Rechnet sich Speicher am BKW? [abgetrennt]

Das mache ich immer, wenn ich mir ein Auto kaufe. Gerade erst im Januar war es wieder so weit, weil mein vor gut 2 Jahren mit 2 Jahren TÜV für 900 € gekaufter VW Golf nicht mehr wirtschaftlich eine neue TÜV Plakette erhalten konnte. Der gute alte Golf hatte aber immerhin den Vorteil, über die gut zwei Jahre Restlebenszeit bei mir keinerlei Reparaturkosten verursacht zu haben.
So ist es diesmal ein Opel Zafira geworden, wieder mit frischem TÜV, diesmal zum Kaufpreis von 780 €. Aber der wird dieses Jahr noch neue Reifen brauchen.

Ja, meine Autos rechnen sich. Ohne Auto komme ich hier auf dem Dorf nicht klar.

Aber Du hast Recht: Amortiasation ist für mich nebensächlich. Wirklich wichtig ist es mir aber, meine Fixkosten so weit wie möglich zu senken. Das Geld für die PV-Anlage hatte ich gerade zur Hand, und wenn ich es nicht dafür ausgegeben hätte, wäre es heute sowieso für irgendwas anderes weg. So aber habe ich meine Fixkosten locker um ca 40 € pro Monat gesenkt, was meinen Freiheitsraum auf Dauer erweitert. Und außer Gesundheit ist nichts anderes so wertvoll wie Freiheit.

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Da niemand alle Systeme im Markt kennen kann, wird niemand diese Aussage beweisen oder widerlegen können.

Aber ich kann bestätigen, dass mein Victron-System über's Jahr gesehen locker 25% des Stromertrags für sich selbst verbraucht. Aber das geht mir in einer Zeit, in der Solarmodule billiger sind als Spanplatten gleicher Fläche, völlig am Arsxx vorbei. Falls nötig, kommen da halt noch zwei Platten mehr irgendwo hin.

So lange man Platz hat, ja. Wenn Platzmangel, muss man ganz anders überlegen. Das zeigt mal wieder, bei BKW kommt alles sehr auf den Einzelfall an, was sich lohnt und welche Strategie man fährt.

Stromspeicher-Inspektion 2025 | HTW Berlin

genau

Schön die Bestätigung, dass der SAX technisch alle Mitbewerber überragt und als Referenz im Bereich Wirkungsgrad herangezogen werden kann.

Da beim BKW eher mit geringem Überschuss zu rechnen ist, erscheit eine effektive Speichertechnik notwendiger, als bei PV Anlagen in beliebiger Größe.

Was hilft da Victrongespiel, verbrät so etwas die Energie nachts nutzlos.

Es passt soweit. Der Sax mit eher geringer Kapazität und geringem Installationsaufwand lässt den Zähler schön stehen.

Kocht man einen Kaffee oder nutzt die Waschmaschine, mit +4,6kW wird das prima kompensiert und anschließend lädt der wieder.

Mit dem extrem hohen Wirkungsgrad auch bei geringer Last, entlädt der Akku nur sehr langsam und Energie kann über längere Zeit gesammelt und genutzt werden, während Mitbewerber den Akku einfach nur entladen.....

Das sind für in der Leistung reduzierten BKW aus meiner Sicht notwendige Eigenschaften.

Es wäre natürlich netter, könnte am SAX 2kW Module angeschlossen werden. Das macht die Installation aber auch kaum einfacher.

Mit dem Anschlus an 230V und Smartmeter ist der Aufwand beim SAX erledigt.

Rechnet man mit steigenden Energiekosten, Inflation usw, ......

Blöd ist's - installiert man keinen Speicher um hinterher festzustellen hätte ich man bloß.

So ist es mir beim LPG ergangen, hätte ich man bloß früher - aber nach über 1Mio km bin ich da nun entspannter, die Einsparung war gigantisch :sun:

Amortisiert sich ein PKW ? - JA

Der ermöglicht mir einen Job in größerer Distanz zum Wohnort, wo das Netto ein Mehrfaches zu einem Job am Wohnort einbringt.

Ohne PKW - ich hätte keine Ausbildung, keine guten Abschlüsse, keinen gut bezahlten Job.

Erst mit dieser Mobilität war es mir möglich, das zu erreichen. Das ermöglicht damit dann den Gören einfach irgendetwas zu studieren, um schon im ersten Job vernünftig dotiert zu werden.

Also JA - meine PKW haben sich amortisiert

Als ich mich für home Assistant entschieden habe, stand die frage an, auf was ich das mache. Das läuft 24h, verbraucht strom. Bei mir macht das 50 euro im jahr, wenn ich denn den strom komplett bezahlen müsste. Über 8 Monate hab ich mehr als genug. 4 monate macht 17 Euro kosten im Jahr.
Natürlich hat jeder Wechselrichter Verluste, wenns über Akku geht kommen weitere Verluste hinzu. Ein namhafter deutscher hersteller wie victron ist dabei aber ne ganz andere klasse als irgend ein billiger china Böller.
Hinzu kommt, wie man das eigene System aufbaut. Ich habe einen rs 48/6000 Smart Solar wechselrichter. Am Lastausgang (= meine gesamten Stromkreise im Haus) hängen auch normale BKW Wechselrichter. Wenn wo Leistung im Haus benötigt wird, wird dies erst einmal direkt von den BKW wechselrichtern direkt bedient, also mit geringsten verlusten. Wenn keine last vorhanden ist, nimmt der victron das auf, speichert es in den Akku. Was zu 2x Verlusten führt, 1x rein und später 1x raus. Am victron hängen aber auch direkt 4 kw Solarpanel, die auch die Last ohne Akku versorgen können wenn es denn benötigt wird. Bei mir wird der Akku nur wenig beansprucht, wir achten auch darauf, grossverbraucher nur bei Sonnenschein einzeln laufen zu lassen.
Wieder was ot gepostet. Ist aber in sachen wirkungsgrad nicht uninteressant.

Schön, dass bei einem BKW welches vielleicht 700 kWh im Jahr erzeugt wir hier über einen Wirkungsgrad diskutieren. Ein 3500 € teuer SAX liefert dann 7 kWh mehr im Jahr als Vergleichsmodelle, prima!

Zumal, wenn im Teillastbereich der Wirkungsgrad bei vielleicht 80% ist :slight_smile:

Oben in einem Link ist der Wirkungsgrad Leistungsabhängig vom SAX dargestellt.

Im Teillastbereich ist der drastisch höher als 70%. So geringe Wirkungsgrade hat zB Victron :zany_face:

Fur den SAX wurden 2800€ bezahlt, das Smartmeter inclusive.

Victron ist kein deutscher Hersteller.

Hergestellt wird Victron in China und Indien.....

Genau darin liegt der Unterschied zum Speicher: Ein PKW schafft neue Möglichkeiten, für die man bezahlt. Entweder Komfort/Lebensqualität oder Erwerbsmöglichkeiten und damit finanzielle Absicherung. Genau das muss man bei Anschaffungsüberlegungen berücksichtigen.

Bei einem Akku ist das anders. Der Akku macht mein Leben nicht schöner und schafft keine neuen Möglichkeiten. Ob ich Strom zukaufe oder aus dem Akku beziehe, ist für mich völlig unbedeutend und verändert nichts.

Es geht also ausschließlich darum, ob Zukauf günstiger ist oder ob Akku günstiger ist. Ansonsten gibt es für viele Menschen kaum ein Argument. Und genau deshalb ist es wichtig, zu prüfen, ob es sich amortisiert.

Anders sieht es aus, wenn jemand sagt: "Amortisierung ist mir gar nicht wichtig, es geht mir um ökologische Aspekte, die ich damit erreiche." Dann kann man sich fragen, was einem dieses Ziel wert ist und dann muss sich ein Akku auch nicht rechnen.

Ein Sax speist doch deutlich mehr als 800W ins Hausnetz ein, wenn ich es richtig verstehe. Damit fällt der doch gar nicht mehr unter die BKW-Regelung. Man kann den also gar nicht so anmelden.

Es ist nicht relevant, was verbraucht wird, sondern zum "EVU" eingespeist wird.

......

Wie meldest du den Speicher denn an?

Gibt vom VNB so Zettel.

Da mache ich ein paar Kreuze und schicke das zurück.

Der Speicher speist nicht in das Netz, ist nicht möglich. Der Speicher wird ebensowenig aus dem Netz geladen.

Es wird Energie aus der PV gespeichert und bei Bedarf im Haus verbraucht, bis der Akku leer ist.

Sicherlich trägt ein BKW insgesamt wenig bei. Aber ein ernsthafter Speicher hat in meinem Fall einen leckeren Nettlohnhub zu Folge. Das Ist eine Quelle, die in der Summe mit weiteren drastisch positiv auf unsere Lebenssituation auswirkt.

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Ein 2-kWp-BKW mit Speicher liefert 2000 kWh im Jahr. Aber Du hast recht: der SAX disqualifiziert sich durch seinen Preis.

Das sehe ich anders. Ein BKW mit Speicher deckt ca 50% des Stromverbrauchs eines Durchschnittshaushalts.

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Leider kann ich den Wirkungsgrad meines Akku nicht genau bestimmen.
Gestern habe 99Ah in das System reingeschaufelt, der WR speist ja schon ins Haus während der Akku geladen wird.
Bei einer Kapazität von 2,56 kWh (100 Ah) wird bei mir auch nach Sonnenschein insgesamt 2,3 kWh ins Haus gespeist. Das wären 89%.
Heute wird es wohl noch besser werden, um 13:30 hat der LR schon 97 Ah gepusht.

@texnik

das passt schon. PV zu Laderegeler ca 95,x %; Akku ca. 93% und Wechselrichter ca 94% Wirkungsgrad, macht Gesamt 83%. Da ein Teil des Stroms direkt von PV zum WR geht (wenn die Sonne scheint), sieht es beim Verbrauch tags etwas besser aus, 95% * 94% = 89%. Nachst nur Akku + WR = 87%.

L.G.

Ja heute ist besser137 Ah und um 18:20 (fast schon Sonnenuntergang kommen immer noch 7 W.

Und die masse machts. Jedes BKW, jeder Kleinspeicher hilft. Jedes kwh, das dezentral direkt vor ort erzeugt und verbraucht wird, belastet nicht das öffentliche Netz. Es werden weniger zentrale Gross-Erzeuger benötigt, weniger "dicke" Stromleitungen. Da dies negativ auf umsatz, gewinn, stromsteuer hat, wird es bekämpft, statt gefördert.

Das ist auch nicht nötig. Man kann den zählerstand des stromzählers fotografieren, jeden morgen. Ausrechnen, wie viel kwh man täglich bezogen hat. Eine woche mit eingeschaltetem BKW, eine woche ohne BKW. Man verliert eine woche den BKW Ertrag, gewinnt aber recht verlässliche daten, was mit BKW gespart wird. Der wirkungsgrad vom speicher spielt keine rolle. Was soll das auch ? Wichtig ist, was am ende der woche nicht an strom gekauft werden muss. Was gespart wird, wann die kosten der Anlage wieder rein geholt wurden.
Ach ja, das jahr ist ja unterschiedlich, jeder woche gibts nen anderen maximal möglichen Energieertrag durch das BKW. Wenn man eine woche aufgezeichnet hat, was man an kwh spart, kann man das mal 4 nehmen. Hat so die monatliche ersparnis im monat x. Im internet gibt es sehr viele auswertungen, was die einzelnen BKW jeden Monat erzeugen. Damit ist es möglich über dreisatz eine monatliche Einsparung der eigenen Anlage für jeden Monat zu errechnen. Klar, das ist dann ein prognosewert. Der aber recht aussagekräftig ist. Das kann jeder machen. Auf eine woche eigene erzeugung verzichten. Wenn man denn für sich nen wert haben will, der wirklich die eigenen gegebenheiten erfasst. Auch wenn es nicht hyper genau ist, wird es ne hausnummer zeigen, die annähernd realistisch ist.

Sehe ich anders.

Es werden ca. 25 Mio. BKW benötigt um ein Kohlekraftwerk zu ersetzen.

Das Netz muss durch die dezentrale Einspeisung massiv umgebaut werden:
Beispiel Duisburg:

Duisburg (dts Nachrichtenagentur) - Der Chef der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (DVV), Marcus Wittig, warnt vor einem Scheitern des Netzausbaus.
"Durch Wärmepumpen, Wallboxen, Ladeparks, Gewerbe und Industrie wird in den nächsten zehn bis 20 Jahren zwei bis drei Mal so viel Leistung nachgefragt werden wie heute. Allein auf unserem Stadtgebiet müssen dafür drei Umspannwerke, 1.600 Kilometer Leitungen und 900 Netzstationen neu gebaut werden. Und das bei steigenden Kosten für Kupfer. Stromkabel werden auf dem Weltmarkt bereits knapp", sagte Wittig der "Rheinischen Post".