Pylontech US2000C aufgebläht

Das ist kein Regeln, sondern Schalten. Das ist die ureigenste und einzigste Aufgabe eines BMS.

Genau da scheint das pylontech bms halt probleme zu haben. Deswegen reduziert victron ja noch zusätzlich die ladespannung bzw verändert die parameter.

Beispiel:
Eine zelle ist nicht balanciert, WR erkennt das nicht und fährt mit 53.5V rein (max laut specs der pylontech). Das führt theoretisch zu 53,5 / 15 = 3,56V pro zelle. Da aber eine zelle probleme hat, steigt die spannung in einen bereich, der unzulässig ist. Pylontech BMS schickt eine warnung, that's it.

WR sieht das gar nicht bzw ignoriert es.

Eigentlich sollte das BMS diesen fall sehen und gegensteuern, zb sofort abschalten.

Da gibts keine „Probleme“. Victron ignoriert halt die vom Pylontech gelieferten Spannungswerte, und nimmt eigene.

Oliver

Der Standardfall ist doch, dass der Laderegler oder WR für das korrekte Laden sorgt und das BMS da nicht eingreift. Es sendet nur Daten, worüber der Laderegler korrekt lädt. Und was ist denn an Standard LFP-Werten falsch? Pylontech LFP-Zellen werden doch nicht anders geladen, als jede andere LFP-Zelle auch. Nur muss man die Zellenzahl korrekt konfigurieren, die ja bei Pylontech eine weniger ist gegenüber einem Standard 48V System.

Abschalten, nicht abregeln. Wie schon geschrieben, regeln kann das nicht. Und das ist alles im Sinne einer Notabschaltung. In diese Situation sollte man normal nie reinfahren, weil der WR/Laderegler sich um die Einhaltung kümmert. BMS ist eine zusätzliche Schutzebene, die im Normalbetrieb nicht aktiv wird.

Ich glaub ihr solltet nochmal meinen initialen post lesen, wir drehen uns hier im kreis.
Außer ihr sehr das aufblähen eines akkus einfach als normalbetrieb an?

Wenn ich deinen initialen Post lese, hört sich das so an, als wäre der Speicher immer korrekt geladen worden und er hat sich trotzdem aufgebläht.

Wenn der Speicher also innerhalb der Specs korrekt genutzt wurde, aber trotzdem sich Zellen aufblähen, muss irgendein anderer Defekt dafür verantwortlich sein, auf den man keinen Einfluss hat. So würde ich das Problem interpretieren.

Oder welche Schlüsse ziehst du daraus?

Leider haben wir ja in diesem Fall die Ursache noch nicht gefunden, wenn ich es richtig verstehe?

Hast Du denn mal die Einzelspannungen nachgemessen oder kannst die aus irgendwelchen Protokollen des BMS etc. ablesen? Gibt es Warnungen/Fehlermeldung bzgl. Überspannung?

Wenn WR und BMS nicht kommunizieren, muß ein ordentliches BMS bei Überspannung einer Zelle (Zellengruppe) abschalten! Wenn es das nicht tut, dann ist es entweder defekt oder ganz schlecht konfiguriert. Nur eine 'Warnung' oder sonstige Meldung auszugeben reicht nicht, wenn eine Zelle überladen wird.

ja das wäre der wichtigste Job eines BMS.

Wen es das nicht kann... darf man es problemlos als Elektroschrott bezeichnen.

Einige Wochen bevor ich meinen EEL V6 Speicher in Betrieb genommen habe, habe ich meinen Pylontech Stack mehrfach auf 52,4V geladen. Dabei habe ich die Differenz zwischen höchster und niedrigster Akkuspannung fast kontinuierlich im Cerbo beobachtet. Sobald die hochging habe ich den max Ladestrom reduziert. Das ganze habe ich drei vier mal gemacht und ab da lief fast nichts mehr auseinander. Ich habe den Eindruck, dass durch die niedrige Ladespannung die ich vorher mit 51,8V eingestellt hatte, niemals wirklich balanciert wurde. Mein Eindruck: Erst ab den Tagen, wo ich todesmutig auf 52,4V gestellt und den Ladestrom kontinuierlich reduziert habe wie oben beschrieben, wurde balanciert. Falls das der Fall ist, wäre die Ladestrombegrenzung im Victron und das zu späte herunterfahren der max Stromstärke die Ursache für viele Probleme. Den EEL lasse ich alle 4-8 Wochen bis 56V laden und sonst nur bis 53,3V. Jetzt steht der gut balancierte Pylontech Stack ungenutzt in der Ecke mit um die 40% SOC.

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Hat Du eine Pylon 15S und eine EEL 16S im gleichen Keller?

genau!

Also schliesse ich daraus, dass das BMS nicht das beste ist.

Aber, da auch keine fehlbedienung vorlag, war halt die garantie auch gegeben.

In meinem fall hat das bms nicht mal eine warnung ausgespuckt. Der victron hat erkannt, dass die zellenspannubg einer zelle zu hoch war und hat gegengesteuert. Allerdings ist das natürlich nur symptombekämpfung.

Entweder war/ist das BMS defekt oder einfach grottenschlecht (konfiguriert). Es ist eine der wichtigsten Aufgaben, die Spannung der Einzelzellen zu beobachten und ggf. abzuschalten. Wenn es das nicht tut, ist es schlicht fehlerhaft und nicht zu gebrauchen. Wie hoch war denn die max. Zellenspannung?

ich weiß nicht mehr genau, aber irgendwas über 3,6. Es wurden jedoch keine alarme im BMS ausgelöst. Was mich gewundert hat, ich hätte mir damals erwartet, dass entweder die rote LED leuchtet, oder der alarm losgeht, oder zumindest eine BMS warnung per bus-verbindung rausgeht.

Mittlerweile habe ich auf meinen US2000C die neueste firmware drauf, vielleicht hilft das. Damals hatte ich das nicht gemacht, weil man es selber eigentlich gar nicht machen darf, bzw ohne spezialkabel auch nicht kann (musste ich bei aliexpress bestellen).

Was das angeht, ist das handling nicht mehr zeitgemäß.

Würde ich das heute nochmal aufbauen, würde ich pylontech nicht mehr nehmen, sondern mein glück wohl mit zb Pytes probieren. Aber damals gab's nicht so wahnsinnig viel alternativen und die pylontech akkus wurden damals ganz gut bewertet.

Ich habe hier ein US2000C wo die Spannung einer Zelle nach oben schießt, das schon bei 50,5 V. Das Ganze ging jetzt erst im Frühjahr los, davor gab es keine Probleme. Mit Sicherheit ist da eine Zelle defekt. Ich habe die Daten aller Zellen seit Mitte 2025 aufgezeichnet. Davor nur das was der Victron so geliefert hat, also nur Zellspannung min und max.

Das BMS macht genau das was es machen soll, über 3,55 V schaltet der ChargeFET ab und bei 3,4V wieder ein. Und hier geht das eigentliche Problem los. Jetzt fließt ein relativ großer Strom in den Akku, die Zellspannung schießt wieder nach oben und das BMS schaltet wieder ab. Wenn die Ladespannung jetzt nicht abgesenkt wird dann geht das Spiel fröhlich weiter. Der Victron kann die Ladespannung schon selbstständig regeln, das geht aber erst bei 51,5 V los, also deutlich zu spät.

Wenn der ChargeFET abschaltet dann gibt es vom Victron nur den Alarm "Charge Blocked", am Akku selber keinen Alarm. Die rote LED geht erst an wenn die Zellspannung zu schnell nach oben schießt, irgendwo über 3,6V. Das passierte aber jetzt erst ein Mal. Dann muss man den Akku aus- und einschalten.

Ich habe auch schon die Prozedur zum Balancieren über mehrere Stunden gemacht, es bringt nichts. Wenn die anderen Zellen dann auch langsam voll werden dann sinkt die Spannung der defekten Zellen schnell wieder unter die Spannung aller anderen Zellen. Jetzt im Leerlauf seit einer Woche seit dem letzten Balancieren sind alle anderen Zellen auf 3,32V und diese eine schon bei 3,27.

Beim letzten Entladen stürzte der SOC in einer halben Stunde von 70% auf 6 % als die Zellspannung Richtung 3,1V ging. Die anderen Zellen waren da um die 3,3V. Und das bei nicht mal 2A Strom.

Eines sollte ja klar sein, die Balancer wurden nie dazu gedacht defekte Zellen zu retten. Und die Zellen werden bei den Pylontech das Problem sein.

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Das ist wohl Zellendefekt.

Was kann denn der Balancer im Pylontech? Gibts da überhaupt einen aktiven Balancer oder entlädt das BMS nur ganz leicht die vollsten Zellen? Wenn das nur mit geringem Strom (paar 100mA) passiert, dann führt das zu nichts, vor allem dann nicht, wenn der Balancer erst ab einer gewissen Zellenspannung einsetzt, weil die Spannung der defekten Zelle dann schon nach oben rausschießt.

Die defekten Zellen muß man wohl tauschen, wenn es irgendwie geht - oder eben über Garantie reklamieren.

Der Balancer ist nicht dafür da, Defekte auszugleichen.

Defekte nicht, aber leichte Unterschiede schon. Wenn aber das nicht gelingt, kann es sich zum Defekt ausweiten, weil die schwächste Zelle dann 'oben' und 'unten' immer gestresst wird.

Eigentlich sollte die schwächste Zelle limitieren, also Grund sein, dass Entladung oder Ladung abgebrochen oder verringert wird. Sie soll nicht regelmäßig in einen schädigenden Bereich gefahren werden.