wir möchten auf unserem EFH eine PV-Anlage installieren lassen. Aktuell haben wir bereits ein Balkonkraftwerk: ein Anker Solix 3 mit 2,7 kWh Speicher auf dem Garagendach und insgesamt 2 kWp PV-Leistung.
Zusätzlich sollen nun auf das Hauptdach (Satteldach, 45°) weitere ca. 8 kWp installiert werden. Die Solarteure in der Umgebung scheinen allerdings bevorzugt herstellergebundene Komplettlösungen verkaufen zu wollen. Angeboten wurde uns z. B. ein Wechselrichter von Sigenergy.
Wir möchten jedoch bewusst kein geschlossenes System, sondern möglichst flexibel bleiben und später Speicher unterschiedlicher Hersteller schrittweise nachrüsten können. Nach meiner bisherigen Recherche sehe ich dafür im Wesentlichen zwei Möglichkeiten:
Allerdings habe ich den Eindruck, dass es bei europäischen Herstellern kaum Niedervolt-Hybridwechselrichter gibt – außer vielleicht Victron Energy. Dort wirkt vieles allerdings eher auf Bastler, Offgrid- oder Spezialanwendungen ausgelegt. Täuscht dieser Eindruck?
Ansonsten scheint Deye in diesem Bereich recht verbreitet zu sein - allerdings aus China. Hat hier jemand ein ähnliches System umgesetzt und praktische Erfahrungen gesammelt?
Wichtig wäre uns später außerdem ein gutes Überschussladen über Home Assistant, z. B. mit einer Zaptec Go 2 Wallbox. Eine Wärmepumpe haben wir aktuell nicht und sie ist derzeit auch nicht konkret geplant.
Wie würdet ihr die möglichen Konstellationen bewerten? Würdet ihr eher zu:
String-WR + AC-Speicher,
Niedervolt-Hybrid,
oder doch klassisch zu HV-Hybridwechselrichter + HV-Speicher raten?
Vielen Dank schon mal für eure Einschätzungen und Erfahrungen!
bitte verweist neue Mitglieder (herzlich willkommen!) nicht einfach auf die Suchfunktion und daß spätestens die elektronischen Bauteile aus Asien kommen, ist auch bekannt, aber macht trotzdem zumindest für einige einen Unterschied, wer die Firmware schreibt und das kann man auch akzeptieren.
Konkret fällt mir auch nur Deye als Hybrid WR ein und sonst primär die Kombination aus einem Fronius Symo und einem oder drei Victron Multiplus (wie es bei mir im Keller hängt), aber ich bin da auch nicht up to date.
Kleine AI Suche für Niedervolt WR (Deye und Solis aus Asien):
Zusammenfassung
In Europa und Deutschland haben sich mehrere Marken als Marktführer für Niedervolt-Hybridlösungen etabliert:
Deye: Bekannt für das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis und hohe Flexibilität. Beliebte Modelle sind die SUN-SG04LP3 (dreiphasig, 5–12 kW) oder die einphasigen Varianten für kleinere Lasten.
Victron Energy: Der Standard für anspruchsvolle, hochgradig anpassbare Systeme (z.B. MultiPlus-II). Besonders geschätzt für Off-Grid-Anwendungen und DIY-Projekte.
Solis: Bietet leistungsstarke Niedervolt-Wechselrichter wie den S6-EH3P an, die oft über zusätzliche Generatoranschlüsse verfügen.
SMA: Bietet mit der Sunny Boy oder Sunny Tripower Smart Energy Serie Hybridlösungen, die oft in Kombination mit etablierten Batteriemarken wie BYD genutzt werden. [1, 2, 3, 4, 5, 6]
Mir fällt ein Victron, Studer, SMA für LV-Wechselrichter. Wenn eh kaum was aufs Dach passt, haben diese Hersteller passendes.
Wenn man aber nicht den WR ins Internet lässt, kann man auch einen China-WR montieren. Ausreichende Batterie vorausgesetzt z.B. 12kW sinnvoll, um alle spitzenlasten im Haus aufzufangen.
Es ist ein sehr mächtiges System mit vielen Möglichkeiten. Ich habe in mehreren Installationen aber auch den Multi RS Solar als ganz normalen Hybrid-WR mit NV-Speicher installiert. Läuft super, aber leider gibt’s diesen Hybrid-WR nur einphasig und nur in dieser einen Leisungsstufe. Bei einphasigem System ist der Export außerdem auf 4,6kW limitiert wegen Schieflast.
Für Überschussladen ohne basteln kannst du im Falle des Victron Systems die Victron Wallbox verwenden. Herstellerübergreifend geht es auch, aber oft muss man das selber in NodeRed oder Homeassistant implementieren.
Ich würde wahrscheinlich einen x-beliebigen String-WR verwenden und einen AC-Speicher dazu wenn dir Flexibilität wichtig ist (Victron Multiplus 2 + NV-Speicher)
Also Notstrom wäre mir nicht so wichtig. Bis dato kann ich mich nur an einen Stromausfall für wenige Stunden erinnern (Kyrill 2007).
Verbaut sind bei mir zum einen der Anker Smart Meter, ein iMSys für den dynamischen Stromtarif, sowie einen Carlo Gavazzi EM330 + Zaptec Sense (Lastmanagement der Wallbox). Also schon einige Zählwerke… Wäre cool, wenn man diese integrieren könnte über Home Assistant.
Wahrscheinlich wird es darauf hinauslaufen. Im Prinzip sind es ja „nur“ 8 kWp auf dem Dach.
Und mit zwei E-Autos haben wir quasi einen 150-kWh-Akku auf vier Rädern.
Bis dato frage ich mich allerdings noch, ob sich eine zusätzliche PV-Anlage neben dem Balkonkraftwerk überhaupt wirtschaftlich lohnt, da ich die Autos nachts über Octopus Energy für etwa 17 Cent/kWh laden kann.
Für die zusätzlichen 8 kWp verlangt der günstigste angefragte Solarteur aktuell rund 10.000 €.
Da tendiere ich aktuell lieber zu einem günstigen String-Wechselrichter und könnte irgendwann ein AC gekoppelten Speicher anschließen lassen, wie zum Beispiel die Anker Solarbank mit 7kWh für 1.700€. Ja, mir ist bewusst, dass Anker auch kein europäischer Hersteller ist
Hat jemand eine bessere Idee bzw. habe ich irgendwo einen Denkfehler?
Überschuss kann dein Anker im Winter auch über AC einspeichern. Im Sommer wirst du den Ertrag der Module am Anker den alleine Voll bekommen. Den erweitern wäre auch erstmal eine Möglichkeit um etwas Speicher zu bekommen.
Falls du später mehr / preisgünstigeren Speicher willst, Optionen würden schon genannt. Einphasig sollte bei deinen Anforderungen eigentlich reichen.
Für HA kannst du dir im worst case noch einen Leser gönnen. Tasmota IR auf deinen VNB Zähler geht eigentlich immer.
Ja - ein 10kW WR ist nicht echt günstiger als ein größerer. Ein BEV daß mit 11kW geladen werden soll, will auch bedient werden.
Das vorhandene Zeugs kann/sollte weg, bis auf die PV. Die wird unmittelbar mit am Hybrid als/im String iregendwie abgeschlossen.
Hoymiles HIT WR haben mitunter 4 MPPT, eventuell auch interessant. Es erscheint mir immer "komisch" sich an alten Dingen - WR zu orientieren, neue sind die neuen alten....
5kWh Speicher, war für'n BKW bestimmt nett, ist nicht zukunftsfähig.
Daher erstmal mit kleinem Akku ~32kWh anfangen. 10 oder 20kWh werden sich als nicht ausreichend beweisen, nutzt man das BEV. Save ist man mit 1,5 x BEV Akkukapazität
Grade mit eher kleiner PV bilde ich mir ein, ist es interessant, mehr Energie zwischenzupuffern und möglichst wenig ins Netz zu speisen.
Es gibt auch einen AC Speicher, made in Germany. Der hat als einziger einen hohen Wirkungsgrad. Ist made in Germany das "must have", ist der SAX die Antwort. Allerdings weder günstig und dann auch eher nur mit gleichem erweiterbar.
Ich hätte kein Problem damit, einen größeren WR zu nehmen. Vielleicht stehe ich auf dem Schlauch - aber wenn meine PV Anlage eine maximale Leistung von 8 kwp hat, wozu benötige ich dann einen Wechselrichter mit z.B. 12 kw? Wo soll die Leistung her kommen? Oder meinst du, dass ich in ein paar Jahren das Garagendach noch mit anschließe und somit noch Puffer habe?
Zum Akku: Ja, die 2,5 kWh maximale Leistung sind nicht der Hit. Dafür ziemlich günstig. 15 kWh für 2.000€. Vom Prinzip her habe ich ja selten solche hohen Lasten im Haus und wenn dann nur ganz kurz. Das E-Auto soll ja nicht aus dem Speicher laden, sondern möglichst bei hoch stehender Sonne. Die Wallbox kann ich bis auf 6A runterregeln. Das wird jedoch spannend, dafür das entsprechende dynamische Tool für HA zu erstellen.
8kw+2,7kW PV vom BKW (der Kram kommt weg) sind zumindest schonmal 10kWP.
Wenn Da noch ein Gargendach mit +5kW möglich ist - gleich mit einplanen und anmelden.
Das mit "Später dann...." - ist nur eine Irritation - außer evtl beim AKKU.
Mit HA erzeugt man keine Energie
Was soll die bringen, wenn die Karre geladen werden muß und wie heute oder gestern die Sonne nüscht bringt ?
Aus der Praxis
Aktuell nix Sonne - hab die Karre heute nacht erstmal voll geladen. Wenn zum WE die Sonne kommt, wird auch der Akku wieder voll. Bis dahin steht der Zähler - und das bis November
Mit 20 oder 40kWh ist so etwas nicht möglich, keine HA kann da helfen.
entweder verkaufst deinen Strom billig wenn du den nicht brauchst, oder du kannst den speichern und verbrauchen, auch wenn grad Auto lädt, Toaster und Herd und Waschmaschine laufen. Dann muss speicher und WR aber den Strom auch tragen können
Ich habe gerade nochmal mit dem Solateur gesprochen. An das Thema Niedervolt will er nicht ran. Für ihn ist es ein Thema für „Gewerbe“. Er möchte jetzt einen Kostal WR mit einem BYD HVM anbieten. Nach seiner Aussage auch Niedervolt. Die Speicher werden wohl in Reihe geschalten, wodurch auch höhere Spannungen erreicht werden könnten. Der WR kann wohl zwischen 8 und 12 kw betrieben werden, kostet ggf. „Coins“.
Die Firma Deye ist wohl keine Option.
An die Variante String-WR + AC Batterie wollte er erstmal nicht ran, wegen „zu hohen Verlusten der zusätzlichen Umwandlung“ und der „schwachen Entladeleistung bei niedrigen Füllständen“.