Planung einer 30-kW-PV-Anlage mit Victron-Wechselrichtern und MPPT-Trackern

Hallo zusammen,

ich plane, meine eigene Photovoltaikanlage sowie den Akku selbst zu bauen. Die Anlage soll eine maximale Leistung von ca. 30 kW-Peak haben, und ich möchte ein Drei-Phasen-System umsetzen, idealerweise mit den Victron MultiPlus-II Wechselrichtern.

Meine Frage an euch: Reichen drei dieser MultiPlus-II 10 kW-Wechselrichter aus, oder wäre es sinnvoll, stattdessen zwei MultiPlus-II 10 kW und einen MultiPlus-II 5 kW zu kombinieren?

Darüber hinaus bin ich auf der Suche nach den passenden MPPT-Trackern. Mein Dach hat eine Ausrichtung nach Norden, Osten, Westen und Süden, mit insgesamt 33 Modulen im Süden(1x16,1x9, 1x8), jeweils 2 Modulen im Osten und Westen, und 28 Modulen im Norden. Wie sollte ich diese Module am besten auf die MPPT-Tracker aufteilen, um eine maximale Effizienz zu erreichen?

Ich dachte an diese module:

Jinko Tiger Neo 2.0 JKM455N-48HL4M-DB - 455Wp (Fullblack).

Die Akkus werde ich selber bauen auf einer 48v Basis mit jkbms (3stk).

Ich freue mich auf eure Erfahrungen und Tipps!

Hallo Mathis,

herzlich willkommen im Forum,
zum Einstig gleich ein großes Projekt :+1:

benötigst du wirklich 30kW AC Leistung? Die 10k MP2 haben einen recht hohen Eigenverbrauch.
Wenn du die Smart MPPT von Victron zum Laden der Akkus einsetzt benötigst du dafür keine großen Multiplus, da die Ladung rein DC erfolgt.

Zur Auswahl der passenden MPPT gibt es bei Victron auf der Homepage einen Konfigurator

Du kannst dir auch mal Gedanken darüber machen ob es nicht sinnvoll ist einen Teil der Module direkt an einen Wechselrichter anzuschließen um den direkt benötigten AC Anteil abzudecken, das was der Wechselrichter zu viel produziert, können die Multiplus in den Akku schieben.

könnte mit zusätzlichen Wechselrichter für AC z.B. so aussehen

Wenn du detaillierte Fragen hast, dann immer heraus damit.

du kannst dir mal mein Projekt anschauen, fing kleiner an, wird jetzt aber deutlich erweitert

Hi

unterschiedliche Multiplus II WR wird nicht gehen. Um die drei Phasen abzubilden werden drei gleiche WR benötigt. Diese müssen dann entsprechend konfiguriert werden. Schau Dir dazu z.B. einmal die Videos von Schatten-PV an.

Und welche Multiplus von der Leistung her die richtigen sind, kann erst dann eine Empfehlung kommen wenn man weiß welchen Bedarf Du hast. Was also im Monat / Jahr und welche Spitzenlast bei Dir benötigt wird.

Zur Frage welche MPPT von Victron die richtigen sind und wie eine Stringverteilung aussehen könnte würde ich an Deiner Stelle einmal nach Victron MPPT Calculator suchen. Dort kannst Du die möglichen MPPT (von Victron) und Module durchspielen.

Boah viel Infos😅

Um das kurz zu erklären, ich saniere aktuell mein gesamtes Haus und zudem möchte ich eben auch eine PV Anlage installieren. Ich finde es nicht zielführend, bei irgendeiner Grenze stehen zu bleiben, sondern möchte in meinem Fall einfach die ganzen 30kwp Ausnutzen. Zudem ist mein Ziel eben auch drei Akkus die ich selber baue zu installieren mit jeweils 16kw.

Am Ende des Tages ist mir wahrscheinlich wirklich egal wie ich an mein Ziel komme. Hauptsache ich erreiche es.

Ich würde mich eigentlich auch nicht auf victron festlegen.

Also wenn ihr tatsächlich bessere Vorschläge habt oder einfachere Lösungen habt bin ich offen dafür.

Ich will ein Auto kaufen nehme ich Audi oder BMW.
So in etwa hast du gerade die Frage gestellt.

Du müsstest schon mit ein paar mehr Infos rausrücken zumindest aber mal Jahresstromverbrauch und wie der sich zusammensetzt (E-Auto / Heizung / Warmwasser)

In dem Fall handelt es sich um ein zwei Parteienhaus mit einer Luft Wasser wärmepumpe. Komplett neu isoliert und saniert, also alles neu (Fenster, dach, Wände, Türen)

Ich denke der Bedarf ist mir eigentlich recht egal, ich möchte einen möglichst hohen Ertrag Erwirtschaften.

Möglicherweise könnte man von 10000 bis 11000 kw im Jahr ausgehen.

Oder sagt ihr ich soll lieber nicht über das Ziel hinaus schießen😅

soll das eine insel werden?

wenn nicht würde ich empfehlen erstmal einen elektriker zu suchen der willens ist von seinem hohen ross herabzusteigen und einem eine diy anlage anmeldet.

Also den zuständigen Solateur habe ich bereits gefunden, der möchte nur im Vorhinein die Produkte, die ich verwenden möchte, wissen.

Zudem muss es keine Insel werden, das finde ich persönlich nicht notwendig. Wünschenswert wäre natürlich ein möglichst hoher Autarkiewert.

Zudem sollte ich vielleicht noch erwähnen, dass ich selber nicht in diesem Haus wohne, sondern beide Parteien vermietet werden. Dementsprechend verkaufe ich den Strom, eins zu eins an meine MieteZudem sollte ich vielleicht noch erwähnen, dass ich selber nicht in diesem Haus wohne, sondern beide Parteien vermietet werden. Dementsprechend verkaufe ich den Strom, 1:1 an meine Mieter.

Dach vollmachen ist eigentlich immer sinnvoll.
Aber und warum wir hier mehr Infos brauchen:

Wenn dein Ziel maximaler Ertrag ist, dann sind 3x16kWh Akku mit DC geladen das genau Gegenteil davon. Das würde man machen wenn komplett Autark sein möchte.

Gibt es dann nur einen Stromzähler?
Was wenn ein Teil z.b. vermietet werden soll?

Mit dem Wissen kein E-Auto und gut gedämmt mit LWWP:

Wahrscheinlich reicht ein 16kWh Akku mit z.b. nem großen Fronius ~20KW WR mit 1-2 kleinen MPPTs und nur ein MP2 5000er mehr als aus für maximale Wirtschaftlichkeit

Ohne mal nen groben Jahresverbrauch zu haben ist das erstmal nur ein Blick in die Glaskugel.

zum vermieten bestimmt
würde da keinen großen aufriss machen

Was würde diese Zusammenstellung dann bewirken?

(Für jemanden der nicht so viel plan von der Materie hat)

Also grundsätzlich geht es mir hier nicht darum, so viel Geld wie möglich zu verbrennen sondern eher so wenig wie möglich ins Netz einzuspeisen und so viel wie möglich, selbst zu produzieren. Um so wenig wie möglich aus dem Netz beziehen zu müssen.

Und weil PV Module so unschlagbar günstig sind dachte ich mir einfach, OK klatscht du die 30kwp aufs Dach

Das war alles unter bevor wir nach 3 Fragerunden herausgefunden habe dass es sich um ein Mieterstrommodell handelt. Damit sind die Empfehlungen erstmal hinfällig und ich bin raus.

Tut mir sehr leid ich hoffe, das liegt nicht daran dass ich zu unfähig war euch vernünftige infos zu geben.

Puh, das wird dann wohl so richtig schwierig mit der ganzen Abrechnerei … Mit Mieterstrommodellen haben sich hier wohl die allerwenigstens außeinander gesetzt, ggf. meldet sich "@uschi ja.

Vielleicht macht es ja auch Sinn, den Mietern einfach jeweils ein BKW mit 4 Modulen und einem kleinen Akku zu spendieren und für WW und etwas Unterstützung beim Heizen weitere PV zu installieren, wenn sich das über Wärme ggf. leichter abwickeln läßt (und Rest wird dann eben für paar ct/kWh eingespeist). Bin da aber auch nur ein Blinder, der von der Farbe spricht mit meiner kleinen RMH PV …

Planbar ist die Anlage, für zwei Parteien Wohnhaus würde ich auf Ersatzinselbetrieb verzichten, die dafür benötigte WR Leistung wird dafür zu groß.

Die Idee von oben mit 3 Multiplus z.B. 6k5 + Akku und zusätzlichen reinem AC Wechselrichter wäre schon machbar und nicht zu teuer.

Große Flächen mit langen Strings an den Wechselrichter, kleine Flächen mit kurzen Strings an Victron Smart MPPTs

Mieterstrom bin ich allerdings raus.

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Ich würde einen vollständig anderen Weg gehen wenn das sowieso vermietet wird. Und zwar so:

Du machst also deren Stromabrechnung, aber bitte transparent. Es gibt EINEN Zähler Hin- und Zurück. Vorteil: Nur einmal Kosten für den Zähler. Nachteil: DU bist für den Stromanbieter verantwortlich. Vorteil: Dein WR misst den Gesamtstromverbrauch beider Anlagen und gibt diese Leistung ab. Du kannst also sehen wer wann wie was verbraucht, wer nun Netzstrom benötigt hat und wer aus der PV den Strom genommen hat. Wenn der Akku soweit voll ist und niemand was entnimmt, kannst du den einstellen, dass er endlädt. Ins Netz.

Dann kommt es natürlich auch sehr darauf an, was ihr für WW habt. Auch die Wärmepumpe? Es bietet sich dann vielleicht auch ein Zückerchen an. Der Strom kostet dann aus deiner PV und dem Akku beispielsweise 20ct (an Steuer denken!) und im Sommer von vielleicht April-September von 11:00 - 15:00 nur 10ct. Weils dann nicht aus dem Akku kommt sondern wahrscheinlich eher noch der Akku geladen wird UND eingespeist. So könnten sie günstiger Strom bekommen im Sommer, du wirst ihn los, 10ct finde ich fair, und danach ist es eh wieder normalisiert.

Aber das ist nur meine Meinung. :wink: Ich würde sowas mit den Mietern kommunizieren, manche wollen auch einfach nur… ihre Ruhe haben und gar nichts davon wissen. Abrechnen und Steuern etc. wirst du aber machen müssen.

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Sicher die ideale Lösung wie RoterFuchs das skizziert hat, sofern die Mieter da mitspielen und nicht einer kommt und sein Recht einfordert einen anderen Stromanbieter zu wählen …

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mir ging es mit meinem Beitrag mehr um die Technik, nicht um die Abrechnung. Ein Bekannter von mir nutzt das Mieterstrom Modell, wenn mich nicht alles täuscht läuft das aber über einen Dienstleiter. Ich muß ihn mal dazu bewegen sich hier im Forum zu registrieren :innocent:

Er hat sicher auch das Recht zu gehen. Da sind wir wieder beim Hausrecht und dem Einfordern von Gesetzen. Ich würde die Leute ja per Kamera aufnehmen und nen Notar danebensetzen damit sie bewusst auf ihre Rechte verzichten um dem Vermieter den nötigen Spielraum zu geben. Es ist SEINE Hütte….