Für Anlagen <10kWp macht es meiner Ansicht nach definitiv keinen Sinn - so sind die 6kW Einspeisebegrenzung (≠6kWp Anlagengröße) entstanden. Das Ganze soll auch nur kommen, wenn der lokale Netzbetreiber so eine Steuerungsmöglichleit auch haben will. Ansonsten sind die vollen 22kW auch ohne Steuerung möglich.
Weiß nicht, ob dieses Stop-and-Go wirklich zielführend ist. Im privaten Bereich führt die Senkung der EEG-Vergütung und im größeren Bereich die Vermarktung dazu, daß heute ja praktisch keine PV mehr ohne Speicher gebaut wird und zumindest bei Freifläche auch netzdienlich da preisoptimiert eingespeist wird (unsere projektierten Genossenschaftsanlagen wären ohne kaum noch rentabel). Noch mehr Speicherkapazität gäbe es sicherlich, wenn die Netzbetreiber+Gesetzgeber nicht bei der gemeinsamen Nutzung für grünen und grauen Strom mauern würden. Bei der Zeitskala für den Netzausbau muß man auch mit Vorlauf planen und dafür in Kauf nehmen, daß nicht alles eine Punktlandung wird, zumal wenn ja auch der Verbrauch steigen wird.
Warum überhaupt fördern? Wenn die Leute das wollen, sollen sie machen. Aber woher kommt der Anspruch, sich alles vom Staat / der Allgemeinheit zu bezahlen lassen?
…ok das war jetzt etwas überspitzt…
Noch was:
Wir müssen dringend von den typisch deutschen 150%-Lösungen weg. Deutsche Lösungen sind immer maximal kompliziert und maximal teuer (zumindest seit der Wiedervereinigung). Und das muß weg, in allen Bereichen.
Weil das Kosten SENKT. Das ist der Hintergedanke. Wenn es mehr Speicher gäbe muss weniger Netz ausgebaut werden, es muss weniger EE zugebaut werden (lokal). Und es sorgt für eine Regelbarkeit für die Grundlastkraftwerke die wir jetzt eben nicht haben.
Das heißt du kannst jetzt einen riesigen Netzausbau finanzieren, oder du hackst das klein.
Ich bau mir netzdienlich schon für mein BKW. shelly”zähler”, spotelly drauf und meine kleine power smoocher Routine. Was schon funktioniert: bei Strompreis incl Kosten <0 Inverter aus und Verbraucher ein. Was noch dazukommt: bei höchstem Strompreis WR aufdrehn. Die Hardware ist überschaubar: shelly und openDTU oB
Genau; und was sich aus dem von Dir geschriebenen ergibt: regional unterschiedliche Anreize schaffen; es gibt sicher Gegenden wo noch ordentlich PV benötigt wird- und andere wo auch zur Netzstabilität jede weitere Anlage- ohne deutlichen Zubau der genannten Akkukapazität- nicht nur unsinnig, sondern auch problematisch ist. Eine Möglichkeit wurde von mir ja schon beschrieben: Akkus dezentral aufstellen, zentral zum Befüllen ansteuern. Man zahlt nur das Netzentgelt plus 2-3 ct Verwaltunsggebühr. Dann hätte dieses unsinnige herunterfahren bzw. vom Netz nehmen von EE Anlagen endlich ein Ende bzw. würde reduziert- zumal der Strom in jedem Fall ja dem Produzenten bzw. potentiellen Produzenten gezahlt werden muss, auch wenn die Anlage vom Netz genommen wurde.
Subventionen senken Kosten? Die Gesamtrechnung dazu wäre doch mal interessant.
Hier im Forum wird diskutiert, dass die Subvention von Wärmepumpen die Kosten eher treibt.
Um das nicht falsch zu verstehen: Ich bin nicht gegen Speicherausbau u.ä.. Ich bin dagegen sich das immer von anderen bezahlen zu lassen. Wenn jemand seine Mittagsspitze an PV-Strom nicht wegkriegt (oder sie ihm weggeregelt wird) und es sinnvoll findet diese Energie auch später zu nutzen, wird sich einen Speicher hinstellen der diese Mittagspitze wegspeichert. Dafür brauche ich keinerlei Subventionen oder blödsinnige bürokratische Regeln.
Fördern löst halt Massen Hysterie wie die % Preischlachten div. Supermärkte aus.
Der Gewinner ist ![]()
Hat nebenbei richtig eingesetzt natürlich auch eine sinnvolle Lenkungsfunktion für die Herde.
Zeitlich und finanziell begrenzte Subvention könn(t)en lenken.
Sollten aber gut durchdacht sein.
Eben. Wir haben nunmal verschiedene Netzebenen. Bei einigen Wohnhäusern ist in der Netzebene der Privatpersonen noch genügend Kontingent vorhanden OHNE das Netz dort ausbauen zu müssen.
Als nächster Schritt wäre noch mehr Kontingent vorhanden, wenn diese Leute Speicher hätten. Damit glätten sie nicht nur ihren Verbrauch, was das Netz entlastet, sondern auch die Einspeisung, was das Netz entlastet.
Ferner muss dort wieder kein Netz ausgebaut werden, das kann man dann lieber gezielter an anderer Stelle, beispielsweise um Lokale Bereiche oder Überregionale Bereiche zu verbinden.
Die Art der Subvention bei Wärmepumpen läuft falsch.
Wenn jemand seine Mittagsspitze an PV-Strom nicht wegkriegt (oder sie ihm weggeregelt wird) und es sinnvoll findet diese Energie auch später zu nutzen, wird sich einen Speicher hinstellen der diese Mittagspitze wegspeichert.
Und jetzt leg das um auf Kraftwerksbetreiber. Wenn die ihren Überschussstrom nicht wegbekommen, warum sollte der private Endkunde für neue Stromleitungen Länderübergreifend bezahlen? Soll er doch einfach herunterfahren oder Teillast, oder eben Akkus nutzen.
Der Ausbau der EE wird forciert. Die Leute MÜSSEN m.u. PV auf ihren Neubau setzen. Dann ist es vollkommen unverständlich, sie dann zu drosseln, abzuschalten und gleichzeitig aber fossile Energie weiter laufen zu lassen. Man spart also fossil nichts, weil die Anlagen zu träge sind und nicht weil die EE das Netz mit Strom “zumüllen”.
Da wir aber keinen Einfluss auf die fossilen Kraftwerke haben, will man die EE mit den Akkus von der Leistung und Erzeugung so strecken, dass fossile runter regeln KÖNNTEN, weil die Trägheit der EE-Akkus dann höher wird als die Trägheit der fossilen Erzeugung.
Und dann KÖNNTE man fossile Kraftwerke drosseln, runterfahren. Wenn man WOLLTE. Das Argument der volatilen EE-Erzeugung fiele weg. Wohlgemerkt nur das Argument. Die Hauptproblematik bliebe weiterhin bestehen. Träge Grundlastkraftwerke.
Das Problem an den Speichern ist, dass sie erstmal gefüllt die Anlage danach doch ans einspeisen bringt. Je nach Größe wird halt nicht schon um 10.30 uhr voll eingespeist, sondern erst ab 12 Uhr- wirkliche Netzstabilität ist damit nicht zu machen.
Ich vermute, dass man einfach die wirklichen Marktkosten- sprich, dass Strom im Sommerhalbjahr von 11 Uhr bis 16 Uhr den Wert 0 und darunter hat, irgendwann von den EE Anlagen nicht mehr weggehalten werden kann- einfach weil es Vermögensvernichtung ist und genügend Anlagen da sind, die entsprechende Anreize, nämlich genau die Marktpreise durchzuleiten, “benötigen” um netzdienlich und Nachfrageorientiert einzuspeisen,
Wenn es aber zu Problemen in der Netzstabilität kommt, dann wird die Mehrheit, die zumindest derzeit noch den EE gewogen ist, umschwenken und diese ächten. Dann ist das Subventionskartenhaus eingestürzt. Darum ist es besser und nützlicher die Marktpreise jetzt schon an die EE Anlagen heranzulassen, damit die Betreiber sich umorientieren können.
Wer weiß- es kann ja auch gewollt sein die EE zu diskreditieren, damit wieder AKW aufgestellt werden können.
Es ist halt einfach so, dass die großen Kraftwerke mit ihren großen Massen die Netzfrequenz stabil halten; und sie darum im Grundlastbereich betrieben werden müssen. Wenn man dieses Prinzip weiter fährt, dann ist es wirklich so, dass die EE das Netz zu gewissen Zeiten mit Strom zumüllen.
Man kann ja auch die großen Schwungmassen mit EE betreiben, sofern sie zu jederzeit ausreichend verfügbar sind um diese anzutreiben. Wenn nicht ist das eher ein Risikofaktor mehr im Bereich Netzstabilität.
Und jederzeit ist halt der fachlich problematische Fakt: dass ein Netz zu jederzeit die erzeugte Strommenge = die verbrauchte Strommenge ist. Und es hilft bei der Meinungsbildung nicht, indem saldierend beschrieben wird, dass ein Solarfeld ein ganzes Dorf im Jahr mit Strom versorgen kann. Im Saldo ja, aber nicht zu jeder Zeit. Das sind offene Flanken in der Rhetorik, wo es einfach dumm ist diese offen zu lassen.
Es wird inzwischen überall mit KI herumhantiert, aber mal Akkusysteme vom Netzbetreiber angesteuert zu betreiben und dies entsprechend zu belohnen fällt keinem ein.
Wäre ja auch vieles zu dezentral, und kein Geschäft zu machen für die großen Player in diesem Spiel. Und Steuern vermutlich auch weniger.
Aber das ist bei allen Argumentationen so; alle sollen E-Auto fahren, weil keine Steuern drauf sind, und der Strom günstiger ist als Kraftstoffe. Aber das ist nur jetzt so. Lass doch mal die jetzige Ratio umdrehen, also weniger Benziner, dafür die E-Autos in der Überzahl. Denkt jemand wirklich, dann würde die Besteuerung so bleiben? Wie sollen denn die Einnahmeausfälle kompensiert werden? Es ist doch abzusehen, dass dann entweder eine gefahrene km Besteuerung/teuere Autosteuer/höhere Strombesteuerung/… dies ausgleichen wird.
Nur wenn man EE nicht aufteilt in verschiedene Bereiche. Dann ja.
EE im großen Stil ist doch m.u. für die hohen Netzausbaukosten verantwortlich. Was ärgert ist, dass die private PV-Stromerzeugung damit gleichgesetzt wird. Als würden nur private Haushalte vom EE-Strom profitieren.
Die kleinen lokalen privaten PV-Anlagen bis auf private Großanlagen sind aber gar nicht das Problem, sondern ein Problem sind die EE-Großanlagen. Ferner wäre es viel effektiver, die Subventionen für PV-Anlagen einzustellen und dafür eben Speicher zu unterstützen. Das muss nicht direkt monetär sein, das muss einfach nur passiv als Ergebnis niedrigere Preise haben. Wenn aber die Netzausbaukosten die Haushalte aufgebrummt bekommen, die aber von diesem Netzausbau nichts haben, wieso sollten sie ihn dann bezahlen?
Wie das Thema selbst: 80% der Anlagen machen keine Probleme. Und ich nehme an bei Zubau würden auch die weiteren Anlagen keine Probleme machen, die ENTLASTEN das Nahversorgungsnetz Strom indem WENIGER Strom importiert wird. Und ja, nur im Sommer oder wenn die Sonne scheint. Aber das ist doch super. Für jenen Strom BRÄUCHTE man nun WENIGER fossile Stoffe. Wenn die nun aber träge sind, und nicht abschaltbar, dann muss man was gegen das träge tun. Netzstabilisierend ok. Dann eben ein riesen Haufen Akkus her.
Einmal bei privaten PV-Anlagenbesitzern, so schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe. Durch den Akku können auch diese Erzeuger den Strom lokal eingeben und zwar über den Tag verteilt. Die Akkus dort glätten die Erzeugung. Die Akkus glätten den Verbrauch. Das Netz wird STABILER und das Netz wird WENIGER ausgenutzt. Und nicht mehr.
Und das bedeutet, für jede EE-Großanlage muss ein Speicherkonzept her. In irgend einer Form. Das kann auch so sein, dass der EE-Großanlagenbesitzer einfach ne Strafzahlung machen muss, und diese bekommen dann die Leute als Förderung für ihre dort lokalen Speicher.
Es gäbe also vielfältige Möglichkeiten. Oft ist es aber nur: Der Netzentgeltkunde zahlt. Punkt.
Während weiter das Fossile sinnlos (weil in dem Moment nicht benötigt) verballert wird.
Die technisch sinnvolle Batteriegrösse für Überschusseinspeiser ist die Tagesproduktion. Die Regeln müssen angepasst werden, daß das auch die wirtschaftlich sinnvolle Grösse ist
Warum soll das was ändern? Wenn ich jetzt über Nacht bei 14 kwh von 98 auf 70% komme, dann ist mit 40 kWh Akku von denen 5 kWh entnommen wurden auch nicht mehr Platz frei und dauert es nicht länger, bis ich ihn früh vollgeladen habe.
Nur noch einspeisen nach Marktpreis. Bei Überschuss gibts kein Geld und bei negativem Preis zahlst fürs einspeisen. Geiche Regel für alle Erzeuger egal ob fossil oder EE, und auch Grösse egal.
OK, wenn ich dafür auch ohne jeweils über 4.2 kW zu liegen §14a mit Modul 1 und 3 bekommen kann ... Und die Akkuerweiterung kein Elektriker für x 100 Euro anmelden muß ... Und die CO2 Abgaben nicht weiter durch unsere Regierung verzögert und verwässert werden!
Ich denke tageloehner meint das anders. Als Beispiel:
Das sollte man bekommen. Und wenn dann beispielsweise zu mittags viel Einspeisung ist, dann muss man bei Kosten für das Netz auch Kosten pro kWh bezahlen. Und er meint eben: ALLE.
DAS gibt den Anreiz, was zu tun. Selbst wenn dann Privatpersonen, einfach nur weil sie kleine Einspeisungen tätigen, die Einspeisung abschalten. Gut so. Leute mit Akku verschieben das dann auf nachts. Lohnt sich dann für 10ct oder mehr.
Und dann müssen aber große EE oder große Kraftwerke das auch tun. Sonst wirds halt teuer…
Ich denke, auch solche Krücken werden überflüssig, wenn allgemein auf dynamischen Strompreis (und dynamisches Netzentgelt) umgestellt wird. Dafür müssen aber die Netzbetreiber aller ebenen ausm Mittelalter rauskommen
Die Hoffnung stirbt zuletzt
Vorhin kurz mitbekommen, daß im Deutschlandfunk heute morgen eine "Marktplatz" Sendung zu Energiesharing war, muß mal sehn, ob sich die nachträglich hören läßt. In der heutigen Form und Situation bei unseren Netzbetreibern ja wohl auch nur ein Alibi, wie es Andreas ja schön in seinem Video herausgearbeitet hat.