Pylontech US2000C aufgebläht

"Leer" ist bei mir 20% SoC. Wie weit muss ich runter, um den von dir erwarteten Effekt zu sehen?

Ignorieren ist hier, glaube ich, das falsche Wort. Es sind halt Trägheiten im System. Aber durch das SW-Update scheint recht dynamisch auf die Einzelzellen geachtet zu werden.

Korrekt. Das ist seit dem neuen Victron SW Update. Korrekt unter 30mV gehts nicht weiter, weil die ADCs des BMS an ihrer Auflösungsgrenze sind. Und das von dir gezeigte Bild / Verhalten ist genau das, was ich bis vor 3-4 Monaten hatte.

Ich glaube, du beschreibst das "Soll" und da gebe ich dir Recht. Aber das ist nicht dass, was mein System macht, auch wenn ich es 5 Tage balancieren lasse.

Und bitte beachten: Das System läuft schon mehrere Jahre und hat genau den schönen Verlauf gezeigt, den mein Vorredner gepostet hat. Das System ist korrekt aufgebaut und das BMS kommuniziert mit dem Akku. Victron schaltet seit SW Update recht zügig bei hohen Zellspannungen weg. Fakt ist aber: Das war bis vor wenigen Monaten alles nicht nötig... ich hatte schön jeden Tag meine 30mV Abweichung und keine Zellen, die bei 80% SoC in die 3,6V Grenze hämmern.

Wenn es DIY wäre, würde ich ja gerne eure Vorschläge umsetzen. Mehr als die Mindestspannung für das Balancieren anlegen, kann ich aber nicht machen.

Ich sagte es ja: dann muss man das Problem finden und beseitigen.
Ich schließe nicht aus, dass das deine Akkus letztendlich gekillt hat. Kann aber auch sein, dass ein Zelldefekt dazu geführt hat.

Das bedeutet aber immer noch das Gleiche: Problem finden und beseitigen.

Außerdem:

Ich streitecauch schon eine Ewigkeit gegen die Verwendung von SOC: bei 80 % ist die spannung nicht 3,6 V. SOC ist "immer" falsch un vernebelt die sicht auf die einzelne Zelle.

Das ist, nochnmals, nicht gegen dich. Aber es gibt so vielee, die ähnliche Probleme haben...

Ich frag mal Pylontech, was die noch für Ideen haben... Ohne das Garantiesiegel zu brechen, sehe ich keine Option das Problem zu finden und zu beseitigen.

Um gottes Willen, nicht die Garantie verletzen.
Ich würde ja gerne bei der Analyse helfe, aber dazu muss man vieeeeel mehr wissen und im betrieb beobachten (können).

ich möchte mich übrigens bei Pylontech für ihr BMS Kommunikations Protokoll bedanken. :+1:

Ihre Hardware will ich aber nicht geschenkt.

Die Hardware von Pylontech ist nicht schlecht. Fehlkonfiguration führt aber auch bei Pylontech zu Zellsterben. Ich keine einige Pylontech Systeme die absolut Problemlos funktionieren.

Hatte mal gelesen, dass es einige Chargen gab, die Probleme machten.

Das ist schon recht gut für die Lebensdauer der Batterien mit 20% (ausgerechneter?) Reserve. Sind dann alle Zellen bei annähernd gleicher Spannung?

Steigt die spannung der "schlechteren" Zellen etwas stärker, wenn bei niedrigem Ladestand geladen wird?

Ich komm von dem Verdacht noch nicht los, dass das top balancing aus irgendeinem Grund nicht gut genug funktioniert.

Ich glaube, weiß es aber nicht genau, dass der Balancerstrom einfach zu gering ist, um aus dem Ruder laufende Zellen wieder einzufangen. Man kann das Problem aber eventuell reduzieren, indem man bei höherem SOC den Ladestrom extrem reduziert. Kann man ja im Venus in DVCC einstellen.
Ich hatte letztes Jahr ja auch zwei defekte US2000 die gegen die C Versionen ersetzt wurden. Bemerkt hatte ich das eher zufällig, nachdem ich mir das spezielle Kabel und die Pylontech Auslese Software besorgt hatte.
Die zwei verbliebenen US2000 laufen noch nicht aus dem Ruder, aber ich werde diese trotzdem demnächst mal aus dem Rack ausbauen und schauen, ob sie nicht auch ein bisschen blähen.

Seit der Geschichte habe ich mein Verhalten stark geändert: In der Regel steht die Max Ladespannung auf 50,6 V. Nur so etwa alle zwei drei Wochen stelle ich 51,8V und bei hohem SOC dann 5 A max Ladestrom für das gesamte Rack ein. Dann nehme ich mir auch die Zeit und beobachte im Venus die Min und Max Zellspannung. Die Differenz beträgt dann am Anfang des Balancierens meistens so 50 bis 60 mV wobei ich schön zuschauen kann, wie sich die Differenz mV für mV angleicht.

Kann man das?
Man kann die obere Ladespannung einstellen, aber den Strom?

Oliver

sorry,
Pouch-Zellen sind crap
15S Batterien sind crap
mehrere Pouchzellen parallel sind crap
Die Elektronik scheint bescheiden zu sein wenn solche Dinge passieren können
der Ballancer scheint nicht vorhanden zu sein
die Scheissdinger sind auch noch teuer....
Wie geschrieben, nicht geschenkt.

Das hat gleich aus zwei Gründen eine besondere Logik:

Bei geringerem Strom dauert das laden länger und das balancieren bekommt mehr Zeit.

Bei geringem Strom sind die Differenzen der Spannungen nicht durch strominduzierte Spannungsabfälle verfälscht, so das ein balancer wenigstens das richtige macht.

Die gute alte Lademethode hatte immer eine CV Kennlinie. Und genau die braucht man zum balancieren.

Nun ja, das ist Victron mit Pylontech. Die reden miteinander. Die Pylontechs geben den Ladestrom vor, ab 95% SOC nur noch sehr wenig. Der Victron begrenzt die Ladespannung, und lädt zum Ende hin so lange, bis die Pylontechs der Meinung sind, es ist genug gebalanced.

All das geht vollautomatisch, und ändern kannste daran nix. Nur die Ladeendspannung kann man im ESS beeinflussen.

Da helfen deine gut gemeinten „man muß es nur richtig machen“-Ratschläge leider gar nichts.

Das ist erstmal ziemlich richtig.
Mit dem kleinen Fehler, das der SOC keine Messung ist, sondern ein Lottospiel. Und wen der zu niedrig faksch ist , dauert die hochstromphase zu lange.
Ich verdächtige die ESS Steuerungen seit langem, solche und ähnliche regelungstechnische Fehler zu haben. Leider habe ich keine, um die zu untersuchen.

In dem Fall hier kommt auch der SOC von der Batterie. Victron selber ermittelt da gar nichts.

Bei meinem System gibts. z.B. bei 0A Strom einen Unterschied von 0,2V - 0,3V bei der Batteriespannung zwischen dem, was die Batterie misst, und dem, was Victron misst. Auch die Ströme stimmen nie ganz überein. Da ist wohl viel Schätzeisen verbaut.

Wer recht hat, müsste ich mal nachmessen.

Oliver

Ich glaube da bist du auf dem Holzweg mit Fehler im ESS.
Das ESS regelt nämlich nicht, es setzt nur die Vorgaben vom BMS um.

Der Hauptgrund für Probleme mit Pylontech dürfte der zu hohe Lade/Entladestrom sein, weil sich viele User nicht an die Vorgaben halten. Hier im Forum hat man doch schon öfter ein 5000er Multi an einem US2000 gesehen. Oder drei 5000er Multis an zwei US2000.

Das ist in dem Fall hier aber nicht der Fall.

Oliver