Irgendwie bin ich bei diesen plastikummantelten Quetschverbindern immer etwas skeptisch. Da hatte ich einfach schon häufig völlig Fehlpressungen, wo ich das Kabel hinten wieder rausziehen konnte. Ösen, wo man direkt Blech presst mit einer guten Klauke-Zange, hat da deutlich sicherer funktioniert.
Also mechanisch ist auch die Klemmung mit der Bastlerzange unauffällig. Jedenfalls bewegt sich nichts wenn ich mit allem was mein 85kg-Astralkörper so hergibt versuche das Kupfer herauszuziehen. Auch rucken hilft nicht - da bewegt sich dann zwar etwas, aber nicht das Kupfer im Klemmschuh, sondern die gesamte schwerbeladene Werkbank....
Genau über das Thema habe ich mich heute erst unterhalten, und meinte das man es mal messen müste wie hoch die Übergangswiderstände im Vergleich sind.
Ich bin ja selbst totaler Anti Crimper?, bei mir kommt immer nur Löten in Frage. Noch dazu wenn mit billigsten China Zangen gecrimpt wird was das Zeug hält.
Und mal ehrlich wer hat oder möchte schon eine professionelle Crimpzange für rund 200€ kaufen? Aber gut meine Lötstation hat auch mehr gekostet... allerdings kann ich damit auch mehr anfangen als nur Kabelschuhe verlöten. Aber diese plastikummantelten Kabelschuhe sind wirklich das schlechteste was man nehmen kann.
Trotzdem bin ich der Meinung das selbst professionell gecrimpt das ganze höhere Übergangswiderstände hat als gelötet ?.
Silberlot ist eigentlich hartlöten, ich denke du meinst mit Silberanteil oder? Lötzinn mit Silber ist auf jeden Fall besser als das normale, die Lötstellen ansich sehen damit schon besser aus... Habe auch sn62pb36ag2 hier, nehme ich aber nur für SMD... ist mir sonst zu teuer.
Wo Lötstellen mehr Wärme brauchen, wie an solchen Lötösen, nehme ich auch ganz gerne noch das Bleilot. Da schafft es dann auch ein 50 Watt-Lötkolben noch problemlos. Das Bleilot fließt einfach besser, wenn man nicht so viel Leistungsreserven beim Lötkolben hat. Man will ja auch, dass die ganze Litze in Kabelschuh gut mit Lot durchtränkt ist.
Die höhere benötigte Wärmemenge und die schlechten Flusseigenschaften der meisten bleifreien Lote sind fraglos der Grund warum jeder der von Hand lötet auf diesen Lötteig schimpft. Und wenn man dann noch die verlängerten Bruzzl-Dampfzeiten und zusätzlich erhöhte Nutzung von Flussmittel und Lötspitzenaktivator und individuelle Geheimgifte hinzurechnet, bin ich nicht sicher ob das für den Laborbetrieb wirklich besser ist als bleihaltige Lot.
Zurück zur Quetschthematik:
@Win: Hast du mir ein oder zwei anständig in Ringösen gecrimpte 6qmm Litze(n)?
Die Messung einer professionellen Crimpung ist das was in diesem Thread noch fehlt.
Ich habe 0,06 .. 0,07 mOhm bei 10mm² gemessen, mit billiger hydraulischer Zange gecrimpt.
Der Kabelschuh selbst hat davon 0,02 .. 0,03 mOhm.
0,07 mOhm bei 10mm² = 40mm kabellänge.
Große kabelquerschnitte zu löten wird auch sehr schwierig jede Litze zu benetzen. Eine gute Quetschverbindung ist auf jeden Fall zu bevorzugen. Da gibt's im Brandfall auch keine Diskussionen. Quetschverbindung sind zulässig.