Du meinst sicher deine These, dass die Mindestmodulation mit der eingestellten Soll-Temperatur verbunden ist. Also höhere Soll-Temperatur führt zu höherer Mindestmodulation durch die Regelung.
Genau das kann ich mir auch gut vorstellen und das würde erklären, warum die Aussagen zur Mindestmodulation oft so unterschiedlich ausfallen. Und da wäre es interessant, diese These experimentell zu belegen.
Das geht aber eben nur, wenn auch bei allen eingestellten Soll-Temperaturen die Anlage noch taktet. Wenn sie nicht mehr taktet, ermittelt man nicht mehr die Mindest-Modulation, sondern die Heizlast des Raumes und das ist was ganz anderes.
Exakt das war es, warum ich die Thematik angesprochen hatte: es ist sehr vielen Nutzern wichtig, dass die Anlage weit runter moduliert. Wenn sie das dann nicht tut wie erwartet, kommt die Enttäuschung. Die Erwartung kommt durch Forenbeiträge mit Erfahrung Anderer oder durch die Herleitung mit den Eurovent-Daten.
Enttäuschung, dass die Anlage dann doch nicht das Erwartete macht, gibt es jedenfalls immer wieder. Und auch der typische Eigenverbrauchs-Maximierer und Netzbezugs-Vermeider, zu dem man als PV-Betreiber gerne wird, hätte gerne eine möglichst geringe und konstante Leistungsaufnahme.
Mir ist es einfach durch Rumprobieren aufgefallen, dass es da einen direkten Zusammenhang gibt. Ich zeichne die Daten zwar nicht auf, habe hier aber meinen bequemen Sessel, von dem aus ich das Energiemessgerät sehen kann. Bin hier auch nur 1 Meter vom Außengerät entfernt und kann das Ding auch (gaaaanz leise) hören, zumindest in manchen Betriebszuständen und nur wenn es gaaaanz leise ist. Dadurch beobachte ich das Ganze oft intuitiv und schaue, was die Anlage in welcher Situation macht.
Aber mehr als eine Beobachtung ohne Aufzeichnung ist es nicht.
Genau der Punkt war mir gestern das Wichtigste. Deshalb habe ich hier für den Test ausgiebig gelüftet, d.h. zwei Türen für fast ne halbe Stunde offen, die beide ins Freie führen. Der Bau hier kühlt rausch aus, hat wenig Wärmekapazität. Danach dann auf die 18°C Solltemperatur gestellt und siehe da - die Anlage hat nach einer Aufheizphase wieder getaktet, kam dabei auch deutlich weiter in der Leistungsaufnahme runter.
Wenn ich dann die Solltemperatur hochstelle und wieder warte, bis die Anlage taktet, dann moduliert sie wenn sie läuft nicht mehr so weit runter. Trotz Takten.
Ich vermute das ist eine Komfortmaßnahme in der Regelung, damit die Ausblastemperatur nicht als zu kühl empfunden wird: Lieber die Anlage zeitweise gar nicht heizen lassen als dass sie Luft ausbläst, die nur noch unmerklich über der Raumtemperatur liegt.
Auf der überwiegent gezeigten Anlage bekomme ich dazu keine Freigabe aktuell (WAF). Wenn das Auto voll geladen ist, hab ich aber etwas Spielmasse für die 2te Anlage frei und probiere mal Sollwerte um 18°C aus. dann nehm ich auch mal die Faikinregelung on-top raus.
Das ging flotter als gedacht (Faikin deaktiviert):
Sollwert Daikin: 18,5°C
Bedarf: 40%
Kompressor: 12Hz
Raumtemperatur: 18.5°C
Resultierende Leistung: 105W
Die Anlage fährt von 14Hz auf 12Hz runter.
IG Temp und Kältemittel steigt weiter.
Resultierende Leistung dippt kurz auf 91W aber hält sich eher auf 105/108W und dann taktet die Anlage.
Fazit: Das ist bei den Settings die Modulationsgrenze
Wenn ich über Faikin mit der Bedarfssteuerung rumspiele, ändert sich an der Untergrenze der Modulation im Taktbetrieb nichts. Beziehungsweise fast nichts. Bei Bedarf auf 30% kann es sein, dass die Anlage nach einem Takt eben mit niedrigerer Leistungsaufnahme wieder anläuft als bei höher eingestellter Bedarfsteuerung. Ich konnte da bisher nur eine Begrenzung der Leistung nach oben feststellen, nicht abner nach unten.
Was aber definitiv die untere Modulationsgrenze noch bestimmt, ist die Außentemperatur: Als es draußen noch warm war, lief die Anlage auch bei 23°C Solltemperatur öfter deutlich unter 200W. Heute hat es draußen laut Faikin 19,5°C und vorhin lief die Anlage mit 175W bei 23°C Solltemperatur. Hatte sie die Tage zuvor nicht gemacht aber wie gesagt ich beobachte nicht immer und höchstens dann, wenn ich im Raum bin wo das Energiemessgerät hängt. Da kann es dann sein, dass ich gerade drauf schaue, wenn die Anlage langsam wieder hochfährt. Solche Werte sind dann öfter mal nichtssagend, weil es Betriebszustände gibt, wo die Anlage mit niedriger Leistungsaufnahme wieder anläuft. Das ist mir letztes Jahr vor Allem dann aufgefallen, wenn ich den Holzofen mal an hatte oder andere Wärmequellen reinfunken (Sonne scheint).
Was mir auch öfter aufgefallen ist: Beim Lüften fährt die Anlage mit der Leistung oft runter, obwohl der Raum dann erstmal schlagartig kälter wird. Die Regelung scheint da durcheinander zu kommen aber das kann ich nicht genauer einordnen, es pendelt sich nach dem Lüften auch schnell wieder ein und stört deshalb nicht wirklich.
Wir haben jetzt auch eine ATXD25A im Einsatz. Was mir direkt aufgefallen ist im vergleich zur ATXF25F ist der höhere Standbyverbrauch (aktuell 5W konstant) und anscheinend eine Ölsumpfheizung mit ca. 35W. Letztere ist bei ungefähr -2,5°C angesprungen und hat bei -2°C wieder abgeschaltet.
Die ATXF25F in gelb hatte bei gleichen Bedingungen ca. 1W Standby und ca. 1x pro Stunde kurzzeitig 5W.
In der Servicebeschreibung wird es als X11A oder X12A bezeichnet. Mit ihm kann eines der Netzteile im AG permanent eingeschaltet oder ausgeschaltet werden.
Wenn es ausgeschaltet ist, d. h. der Stecker entfernt wurde, schaltet sich das Netzteil erst nach dem Einziehen eines Relais (MR30) ein. Soweit ich das sehe, können der 4-Wege-Ventil, die Thermometer und das elektronische Expansionsventil über dieses Netzteil versorgt werden.
Danke, also wenn ich das richtig verstehe bleibt die Funktionalität gleich, aber die Anlage würde z.b. langsamer einschalten, weil erst nach dem Einschalt-Signal ans IG das Netzteil im AG aktiviert wird?
Funktionalität bleibt wohl gleich, es hat was mit Abwärtskompatibilität mit älteren IGs zu tun. Aktuelle IGs brauchen das nicht. Warum die den Stecker nicht grundsätzlich ziehen, bleibt ein Rätsel. Ich hab bisher noch von keinem gehört, die irgendeinen Nachteil hatten, wenn der Stecker gezogen war.
Hat deine ATXF25F wirklich nur 1W Aufnahme? Ich hab noch die ATXF25E ohne WLAN, die hat wie bei dir etwa 1W. Aber deine hat ja WLAN und ich dachte, dieses Modul zieht mindestens nochmal 2,5W extra.
Hast mal geschaut, ob die ATXD überhaupt diesen Stecker hat?
Teilweise klackt im Innengerät dann jede Stunde ein Relais wenn das IG aus ist.
Kommt aber ggf. auch auf die Geräte-Kombination an.
Gibt Leute, die das stören könnte, zumindest im Schlafzimmer.
Mich stört es nicht.
P.S. ich hab die beiden Kabel übrigens noch getauscht und die Zuleitung zum AG noch bis zur Schelle abisoliert, bei Daikin ist echt null Platz wenn nicht alles perfekt da sitzt wo es hingehört
Frage an die Siesta Betreiber, könnt ihr in der Onecta App aktuell die Wärmeerzeugung ablesen?
Bei unserer ATXF ging das letztes Jahr noch, es waren sogar in der Home Assistant Integration entsprechende Sensoren drin. Anscheinend wurde das aber mit dem letzten Firmwareupdate entfernt?