PV - Batteriegröße Rechner

@geister-harry

Moin Harry, machst du dazu bitte einen eigenen Beitrag auf? Hier geht es um den PV-Rechner. LG Nick

Hallo zusammen,

der Felix Goldbach von Money for Future hat gerade ein Video veröffentlicht, wo es um einen Speicher für Balkonkraftwerke geht.

Wenn ich allerdings die Daten im PV Rechner eingebe, dann kommt da irgendwie Müll raus. Eine Amortisationszeit für einen Speicher von -32000Jhren dürfte unrealistisch sein. Ich vermute mal, dass der Berechnungsalgorithmus mit so geringen PV-Leistungen von 600Wp und einem so teuren speicher nicht klar kommt.

PVTool @AkkuDoktor - Berechne die Größe deines Speichers selbst.pdf (159 KB)

@thomasw69

Das hat damit zu tun, dass die Erzeugung des 600Wp Solarmodul zu 100% durch den gemittelte Verbrauch nach Standardlastprofil verbraucht wird. Das ist in der Praxis nicht so, aber der Rechner kann nur mit stündlichen Durchschnittswerten arbeiten, deshalb kommen da 100% raus. Stell mal beispielsweise 2000kWh Verbrauch ein und füge ein paar kleinere Akkus hinzu (z.b 300 + 500Wh), dann siehst du die Änderung.

@nick81

Sowas habe ich mir schon gedacht. Der Rechner ist also nur für größere Anlagen geeignet und nicht für Balkonkraftwerke.
Allerdings kann es nicht an den Stundenmitteln liegen. Wie man im Bild sieht hat man bei Balkonkraftwerken ja das Problem, dass die 600W, die man erzeugt tagsüber anfallen (Gelbe Linie PV Produktion). Der Wechselrichter begrenzt das dann auf 600W (rote Linie). Der Hauptverbrauch ist allerdings am Morgen und in den Abendstunden (Blaue Linie). Bedeutet, dass das BKW tagsüber die Grundlast abdeckt und abends dann wieder Strom aus dem Netz gezogen wird. Jetzt wird proklamiert, dass mit einem 2kWh Akku die ungenutzte Solarenergie vom Tag in die Abendstunden verlagert werden kann und man dabei 50% der Stromkosten spart. Die 50% halte ich da für übertrieben.
Wenn man mal eine recht primitive Überschlagsrechnung macht, dann kann man bei voller Akkunutzung über 365 Tage und Null Verlusten bei 3kWh Speichergröße 730kWh PV Energie aus dem Speicher selbst verbrauchen, der nicht ins Netz verloren geht. Um 50% Stromkosten zu sparen müsste man also einen Verbrauch von 1460kWh/a haben, was wohl eher nur für Singlehaushalte zutreffen dürfte. Wie gesagt, wenn alles perfekt wäre. Das dürfte allerdings in der Realität nie eintreten.

@thomasw69

So ganz verstehe ich deine Rechnung nicht. Nach PVGis hast du mit einer Neigung von 90° und 600Wp einen Ertrag von 486,82kWh pa. Selbst wenn du "nur" 40% davon selbst verbrauchst, dann würden dir nur 291kWh zum Speichern zur Verfügung stehen. Wenn man nun pauschal 10% Wandlungsverluste dazu rechnest und mit 35ct/kWh rechnest, dann sparst du mit einem Speicher (wenn die Kapazität und Leistung ausreicht) 92€/Jahr. Damit kannst du die Amortisation des Speichers ausrechnen.

Du musst eine Ausrichtung (Neigung + Azimuth + kWp) eintragen und "Hinzufügen" drücken.

Rechner Berücksichtigung von Strom für Wärme im Winter

Das PV-Tool ist enorm hilfreich für die Einschätzung einer Speichergröße und Berechnung der Amortisation.
ALLERDINGS
lässt sich nur der Jahresverbrauch eingeben, auch wenn ein massiver Verbrauch vorwiegend für Heizung (Wärmepumpe, Klimageräte) im Winter anfällt. Sinnvoll wäre mE eine Erweiterung des Rechners auf Explizite Angabe von WärmepumpenStrom (Ich kann mir vorstellen das betrifft sehr viele Szenarios, die mit Speicher berechnet werden; niemand verbraucht (bei Wärme mit Strombetrieb) über das Jahr gemittelt gleich viel.
Bei mir ist der Verbrauch (ohne Wärme) ca 3KWh/d | mit Wärme die im Winter anfällt (je nachdem wie tief Temperatur) sind das dann entsprechend mehr, aber eben NUR IM WINTER, und nicht auf das Jahr verteilt.
Ich weiß jetzt auch nicht ob das Sinn macht das zu berücksichtigen oder an der Kalkulation von Akkugrösse und Wirtschaftlichkeit etwas ändert. Ich könnte mir jedoch vorstellen dass es doch einen Unterschied macht, auch bei berechnungsergebnissen.
Hier einfach mal als Inspiration um den Rechner zu verbessern.

@svenh

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Kann ich mir nicht vorstellen... 1 Zimmer Single Bude?

  • Aus HouseAutomation Zähler Statistik
  • Stabil über mehrere Monate erfasst
  • 1 Computer Arbeitsplatz ganzer Tag (ca 60W incl Monitor)
  • ca. 1 mal Kochen am Tag (Induktionplatte)
  • 3 kleine Server (4W) + 1 HausSystemOrangePi + Router + Switch (ca 60W)
  • Kühlschrank
  • zur Zeit einzige Person im Haus
  • Licht ist alles LED
    Stromsparend organisiert

Bei so einem geringen Tagesverbrauch reicht ein BKW mit Bluetti oder ähnlich. da kann ja alles an die Box geklemmt werden. Im Winter ein Fahrradergometer mit Generator um den Akku zu füllen, Kosten für Fitness Studio entfällt auch gleich noch. {green}:nerd:

Der Verbrauch wird maßgeblich durch die Anzahl der Personen bestimmt. Jede Person schaltet Verbraucher ein. Die Spülmaschine und Waschmaschine laufen viel öfter. Auch der Herd wird öfter und länger eingeschaltet. Wenn nur eine Person im Haushalt ist, die dazu noch an 5 Tagen arbeitet und auch am Wochenende wenig zu Hause ist, dann wird nicht viel Strom benötigt.

Berechnung Batteriegröße:

Die rechner gehen von grossen Anlagen aus. Bei denen auch leistungsstarke Wechselrichter verbaut sind. Bei 600 W Bkw nutzten die Rechner nix.

Der 600 W wechselrichter kann nur die 600 W einspeisen, wenn ein 2000 W Verbraucher (Herd, Waschmaschine etc.) Läuft, können nur maximal 600 W abgefangen werden. Die rechner sind nicht für diese zenarien programmiert.

Wer ein 600 W Bkw hat sollte gucken, wie viel Grundlast nachts benötigt werden. Am besten ein 400 W Panel direkt an einem Eingang des Wechselrichters betreiben. Das andere 400 W Panel geht über mppt Laderegler in einen Akku. Der Akku wird abends über Nacht auf die Zweite Seite des Wechselrichters geschaltet und deckt die Grundlast an. Der Wechselrichter muss einstellbar sein, man muss ihn auf die Grundlast runter regeln können. So dass nicht in kurzer Zeit aus dem Akku die vollen 600 W gezogen werden und davon 2/3 in das Versorger -Netz verschenkt werden.

Die Akku grösse ist also maximal das, was ein 400 W Panel in 10 bis 12 Stunden erzeugen kann.

Außer man macht 2 Panel an mppt und Akku, dann muss die Batteriekapazität entsprechend höher sein. Die Batteriekapazität braucht aber auf keinen Fall höher zu sein, als für die Grundlast nachts benötigt wird.

Neue Funktion: Individuellen stündlichen Verbrauch per CSV Datei hochladen und berechnen lassen.

Hey Leute, ich habe es endlich geschafft die Möglichkeit einzubauen, mittels einer eigenen CSV Datei den stündlichen Verbrauch in den PV-Rechner zu pumpen.

Unter "Erweitert" könnt ihr das Jahr wählen, welches ihr mit euren Daten vergleichen wollt. PVGis bietet allerdings aktuell nur Daten bis 2020 an. Dann könnt ihr euch eine "Vorlage" herunterladen. Dort müsst ihr stündliche Werte in "Wattstunden" eintragen. Bitte weder Überschrift noch den Datum-Zeit-Text ändern.

Dann könnt ihr diese gefüllte csv wieder hochladen (passiert nur in eurem Browser, die Daten werden nicht auf irgendein Server geladen). Danach die csv "aktivieren". Wenn kein Fehler erscheint, müsste der Button "Deaktiviere Datei" aktiv werden. Wenn ihr nun auf "Berechnen" klickt, werden eure Daten verwendet.

Von der UX geht das sicherlich schöner ?

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Funktioniert. Super-Danke !
Ich hab den Hausbezug der letzten 3,5 Jahre im Stundenintervall mitgeloggt.
Konnte so ein ganzes Jahr mit copy/paste von meiner xls-Datei in diese Vorlage übertragen.

@michael-123 danke für die Rückmeldung ?

Das Tool ermöglicht durch den Upload von individuellen Lastgängen sehr aussagekräftige Ergbnisse - klasse Arbeit!
Für viele Planungen steht der individuelle Lastgang nicht zur Verfügung, gibt es eine Empfehlung für einen Haushaltsstrom Lastgang+Wärmepumpe(unterbrechungsfrei)?
Spontan könnte ich mir auch eine Checkbox "KfW 442 Förderung berücksichtigen" gut vorstellen, dies würde noch mal einen ganz neuen Blick auf die Speicher Amortisation mit dem anstehenden Förderprogramm werden.

OK, habe das Feature mit der "KfW 442 Förderung" eingebaut, habs aktuell nur lokal am laufen. Bei Interesse mache ich ein Upstream PR.
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@mark-sch Das hört sich super an. Gerne PR.

Hallo zusammen.

I versteh meine Ergebnisse der PV Toll Berechnungen nicht ganz. (siehe Bild)

Ohne Speicher würde ich pro Jahr 3085,11 kWh selbst nutzen.

Mit einem 1kWh Akku würde dies auf 4955,39 kWh selbst Nutzung pro Jahr erhöht werden.

Das würde ja heißen, dass der 1kWh Akku pro Tag (4955,39-3085,11)/365 = 5,12kWh umsetzt. Also wird dieser pro Tag 5 mal be und wieder entladen?

Ist das nicht sehr unwahrscheinlich? Ich war der Meinung dass die meiste Zeit der Akku nur einmal pro Tag beladen und dann nach Sonnenuntergang entladen wird?

Danke für euren Input.

Kann durchaus stimmen, dass ein so kleiner Akku nur die Zeiten am Tag überbrückt, wenn sich Wolken vor die Panels schieben. Das erfolgt je nach Gegend sehr häufig an einem Tag.

Müsste jemand bestätigen, der einen kleinen Akku von 500 Wh oder 1 kWh einsetzt und eine größere Anzahl von Panels einsetzt.

Natürlich abhängig vom Standort, der Ausrichtung und dem Verbrauch. Ob die genutzten Einstrahlungsmodelle der Realität entsprechen und wie fein granular die auf die ZEit sind, weiß ich nicht.