Da hast du ca. 135 m² beheizte Fläche und 7500 kWh. Bei etwa 1700 Vollbenutzungsstunden hast du eine Heizlast von 7500 / 1700 = 4,4 kW, macht 33 W/m² Leistung, insofern die 135 m² stimmen, die du wirklich beheizt. Das macht beim 35m² Wohnzimmer: 35 * 33 = 1155 Watt. Das ist nicht viel. Dafür würde schon ein 2,5kW IG reichen. Für die komplette Wohnfläche reicht das 5kW AG vermutlich nicht, aber vermutlich willst du ja auch nicht alles damit heizen, sondern nur 2 Räume.
Wenn du es genauer berechnen willst, Stichwort: Schweizer Formel Heizlast
Da kommt bei mir eine Heizlast von 2.7 bis 4kW heraus. Da würde die 2MXM50A9 ja passen. Nach Deinem Kommentar zu der Ururu Sarara würde ich die später mal im Dachgeschoss installieren, von dort könnte sie über die offene Treppe das ganze Haus entfeuchten.
@chalko das könnte knapp werden, laut eurovent hat die 2MXM50A9 bei -10 Grad nur noch 2.8kw Heizleistung: Modell 2MXM50A9 / FTXM25R / FTXM25R | Eurovent Certita Certification (eurovent-certification.com).
Die 4kw pdesignh erreicht sie nur wenn reinelektrisch mit externem Gerät nach geheizt wird. (kann so laut SCOP Definition gemacht werden). Als ich damals vor der Wahl der passenden Multisplits war ist mir aufgefallen, dass die Daikin bei niedrigen Temperaturen, zumindest laut eurovent, schnell an Leistung verlieren.
@runwithin Danke für Deinen Hinweis, hier wird es zum Glück nicht so kalt, so um die -2 Grad ist absoluter Tiefpunkt hier gewesen (vor 65 Jahren). Da würde die 2MXM50A9 schon passen. Übrigens denke ich, dass der Zusatz "A9" auf eine aktualisierte version der A ohne 9 hindeutet. Was da geändert wurde, weiss ich nicht. Vielleicht Anpassung an neue Innengeräte?
Wenn P design heating 4kW ist und das Gerät nur 2,8 kW liefern würde, eben mit 1,2kW. Die gehen dann mit COP 1 in die Wertung rein, ist aber im Prinzip das gleiche wie beim Heizstab Einsatz bei LWWP. Nur haben die Split keinen Heizstab und brauchen einen (rechnerischen) Heizlüfter.
Ja so in etwas kann man sich das vorstellen, alle Details wird in dem Fall nur Daikin wissen. Was man aus Eurovent ableiten kann ist, dass die Heizleistung bis -7 Grad komplett von dem Gerät gedeckt wird, nämlich: 3.72kw Heizleistung.
Ab dann kommt die elektrische Zuheizung mit COP 1 dazu.
Bei -10 sollte es dann so sein, wie @thaistatos beschrieben.
Was zwischen -7 und -10 passiert wird nur Daikin wissen ;-). Trotzdem stimmt der angegebene SCOP für das pdesignh von 4.2, trotz elektrischer Zuheizung mit COP 1.
Soweit die Theorie, wenn ich mich nicht irre laut den Normen der SCOP Berechnung.
Bei anderen Anlagen ist der Bivalanzpunkt bei -10 Grad, genau wieder pdesignh Punkt. Dann kann man davon ausgehen, dass die Anlage auch die komplette Heizleistung des pdesignh, ohne Zuheizung bringt.
Die größten Einbruch hat man um den Gefrierpunkt. Ob -7 oder -10, nimmt sich nicht mehr viel, da ist die Kurve recht flach. Wenn bei -7 Grad 3,7kW, wird man bei -10 vielleicht noch 3,5kW haben.
Bei den Daikin Multisplit erstaunlicherweise nicht, zumindest laut Eurovent. Hätte ich auch nicht so erwartet.
Ein paar Beispiele:
2MXM40, -7=2.84kw, -15=2.09kw
2MXM50, -7=3.72kwh, -10=2.87kw
3MXM40, -7=3.72kw, -15=2.49kw
3MXM52, -7=4.25, -15=2.64kw
Wohingegen es bei MHI wirklich kaum abfällt:
SCM40, -10=4.1kw, -15=3.6kw
SCM50, -10=4.8kw, -15=4.35kw
Nicht hundert Prozent vergleichbar, da der Bivalenzpunkt bei Daikin immer bei -7 Grad ist und bei MHI bei -10 Grad, aber die Tendenz ist relativ eindeutig.
Einer der Gründe warum ich mich damals gegen eine Daikin Multisplit als alleinige Heizung entschieden habe. Irgendwie hatte ich da den Eindruck bekommen, dass Daikin da keinen Wert beim Auslegen darauf gelegt hat.
Technisch gesehen kann ich das nicht so recht glauben. Gibt keinen Grund dafür, warum man wegen 3 Grad so viel Leistung verliert. Vielleicht gehts da nur um gute SCOP-Werte, die man erreichen will und die Anlage entsprechend regelt. Vielleicht auch nur auf dem Teststand und die realen Anlagen können auch bei -10 Grad ihre 3,7 kW liefern.
Bei Daikin fällt es vor allem bei den Multi-Splits auf, dass die Leistung so schwindet. Bei den Single-Splits ist das weniger ausgeprägt.
Dachte ich mir auch schon, aber eigentlich dürfte es sich ja immer negativ auf dem scop auswirken, wenn man absichtlich die Anlage abregelt und elektrisch mit COP 1 zuheizt, oder?
Ob das wirklcih so berechnet wird? Kanns mir gar nicht vorstellen. Dachte eher in die Richtung, deutlich niedrigere Leistung zu fahren, als die Anlage kann, um den COP hoch zu bekommen.
vielleicht war das Ziel auch nicht der SCOP, sondern P design h, damit die Anlagengrößen für irgendwelche Ausschreibungen bzgl. Preis Leistung bevorzugt wird und oder Kunden sie wegen der angeblichen Leistung kaufen.
Ist beim Heizstab bei LWWP nichts anderes, günstige WP, die wenigen Prozent werden eben rein elektrisch zugeheizt.
Das sind alles AG für bis zu 4 IG. Nichts desto trotz basieren die Daten hier alle auf 2 IG. Machen da 2 weitere einen großen Unterschied?
Pdesignh kW: Wie kann es sein, dass hier die Mitsubishi soviel mehr hat als die anderen? Pdesignc kW sind sehr ähnlich.
Heating PL CondD: Hier kommt die Mitsubishi bei Ph PL CondD kW auf einen um einiges niedrigeren Wert (während bei CondA und B um einiges höher ist). Kann man das so interpretieren, dass die Mindestaufnahme entsprechend substantiell niedriger ist? Und Gleichzeitig bei kälteren Außentemperaturen mehr Reserve vorhanden? Auch Toshiba scheint hier besser abzuschneiden als Daikin (Mindestaufnahme).
Fällt euch sonst etwas zu den Daten auf?
Rein am Papier scheint Toshiba die beste Effizienz zu haben, Mitsubishi aber die geringste Mindestaufnahme - stimmt das so?
Was ich noch gesehen habe: die Toshiba hat bei 35 Grad den besten EER (4,2 vs 3,6 Daikin und 3,2 Mitsubishi). Bei niedrigeren Außentemperaturen performt dann Mitsubishi am besten. Daikin dazwischen.
Bei Toshiba habe ich 2 unterschiedliche Kombinationen rausgesucht, weil sich da die Werte je nach IG doch tw recht unterscheiden.
Was ich hier erstaunlich finde, ist, dass die Mitsubishi bei Standard Heating Ph kW nicht oder nur gering über den anderen Modellen liegt, aber dann im Pdesignh kW so viel höher. Dort fallen die anderen signifikant gegenüber dem Heating Ph kW Wert ab. Wie ist das zu interpretieren?
Der jährliche Energieverbrauch beim Heizen ist ja erheblich höher bei Mitsubishi als bei den zwei anderen, was ein Resultat daraus sein könnte.
Also einerseits weiter runter modulieren, andererseits höher im Verbrauch {green}:idontknow:
Die Mitsubishi ist auf jeden Fall sehr viel leistungsfähiger als die Daikin. Das siehst du am TOL-Punkt. MEL schafft bei -15 Grad 5,25kW, die Daikin schafft nur 2,82kW. Das ist wirklich das, was die bei -15 Grad noch maximal leisten können.
Viele Multisplits fallen bei nidriegen Temperaturen stark ab. Kann sein, dass die Mitsubishi fürs Heizen optimiert ist, ähnlich wie die Nordic-Geräte. Diese haben in der Regel einen deutlich größeren Verdichter, was man auch am Gewicht des Außengerätes sieht. Pdesignh zeigt dir ja die Leistung am Bivalent-Punkt, wobei du da auch aufpassen musst. Manche haben ihren Bivalentpunkt bei -7 Grad, andere bei -10 Grad. Der TOL-Punkt kann da sinnvoller für die Bewertung sein.
Danke für die Rückmeldung. Hier anschließend: wenn ich damit rechne wenig bis kaum zu heizen, kann dann trotzdem die Mitsubishi im Verbrauch für mich besser sein weil sie weiter runtermoduliert? Oder eher im Gegenteil sollte ich dann erst recht eher ein Gerät mit weniger Heizleistung nehmen?
Im Endeffekt bin ich mir auch nicht sicher ob es sich beim angebotenen Außengerät von Mitsubishi um genau dieses handelt (MXZ-4F72VF4), oder das MXZ-4F72VF2. Zweiteres ist nicht in Eurovent gelistet. Wäre interessant, ob die ähnlich performen, oder ob es hier große Unterschiede geben kann.
P.s. Meiner Recherche nach ist das Mitsubishi sogar minimal leichter als Daikin und vor allem Toshiba Außengeräte.
Verstehe ich nicht richtig. Du meinst, du willst damit hauptsächlich kühlen und nicht heizen?
Anlagen, die tief runtermodulieren können, sie grundsätzlich günstig, weil die Anlage dann weniger taktet und sanfte Wärme oder Kälte angenehmer ist, als zu hohe Leistung.
Man darf auch nicht denken, dass alles nur an diesen paar Daten hängt. Sehr entscheidend ist, wie gut die Regelung programmiert ist, da gibt es große Unterschiede zwischen den Herstellern. Im Kühlbetrieb arbeiten die meisten Geräte noch recht gut, im Heizbetrieb gibt es größere Unterschiede und manche Anlagen, die wirklich sehr unbefriedigend laufen. MEL und Daikin machen aber beide einen recht guten Job. Bei MEL gabs mal Klagen wg. häufiger Abtauzyklen, also schlechtes Abtaumanagement. Ob das heute noch so ist, weiß ich nicht.
Die Mitsubishi scheint gut runter modulieren zu können. Gleichzeitig ist der auf Eurovent angegebene jährliche Heizenergieverbrauch höher als bei den von mir angeführten Vergleichsmodellen. Was wohl mit der höheren Leistung bei kalten Temperaturen zusammenhängt (so meine Interpretation). Wenn ich jetzt aber wenig mir so einem Gerät heize, kann es dann sein dass der Energieverbrauch wegen guter Modulation im Endeffekt trotzdem niedriger ist als bei einem schwächeren Gerät mit mehr Takten? Weil ja, Haupteinsatzzweck wird wohl, stand heute, Kühlen und Entfeuchten sein.
Hoffe, ich drücke mich verständlich aus.
Wie du sagst, rein nach Papier ist die Entscheidung schwierig.