Hallo,
nachdem uns die Porta Split dieses Jahr gut durch den Sommer gebracht hat, möchte ich jetzt eine Split-Klimaanlage in unserer DG-Wohnung einbauen. Das Haus gehört mir und besteht aus zwei Wohneinheiten. Die untere Wohneinheit ist zu 100 % identisch. Was im DG funktioniert hat, würde ich 2028 auch dort einbauen.
Das Ziel ist es, im Sommer ein angenehmes Raumklima zu haben und im Winter zu heizen. Gerne würden wir die Gasheizung ersetzen.
Die Wohnung liegt unter dem Flachdach im zweiten Stockwerk. Wir wohnen direkt an einer Autobahn und einer Güterzugstrecke. Daher ist mir Schallschutz sehr wichtig, und ich möchte so wenige Kernbohrungen nach außen wie möglich machen. Kernbohrungen innerhalb der Wohnung sind kein Problem, wenn es statisch möglich ist.
Meine Idee wäre es, in Küche, Wohnzimmer, Büro und Schlafzimmer jeweils ein Innengerät einzubauen.
Die Kältemittelleitung würde ich gerne über den Flur führen. Hinter der Wand befindet sich das Garagendach, auf dem man bequem arbeiten kann. Dort ist ausreichend Platz für mindestens acht Außeneinheiten.
Die Deckenhöhe ist in der ganzen Wohnung mit 2,65 m recht hoch. Leider gibt es einen tragenden Balken aus Stahlbeton, durch den man nicht bohren darf. Er ist 25 cm breit, und unter ihm beträgt die Deckenhöhe 2,40 m. Jetzt frage ich mich, wie ich mit vier Klimaleitungen um diesen Träger herumkomme.
Eine Option wäre es, die Decke auf 2,30 m abzuhängen. Dann hätte ich 10 cm Platz für die Leitungen, und der Balken wäre vollständig verdeckt. Ich bin mir aber unsicher, wie das dann aussieht. Die Räume sind 2,65 m hoch, und der Flur wäre dann 35 cm niedriger. Ich könnte mir vorstellen, dass er sich dann wie ein Tunnel anfühlt.
Eine andere Option wäre es, um den Balken eine Verkofferung zu bauen. Dann wäre der Balken etwas dicker, und nur unter dem Balken wäre die Decke etwas niedriger. Die Decke im restlichen Flur würde ich dann einfach um 10 cm abhängen.
Nun habe ich einige Fragen, die mich seit Wochen beschäftigen und bei denen ich nicht wirklich weiterkomme:
Im Winter wären Flur und Bad nicht beheizt, da dort keine Innengeräte vorgesehen sind. Kann man das so machen, oder sollte dort jeweils auch noch ein Innengerät hin?
Ist das so machbar? Die Leitungslänge zum Schlafzimmer beträgt sicher 10–12 Meter.
Wie komme ich um den Träger herum?
Würdet ihr hier ausschließlich Monosplit- oder auch Multisplit-Anlagen nehmen?
Hole ich mir mit einer abgehängten Decke ein Schimmelrisiko in die Wohnung? Eine Dämmung würde ich nicht einbauen, das heißt, die Luft kann dort zirkulieren.
Ich würde alles in Eigenleistung machen. Sollte ich hier auf R32 oder R290 setzen? Bei der Menge an Geräten würde ich mir auch direkt ein Testo 558 und eine vernünftige Vakuumpumpe holen. Bei R32 habe ich das Problem mit dem nötigen Schein. Ich könnte auch überlegen, den Anschluss von einem Klimatechniker machen zu lassen.
Wenn ich ohnehin die Decke abhänge, könnte ich auch direkt eine zentrale Lüftungsanlage einbauen. Mit Flachrohren sollte dafür genug Platz unter der Decke sein. Was haltet ihr davon?
Wo man anderswo leider regelrecht um Bilder betteln muss und tw. eher "blöde Antworten" als Bilder nachgereicht werden - stellst du die direkt ein. Respekt
Würde ich an deiner Stelle auf keinen Fall tun. Hohe Räume sind meiner Ansicht nach etwas extrem angenehmes. Insbesondere auch im Hausinneren, wo es eh eher dunkel ist und wenig Tageslicht hinkommt. Ich hatte vorher eine Wohnung mit sehr niedrigen Räumen (dürften etwa die von die erwähnten 2,30 m gewesen sein oder noch etwas weniger) und jetzt ein Haus mit normalhohen Räumen. Das ist wie Tag und Nacht
Wäre meiner Ansicht nach sinnvoller
Was du aber ganz generell bedenken solltest:
Es geht nicht nur um die Klimaleitungen, sonder auch und gerade um das Kondenswasser.
Diese Leitung sollte IMMER minimales Gefälle aufweisen, damit nirgendwo Wasser stehen bleibt und "gammelt".
Das wäre so wie ich es verstehe dann nicht möglich wenn du so einbauen würdest.
Eine Alternative wären dann Kondenswasserpumpen. Von denen rät man aber - wenn möglich - eher ab, weil sie ein weiterer Punkt sind der mit Pech mal versagen kann und auch nicht geräuschlos arbeiten. Sie kosten auch Geld, was aber bei so einem Projekt das kleinste Problem sein wird.
Ich kann deine bevorzugte Montageart über dem Dach der Garage völlig nachvollziehen. Klingt für mich plausibel und nachvollziehbar.
Ganz grundsätzlich wäre aber - sofern möglich - die Montage der Innengeräte an den Aussenwänden vorteilhafter, weil dann das Kondenswasser direkt ins Freie ablaufen kann und man somit mal eine Schwachstelle weniger hat. Eine zb. unbemerkt verstopfte oder undichte Kondenswasserleitung irgendwo in der Decke wäre dann schon eine ziemliche Sauerei und könnte dann auch für Schimmel sorgen usw. Das könnte dann sehr gut ein größerer Schaden sein...
Außerdem würdest du dir somit dann jedes abhängen der Decke ersparen.
Du müsstest dann auch nicht durch den tragenden Balken durch.
Ich würde mir das also sehr gut überlegen an deiner Stelle.
Die Aussengeräte könntest du dann idealerweise näher an den Innengeräten anordnen (für kürzere Leitungen) - oder aber dennoch an der Wand über der Garage. Dann wären die Leitungen zwar sehr ähnlich lang, aber die Aussengeräte an einer jederzeit gut erreichbaren Stelle. So würde ich es wohl machen.
Die Leitungslänge ist nicht so dramatisch, es muss aber ggfs. Kältemittel ergänzt werden, wenn man die vorgefüllte "Länge" übersteigt.
Das ist ein wenig eine Glaubensfrage
Der user @Marl84 ist zb. sehr zufrieden mit seiner Multisplit.
Es gibt aber auch immer wieder welche, die unzufrieden sind.
Die Gründe dafür sind tw. Geräusche in eigentlich abgeschalteten Innengeräten, tw. problematisches Abtauverhalten, möglicherweise schlechtere Regelung und Leistung usw.
Vorteil ist in erster Linie der geringere Installationsaufwand (zb. nur 1 Aussengerät anbringen) und die ggfs. bessere Optik - Platzbedarf.
Das ist auch sehr individuell.
In den Flur würde ich in keinem Fall eines bauen - wenn überhaupt, dann nur ins Bad. Im Flur hält man sich ja nicht auf, und durch die Innenwände und den Boden wird der i.d.R. völlig ausreichend geheizt. Ausnahme könnten Flure mit nicht isolierter Aussenwand etc. bilden, aber ist ja hier nicht der Fall.
Beim Bad scheiden sich etwas die Geister. Manchen mögen ein warmes Badezimmer (vielleicht sogar die meisten?). Warm in dem Sinne, dass der Raum inkl. aller Oberflächen warm ist. Dauerhaft. Das erreicht man i.d.R. nur damit, dass man den Raum auch durchgehend beheizt. Oder aber wenigstens eine angemessene Zeit vor Nutzung.
Anderen reicht es aus, wenn die Luft für die Zeit der Nutzung (mehr oder weniger?) ausreichend warm ist. Die Oberflächen sind aber träge, die passen ihre Temperatur nicht innerhalb weniger Minuten an (Flächenheizung wie FBH ausegenommen)
Im 1. Fall lohnt sich eine Beheizung mittels eigenem Innengerät ggfs. schon. Denn wenn man das Bad durchgehend warm haben will und das mittels schlechtem Wirkungsgrad macht - wird es teuer. Manchmal kann man das auch mit der Beheizung eines anderen Raumes kombinieren - wo bei dir aber nur der Vorraum in Frage kommen würde. Es wird oft mal erwähnt, dass man Innengeräte wegen der Luftfeuchtigkeit nicht in Nassräume bauen soll. Du könntest also ggfs. das Innengerät im Vorraum so anbringen, dass es bei offener Badtür durch die offene Tür reinheizt - dann hättest du das Innengerät nicht im Nassraum und würdest das Bad dennoch (fast) so beheizen, als wäre das Gerät direkt im Raum. Außerdem würde es ggfs. auch für die Luftfeuchtigkeit positiv sein, weil es die trockenere Luft im Vorraum ansaugt und ins Bad bläst und somit dann die ggfs. feuchtere vom Bad rausströmt. Im Vorraum könntest du dann direkt durch die Wand raus. Montage ev. über der Tür die in das Stiegenhaus führt.
Solltest du Multisplit einbauen wollen, dann rät man tendenziell dazu, max. 2 fach zu verbauen. Und dann idealerweise nur für Räume, die auch zusammen beheizt werden sollen. (zb. Schlafzimmer zusammen - wenn man sich dann ev. am Geräusch nachts stört, könnte man nachts beide IG abschalten und es wäre Ruhe.)
Wenn man Räume die nicht zeitgleich beheizt werden in der Praxis kombiniert, dann könnte es auch für die Effizienz schlecht sein. Weil immer das "gesamte Rohrnetz" der Multisplit aktiv ist - deshalb sind auch Geräuche in nicht aktiven Geräten möglich.
Ist aber alles sehr individuell. Manche verteidigen Multisplit "mit aller Kraft" - andere haben sogar schon umgebaut von Multisplit zurück auf Monosplit, weil sie so genervt waren.
Das Thema wird auch schnell sehr emotional wie die Erfahrung gezeigt hat, man sollte sich da idealerweise selber seine Meinung bilden - man kann hier sehr viel darüber nachlesen.
Da du erstmal 4 Innengeräte einbauen willst und in der Etage darunter dann ggfs. auch - würde ich auf jeden Fall zu Monosplitanlagen raten.
Dort ist Innen und Aussengerät perfekt abgestimmt, wenn sie aus sind keinerlei Geräusch, die Regelung funktioniert i.d.R. (je nach Anlage!) perfekt, außerdem sind sie 100% redundant! Bei Multisplit könnte eine Undichtigkeit oder ein elektrischer Defekt in irgendwo in der Gesamtanlage auch die ganze Anlage ausser Betrieb setzen.
Preislich sind die Multisplit tw. auch kaum günstiger - kommt aber darauf an.
Ich würde es zumindest nicht darauf ankommen lassen wollen. Insbesondere, wenn da auch noch die Kondenswasserleitungen durchlaufen. Aber ganz generell ist nat. nicht pauschal mit Schimmel zu rechnen denke ich. Wird aber von vielen Faktoren abhängen, das müsste besser einer vor Ort entscheiden der die entsprechende Expertise mitbringt denke ich.
Das ist denke ich auch ein wenig "Geschmackssache". Einige kaufen R290 wegen der "vermeintlichen Zukunftssicherheit" und weil das auch in Zukunft legal erhältlich sein wird. Andererseits wird es alleine wegen der extrem hohen Verbreitung der R32 Anlagen hier wohl sehr lange kein Problem geben denke ich. Wartung und Reparatur bleibt ohnehin legal, nur neue Anlagen darf man dann irgendann nach Stichtag nicht mehr verkaufen.
Die Auswahl bei R290 ist noch extrem klein, die Preise hoch. Ich würde alleine deshalb - noch - R32 nehmen. Selber einbauen und schon voher Kältetechniker für Inbetriebnahme suchen ist eine gute Option.
Gibt es einen Bedarf?
Ggfs. könnte eine "offene Verbindung" nach aussen sogar negativ sein?
Ich würde aus genannten Gründen zu einer "konventionellen Montage" tendieren.
Puh, ich würde davon abraten, die Kältemittel- und Kondensatleitung durch die halbe Wohnung zu führen. Dann eher Kernbohrung nach draußen und vernünftig abdichten.
Die Frage ist, ob für den Anwendungszweck das Schlafzimmer überhaupt ein eigenes Klimagerät benötigt. Beim Heizen wird der Raum sehr schnell überhitzt sein.
Wenn du diese vier Räume so wie geplant ausstatten willst, würde ich, denke ich, für Küche und Wohnzimmer auf der linken Seite ein 2er Mulitsplit (z.B. 2MXM40 moduliert auch sehr niedrig) (oder von mir aus auch 2x Single @win ) und an der rechten Seite für Schlafzimmer und Büro. Und dann direkt nach draußen.
Decke auf 2,30 abhängen würde ich dringend von abraten. Da wirst du dich nachher schwarz ärgern.
Plus doppeltes Befestigungsmaterial (Boden- bzw. Wandkonsole).
Multisplit ist eigentlich immer günstiger, auch wenn man beispielsweise die Geräte oben nicht 1:1 vergleichen kann.
Zum Kühlen - top. Läuft problemlos. Zum Heizen nehme ich sie aber nur partiell zum Zuheizen im Wohnzimmer, wenn es mal etwas frisch ist. Daher kann ich da nicht wirklich valide Aussagen zu treffen.
Also wenn ich das richtig sehe, bekommt man also bei den 2 Monosplit Anlagen im Beispiel anstatt einem 4 kW Aussengerät für € 301.- Aufpreis 2 redundante, voneinander unabhängige Anlagen die in Summe dann dann auch mehr Gesamtleistung mobilisieren können, korrekt?
Also da das Aussengerät deutlich teurer ist, als das Innengerät und man hier für € 301.- Aufpreis dann ein ganzes Aussengerät mehr bekommt, dass beim selben Händler einzeln € 1159.- kostet, würde ich in der Situation - wie bereits geschrieben - zu Monosplit tendieren...
Davon abgesehen bekommt man die (meines Wissen baugleichen) 2,5 kW Monosplit Anlagen bei dagimarket für je € 979,90
Das sind dann in Summe unter € 2000.- für 2 ausgezeichnete Monosplit Anlagen (+ Versand)
Und ja, die sind aktuell nicht lagernd. Wird aber immer wieder nachgelegt.
Und ja, die Multsplit ist bei dagi auch günstiger:
Die ist sogar lagernd im Moment.
Aber auch hier: Für nur ca. € 160.- Ersparnis bekommt man ein ganzes Aussengerät weniger - was einzeln ein Vielfaches kostet...
Die Diskussion, was im Vorteil ist - haben wir schon ausgiebig anderswo geführt;)
Ich bitte darum, die nicht immer wieder fortzusetzen bei jeder Gelegenheit
Es ist scheinbar eine Glaubensfrage, meine Meinung:
Wenn sinnvoll möglich, würde ich die Redundanz und doppelte Wärmetauscherfläche aussen bevorzugen, die mit Monosplit einhergeht.
Das wird auch tendenziell noch lange so bleiben, da beim Kühlen R290 eigentlich keinen Vorteil gegenüber R32 hat. Die volumetrische Kälteleistung von R32 ist um etwa 80% größer. Für die gleiche Leistung braucht man mit R290 also größere Verdichter und Wärmetauscher. Das kostet.
Bei Wärmepumpen erreicht man mit R290 aber höhere maximale Vorlauftemperaturen, weil es temperaurstabiler ist. Zum Kühlen und für Luft-Luft WPs spielt das keine Rolle.
Das sehe ich auch kritisch. Die Kondensatleitungen brauchen unbedingt ein ordentliches Gefälle, ansonsten kann es schnell zu Schimmel und Bakterien kommen.
In Deutschland wird ja deutlich mehr geheizt als gekühlt, und beim Heizen hat R290 wiederum einige technische Vorteile gegenüber R32.
Aber es ist richtig, dass Deutschland im internationalen Markt keine so entscheidende Rolle spielt. Allerdings habe ich mehrfach gelesen, dass in China gerade auch auf R290 umgestellt wird.
Bei uns in der EU ist da natürlich noch die regulatorische Seite, auch daher ist davon auszugehen dass wie sehr bald viele R290 Klimas sehen werden.
Das ist nicht sicher. Sicher ist aber, dass die F-Gas Kältemittel mit den Verboten deutlich teurer werden. R32 kostet jetzt schon 4-5x so viel wie R290. Da kann ein Defekt (keine Seltenheit bei Klimas) schnell mal ins Geld gehen.
Leg die Kondensatleitungen ins Gästeklo, da kann das unter dem Waschbecken ablaufen. Das ist in unmittelbarer Nähe deiner IG. Das gilt zumindest für die Geräte im Büro/Schlafzimmer
Küche und WZ könntet ihr auch in der Küche ableiten. Da ist mir aber aus dem Plan nicht ganz klar wo die Anschlüsse sind.
Dann ist das Kondenswasser erledigt und es wäre möglich das das ohne Pumpen geht.
Die Kältemittelleitungen - je nachdem wie schön das sein soll: Decken abhängen oder in Kanälen. Schön wäre es auch aus dem Flur übers Flachdach zu gehen, aber da musst du durch die Dachhaut
Ich habe 9 Innengeräte verbaut und hatte im Bad anfangs keine Klimageräte. Hatte Infrarot. Nach dem ersten Winter waren alle unzufrieden, da Infrarot nur morgends und abends an und dann Nachts Klo kalt und teilweise tagsüber was durch Corona nervig war. Daher habe ich im Bad ne kleine Billig Anlage aus Italien für 300 Euro bestellt und seitdem sind alle glücklich, sie läuft Tag und Nacht und der Stromverbrauch ist ein Drittel bis die Hälfte des Infrarot Teiles (je nachdem wie lange ich das laufen lies)
Die Kältemittelleitungen würde ich durch einen Kabelkanal an der Decke des Flures führen. Wenn man ästhetisch keine extremen Ansprüche hat ist das die günstigste und beste Lösung, da man gut dran kommt, was bei abgehängten Decken nicht der Fall ist. Ich würde den Balken vermeiden indem ich für die Küche durch die Wand links neben dem Balken bohren und das Gerät drüber versorgen würde das schlafzimmer durch Bad und an die Badwand das Klimagerät Wohnzimmer über Kanal durch Küche versorgen Büro würde ich ein eigenes Aussengerät machen.
Kondensatleitungen über Gästeklo ableiten
WENN es nicht sichtbar sein soll würde ich die Decken der beiden Bäder abhängen und im Hausflur einen Kabelkanal anbringen.und die Leitungen dort durchführen, da bei Bädern die Deckenhöhe aus meiner Erfahrung nicht so ausschlaggebend ist und bei mir die sowieso abgehängt ist wegen Einbaulampen. (Ich habe 3m60 hohe decken und im Bad dann 2,80) ich wollte keine Zentimeter an Deckehöhe missen.
Dann hast du alle Räume erreicht und im Flur einen Kabelkanal und in den Bädern etwas niedrigere Decken. Das wäre Version 2. Ich kann wenn es dich interessiert Bilder postenwie das bei mir aussieht wenn die Kabelkanäle an den Wänden oder im Bad verlaufen. Für Ästheten vielleicht nicht der Hammer aber bei uns haben sich alle dran gewöhnt und sehen es meist nicht mehr. Hängt aber von den eigenen Ansprüchen ab.
Da bei uns schon zweimal Kondensatleitungen verstopft waren rate ich wie andere dringende davon ab, diese schwer erreichbar zu verlegen. Ein Bekannter hatte sie in der Wand nach draussen geführt und dort unter der Dämmung verlegt. Alles wunderbar unsichtbar. Nun nach ca 8 Jahren ist irgendwas verstopft. Da die Dämmung aufreissen oder die Wand aufreissen und es ist dann doch in der Dämmung sehr teuer wäre hat er halt die Leitung gekappt und ne Wanne untergestellt. Geht ist aber für mich ein No go. Alle versuche die Leitung nochmal frei zu bekommen mit Fräsern und so waren gescheitert und man hatte Angst wenn sie irgendwo kaputt ist läuft Wasser in die Dämmung was noch viel schlimmer wäre. Insofern schöne Optik aber leider nach Jahren sehr unpraktisch.
Wenn du auf Mulitsplit gehen willst, ist die Frage schnell beantwortet: Es gibt keine R290 Mulitsplit.
Wenn du Single-Split einsetzen willst, gibts eigentlich nur 2 Anlagen, die man da nutzen kann: Midea All Easy Blue oder Mitsubhisi MSZ-RZ Serie. Generell zahlst du sehr viel mehr gegenüber R32.
Hallo,
vielen Dank an alle, die geantwortet haben. So einen guten Austausch hätte ich nicht erwartet. Das hilft mir sehr bei meinem Vorhaben.
Das mit den Kondensatleitungen hatte ich gar nicht auf dem Schirm. So eine Leitung kann immer mal verstopfen oder aus irgendeinem Grund nicht funktionieren. Eine abgehängte Decke dann aufzureißen, ist eine Höllenarbeit. Ich würde daher sagen, dass ich meinen Plan, das über den Flur zu machen, in die Tonne werfen kann.
Die Zeichnung von @redhot wäre so möglich. Das würde aber bedeuten, dass ich fünfmal eine Kernbohrung durch die Gebäudehülle machen muss. Hier ist meine Sorge, dass der Schallschutz dann vielleicht nicht mehr gegeben ist oder dass die Leitung Lärm überträgt.
Ich habe bei einem Freund gesehen wie das Loch von einer Klima Firma zugemacht wurde. Am ende bestand es aus Bauschaum und der Leitung, sowas hält Schall nur bedingt ab.
Wir wohnen hier so nah am Güterbahnhof, dass es z. B. unmöglich ist, bei offenem Fenster zu schlafen. Wir haben in jedem Raum Schallschutzfenster mit einer Schalldämmung von 46 dB. Es wäre jetzt echt blöd, eine neue Flanke für den Lärm aufzumachen.
Viel besseres Material für eine Kernbohrung gibt es doch kaum
Also da würde mir ich persönlich überhaupt keine Sorgen machen.
Das ist ja im Grunde ideal?
Alleine wenn man die Alternativen bedenkt...
Würde es denn sinnvollerweise die Möglichkeit geben die Aussengeräte näher an den Innengeräten zu positionieren? Ggfs. an der Fassade einen Kanal nach unten oder ähnlich?
Aber auch wenn nicht: Würden denn die Kanäle an der Fassade stören, wenn sie zur Garage verlaufen?
Wenn möglich, solltest du aus meiner Sicht einen Ort für die Aussengeräte bevorzugen, wo du jederzeit gut rankommst. Und idealerweise nicht die "Wetterseite" vom Haus.
Ein "Bonus" wäre noch, wenn sie unter Dach sind - wenn möglich.
Begründet. Bei mir z.B. überträgt sich schon so einiges an Schall durch die Löcher, bzw. die Kupferrohre. Vielleicht kann man das verhindern oder begrenzen, indem man nicht nur das Loch sehr gut verschliesst, sondern auch dafür sorgt, daß die Kupferrohre irgendwie nicht mehr den Schall übertragen, indem man sie vielleicht gut fixiert oder so?
An Deiner Stelle würde ich versuchen, die Leitungen so zu verlegen, wie Du es eingangs beschrieben hast, quer durch die Wohnung. Und Kondensat, wie schon vorgeschlagen wurde, woanders entsorgen (Badezimmer, Küche). Es gibt extra "Trockensiphons" für Kondensatleitungen, damit keine Gerüche zurück zum Gerät gelangen.
Wenn der Schall wirklich über die Rohre "einkoppeln" kann - dann ist die Frage, ob man das dann ggfs. durch eine Lage entsprechend geeigneter Isolierung oder so die man über die Rohre im Kanal als "letzte Lage" legt verhindern kann?
Ich habe davon um ehrlich zu sein noch nie gehört, aber auch noch nicht gehört oder gelesen, dass eine verschlossene Kernbohrung da besonders problematisch wäre.
Ich sehe an Neubauten regelmäßig die Wohnraumbelüftungen, die aus den Räumen ins Freie ragen. Wie läuft das dort?
Bringt halt schon sehr viel Dreck und Nachteile mit sich.
Und das Problem, dass man durch die Wand raus muss, hat man ja hier ebenso. Ist halt dann die Frage, ob man dann wirklich ein riesengroßes "Einzelloch" machen würde oder doch eher (was denke ich praxisgerechter ist) einzelne Löcher.
Schwer zu sagen.
Wie würdest du das "optisch ansprechend" machen?
Wenn man direkt raus geht hinter dem Innengerät, dann sieht man halt innen garnichts.
Es gibt dann keinerlei "sichtbaren Eingriff" in den Innenräumen.
Und wenn tatsächlich mal ein Kondensatschlauch verstopft wäre, kommt man von innen super ran innerhalb 5 Minuten wenn man das Gehäuse abnimmt. Lange Schläuche gibt es entweder nicht, oder sie sind aussen zugänglich.
Ich hab mal mit google gesucht, ich finde aber immer nur Geräusche die von der Klima ausgehen. Mir fällt aber auch nicht ein, wie ich nach Geräuschen suchen könnte die sich in die Leitungen von aussen übertragen...
Hab mal die KI - LLM befragt (google) - klingt für mich plausibel, aber wie immer vorsichtig sein bei KI Info´s...
Zusammenfassung
umweltlärm Klimaanlage kältemittelleitung
Umweltlärm und Schallschutzprobleme bei Klimaanlagen entstehen häufig durch eine fehlerhafte Installation der Kältemittelleitung, da diese Schwingungen des Kompressors als Körperschall direkt in die Gebäudestruktur übertragen kann
. Während das Außengerät selbst vor allem Luftschall erzeugt, fungiert die Rohrleitung bei mangelnder Entkopplung wie ein Verstärker an der Hauswand. [1, 2, 3]
Hier sind die wichtigsten Ursachen und Lösungen, um Lärmbelästigungen (etwa nach den Vorgaben der TA Lärm oder lokalen Richtlinien) zu vermeiden: [1]
Ursachen für Lärm über die Kältemittelleitung
Körperschallbrücken: Wenn die Leitungen starr mit Befestigungsschellen an die Fassade geschraubt oder ohne Dämmung durch die Außenwand geführt werden, übertragen sich die Vibrationen des Außengeräts in den Innenraum. Dies äußert sich meist als tiefes, störendes Brummen. [1, 2]
Strömungsgeräusche: Ein zischendes oder gluckerndes Geräusch direkt aus der Leitung deutet meist auf eine unzureichende Kältemittelmenge, Luft im System oder einen Knick im Rohr hin. [1, 2]
Schallschutz-Maßnahmen bei der Installation
Elastische Körperschallentkopplung: Kältemittelleitungen dürfen niemals direkten Kontakt zu Mauerwerk oder starren Schellen haben. Die Verwendung von Schellen mit Gummieinlage und speziellen Wanddurchführungen ist essenziell. [1]
Flexible Rohrdurchführung: Bei der Wanddurchführung sollten flexible Manschetten und eine fachgerechte Isolierung aus Elastomerschaum (z. B. Armaflex) verwendet werden. Die Dämmstärke sollte mindestens 30 bis 50 mm betragen, um Vibrationen effektiv zu absorbieren und gleichzeitig die Energieeffizienz zu sichern. [1, 2, 3, 4]
Schalldichte Versiegelung: Das Bohrloch in der Außenwand muss nach dem Durchführen der gedämmten Leitungen mit dauerelastischem Dichtstoff oder speziellem Akustikschaum vollständig versiegelt werden, damit kein Luftschall von außen nach innen dringt. [1]
Schwingungsdämpfer am Außengerät: Da die Vibrationen der Leitungen primär vom Kompressor stammen, muss das Außengerät selbst auf Gummipuffern (Silentblöcken) oder Dämpfungsschienen montiert werden, um die Übertragung an der Wurzel zu kappen. [1, 2]
Besteht das Problem bei einer bereits installierten Anlage, oder planst du eine Neuinstallation? Wenn es sich um eine bestehende Anlage handelt: Handelt es sich eher um ein Brummen (Vibration) an der Wand oder ein Fließgeräusch (Zischen/Gluckern) direkt in der Leitung?
Da KI Fehler machen kann, solltest du die Antworten überprüfen
strassenlärm Klimaanlage kältemittelleitung
Wenn Straßenlärm über die Kältemittelleitung einer Klimaanlage in den Wohnraum dringt, liegt das fast immer an einer unzureichend gedämmten Wanddurchführung.
Das Loch in der Außenwand wirkt in diesem Fall wie ein akustischer Bypass (Schallbrücke), der den Außenlärm der Straße wie ein Megafon direkt nach innen leitet.
Während die Kältemittelleitung selbst durch Vibrationen Körperschall erzeugt, fungiert die mangelhafte Abdichtung des Bohrlochs als Einlasstor für Luftschall von außen. [1]
Die 3 Schwachstellen und ihre Lösungen
Das unversiegelte Loch (Luftschallbrücke)
Das Problem: Oft werden Kältemittelleitung, Kondensatschlauch und Elektrokabel durch ein 50–70 mm großes Loch geschoben, das danach nur oberflächlich mit normalem Bauschaum oder Silikon verschlossen wird. Normaler Montageschaum besitzt jedoch kaum schalldämmende Eigenschaften.
Die Lösung: Die Leitungen müssen im Inneren des Bohrlochs mit einer schweren, flexiblen Schalldämm-Manschette oder speziellem Brandschutz- und Akustikschaum lückenlos ausgeschäumt werden. Für die äußeren Abschlüsse eignet sich dauerelastische Knetdichtmasse (z. B. auf Butylbasis), die eine hohe Dichte aufweist und den Schall blockiert. [1]
Fehlende Entkopplung der Rohre (Kombination aus Straßen- und Körperschall)
Das Problem: Liegen die Kupferrohre starr auf dem Mauerwerk oder der Bohrung auf, gerät die Wand bei vorbeifahrenden Lkw oder Bussen in Schwingung. Gleichzeitig überträgt das Rohr den Straßenlärm als Resonanz.
Die Lösung: Die Kältemittelleitungen müssen zwingend vollständig in hochflexiblen, geschlossenzelligen Elastomerschaum (z. B. Armaflex) eingepackt sein – und zwar durchgehend bis in den Innenraum, ohne dass das blanke Kupfer die Wand berührt. [1, 2]
Der äußere Kabelkanal als Schallleiter
Das Problem: An der Fassade verlaufen die Rohre meist in einem weißen PVC-Kabelkanal. Trifft der Straßenlärm auf diesen hohlen Kunststoffkanal, wirkt dieser wie ein Resonanzkörper und leitet den Schall direkt in die Wandöffnung.
Die Lösung: Den Kabelkanal an der Fassade mit Mineralwolle oder schweren Akustikmatten auskleiden, damit sich der Schall darin nicht fangen und fortpflanzen kann. [1]
Checkliste für die Behebung (Bestand oder Neubau)
Schwere Masse einbringen: Schallschutz benötigt Masse. Um den Straßenlärm zu stoppen, hilft kein leichter Schaumstoff, sondern schwere, elastische Dichtmaterialien im Wanddurchbruch.
Kabelkanal entkoppeln: Der äußere Schutzkanal sollte nicht direkt starr unter dem Bohrloch enden, sondern elastisch abgedichtet werden.
Nun, ich bin da vermutlich die völlig falsche Person dafür. Ich störe mich nicht wirklich an Kabelkanälen usw.
Der Vorbesitzer hat hier sogar rein aus Zierde dicke Balken oben an den Wänden, an der Decke, entlang geführt. Warum? Keine Ahnung, ich hätte es nicht gemacht... Aber wenn man sich einmal drauf einlässt, daß da oben etwas an der Decke/Wand entläng läuft, dann macht es vieles einfacher. Mal eben ein Netzwerkkabel, eine Zuleitung für eine LED-Leiste, oder eben Klimaleitungen, das wird dann sehr einfach.
Kann man ja auch noch mit Holz umkleiden. Vielleicht sogar in einer Farbe anstreichen, um es besonders hervorzuheben. Noch eine LED-Leiste dran, und aus dem hässlichen Kabelkanal ist eine nützliche Verschönerung geworden.