PKW als Ladegerät

Hi,

ich weiß, die Diskussion ist grenzwertig und am Ende werde ich aus Faulheit (“der Zustand wird eh nur sehr unwahrscheinlich eintreten”) gar nichts bauen:

Basis ist ein dreiphasiges Multiplus 2 System. Aktuell hab ich 5x18S Batteriesysteme, 125kWp PV, davon 8kWp an einem Piko 8.5 über ACOut 1 angeschlossen. Wärmepumpe (Monoblock, ohne Frostschutzmittel).

Wenn ich den langen Netzausfall, ähnlich Berlin vorbeugen möchte (während der Zeit lagen bei uns etwa 5cm Schnee auf dem Modulen, so hatte ich dann Tagsüber zwischen 5-10 kWh PV Strom in Summe) benötige ich eine zusätzliche Lademöglichkeit für mein Batteriesystem. Netzbezug innerhalb der letzten 7 Tage waren so ca. 100kWh. Ich denke, wenn ein Blackout wäre, könnten wir 60kWh einsparen. Dann hätten wir einen Bezug von ca. 6kWh am Tag oder stündlich dann eine Last von 250W.

PKW mit Verbrennungsmotor (23 Jahre alt, steht als Youngtimer in meiner Scheue) soll die Basis werden:

  1. 12V vom PKW direkt auf Victron Orion‑Tr Smart 12/48‑8 und von dort aus zu einem (ebenfalls hier noch vorhandenen) MPPT 100/20. Lösung wäre wohl ziemlich optimal (200-300W Ladeleistung direkt auf DC der Batterie und relativ idiotensicher, da man mit kleinen Spannungen arbeitet.
  2. 12V vom PKW auf 400V DC und von dort aus auf einem MPPT des Piko 8.5.
  3. Alternativen?

Den MPPT nur weil der Orion nicht mehr als 60V kann?
Klar würde man bei 100% SoC nicht laden können, aber ist das relevant?
Das wären bei 18s 3,3 V pro Zelle also mehr als genug von "leer" entfernt.

Als theoretische Frage natürlich berechtigt.

Praktisch würde man vermutlich eher ein billiges Notstromaggregat und Kraftstoff vorhalten der alle paar Monate an der Tanke in den Youngtimer gegossen wird zum Rotieren.
Und dann Ladegerät / Labornetzeil für den 18s Bock verwenden.

But why?

Gibt mehr als genügend billige Stromerzeuger.

Genau. Der MPPT ist eh übrig und würde die ganze Ladung sauberer gestalten.

Auto hab ich halt ebenfalls übrig. Aggregat müsste ich kaufen. Zudem hat das Auto einen LPG Umbau und einen 6000l Gastank mit 10% Restgas wäre ebenfalls noch da…

Hab mich gerade gefragt, ob die Lichtmaschine, die dann den Strom liefern muß, denn überhaupt genug Leistung hätte, aber scheint wohl mit Deiner Notlast von vielleicht 250 Watt zumindest nicht unrealistisch zu sein:

Auch wenn ein Notstromaggregat sicherlich nen besseren Wirkungsgrad hätte.

Da er Yungtimer schrieb würde ich mal eine 65- oder 80A Lima vermuten. Mein damaliger Passat aus einem ähnlichen Zeitraum hatte eine 150A Lima.

Vielleicht hab ich es noch nicht verstanden oder überlesen, soll den wirklich geladen werden er im schlimmsten Fall (also Notfall) nur die Grundlast gedeckt werden?

Irgendwas zwischen 900 - 2000W kann die Lima also liefern, aber sicher nicht im Standgas und fraglich wie lange bis sie die Grätsche macht.

Wirkungsgrad wird absolut grottig sein, wenn du nur so geringe Leistungen abrufst. Ein Motor mitsamt Nebenaggregatten hat schon etwas mehr Verbrauch (abhängig von der Größe).

Einen ~80kW Motor für 250W laufen zu lassen ist dementsprechend allein schon absolut ineffizient und dann kommt noch deine DC-DC Geschichte dazu.

Und dann fragt sich noch, welche Lichtmaschine da verbaut ist und wieviel die liefert. Die wird Drehzahl brauchen, dementsprechend wird der Verbrauch massiv ansteigen wenn d

Lichtmaschine braucht entsrpechend Umdrehungen, wenn du Leistung abrufen willst. Mit Standgas wird das wahrscheinlich nichts werden. (Abhängig von der verbauten Lichtmaschine. )

Du betreibst also einen ~80kW Motor mitsamt Nebenaggregatten um 250W abzugreifen die dann auch noch durch DC-DC Wandler laufen. Effizient ist anders und dann noch fraglich wielange die überlebt.

Ein einfacher Stromerzeuger und 2 mit Sprit gefüllte 20L Metallkanister dürften die erheblich bessere Wahl sein. Da hast du dann auch mehr Leistung um deinen Speicher etwas zu laden, damit das Aggregat nachts nicht laufen muss.

Gegenfrage: Ein Stromerzeuger, der hier rum steht für den eine Fall, der innerhalb von 20 Jahren (da ist in er Nähe mal ein Umspannwerk abgebrannt) mal für ne Woche eintritt?

Der Stromerzeuger muss gewartet werden. Das Auto hab ich da.

Zudem noch 2 e-Autos mit 65+80kwh. Da muss halt innerhalb der Reichweite irgendwo eine Schnellladestation noch Saft haben. Deren interner DC-DC Wandler gibt 4kW bei 12v her.

Wenn Du da ran kommst, würde ich eher die anzapfen. Wenn es keinen Strom mehr gibt, funktioniert ja auch keine Tankstelle, weder die Pumpe noch die Kasse.

Ja

Ein Stromerzeuger der bei deiner geringen Leistungsanforderung so klein ist, dass der tragbar ist genauso wie die 1-2 10/20 Liter Metallkanister, kann ruhig 20 Jahre irgendwo im Eck stehen und stört nicht großartig. Klar muss man das Teil 1-2x im Jahr rausziehen und sich darum kümmern aber das musst du bei deinem Auto auch.

Schau nach ob die V2L können.
Wenn ja, dann reicht ein einfacher V2L-Adapter auf Schuko.

Anlässlich eines Ausfalls der Lichtmaschine habe ich den Strom im Leerlauf bei einem 3er BMW Baujahr 2003 mal gemessen.

20 A nur für den laufenden Motor.

in meinem Wagen ist immer ein 500 Watt WR an Board um im Notfall eine Alternative zu haben. Grundsätzlich müsste nur das aller notwendigste am laufen gehalten werden, z.B. die Heizung oder das Handy. Bei einem Notstromaggregat sollte man auch die begrenzte Haltbarkeit von Kraftstoffen berücksichtigen.

wenn du platz hast hol dir 10module auf lager stell die irgendwo in die garage sind ja nur 1,1x 0,3m grundfläche
dann legst sie im notfall einfach auf dem boden auf holzbalken aus und gut.
ist wartungsfrei und bringt im winter etwa 2-4kwh ein, wenns nicht sonnig ist.

übrigens wenn blackout ist dann hat in d niemand mehr strom
das was du meinst ist ein lokaler länger andauernder stromausfall

ein honda generator(zb eu30is) der springt immer an wenn man den sprit nicht im vergaser stehen lässt und nach jedem laufenlassen ablässt.

kostet aber mindestens ne niere

es gibt auch generatoren mit propananschluss, propan ist im prinzip ewig haltbar.

Die 10 Module würden uns momentan nichts bringen. Draußen liegt Schnee, selbst wenn ich den Schnee entfernen würde, der Himmel ist grau, da kommt zu wenig runter.

Aber davon abgesehen, gibt es denn einen ideales, günstiges Notstrom? Die brauchen doch auch zusätzlich zum Sprit noch viel Öl wenn ich das immer so lese. Ich bräuchte also Benzin/Diesel + Öl vorrätig.

Lokal andauernder Stromausfall kann auf dem Land schon fies sein. Was mach ich mitm E-Auto. Ich komm ja dann noch nichtmals in die nächste Stadt. Bei Hochwasser war es so, dass wir kein Handynetz mehr hatten. Dann käme ich also weder hier weg, noch könnte ich telefonieren. Zu Fuß kann man knicken.

Für heizen/kochen/Warmwasser ist noch Holz und Kohle im Haus, das wäre also bei uns kein direktes Problem. Wichtig ist immer: Gefrierer,Kühlschrank, Licht und Heizungspumpe/Kesselpumpe ggf. noch Brunnenwasserpumpe.

Notstrom könnte dann an den Wechselrichter angeschlossen werden und den Akku erst einmal laden. Wichtig dann auch, dass der WR Inselbetrieb kann ohne äußeres Netz.

Empfehlungen? 500€?

das sollte einem doch schon etwas mehr wert sein

das habe ich auf die schnelle gefunden

mit propan laufen lassen 2x 11kg auf vorrat und zusätzlich 20-40l premium benzin ethanolfrei in einem stahlblechkanister lagern
einmal im jahr vor dem winter im november ein testlauf mit propan, nachdem der mit benzin gelaufen ist und eingelagert werden soll das benzin aus dem vergaser rauslassen.

gutes vollsynthetik öl kaufen ich wechsle bei mir nicht das öl an meinem generator wenn der nicht läuft

2400W mit ca. 2,2l Verbrauch. Tankinhalt 25l also ungefähr 11 Stunden kann er laufen. 26,4kWh Strom. Sollte dann also bei Schnee und reduziertem Verbrauch ein paar Tage reichen.

das sollte einem doch schon etwas mehr wert sein

Relativ. Das ist ja der Notfall. Den Notfall kann man nie wirklich richtig planen. Ich kann ja noch so viel ausgeben und brauchs dann gar nicht. Nur als Äquivalenz wirklich darüber nachzudenken das Auto zu benutzen um Strom für zu hause herstellen, da würd ich mir eher so ne Kiste hinstellen und einen Drehstromanschluss zu meinem Wechselrichter.

Naja für mich hätte der LPG Stromerzeuger den Charme, dass ich mein von der Heizung übriges Flüssiggas verwerten könnte…

Und ein 60V Netzteil als Ladeboost, den könnte man Inder Übergangszeit verwenden.

Aber das ist halt dann jede Menge Schrott, der dann x Jahre hier rum steht, der dann x mal darum herum aufgeräumt und verstellt wird und im Zweifelsfall nicht funktioniert.

Mit so alten Kisten (meiner ist Bj, 2010) habe ich mich bzgl. LiMa auch näher beschäftigt: Die “dummen” LiMa´s ohne BMS etc. liefern bereits bei Standgas nahezu volle Leistung. Ich hatte da zb. 150A gemessen bei einer 180A LiMa.

Ich dachte früher auch, dass die bei Standgas nur einen Bruchteil der Leistung liefern, dass ist aber (zumindest bei diesen LiMa´s) nicht der Fall.

ich hab so nen kleinen 0,9kw inverter generator noch von früher ist bestimmt schon 5-6 jahre nicht gelaufen.
ein wenig sprit rein dann ein paar mal gezogen weil der vergaser und tank leer waren und das teil schnurrt wieder dann wieder den tank leer laufen lassen.

das braucht nicht viel lagerplatz ist aber deutlich effezienter als so ein riesen motor mit ner kleinen lima die wahrscheinlich auch nicht auf dauerlast ausgelegt ist und dann abfackeln kann.

mit nem generator kannst du viel mehr strom aus dem sprit rausholen als wenn du das benzin im auto verbrennst
mit propan von deinem lpg tank noch besser sofern du einen sicheren anschluss legen kannst.
da brauchst dir dann sprittechnisch keine sorgen mehr zu machen.

ich sag immer, besser haben als brauchen

Aber effizient war nun die verlinkte Anlage von dir auch nicht. 20% wäre schon schön. 1l rein, 2kWh raus. Gibts das?