Qualität von Klimaanlagen Nebenschauplatz [abgetrennt]

400€ bekommst du in 10 Jahren locker reingeholt. Ich habe zwei Anlagen verglichen wo es ca. 250kwh im Jahr waren. Von der Günstigen zur Effizienten. Wenn man den Strompreis mal grob bei 35 Cent festnagelt, dann ist das schon ein Sümmchen in 10 Jahren. Dazu haben die Effizienten Anlagen auch noch andere, positive Nebenwirkungen. Sauberes runtermodulieren bis teilweise 80 Watt. Dadurch auch kein Takten. Mal so in den Raum geworfen.

Es sollte auch keine Pauschalisierung sein. Zumindest keine größere wie die “die Chinesen machen auch nix anderes”.

Ich wundere mich nur wie man wegen z.B. 500€ zu einem Billigklopfer greift der zum Dauerheizen des eigenen Hauses dienen soll.

Siehst du, es gibt ja doch eine Besonderheit :wink:

Wobei es wohl in den skandinavischen Ländern schon seit langer Zeit zur Normalität gehört, mit den Split Klimas zu heizen…

Das hängt dann eben ganz extrem davon ab, wie es in der Praxis genutzt wird usw.

80 Watt? Echt? Welches Gerät? Scheint mir sehr wenig?

Aber offenbar gibt es gerade auch mit den Markengeräten oft Probleme mit zu häufigem takten und auch billige können oft weit runter modulieren…

Deshalb habe ich mich dann gegen die günstigen entschieden und 2x Perfera gekauft. Aber auch die günstigen haben eben ganz offensichtlich eine Daseinsberechtigung.

Die Schweden ja…..die heizen viel mit Klima. Und fast jeder hat einen Holzofen mit drin stehen :smiley:

Probleme wird es immer geben. Auch mit Markenherstellern. Aber viele Probleme sind auch selbst gemacht. Multisplit mit zig Innengeräten. Oder viel zu groß ausgelegte Anlagen. Damit man “Reserve” hat.

Klar haben die günstigen Geräte eine Daseinsberechtigung. Zumindest wenn man es wirtschaftlich betrachtet. Wer ständig von Co2 labert, sollte sich da aber eher mal selbst hinterfragen. In ein Gästezimmer, was nur temporär genutzt wird, kann eine günstige Anlage durchaus angebracht sein.

Eigentlich müsste man noch einen weiteren Parameter mit einbeziehen.

Die Heizleistung.

Man könnte auch sagen: Die “Chinesen” bauen kleinere Anlagen mit hohem Wirkungsgrad. Diese sind für geringere Heizleistung ausgelegt z.B. 1.5kW. Diese werden aber aufgrund der Marktkonventionen als nominal 2,5kW Anlagen vertrieben. Mit entsprechenden geringeren Werten für den SCOP

Meine günstigen Anlagen haben z.b. folgende Werte

bei -7°:

2.125W Heizleistung COP 2.98

1.109W Heizleistung COP 3.92

Der SCOP Wert wäre dann also im wesentlichen davon abhängig, was der Hersteller als p design wählt.

Man könnte also annehmen, die SCOP 4.6 Anlagen mit p design 2.5kW sind im Grunde SCOP 5.1 Anlagen mit p design 1.5kW.

(ist als Diskussionsinput gedacht, habe ich noch nicht nachgerechnet)

Es sind also kleinere Anlagen mit geringerer Heizleistung, daher auch die geringeren Gewichte. Nicht weniger effiziente Anlagen.

Um günstig wegzukommen ist es sehr wichtig eine fundierte Heizstrategie mit korrekter Auslegung der Anlagen zu entwickeln. Auch die Positionierung des Innengeräts ist sehr wichtig für den Erfolg.

Wir haben als Hauptanlage eine 40er Daikin laufen (mit Bedarfssteuerung an). Diese ist zentral im Eingangsflur montiert und kann bis zu einer bestimmten Aussentemperatur das gesamte 220m2 Haus heizen. Nach Bedarf werden situativ (Aussentemperatur, Aufenthalt, Wochenende, Besuch, PV Überschuss, …) einzelne kleine Anlagen zugeschaltet.

Wir sind sehr zufrieden mit dieser Lösung. 5 Klimasplits im Premium-Segment wären für uns finanziell überhaupt nicht möglich gewesen.

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Ja, wobei man gewisse “Probleme” ja nicht vermeiden kann, weil es dann so ist, dass eben alle Vorteile - aber auch Nachteile hat.

Ja, hatte ich vor. Habe ich extra verworfen, um keine Probleme damit zu bekommen. Dennoch aht es nat. auch Vorteile.

Ja, hab ich auch damit umgangen, dass ich eine der Anlagen so verbaut habe, dass sie mehrere Räume heizt und nicht nur einen… Aber auch hier gibt es nat. auch Nachteile.

Man müsste auch mit einbeziehen, was für Familien überhaupt finanziell möglich ist. Nicht jeder hat unbegrenzt Geld auf dem Konto. Am Ende des Geldes war der Monat noch lang. :wink:

Da macht es schon einen Unterschied wie viel man für eine Anlage hinlegen kann.

Sonst wären wir ja alle Investoren …

“unbegrenzt” ist schon ein komisches Wort wenn es z.B. um 500€ bei einer Singlesplit geht. Also der Aufpreis. Wenn ich da an neue Fenster denke oder Dämmung der Fassade, ist es ein Tropfen auf dem heißen Stein. Zudem man eine höhere Effizienz bekommt. Also niedrigere Stromkosten. Das hört sich so an als ob man sich nur als Millionär eine effiziente Klima leisten könnte.

Liebling, ich habe jetzt die teure Anlage bestellt und mir gedacht, die Kinder bekommen im Frühling ihre Winterstiefel.

:wink:

TOP, wachsen eh so schnell raus - dann gleich ne Nummer größer :laughing:

Das mit dem Gewicht kann ich absolut bestätigen. Bei der Midea Extreme Save Blue ist das AG richtig schwer und wirkt sehr hochwertig. Ausserdem finde ich aus Umweltschutzgründen den Einsatz von nicht klimaschädlichem Kältemittel lobenswert. Die anderen Hersteller hinken da leider alle hinterher.

bzgl. SCOP und Kosteneinsparung beim Verbrauch sehe ich bisher keine grossen Unterschiede bei unseren Geräten. Selbst meine ganz simple TCL ist da nahe dran an meinen anderen Splits. Ganz zu schweigen davon, dass wir jetzt bis Mitte November zu 100% mit PV Strom gekühlt und geheizt haben. Da ist es fast egal, ob es nun ein SCOP 4.0, 4.6 oder 5.2 ist.

Ausserdem ist das Heizen mit Split Klimas schon so eine Sache, die man vielleicht erst mal ausprobieren sollte bevor man gross investiert und das ganze Haus umbaut. Eine eher günstige Split Klima kann man hinterher immer noch für etwas anderes nutzen.

Ich weiß nicht. Wenn man “günstige” mit “teuren” Anlagen vergleicht (der Hersteller ist dabei ja erstmal egal), dann sind diese grundsätzlich schon relativ identisch groß wenn man zb. die Abmessungen vom AG ansieht. Also von “kleineren Anlagen mit hohem Wirkungsgrad” würde ich da nicht sprechen. Die sind eben einfach billiger = weniger aufwendig gebaut = leisten weniger auf identischem Raum.

…und fairerweise sollten wir auch keine Äpfel mit Birnen vergleichen (wie ich es gemacht habe weiter oben) sondern eben der billigen Kältebringer auch eine billige Daikin gegenüberstellen:

Da wiegt das AG dann - wie bei der Kältebringer - 26 kg.

Die ist dann mit € 433.- (dagimarket) auch relativ identisch teuer (mit Versand) und auch nicht effizienter…

Also die Frage ist weniger welcher Hersteller - sondern welche Geräteklasse.

Wobei es aber offenbar von den Chinesen weniger hochwertige Geräteklassen gibt.

Danke. Ich hatte die 32 kg von Dagimarket geschrieben - die sind aber offensichtlich falsch. Auf der Verpackung steht 40kg:

Also das TCL Aussengerät das ich hier hatte - ebenfalls 3,5kW - wirkte fast wie Spielzeug dagegen. Trotz sehr ähnlicher Aussenabmessungen.

TCL:

Daikin Perfera:

Also die AG sind sehr ähnlich groß, nur wiegt das der billigen sehr viel weniger.

Aber eben im Vergleich günstige Anlage zu Mittelklassen - weniger China Hersteller zu Daikin

Haben in dem letzten 3 Jahren ca 80.000 Euro ins Haus gesteckt, um die Betriebskosten runter zu bekommen.

Abgesehen von “Opportunitätskosten” liegen wir jetzt bei ca 600 Euro für zugekaufte Energie.

220m2 zwei Erwachsene, zwei Kinder mittleres Schweden.

Wasser und Mülltonne kosten uns mehr als die Energie. Können wir aber nicht viel machen. Bei uns darf man die Mülltonne mit max einem Nachbarn teilen. Bringt aber fast nichts, da es eine Grundgebühr für jedes Haus gibt und man nur die Kosten für die Leerungen sparen kann.

Grundgebühr, weil man ja zum Recycling-Hof fahren kann etc.

Auch wenn es nicht zum Thema passt: ich pack den schweren Müll von den Renovierungen immer in 240Liter Säcke und fahr die zur Deponie. Liegt auf dem Weg zur Arbeit. So ein 240Liter Sack kostet dann eine Pauschale von 7€. Den kann ich kaum noch tragen :smiley: Bei uns wird der Restmüll gewogen.

Kleineren Fläche des Verdampfers (Wärmetauscher einlagig, zweilagig…), kleinerer Kompressor. Etc. Kleinere Masse (kg)

Nicht unbedingt die Abmessungen.

Klar, meinte deshalb:

Also in dem Fall bedeutet mehr Gewicht i.d.R. doch ganz klar, man bekommt auch mehr Leistung / Effizienz.

Ich gehe schon davon aus, dass hier niemand “Gewichte” einbaut (wie es früher tatsächlich mal bei Verstärkern etc. gemacht wurde…)

Man darf einfach nicht alle Anlagen über einen Kamm scheren.

Es geht schlicht weniger um den Hersteller, sondern um die Anlage selber: Da gibt es eben “hochwertigere” und “weniger hochwertigere”. Zumindest bezogen auf die Ausführung / Effizienz.

Die japanischen Hersteller sind ja nicht aus Spass führend in der Klimatechnik. Die werden auch weiterhin alles daran setzen das es so bleibt. Im Billigmarkt werden die sich kaum durchsetzen können. Der Kampf wäre schnell verloren.

Und wir dürfen auch das Ziel nicht aus den Augen verlieren.

Weg von den Fossilien, etc.

Der Vergleich zwischen den einzelnen Anlagen ist dann manchmal nur ein Detail.

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:+1:

Wir? China und Indien bauen hunderte von neuen Kohlekraftwerken. Und Indien hat überhaupt kein Interesse daran sich davon zu verabschieden. Machen wir uns nichts vor: die holen alles aus der Erde was möglich ist. Und daran wird sich auch nichts ändern.

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Da jetzt ziemlich off topic, erlaube ich mir Dir eine pm zu schreiben. :+1:

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