Preise Elektrokomponenten abgetrennt aus: Totalschaden vermeiden - Leverkusen, 11.01.2026 als Warnung?

abgetrennt aus: Totalschaden vermeiden - Leverkusen, 11.01.2026 als Warnung?

Respekt. Auch Elektriker wissen zu kassieren, wenn man keine Wahl hat. Bisher kannte ich das nur von Schlüsseldiensten und der Automafia.
Dass ein 5.000€ Gerät keinen eigenen Überspannungsschutz hat finde ich auch bemerkenswert. Das Bauteil war wohl bei dem Preis nicht mehr drin. Da bin ich froh, dass ich so etwas nicht habe.

Hier sieht man schön, wie es funktioniert. Ein Überspannungsschutz hat Online einen Preis von 60-150 Euro. Hier ein Beispiel über 61,50 Euro:

Da steht auch der UVP, der liegt bei 438,87 Euro! Und jetzt weiß man natürlich auch, was der Elektriker in die Rechnung schreibt, den UVP. Dann noch günstige 200 Euro Arbeitslohn inkl. An-Abfahrt. Dann ist man bei 640 Euro.

Bei Schneider ist der UVP noch höher, 677,11 Euro. Internetpreis 136,26 Euro.

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Ein Überspannungsschutz “löst” nicht einfach aus.

Da sind Varistoren verbaut die ab einer gewissen Spannung leitend werden. Damit wird das ganze dann gegen Erde abgeleitet.

Bei einer kurzen Überspannung wegen einer Schalthandlung oder eines sehr weit entfernten Blitzeinschlages passiert da gar nichts. Das überlebt der Varistor.

Bei einer dauerhaften Überspannung wird der hingegen irgendwann richtig heiß und genau dafür ist der abgesichert. Wenn die Sicherung auslöst, dann ändert sich die Anzeige von grün auf rot.

Und weil die Teile eben aus mehr als nur Varistoren bestehen und idR als Kombiableiter 1+2+3 auf die Sammelschiene im verplombten Bereich neben dem SLS verbaut werden, wirds entsprechend teuer wegen Material und verplomben.

Und an der Stelle wäre intressant wieviel die ableiten können. Würde die ausgelösten NH-Sicherungen in den HAK´s erklären.

Vielen Dank für die Info. Ich hatte mich schon gefragt, wie die das wohl rechtfertigen; 650€ für einen “Sicherungstausch”.
Abzocke ist wohl das neue Normal :frowning:

Andererseits - ich habe einen Minijob bei einem Unternehmen das Handwerker beliefert, auch viel mit Strom. Da kann ich auch mit Personalrabatt einkaufen. Der DEHNguard kostet da tatsächlich regulär über 400€. Mir würden sie es für nur knapp die Hälfte verkaufen (immer noch 3-fach über dem niedrigsten Marktpreis). Und da wundert man sich, warum die Umsätze zurück gehen.
Handwerker können wohl mittlerweile auch Internet.

Glück für mich, das ich solche Sachen selber kann. Da kann man sich dann auch so essentielle Dinge wie eine Wieland-Steckdose für das Balkonkraftwerk sparen :slight_smile:

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Interessante Information, hat aber irgendwie wenig mit meinem Beitrag zu tun.

Beim lokalen GH hats immer mehr “Preisexplosionen” - wir kaufen da nur noch, was am Lager ist und wenn wir das sehr schnell brauchen. Das gilt auch bei Sani/Wasser und WP-zubehör.

zum Beispiel brauchte ich eine UWP ca 230W+. 450 am Ort oder 78 mit 5 Tagen Lieferzeit

Das hab ich jetzt auch schon mehrfach gehört, dass die Großhändler, wo die Handwerker einkaufen, sehr kräftig zulangen. Das sorgt dann auch öfters für Frust bei den Handwerkern, wenn die Kundschaft mit Internetpreisen konfrontiert.

Dauerhaft gutgehen wird so ein System nicht. Ich denke, da ist derzeit viel im Umbruch.

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Wäre das Thema nicht besser in einem neuen Thread besser aufgehoben?

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Gute Frage. Vielleicht ab 113? Da sind wir, glaube ich, durch meine Frage ein bisschen vom Thema abgekommen :face_with_open_eyes_and_hand_over_mouth:

Das ist ja genau der Punkt. Klar sind die meisten Produkte in China gefertigt, aber dann geht’s (hoffentlich) in die Deutsche/Europäische Prüfung oder Endkontrolle.

Auf unserem Hof hängt eine LED-Strahler, dessen Schutzleiter mit Heißkleber an das Gehäuse gepappt war. Kann man sich nicht ausdenken…
Ich denke, bei einem Hersteller aus der EU wird man das wohl eher nicht antreffen.

Wenn du du mit meinst, daß sich jemand in D oder EU jedes einzelne Ding nochmals anschaut, dann nein.

Die Teile werden in China nach entsprechenden Qualitätskriterien gefertigt und geprüft, und fertig. Alles andere wäre unsinnig.

Oliver

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MEGA - oder was hat Grönland mit meiner WP zu tun?

Ich habe mich entschieden, weder asiatische noch amerikanische Komponenten zu verbauen, wann immer das möglich ist. Es gibt europäische Hersteller die zu 100 % in Europa fertigen. Wenn es für meinen Anwendungsfall jeweils ein europäisches Produkt gibt, nehme ich das.

mobilsolar

Das Europäische kommt dann halt meist aus der Türkei.

Aber sonst denke ich ähnlich.

Der Großhandel lässt sich fürstlich dafür entlohnen das er das Zeug vor Ort im Regal liegen hat. Abend's bestellen, morgens einen Kaffee bei Großhändler trinken und das Zeug in's Auto laden.

Ja wir werden hier OT, aber ab wo soll man teilen?

@pauls
Erledigt, mal schauen ob sich alle einfinden :+1:

Das ist tatsächlich ein Punkt. Im Idealfall ist das so. Da kann in der Regel nicht mal Amazon mithalten.
Allerdings haben die vollautomatisiertes und rasend schnelles Fördersystem, während bei uns fast alles noch manuell gemacht wird (ja, Förderbänder und Handscanner gibt es da schon auch :).

Dazu sind die Prozesse hier und da sehr ineffizient. Ich kenne nur den Lager-Teil, aber da kriegt man ja schon auch ne Menge mit. Da werden Kosten produziert, die nicht nötig wären, wenn die Entscheider einen Tag im Monat in dem Bereich arbeiten würden über den sie entscheiden. Wär's mein Laden stünde das im Arbeitsvertrag :slight_smile: .
Das wäre schade, wenn die eingingen. Ich mag den Laden.

ich weiß nicht wie das bei euch ist, bei unserem Großhändler stehen morgens um 7:30Uhr 10 Transporter auf dem Hof, und am Tresen stehen 20 Menschen im Blaumann mit ne Tasse Kaffee in der Hand und halten Smalltalk :innocent:

China Fertigung ist hochgradig qualitätsorientiert.
Die prüfen das am Ende genau gegen die Vorgaben.
Nur wenn die Vorgaben schlecht sind, ist auch das Produkt schlecht, das liegt dann an den Entwicklern und der Abteilung für die Produktionsumsetzung.
Eine Nachkontrolle in irgendeinem Industrieland mit auspacken, kontrollieren, einpacken, etc. wäre in vielen Fällen teurer als die komplette Herstellung des Produkts, daher macht das niemand.

Ich habe lange in einer Firma gearbeitet mit Fertigung in Deutschland, Europa und in China.
Die Produkte aus China standen denen aus Europa oder Deutschland in der Fertigungsqualität in nichts nach.
Was in China meistens etwas schwieriger war, war der Produktionsanlauf, bis man das angestrebte Qualitätsniveau erreicht hat.
Ab diesem Moment waren die Produkte aus allen Produktionsstandorten vergleichbar gut.

Noch eine Ergänzung zu der Preisbildung beim Handwerker bzw. im Großhandel.
Im Großhandel wird so im allgemeinen mit Umsatzertrag von 7-10% kalkuliert, das ist nicht viel, aber für die Aufrechterhaltung des Geschäfts erforderlich.
Um unter dem Strich diese 7-10% zu erwirtschaften braucht es einen Kalkulationsaufschlag von ca. 30% um die ganzen Gemeinkosten wie Immobilie, Gerätschaften, Personal, Bürokratie, Steuer, etc. zu unterhalten.
Dann kommt noch der Handwerker, der erstmal seinen Beschaffungsvorgang und das dafür notwendie Personal oder seine persönliche Arbeitszeit auch vergütet haben möchte.
Dann ist er noch allein aus Steuergründen gezwungen mindestens 5% auf seinen Einstandspreis aufzuschlagen.
Da kommst du mit allen Kosten bei vielen Teilen auch mal schnell auf 30-50% Aufschlag, das sich das für den Handwerker rechnet.

Für uns als DIYler entstehen die Kosten ja nicht, da wir unsere Eigenleistung nicht mit reinrechnen.
Wenn ihr die Zeit, die ihr braucht, bis ihr ein passendes Teil gefunden habt, die Bestellung und Bezahlung ausgelöst und das Teil dann vom Paketdienst oder Spediteur in Empfang genommen habt, zusammenrechnet und dann mit einem Stundensatz von 50€ bewertet, kiommt ihr evtl auf ähnliche Kosten.
Dabei habt ihr noch keine Rechnung geschrieben, keine Garantieabwicklung eingepreist und einen eventuellen Zahlungsausfall oder Insolvenz des Kunden mit abgesichert.
Dienstleistung in Deutschland hat leider einen hohen Preis, das ist auch ein Ausdruck unseres Wohlstandes.

Herzliche Grüße
Eclipse

Ich hab mich ja immer todgeärgert über die verbrannte Zeit, wenn ich für irgendwas, was ich vergesse habe zu bestellen oder beim letzten Besuch mitzunehmen, extra wieder in den Baumarkt fahren mußte. Und davon gibts ja mehr als Niederlassungen für z.B. den Heizungsbedarf hier in Bremen. Ich nehme mal an, die Handwerker fahren da auch nur im Notfall hin, wenn es sich am Tag vorher beim Kunden ergeben hat, daß sie dringend was brauchen? Ansonsten wird auch vom Großhändler geschickt/geliefert?