Die theoretisch höhere Effizienz von WRs mit Hochvoltspeichern muss sich erstmal amortisieren. Aus meiner Sicht darf ein HV-System nur marginal mehr kosten.
Der Unterschied liegt in der Größenordnung von ~90% (NV) zu ~93% (HV)
Die schwache Entladeleistung kann ich nicht bestätigen. Bei meinen Speichern kann bis zur Spannungsuntergrenze der volle Strom entnommen werden.
Nein, es ist nur ein Umwandlungsschritt mehr als bei einem DC-gekoppeltem Hybrid-WR. Und dieser zusätzliche Schritt ist (PV)-DC zu AC, welcher sehr effizient läuft. Daher ist der Einfluss auf die Gesamteffizienz nicht so hoch.
DC-AC und umgekehrt ist deutlich ineffizienter als DC-DC.
Ein DC-gekoppelter Speicher wandelt sehr effizient PV-DC zu Akku-DC, und beim Entladen dann weniger effizient DC zu AC.
Mit AC-Speicher läuft es nur weniger effizient: PV-DC zu AC, und dann AC zu Akku-DC. Beim Entladen dann Akku-DC zu AC. Da landet man für die ganze Kette bei dreimal ACDC, und zusammen nur bei um die 80%.
PV-DC zu AC hat eine Umwandlungseffizienz von ~97,5% (SMA Tripower 8.0 als Beispiel).
Ob jetzt AC zu Akku-DC deutlich ineffizienter ist als PV-DC zu Akku-DC denke ich nicht. Einen direkten Vergleich habe ich allerdings nicht.
Übrigens sind manche HV-System gar nicht wirklich HV. Mein verkauftes Huawei System hatte im Akku-Modul einen DC/DC Wandler um von intern 48V auf extern ~300V zu kommen. Ob das jetzt so viel effizienter war als ein AC-gekoppelter HV-Speicher würde ich bezweifeln.
Das ist oft das Problem, die bauen dir in der Regel nicht das ein, was nach offenen Standards funktioniert. Was in der DIY-Community so beliebt ist, machen die nicht.
Insofern würde ich ohne Akku bauen lassen und mich um Akku später selber kümmern. Gerade diese AC-Systeme, die durch die BKW-Anlagen in großen Stückzahlen gebaut werden, sind da sehr interessant. Und du hast ja schon eine Anker Solarbank 3, da gibts doch auch diese Power Dock. Damit dürfte jetzt schon einiges möglich sein und die Entwicklung geht ja auch weiter. So in System ist auch super erweiterbar.
Eigentlich bauen die nur das ein, mit dem die sich auskennen, für das die auch schon mal eine Schulung gemacht haben, und für das die beim Großhändler in der Rabattstaffel weit hoch geklettert sind.
Was in gewisser Weise ja nachvollziehbar ist.
Da es aber mit Sicherheit mehr als nur einen Solateur bei euch in der Gegend gibt, schau dich halt weiter um.
Ich hatte am Anfang ähnliche Fragen und auch starke Bedenken gegen China-Produkte und Deye. Am Ende sind wir bei einer 14,4kWp-PV-Anlage und einem 15kW-Deye-NV-WR gelandet und gerade habe ich bei nkon einen 16kWh-Speicher gekauft für ca. 1800 Eur incl. Lieferung. Das ist im Vgl. zu einem HV-System deutlich günstiger (Faktor 2-3) und ein größerer WR lohnt schon deshalb, weil man ihn nicht so oft auf Vollast fährt und die Lüfter seltener anspringen und er im Zweifel mehr Ladepower hat, wenn im Winter gerade mal die Sonne vom blauen Himmel scheint und man jeden Peak gerne mitnehmen möchte für die sonst eher dunkle Zeit.
Bisher bin ich mit unserem Deye auch sehr zufrieden, der Support läuft einigermassen und wir hatten einen sehr hilfsbereiten deutschen Lieferanten gefunden, der auch für den 1. level-support gut ist.
Nach anfänglichen Bedenken sind wir sogar mit dem Deye über den WLAN-Dongle ins Web gegangen und nutzen die Solarman-App für die ‘Überwachung’. Man kann das natürlich auch ohne Web gestalten, aber dann sind die Lösungen komplizierter (Home Assistant u.a.) und man braucht einen zusätzlichen WLAN-Router o.ä. in der Nähe des WR. Von den Möglichkeiten der Stromeinspeisung, Batteriemanagement etc. und auch Notstromversorgung ist der Deye aus meiner Sicht ungeschlagen - vor allem beim Preis-Leistungsverhältnis.
Und tatsächlich kommen ohnehin fast alle Komponenten von WR aus China, dort werden auch die Boards gefertigt, die dann bestenfalls in der EU eingebaut werden. Mit Victron hatten wir auch geliebäugelt (habe einen kleinen 1kW-Victron am BKW), aber bei 14 kW braucht man 3 Geräte für die 3 Phasen, deutlich mehr Platz und es wird deutlich teurer. Mit dem Victron-System (ESS oder wie es heißt?) ist man aber extrem flexibel, muß sich aber auch erst einfuchsen.
Zunächst hatte ich gedacht erst nur einen 12 kW-WR zu nehmen (denn die 12 kW kommen ja nur selten aus einer 14,4kWp-Anlage), aber da der Preisunterschied kaum ins Gewicht fällt, war es mir lieber oben etwas Reserven zu haben und die China-Technik nicht zu oft nahe 100% zu fahren. Aus Erfahrung mit div. Chinaprodukten weiß ich, dass die meisten Geräte eher für 50…max. 80% Dauerlast ausgelegt sind, viele eher noch weniger. Und es ist auch ganz nett, wenn der Lüfter bis 4 kW nicht läuft
es gibt viele Chinaböller, die sehr günstig sind -zB. die Masterpower Riege. Was aber nicht geraten wird auf Dauer einzusetzen.
Bei Victron ist das von Dir genannte Bastler, Offgrid, Spezialanwendungen,.. möglich- und das ist die große Stärke von Victron, dass man zB. MPPT DC angebunden je nach Erweiterungsmöglichkeit, zB. noch ein Dach vom Gartenhaus, dann noch die Südostfassade, dann noch … jeweilige Strings problemlos erweitern kann. Was aber auch AC angebunden mit zB. MicroWR geht. Victron kann aber auch ganz normal und wenig spezial ganz normal 1 oder 3phasig Netzparallel als Nulleinspeisung aufgebaut und konfiguriert werden. Victron ist ein europäischer Hersteller und die Daten sind über das Internet Accountgebunden abfragbar und auswertbar. Auch kann man darüber Firmware Updates machen und die Anlage konfigurieren. -was aber nicht heißen muss, dass das ganze nicht von Hacks oder anderem unbeeindruckt bleibt. Vermutlich ist alles was übers Internet an Daten fließt nie 100%ig sicher zu bekommen. Bei Victron hast Du aber die Möglichkeit an die Steuerungseinheit Cerbo ein Display per HDMI anzuschließen und die aktuellen Werte wie SOC, Solarleistung, Einspeisung, usw. abzulesen- das geht offline.
Mr. Mining hat auf YT darüber auch mal in Bezug auf Deye Geräte gesprochen, dass sie auch eine offline Betriebslösung dafür gefunden haben. Deye Geräte sind eigentlich P/L mäßig sehr gut aufgestellt und bieten vieles in ihren Geräten was Du benötigst. Darum werden sie auch von vielen Selbstbauern verwendet. -wenn ich nicht meine Victron hätte und großen Wert auf flexibilität legen würde, dann wäre es vermutlich auch Deye geworden.
Vorteil von Niedervoltspeichern ist halt, dass wenn ein Akkupack die Biege macht, man dieses einfach aus der Konfig herausnimmt und mit dem Rest weiterarbeiten kann.