Ich denke, das mit den Chinesen kann ich (halbwegs) erklären: Nördlich des Yangtze Flusses dürfen Leute Heizungen (sprich Öfen) haben, südlich davon nicht. Das sagen zumindest meine chinesischen Freude (Ich war insgesamt 14 mal für ca. je zwei Wochen dort). => Heizungen mit Klimaanlage finden überwiegend südlich vom Yangtze statt. Dort wird es selten unter 0°C. Es gibt auch weniger Heiztage als in Deutschland. Außerdem ist der Strom in China billig, laut ChatGPT weniger also 8 Cent/kWh. Die HEIZ-Kosten einen Klimaanlage in China sind also gering. Bis sich dort hohe HEIZ-Effizienz bezahlt macht, wird es meiner Meinung nach also sehr sehr lange dauern. Und die Chinesen entwickeln wohl für ihren lokalen Markt mit Fokus kühlen (im Sommer 38°C bei 90% Luftfeuchte, sehr unangenehm) oder (für geschätzte 500 Mio Menschen südlich des Yangtze) zum billigen heizen ohne Fokus auf Effizienz. Wenn der Markt für “Heizen bei geringen Außentemperaturen” größer wird, werden die da schon drauf kommen. Ich bin überzeugt, die könnten die Vorreiterrolle einnehmen. Sie wollen nur nicht.
Für 80 000€ hätte ich mit Elektrokonvektoren 26,7 Jahre heizen können.
Für die ausgegebenen ca. 10 000€ für 5 Klimasplits sind es (80-10) 93,3 Jahre.
Mit Markenherstellergeräten für ca. 20 000€ für 5 Splitklimas wären es (80-20) 110 Jahre.
Nun lasse ich ein Markengerät ausfallen. 4000€ weg. Ich lasse ein billiges Gerät ausfallen: 2000€ weg.
Und das sind nur die Werte wenn wir den Strom zu 100% kaufen müssten fürs heizen. Was da also Markengeräte einsparen würden, oder bessere Klimageräte… da lohnt es eher zu warten und in einigen Jahren die kaputten so nach und nach gegen bessere zu tauschen. Wenn überhaupt. Und das sind keine 500€ mehr für ein Markengerät. Man muss auch einen passenden Handwerker haben, der einem genau jenes Modell einbaut, welches man haben will. Die meisten arbeiten mit ihren Geräten und der Rest wird teuer in Rechnung gestellt. Auch das wird in den nächsten Jahren immer mehr werden.
Hallo Thomas. Ich kann Dir meine Entscheidung erklären. Ich habe gerade eine Kältebringeranlage mit 3,7 kW mit SCOP 4,6 für 650 Euro gekauft. Mein Haus verbraucht im Jahr 7040 kWh Erdgas. Bei ca.-12°C kann ich mein Haus mit 3,5 kW heizen (tägliches Auswerten vom Gaszähler). Angenommen, ich kann das ganze Haus mit dieser einen Splitklima heizen und angenommen meine Strohm-kWh kostet 0,3 Euro, dann habe ich bei SCOP 5,2 einen jährlichen Stromverbrauch von 1330 kWh (also ca. 400 Euro), bei SCOP 4,6 sind es 1539 kWh = 460 Euro, also 60 Euro Unterschied in den jährlichen Betriebskosten. Ich wollte unbedingt R290 und kein R32 (warum kannst Du in meinen Beiträgen in anderen Diskussionen nachlesen). Da gibt es nicht viele Anlagen. Die Midea xtreme safre blue kostet grob 1300 Euro, hat aber laut Datenblatt den gleichen SCOP, den Preisunterschied hole ich also nie wieder rein. Einen SCOP 5,2 kriege ich mit einer Mitsubishi MSZ-RZ, die aber mindestens 1800 Euro kostet. Grob 1200 Euro Unterschied, also mache hätte ich grob nach 20 Jahren den Mehrpreis raus. Das macht kein Mensch.
Aber betrachten wir mal zum Vergleich eine Daikin ATXD mit R32 (was ich ja nicht will), gekauft bei Dagimarkt: Kosten 810 Euro für SCOP 5,1: Preisunterschied 180 Euro, also würde ich da nach drei Jahren besser fahren. Bei Perfera, Emura usw. ist der Invest wieder so hoch, dass sich das erst nach mehr als 10 Jahren lohnt.
Dann kommen aber mehrere Unsicherheiten, die dazu führen, dass ich mich lieber für den geringen Invest entschieden habe:
-Wie empfindet die “Chefin” das heizen mit Split-Geräten?
-klappt die Wärmeverteilung im Haus oder muss ich noch mehr Geräte kaufen?
Zugegeben, über die Kältebringer Anlage gibt es nicht so detaillierte Informationen wie über andere Anlagen (z.B. fehlende Eurovent Daten). Es ist zum Teil Blindflug. Aber für eine erste Anlage ist das meiner Einschätzung nach genau das richtige. Aber ich kann nachvollziehen, dass andere Leute zu anderen Einschätzungen kommen als ich.
Ich bin mir nicht sicher, ob sich Deine Kommentare auf meinen Beitrag beziehen, aber da es hier als Antwort erscheint gehe ich erstmal davon aus. Wenn ich das falsch verstanden habe, dann bitte ich um Entschuldigung.
Dach auf 220m2 Haus plus Garage neu, 19kWp PV. Brauchwasserwärmepumpe mit Daikin Aussengerät und Rotex Tank, zwei Kamine, ein Pelletskamin, 5 Klimasplits, …
Die günstigen Anlagen haben mich ca 710 Euro vom Profi montiert inkl allen Material gekostet. Die teure 40er Daikin Caldo II etwas unter 2.200 fertig montiert.
5 Daikins fertig montiert würden je nach Model zwischen 7.000 (Perfera All Season) und 10.000 Euro (Perfera Nepura 30er) fertig montiert kosten.
Bin jetzt aber echt nicht sicher was du mit den Jahren meinst.
Das ist einfach. Du hast geschrieben:
“Haben in dem letzten 3 Jahren ca 80.000 Euro ins Haus gesteckt, um die Betriebskosten runter zu bekommen.”
Da stand nicht, was du mit dem Geld gemacht hast, sonden Betriebskosten runter. Es las sich wie: Ich habe das Haus gedämmt, das Dach gedämmt und die Fenster einbauen lassen damit weniger verbraucht wird. Nicht: Ich habe das ganze Heizsystem mit umbauen lassen. Alles ok.
Genau. 710€. Bekommst du hier keinen, fährt keiner raus, macht hier keiner (Österreich aber auch Deutschland im Raum Düsseldorf). 2000€ wird schon knapp.
Ich finde Deine Entscheidung gut.
Hast Du schon Erfahrungen zu den Verbrauchsdaten? Insbesondere bei niedrigen Temperaturen; unter Null.
Meine Erfahrung ist, dass man nicht nur mit den SCOP-Werten rechnen sollte.
Meine Erfahrung ist, dass Wärmepumpen (sowohl LWWP als auch LLWP) an knacke kalten Tagen richtig Strom ziehen.
Ich habe zwei verschiedene Anlagen; Daikin und Toshiba.
Bei -10 Grad haben die Anlagen folgende COP-Werte
Daikin (SCOP 5,3):
• COP bei Vollast: 2,05
• COP bei nominaler Last: 3,94
Toshiba (SCOP 5,1):
• COP bei Vollast: 2,86
• COP bei nominaler Last: 3,48
• COP bei 50% Last: 3,75
(laut Hersteller, deckt sich aber mit mit Eurovent)
Bei nominaler Last ist die Daikin der Toshiba also überlegen, bei Volllast aber ist die Toshiba besser (alles bei -10)
Wenn man sich jetzt auch die Werte bei warmen Wetter ansieht (+10 Grad)
Daikin COP bei nominaler Last: 5,48
Toshiba COP bei nominaler Last: 5,15
Bei uns werden die Toshibas situativ eingeschaltet, wenn bei kaltem Wetter mit der Daikin die Wärmeverteilung im Haus nicht mehr ausreicht und wir vermeiden wollen, dass die Daikin unter Vollast läuft.
Was ich mit dem Vergleich zeigen möchte, ist folgendes: der SCOP ist ein (gewichteter) Schnittwert. Wie dieser erreicht wird sieht man dem Wert nicht an. Einige Anlagen performen bei warmen Wetter sehr gut, andere bei kaltem Wetter.
Insbesondere Multisplit-Anlagen holen sich ihre SCOPs durch gute Werte bei warmen Temperaturen und haben dann bei kalten Temperaturen schlechte Werte. Die aber in der SCOP-Berechnung durch die guten Werte bei warmen Temperaturen kompensiert werden.
Wie beim Auto: wenn ich nur in der Stadt fahre, dann brauche ich ein Auto mit guten Werten im Stadtverkehr. Da ist der Schnitt inkl Landstraße eigentlich egal.
Welche Performanc-Werte jetzt Deine Anlage hat weiß ich natürlich nicht. Geht nur darum, dass der SCOP manchmal, aber nicht immer, zu falschen Schlüssel führt.
Ich habe keine Probleme mit meiner 4er Multisplit.
Letztlich ist es denke ich wie überall anders auch:
You get what you pay for ![]()
Es ist Unsinn, dass eine “günstige” Anlage um 5-600€ rum das selbe leistet bzw. “gleichwertig” ist - wie zb. eine deutlich teurere Daikin ATXD, Perfera bzw. ähnliche Anlagen / Modelle.
Gleichzeitig ist es aber auch Unsinn, dass man das zwingend “braucht” und eine günstigere Anlage nicht “reicht”.
Viel mehr hängt es dann in der Praxis davon ab was man erwartet, wie man die Anlage nutzt und wie das gewählte Modell dann dazu passt.
Und der wirtschaftliche Aspekt ist nat. nicht von der Hand zu weisen: Da kann bzw. wird es schon einen Unterschied machen, ob ein Gerät zb. € 500.- kostet oder über 1000.- €
Zusätzlich sind bei den “Markengeräten” fast immer die Leitungen noch zusätzlich zu kaufen, während die bei den “günstigen” Geräten meistens mitgeliefert werden. Das kann schnell noch mal 100-200.- € zusätzlich sein.
Also am Ende werden alle Geräte ihren Zweck erfüllen - die teureren wie die günstigeren.
Ist dann auch ein wenig so wie: Muss es ein Iphone sein, reicht nicht auch ein Android? Muss es ein “Topmodell” sein - reicht nicht auch ein günstigeres?!?
Denn letztlich sind ja auch so Dinge wie Bedienung, Funktionen, Regelung usw. wichtig - abseits von den reinen technischen Daten. Ganz wertfrei - wo das jetzt besser ist.
Gutes Beispiel sind denke ich die Panasonic mit “Heat charge” Funktion. Das finde ich wirklich toll, hätte mir solche Anlagen kaufen wollen. (Trotz hoher Preise)
Aber die wohl “out of the box” ggfs. nicht so tolle Regelung hat mich dann abgeschreckt - wobei es bei mir ev. dennoch out of the box ohne “Sensor-Umbau” etc. geklappt hätte…
Ich denke die Geräte haben alle ihre Vorteile, aber auch Nachteile…
Ich denke man muss sich möglichst selbst ein Bild machen. Die individuellen Anforderungen und Empfindungen sind gerade bei den Themen Wärme, Kälte, Lüftung, Geräusche, Bedienung teils sehr unterschiedlich.
Die Premium Marken haben oft ein gutes Preis-Leistungsverhältnis, aber eben nicht immer und für jeden Anwendungsfall.
Und an das Thema Heizen mit Splitklima sollte man sich vielleicht auch mal in Schritten herantasten, statt gleich eine sehr grosse Investition und Umbauaktion zu starten. Würde ich jedenfalls so machen ![]()
In 2021 haben wir mit (im wesentlichen) Direkstrom-Heizung 23.000 kWh an Strom verbraucht (inkl Haushaltstrom). Dezember und Januar je etwas über 3.000 kWh. Sauberer Strom und günstig.
Auf meiner Stromrechnung steht immer, was es gekostet hätte, wenn man den Monatsverbrauch des Vorjahreszeitraums mit dem Strompreis des aktuellen Monats gehabt hätte.
Durch die Veränderung des Marktes in Zentraleuropa, insbesondere Deutschland sind hier die Strompreise stark gestiegen. Der Staat hat auch die Energiesteuer erhöht, sowie gestiegene Netzentgelte.
In 2022 hatten wir sogar extreme Strompreise.
Mit meinem 2021 Verbrauch und heutigen Preisen würden wir bei ca 5.700 Eur Stromkosten für 2025 liegen.
Die erste Klimasplit halbiert die Heizkosten und hat den besten ROI. Vermutlich eine Heizsaison. Alles was danach gemacht wird, verlängert den ROI der Gesamtinvestition.
Dach hat ja keinen ROI, aber musste nach 50 Jahren gemacht werden und spiegelt sich im Wert des Hauses wieder. Definitivt aber zwingend erforderlich, davja PV installiert wurde.
Guten ROI haben Rollos, die man abends vor die Fenster zieht.
Pelletskamin würde ich heute nicht nochmal machen. Die erste Saison lagen die Brennstoff-Preise noch gut. Jetzt sind Pellets aber zu teuer und können nur an wenigen Tagen mit Klimasplit konkurrieren (kaltes Wetter und hoher Strompreis am Spotmarkt). Ich habe in Vorbereitung auf diese Heizsaison 2,5 T Pellets über Kleinanzeigen ergattern können. Von Leuten, die in die Sozialhilfe gerutscht sind. Das Amt zahlt Heizstrom, nicht aber Pellets. Die haben daher ihren Bestand verkauft und heizen wieder mit Strom. Konnte ich aus Kellern hochtschleppen. Wollte keiner machen, daher günstig. Bisher aber nur 5 Sack Pellets verbraucht.
Rückblickend haben wir nicht alles optimal gemacht, aber so ist das Leben.
Viel gelernt und Unabhängigkeit aufgebaut. Wir haben z.b. Festbrennstoffe eingelagert, die für 6 oder 7 Jahre heizen reichen würden.Verkaufe im kleinen Umfang Scheitholz, die Einnahmen decken unsere Stromkosten.
Durch Umstieg auf ein günstiges elektro-Auto und die PV fahren wir wirklich günstig. Von April bis September fallen keine Treibstoff-Kosten an.
Du hast mit einer einzigen Klimasplit den Stromverbrauch von 23 000kWh auf 11 500kWh gesenkt? War das eine Multisplit-Anlage?
Du brauchst dich nicht zu rechtfertigen. Mir geht es einzig darum, dass deine Maßnahmen keine 80 000€ gekostet haben und hätten um deinen Energiebedarf zu senken. Sondern dass das auch mit viel weniger Geld gegangen wäre.
23 000kWh = 5700€ Stromkosten
11 500kWh = 2850€ Stromkosten mit Invest von: xxx€
Jetzt noch die BWWP, Rollladen etc. pp. also gesenkt. Und dann E-Auto, also wieder hoch. Aber PV-Anlage, also wieder runter.
Nur signifikant war doch erst einmal die Klimasplit. Wenn du also 5 Klimasplits für 10 000€ gekauft hättest, lägest du evtl. bei 2000€ für Strom. Günstiger geht kein Umstieg. Und dafür noch nicht einmal Sanieren, Fenstertausch, Dämmung etc.
vorher war es Elektrodirektheizung! Da ist es doch nicht ungewöhnlich, dass man da sehr viel Strom einspart.
Da ist auch eine Dachsanierung und vermutlich die PV Anlage dabei.
Die 80.000 sind nicht nur die Klimaanlagen.
In Deutschland? Das ist aber nicht korrekt.
Genau! Hab ich doch geschrieben. Die erste Klimasplit hat einen kurzen ROI, alles andere verlängert den ROI der Gesamtinvestition.
Schweden
In, naja, normal ist relativ, in normalen Häusern/Wohnungen bekommst du mit einer Klimasplit jedoch das Haus nicht warm. Außer mit überall Türen offen. Dann eher mit Multisplit, und auch da heizt du meist mehr durch Tür offen. Es sind dann also schon mehrere Klimasplits.
Auch vollkommen abhängig wie die Außentemperaturen sind, wie du schreibst. Da wird es welche geben, die haben im Jahr 10 Tage unter -5°C. Bei denen reichen auch günstigere Geräte. Wieder Andere haben öfter -10, -15°C. Für die macht ein Nordic-System mehr Sinn.
Wie geschrieben, mir gings nur darum, dass auch 10 000€ für ein paar Klimasplits gereicht hätten, das Haus energetisch besser dastehen zu lassen und keine 80 000€ nötig waren dafür. Klar KANN man noch das, und das, und das alles spart immer nur noch mehr ein.
Das ist in Schweden Konsens. Die Energiebehörde hat vor einigen Jahren eine Studie durchgeführt. Also wirklich die Anlagen in mehreren Objekten eingebaut und sich die Verbrauchsdaten vorher und nachher angeschaut. Es ist also eine Klimasplit in einem Haus, welches vorher mit Direktstrom beheizt wurde. Das ist das normale Einfamilienhaus Baujahr mitte der 70er.
Für vier Klima-Zonen in Schweden.
Und für 3 Grössenklassen von Häusern (klein, mittel und gross).
Zone 1:
Zone 3: (da sind wir)
Versuche ich hier im Forum schon seit einer Weile zu kommunizieren. Eine zentral montierte Klimasplit in Verbindung mit Direktstrom. Ist aber auch abhängig vom Grundriss.
Ich weiss nicht wie eure Häuser geschnitten sind, aber eine Klimasplit, also ein Außengerät und ein Innengerät würde bei uns nicht funktionieren. Selbst wenn ich alle Türen geöffnet hätte. Kann ja sein, dass es in Schweden anders ist von den Gegebenheiten. Man würde niemals, selbst nicht mit einem Deckengerät, bis in die letzten Räume kommen. Da wären die Außenwände kalt und der Raum von der Empfindung her kühl. Außer man verteilt das noch mit einer Lüftungsanlage.
Sowie ich es verstanden habe sind die Häuser besser gedämmt. Also ausreichend gut gedämmt, dass es funktioniert.
Dann sind in den Räumen, wo die Klimasplit (mono) nicht hin reichen kann, ja die Direktstromradiatoren.
D.h. die Wärme der Klimasplit verdrängt in einem Großteil des Hauses in einem Grossteil des Jahres die Wärme von der Direkstrom-Heizung.
Nicht im ganzen Haus und nicht im ganzen Jahr. Also Paretoprinzip.
wo kommen die 80.000 für die energetische Sanierung her? Irgendwie werden da wild Zahlen durcheinander gewürfelt. Da ist doch sehr wahrscheinlich ein neues Dach und eine PV Anlage mit drin.


