!

Hier eine Kalkulation für 2 Pesonen 2100 kWh Jahresverbrauch, Montage senkrecht am Balkon

Mit 4,7 Cent Stromgestehungskosten fast unschlagbar günstig!

1 „Gefällt mir“

Hallo ! Warum sollte ein Wechselrichter und Laderegler , Insel und Jachtausstatter hier auf einer Liste stehen ? Sind die wohl bekannt für Balkonkraftwerke ?

Sorry, du hast mich vielleicht nicht verstanden?
Der Kauf eines Speichers ist mit Risiken verbunden, die ich nicht habe, wenn ich Strom zu 35 ct/kWh vom Versorger genau dann beziehe wenn ich den Strom brauche.
Preisgleichheit ist nicht attraktiv. Ich möchte Geld nicht 1:1 tauschen.
Einen Preisabschlag von 40% finde ich angemessen. Das ist mein Anspruch. Darin gehen dann auch Finanzierungskosten auf und Risiken, dass die Hardware die erwartete Nutzungsdauer nicht erreicht , nicht zu vergessen, das Verbrauchsprognosen über 10 Jahre auch risikobehaftet sind.

Und bei dieser Betrachtung ist zudem notwendig, dass ich den BKW Strom, den ich mit dem Speicher durch zeitlich Verschiebung zusätzlich nutzen kann anderenfalls entschädigungslos verschenken würde!

Solange es aber Käufer gibt, die Speicher als Hobby oder Spielzeug ansehen und deshalb gern Premium Zuschläge zahlen oder sich die Zahlen schönrechnen, wird es noch etwas dauern, bis der Markt sich dahin entwickelt, dass man verlässliche Produkte zu angemessenen Preisen kaufen kann, an denen man nicht herumbasteln muss.

Die Preisentwicklung hat schon sehr große Fortschritte gemacht. Es ist nur noch ein kleines Stück zu gehen.

Beste Grüße

1 „Gefällt mir“

Ist etwas ungewöhnlich deine Rechnung, aber klar kann man so rechnen. Ist immer eine Frage der eigenen Bedingungen und Zielstellungen.

e.
1x Marstek B2500, 2,2kWh, DC-Speicher, EUR 402
1x Marstek B2500 Erweiterungsspeicher, 2,2kWh, EUR 377
1x Hoymiles HMS-800, ca. EUR 90
1x openDTU für "Nulleinspeisung"
1x IR Leskopf am Zähler oder Shelly pro3EM EUR 20..100

  • evtl. noch Kabelkram

= 910...1000EUR

Batteriespeicher auf 100% Leistung stellen & über den Wechselrichter und OpenDTU eine Nulleinspeisung einrichten.

Nachteil: man muss sich wohl ein bisschen rein-fuchsen
Vorteil: Falls mal was kaputt geht ... kein großes Drama, da modular aufgebaut

2 „Gefällt mir“

Danke sehr! Dann komme ich ja vllt schon heute in den von mir avisierten Preisbereich.

Ich habe schon 4 PV Panels, einen Hoymiles 2000 4T im Keller, gedrosselt auf 800 W und einen Shelly 3EM. Mit der WP verbrauche ich aktuell alles was kommt, Im Sommer wird es sicher anders sein.

Dann benötige ich ja nur noch die Open DTU und die Speicher?
Mit der Open DTU kann ich ja einmal anfangen....

Das Modulare Konzept finde ich recht charmant.

Beste Grüße

1 „Gefällt mir“

Nachtrag...
Der Tipp war gut.
Seit 2W laufen jetzt bei mir die Open dtu mit Shelly 3EM, dem bestehenden Hoymiles HMS2000 4T und 2 Marstek B2500-D mit 4,5 kWh Speichervermögen.

Invest für Speicher + OpenDtu 950 EUR.
Die Speicher werden Tags knapp voll geladen und sind morgens gegen 05:00 leer.
Die WP erzeugt mittags WW und ist auf eine Stromaufnahme von 700-900 W gedeckelt.
Die WW Produktion dauert so etwas länger, passt aber gut zum eigenerzeugten PV Strom.
Prioritär ist immer noch, den Stromverbrauch bestmöglich an die Zeit der Erzeugung anzupassen.
Die Speicher werden mit dem PV Strom geladen, den ich tagsüber nicht sinnvoll nutzen kann und der ansonsten ohne Vergütung zurückgespeist würde.
Gut ist dass die Speicher auch bei Wolkendurchzug die Eigenenerzeugzng bis auf das max. MAss auffüllen.

Meine Erwartung ist, dass ich die Speicher 10 Jahre nutzen kann und dass diese an 180 Tagen im Jahr einen Strombezug von 4kWh täglich oder insgesamt von 101804= 7200 kWh vermeiden. Statt 33 CT/kWh erreiche ich für diesen eigengenutzen PV Strom einen Preis von 950EUR/7500kWh= 13,2 CT/kWh.
Ein gutes Investment.
Ausblick ...
Ich prüfe noch ob ein 3. Speicher sinnvoll ist.

Was könnte besser sein?
Nett wäre es, wenn die 2 Speicher die Nulleinspeisung ohne Umweg über die DTU verwalten könnten.

Mein Fazit ...
Dadurch dass die Preise für Speicher so extrem gesunken sind ist PV auch etwas für Leute, für die Wirtschaftlichkeit Priorität hat.

Danke an die Foristen!

Fast alle hier werden zu einem speicher raten, wenn sie gefragt werden. Deine berechnung, ob sich das lohnt, ist zu der "normalen amotisierungsrechnung" verschieden. Schön zu sehen, dass du auch zum ergebnis kommst, dass es sich finanziell nach zeit x lohnt.
Die meisten Aussagen hier sind, wie deine auch, durch eigene Erfahrungen/Einsparungen bestätigt.
Selbst die plug and play speicher lohnen sich. Die sind von der Kapazität auch auf den normalen Haushaltsstrom zugeschnitten, keine grossverbraucher wie wärmepumpen und split klimaanlagen spiele da eine rolle.
Die einfache rechnung, an 365 Tagen den grundverbrauch nachts abzudecken reicht, um zu einem Speicher zu raten.
Man könnte höchstens sagen, dass man noch warten sollte, weil die Preise weiter runter gehen und die Technik besser wird, bzw. Die Kinderkrankheiten mehr und mehr raus genommen werden.

ZB SAX :hugs:
Ist sber sm BKW nicht wirklich sinnvoll. Da müsste es bessere Lösungen geben, gibt's noch nicht....

Auch bei einem Eigenstromverbrauch eines Speichersystems von ca. 100 kWh im Jahr?

Eigenstromverbrauch: 100kWh
Einsparung durch Akku: 500kWh

Kosten durch Akku bei 35ct die kWh: 35€
Einsparung durch den Akku: 175€.

Einsparung absolut: 140€

Das ist nur die halbe Warheit, zudem beziehe ich mich nicht auf Selbsbaulösungen, da eine Vergleichbarkeit nicht möglich ist.

Das mir bekannte billigste System ist ein Noha 2000 für ca. 550€.

Hier kommen Verbräuche für Kommunikation, Balancing, Steuerung und Akkuheizung im Winter hinzu.

Ja und was wäre es ohne Speucher - 6 Cent/kWh?

Die Gesamtbetrachtung einer PV-Anlage incl. Speicher mag wirtschaftlich sein, trotzdem kann die Investition in einen Speicher mit einem Verlust einhergehen.

Ich vergleiche es gerne mit einem Aktiendepot mit zwei Aktien. Eine Aktie (PV) erwirtschaftet einen hohen Gewinn und die zweite Aktie (Speicher) einen kleinen Verlust - das Depot kann insgesamt immer noch einen Gewinn abwerfen.

Also ich kenne die persönlichen Verhältnisse nicht, aber 1 kWh eingespeichert bedeutet 0,8 kWh ausgespeichert. Abzüglich 100 kWh Eigenstromverbrauch des Speichers.

Zudem ist es eher so das bei einem BKW 800W ca. 500 kWh erzeugt werden Eigenverbrauch ohne Speicher eher bei 300 kWh das heisst maximaler Gewinn von 200 kWh durch den Speicher abzüglich Verlust abzüglich Eigenverbrauch dann sind es 100 kWh zu 30 Cent/kWh macht 30 € bei einem Invest von 550€ für mich lohnt sich das nicht

Ich halte es für nonsens, irgend eigenverbrauch ins spiel zu bringen. Meine PV Anlage hat gesamt gesehen auch schrecklich hohe Verluste. Nur kommt das alles umsonst von der Sonne. Juckt mich das, dass ich nicht alles "verwenden" kann ?
Mir ist wichtig, was ich unter dem strich sparte.

Ich gehe davon aus, dass wenn man in der App 150 W einstellt, dass das BKW bzw. Speicher die 150 W in das häusliche Netz abgibt. Dies wird also gespart, egal wie viel Verluste das ganze gekostet hat.
Wer son speicher am laufen hat und zusätzlich eine smarte steckdose installiert hat, der kann das aufklären, was an Leistung ins heimische Stoomnetz abgegeben wird, wenn man 150 W einstellt.

Rechnen wir mal mit 150 W Grundlast pro stunde. Grob gerechnet macht das BKW mit Speicher 14 stunden (=Tag) die Grundlast direkt, 10 Stunden macht das der Akku.

10 stunden a 150 W = 1,5 kw * 0,32 Euro * 365 Tage = 175 Euro gespart.

Dazu kommt dann noch 24h - 10h = 14h eine Grundlast , die direkt versorgt wird.
Macht 245 Euro erparnis BKW ohne Speicher.
Gesamt wird pro jahr 420 Euro gespart. Das BKW mit Speicher kostet 1.000 Euro.

Das ist eine einfache Rechnung. Wenn man dann noch drauf achtet, dass tagsüber teilweise volle 800 W "gespart" werden können, weil das BKW eine waschmaschine, spülmaschine, bügeleisen, wasserkocher etc. Mit 800 W unterstützt, wird noch mehr gespart.

Die 100 kwh durch 365 tage macht 0,274 kwh pro Tag. Du sagst also, der speicher kann in 10 nachtstunden gesamt nur 0,274 kwh sparen. Macht pro stunde 27 W.
Interessant.
BkW mit speicher für 1.000 Euro haben eine Panelleistung von 2.000 W, keine 800 W. Damit muss dann auch gerechnet werden.

Wie schon so oft: Du kannst an ein Balkonkraftwerk auch 2000W PV-Module hängen. Das ist dann immer noch ein Balkonkraftwerk. Davon darf nur 800W AC genutzt werden. Und dann bliebe auch noch genug übrig für einen Akku. Einen Akku gibt es z.T. schon für:

440€ für 2,24kWh. Alles über 800W kann nicht direkt verwendet werden, auch wenn erzeugt, also kann es in den Akku. Lass es 200kWh im Jahr sein. Sind im Jahr 60€ gespart, bei Kosten von 440€ = 8 Jahre.

Ob sich nun 8 Jahre für dich pers. lohnen mag sein, oder nicht sein. Der Punkt ist: Es ginge.

@alter-hase
Bei BKW die mehr Modulleistung haben ist alles was über 800W liegt weg. Alles was dann noch verwertet werden kann, da ist der Wirkungsgrad (fast) egal. Wenn du also dann für nachts 2kWh einspeichern könntest sind das bei 10 Stunden 200W vom BKW. Lassen wir das nur an 200 Tagen im Jahr so sein. Sind 200Tage mit 2kWh = 400kWh. 120€ gespart. Bei Investitionskosten von 440€ , 500€, je nachdem was man hat und ausgeben will. Vielleicht auch ein Komplettsystem.

Und völlig ohne Akku geht davon aus, dass alle Verbraucher auch genau zu den Zeiten eingeschaltet sind. Sonst verpuffen selbst diese geschätzten 400-800kWh erzeugter Strom im Nirvana weil niemand zu hause ist, der sie nutzt.

Ich verstehe deinen Kommentar leider nicht.


Schaue Dir den Screenshot an.
Die grüne Fläche entspricht der von der PV erzeugten Strommenge.
Die rote Fläche ist das, was ich im Haushalt aktuell verbrauche.
Die Blaue Fläche ist das was der Speicher an das Haus abgibt.
Die Differenz der grünen - der roten Fläche wird in den Speicher geladen.

Für die Kostenberechnung des erzeugten Stroms der PV Anlage ist die Strommenge von Belang die durch die rote Fläche gekennzeichnet ist. Alles andere gilt hier als "Abfall" ohne Wert.
Für die Kosten des durch den Speicher verfügbar gemachten Stroms ist die blaue Fläche von Belang. Der Speicher macht also den "Abfall" erst verfügbar.
Mit dieser Sicht macht es durchaus Sinn, PV und Heimspeicher getrennt zu rechnen.
Und für einen B2500-D Marstek habe ich 440 EUR bezahlt und für die OpenDTU kamen noch einmal 80 EUR dazu.
Ach ja.
Der Ansatz, 365 tage zu betrachten ist Unsinn. Bei meiner Betrachtung gehe ich davon aus, dass der 2,2 kW Speicher von April- September täglich von 10-100% aufgeladen und entladen wird und es sieht bei mir aktuell so aus als sei dieser Ansatz korrekt.
Fazit, bei mir sorgt der Speicher für zusätzlichen Ertrag in nennenswerter Menge!
Und ....
Die Lösung mit OpenDTU und Nulleinspeisung ist auch netzdienlich, weil diese dem Netzbetrieber den Überschussstrom am Mittag nicht vor die Füsse wirft.

Wenn wir jetzt in naher Zukunft hoffen dürfen, dass ein kleiner Heimspeicher direkt mit einem IMSys die aktuellen Verbrauchsdaten austauscht und nicht auf einen Shelly 3EM angewiesen ist, dann ist die Zukunft abgeschlossen.
30kW Hausanschlüssen benötigt dann kaum einer mehr.
Beste Grüße

Bei grossen PV-Anlagen vielleicht bei 800W BKW die vielleicht 500 kWh im Jahr erzeugen eher nicht!

Die Labormesswerte der 20 analysierten Lithium-Batterie­systeme zeigten zum Teil deutliche Unterschiede: Einer der getesteten Batterie­speicher erzielt lediglich einen Wirkungs­grad von 87,9 %, der fast 10 Prozentpunkte unter dem Spitzenwert liegt. Im Durchschnitt benötigen die 20 getesteten Heim­speicher im Stand-by-Modus eine Leistung von 13 W. Der Stand-by-Verbrauch des Varta pluse neo 6 beträgt lediglich 2 W. Dagegen bezieht das ineffizienteste System im Test bei entladenem Batterie­speicher beträchtliche 64 W aus dem Stromnetz. Aus Sicht der Verbraucher:innen besonders ernüchternd: Der gemessene Stand-by-Verbrauch des ineffizientesten Systems ist um den Faktor 10 höher als vom Hersteller auf dem Datenblatt angegeben.

Wir drehen uns im Kreis - ja formal sind 2000 W noch als BKW möglich.

Nur dann stellt sich die Frage, wer kann 4 Module mit 1,7m noch an einen Balkon hängen?

Wer aber andere Flächen zur Verfügung hat bewegt sich im Bereich einer "normalen" PV-Anlage die eine Einspeisevergütung ermöglicht und zudem die 800W-Begrenzung nicht hat!