Pfingst-Sonne: Keine Überlastung im Verteilnetz messbar

Tjo, 80% sind ok. 20% sind nicht ok. Was fehlt: Digitalisierung. Ich weiss gar nicht mehr was ich dazu schreiben soll. Auf der einen Seite wird das gesagt. Ohne Zahlen. Ohne Daten. Ohne Fakten.

Und auf der anderen Seite wird permanent belegt, was Sache ist. Hat aber nicht genügend Reichweite.

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Gibts die “Belege” auch auf einer Webseite die nicht mit mir Kasse machen will? Der Inhalt wird dank Ad-Blocker nicht gezeigt.

So?

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Da zur Netzstabilität zu jeder Zeit der verbrauchte Strom = der produzierte Strom sein muss, fallen an solchen Tagen: sonnig, kaum Industrieproduktion und damit geringerer Verbrauch 2 Kostenfaktoren an:

a) EE, die einspeisen hätten können, aber abgerelt werden mussten (Solarparks, Windkraftanlagen)- Hausanlagen müssen ja erst in Neubauten seit 1.1.2026 regelbar sein.

→ Zahlung des Stroms, welcher hätte produziert werden können je nach EEG. Alte Anlagen bis 49ct, neuere deutlich weniger bis runter 7,x ct.

b) Da durch BKW und Haussolaranlagen, die nicht regelbar sind, ungeregelt eingespeist wird- und diese Einspeisemenge inzwischen Dimensionen erreicht, die deutlich über dem Verbrauch liegen können, werden inzwischen die Strompreise auch negativ ausgewiesen. Bedeutet, man zahlt bis zu 50ct pro kWh wenn Strom abgenommen wird. So werden dann im benachbarten Ausland mit Gewinn tagsüber Wasserreservoirs gefüllt, die dann abends, wenn Sonne u Wind nicht ausreichen wieder mit Gewinn leerlaufen (durch Turbinen). Aber auch das Anschalten von Öfen, die eigentlich nicht benötigt werden- da kein Bedarf. Aber mit 49ct pro kWh die bezahlt werden, lässt man die mit Gewinn einfach aufheizen. Andere zahlen es ja.

Stefan, der ja im Austausch mit Andreas steht, hat das ganz gut dargestellt in seinem Energiekanal auf YT.

Da werden dann wieder um die 100 Mio. zur Stabilisierung des Netzes und zur Erfüllung von EEG Verträgen den Besitzer gewechselt haben.

Aber sonst ist alles in Ordnung, und Überlastung gab es keine.

Ja.
Ohne Solar wäre schlimm.
Alles in Ordnung.

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Den geschätzten 100 Mio (von einem einzelnen Prof mit einem gewissen Bias) für Christi Himmelfahrt und den 453 Mio Ausgleichszahlungen und den Rest der 3 Mrd für Redispatch etc in 2025 Ausgleichszahlungen für abgeregelten Ökostrom sind 2025 erneut gesunken - Photon stehen aber auch Einsparungen gegenüber, die uns die EE bringen:

"Die Energieexperten kamen zu dem Ergebnis, dass der Börsenpreis für Strom im letzten Jahr ohne Solarenergie um durchschnittlich 15 Prozent höher gewesen wäre. Insgesamt summierten sich die solaren Einsparungen für Verbraucher, Gewerbe und Industrie im Jahr 2024 auf rund 6,1 Milliarden Euro. Zusätzlich werden Einnahmen aus dem Stromexport von 1,3 Milliarden Euro erzielt. "

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Bei wem kommen die Einsparungen und Gewinne an? Von wem kommen die Ausgleichszahlungen und die Zahlungen für Redispatch?

Über den Börsenstrompreis letztlich bei allen Verbrauchern. Auch wenn es vermutlich ne rethorische Frage war: Die Zahlungen werden aus den Netzentgelten finanziert.

Ich bin mit Piepenbrink in Kontakt und so ganz kann ich diese Aussage von T-online nicht verstehen.
Unsere Daten zeigen ein ähnliches Bild wie die von E3DC:
ca. 20% der Anlagen waren bei 243-253V und das ist doch nicht "Alles top" keine Überlastung zu sehen.
Auch das würde ich als klares Warnsignal sehen, nicht als totale Katastrophe. Aber ja: Da muss schon etwas getan werden und das passiert nicht.
Und das hat Piepenbrink auch so gesagt.

Die Kritik des EEG verstehe ich nicht? Negative Stunden werden nicht mehr vergütet bei Neuanlagen? Also das Problem sollte sich zunehmend erledigen.
Man sollte eher die Frage stellen: Warum speist irgendwer (konventionelle usw.) noch freiwillig ein, wenn er dabei Verluste fährt. Vermutlich waren da schon größere Gebote durch oder die waren nicht schnell genug um mit dem Geboten zu reagieren? Echt merkwürdig.
Auch Frankreich hatte die KKW fast zu 100% am laufen und am einspeisen? Die müssen massive Verluste eingefahren haben.

Spannend war auch: An Pfingsten war es anders, ähnliche Bedingungen, aber das sah deutlich normaler aus.

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Wie üblich generieren negative Schlagzeilen und Panikmache mehr Klicks.

Zu den Spannungen an den Hausanschlüssen auf das ganze Verteilnetz schließen zu wollen halte ich wie im Artikel erwähnt für etwas zu optimistisch.

Ich bin kein Experte für Verteilnetze, aber wenn man die Grundlagen der Elektrotechnik anwendet, ist es klar dass die Spannung steigt je mehr Einspeisung und je mehr Entfernung zwischen Hausanschluss und Ortstrafo ist.

Das letzte Haus in der Straße voll mit Solaranlagen hat dann ne hohe Spannung am Hausanschluss. Das gleiche würde aber auch genau umgekehrt bei großer Lastentnahme passieren, auch wenn da der Gleichzeitigkeitsfaktor hilft.

Was wären die Konsequenzen am Hausanschluss selber?
Der WR schaltet ab, aber nur einer, nicht gleich alle die hintern Trafo liegen.
Dass der Ortstrafo selber überlastet wird, darf ja eigentlich auch nicht vorkommen, wenn die Netzbetreiber die Anschlüsse nach der Kapazität genehmigen.

(Sind da Fälle bekannt wo der Netzbetreiber einfach Keine Rückantworten mehr gibt, dass dann ja automatisch als genehmigt gilt und so man den Trafo sprengen bzw. die Leitung zum Glühen gebracht hat?)

Das sollte man etwas differenzierter sein. Von irgendwelchen großflächigen Blackouts sind wir weit entfernt, sich aber deswegen zurückzulehnen und Kopf in der Sand zu stecken sollte man aber auch nicht.

Das sind wir wieder beim Thema Smart Meter, darüber und mit weiteren Messpunkten an Knotenpunkten und am Trafo, müsste der Netzbetreiber ja eigentlich problemlos idealer weiße in Echtzeit, zumindest historisch ja problemlos den Zustand nachvollziehen können.

Meine Meinung zu dem Youtuber dessen Geschäft Modell auf Angst und Panikmache + Preppershop aufgebaut ist kennst du ja.

Der große Kritikpunkt bleibt, dass immer nur Kosten mit groß klingenden Zahlen hervorgetragen werden ohne diese einzuordnen bzw. die Einsparungen an anderer Stelle zu erwähnen, geschweige denn zu berechnen. Lösung orientiertes Vorgehen fehlt leider auch komplett (vermutlich weil dies für das Geschäftsmodell kontraproduktiv wäre)

Siehe auch EDF selber:

tldr; Die haben extreme Probleme ihre AKWs zu modulieren, die wurden technisch nie dafür ausgelegt.
Wenn dann jedes Grenzland und mittlerweile auch Frankreich selber ordentlich Erzeugung aus Solar hat, kommt das zustande.

Das fehlen von Batteriespeichern wird schlägt da nochmal extra durch weil für den Abendpeak wieder ordentlich Erzeugung von den AKWs benötigt wird.

Noch am Rande ein Ausblick nach Australien die relativ gesehen deutlich mehr Batteriespeicher haben. Da sieht man den Effekt der Spitzenlastdeckung deutlich:

Meiner Einschätzung nach bräuchte Frankreich fast noch dringender wie wir Großbatteriespeicher, das ein so großer Anteil der Stromerzeugung aus schlecht bzw. nur mit hohen Kosten modulierbaren AKWs kommt:
Bei uns läuft am Abend Gas zu auch mal gerne dann 200€+/MWh hoch.
in FR aber müssen AKWs mittags zu -500€/MWh durchlaufen.

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Vielleicht hat man anders reagiert, weil es ja ein ganzes Wochenende war und nicht nur ein Tag. Hab jetzt auch nicht präsent, wie lange es dauert ein KKW von sagen wir 50% wieder auf 100% hochzufahren. Daß Neuanlagen bei negativen Preisen keine Vergütung mehr bekommen führt allerdings auch dazu, daß das Risiko für entsprechende Installationen steigt und zumindest für kleinere Betreiber (wie unsere Genossenschaft) nicht tragbar wird. Sind zumindest aus zwei neuen Projekten ausgestiegen, die für eine Beteiligung im Gespräch waren. Ich denke, man muß die Kosten für solche Phasen dem gegenüber stellen, was durch entsprechende zeitweilige Überkapazitäten zu anderen Zeiten an der Strombörse eingespart wird. Hast Du ja auch schon ein Video zu gemacht, wo Du gezeigt hast, wie EE die Preise stabilisiert.

Ich habe bisher folgende Theorien gehört, warum Pfingsten kein Problem war. Inwiefern die zutreffen - Weiß ich auch noch nicht.

  1. 1.5 war in ganz/Großteil von Europa Feiertag. Pfingsten aber auch oder? (weiß ich auf Anhieb nicht)
  2. Temperaturunterschiede (Wirkungsgrade PV anders)
  3. Bewölkung europaweit anders
  4. Betreiber haben dazugelernt und anders geboten.
  5. FR könnte man die Leistung ja mal checken. Ob hier etwas passiert ist

"Das fehlen von Batteriespeichern wird schlägt da nochmal extra durch weil für den Abendpeak wieder ordentlich Erzeugung von den AKWs benötigt wird."

Das ist der Kernpunkt in meinen Augen. Sinnvoll gesteurte Batterien (privat wie Groß) wären hier aktuell die Lösung.

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Aus Interesse "duck.ai" gefragt:

Wohl in vier Ländern 01.05 kein Feiertag

01.05 in welchen europäischen ländern kein feiertag

Dänemark Nein
Irland Nein
Niederlande Nein
Schweiz Nur in einigen Kantonen

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nun, wir haben doch jetzt schon mit den ungeregelten Bestandsanlagen, sprich Solaranlagen am Haus plus die Balkonkraftwerke eine derartige Überlast erzeugt- die an den Feiertagen nicht wegverbraucht werden konnten zu normalen Konditionen. Dieser Bestand bleibt und wird durch BKW Zuwachs noch steigen, wenn auch gering. Und die negativen Strompreise, welche nicht mehr vergütet werden bei Neuanlagen bedeutet ja nicht, dass diese nicht mehr einspeisen. Sie werden zunehmend schauen es im Haus verbraucht zu bekommen.

Aber der bisherige Sockel an ungeregelter Einspeisung bleibt und wird eher wachsen, wenn auch langsamer.

Balkonkraftwerke spielen hier keine Rolle, die Leistung ist vernachlässigbar. Zumal diese ja einen sehr hohen Anreiz haben, nicht einzuspeisen.
Sie bekommen kein Geld dafür.
Besonders neuere Akkusysteme verhalten sich schon sehr systemdienlich. Deine Aussage ist in meinen Augen so nicht haltbar.

Private größere PV ist hier ein größeres Problem, da die Akkus relativ "dumm" agieren. Hier müsste man unbedingt die Direktvermarktung "öffnen" damit private PV mit Akku deutlich besser gesteuert werden können. Aber regulatorische Hürden verhindern das leider.

Aber auch die großen gewerblichen Anlagen: Hier wurde nicht so viele runtergeregelt, wie man hätte erwarten sollen. Das war auch spannend.

Am Ende: Ist das alles relativ egal. Es geht ja nicht um Schuldzuweisung oder sowas, das bringt nichts. Die PV Anlagen sind nun mal da und die Leute wollen: Mehr.

Deswegen sollte es darum gehen, dass wir den Mittagsstrom effektiver einsetzen müssen und da gibt es nunmal eine gute Lösung:
Intelligent gesteuerte Akkus. Also vom Mittag in den Abend shiften.
Großspeicher anschließen, Heimspeicher sinnvolle integrieren usw.

Ein lösbares Problem. Muss halt nur jemand angehen ^^

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Und mit zunehmender Elektrifizierung brauchen wir ja auch mehr und die muß voranschreiten, damit wir insgesamt fossile Primärenergie reduziert bekommen. Zielsetzung und Leitpriorität für die Klimakonferenz im November: Von heute 20% weltweit auf 35% bis 2035: Eben kurz im DLF gehört, Transitioning away from fossil fuels: A roadmap based on renewables, electrification and grid enhancement

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Am Ende: Ist das alles relativ egal. Es geht ja nicht um Schuldzuweisung oder sowas, das bringt nichts. Die PV Anlagen sind nun mal da und die Leute wollen: Mehr.

Das bedingt aber 2 Dinge. Das muss neutral besprochen werden, nicht mit Luftnummern sondern mit harten Zahlen und Fakten. Die Leute unkontrolliert bauen lassen, in einigen Bundesländern zu PV-Anlagen verpflichten, und dann Leute mit höheren Grundgebühren quasi zu bestrafen, das ist einfach nicht vermittelbar. Und das muss auch sachlich besprochen werden wie es ist, das geht weniger um Schuld sondern um Transparenz.

Intelligent gesteuerte Akkus. Also vom Mittag in den Abend shiften.Großspeicher anschließen, Heimspeicher sinnvolle integrieren usw.

Ja…. aber.

Das stimmt, jedoch sollte man dann, wenn man argumentativ die PV-Anlagen als eine Art argumentative Kostentreiber darstellt, dann auch so gradlinig sein eine Förderung nunmehr mit Hauptaugenmerk von Akkus zu lenken, und das privat wie auch im Nicht-Privaten-Bereich. Also ein Ausbau von EE, der dann neue Netze benötigt sollte aufgeschoben werden, dafür lieber die Speicher fördern.

Bei einigen Standorten kann es Ausbau geben, dann kann man das machen. Wo nicht lieber erst die Speicher ausbauen und dann erst Leitungen und Netz.

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Letztendlich ist das genau das was ich in diesem Beitrag aufgegriffen habe:

Wir müssen die Direktvermarktung zum Standard machen - allerdings ohne übermäßige Bürokratie und teure Messtechnik. Ein simples Smart-Meter, was in 15-Minuten abrechnen kann ist bis zu einer Einspeisung von ~6kW völlig ausreichend.

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100% Zustimmung.

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Das ist auch bis 22kW völlig ausreichend, so es denn der Netzanschluß erlaubt. Und es muß ja nicht regeln, nur messen. Regeln kann die Erzeugungsanlage selber, basierend auf dem im voraus bekannten Börsenstrompreis. Hier läuft unter Anderem eine Anlage aus 2013 (9,6kWp), für die gibt es weder Anreiz noch Möglichkeit der netzdienlichen Regelung. Mit dem Hausakku wäre zwar eine Verschiebung in die Abendstunden möglich, aber lohnt für mich den Aufwand nicht. Also speist sie alles ein, was nicht direkt verbraucht wird.