Im aktuellen Referentenentwurf ist weiterhin die Direktvermarktung vorgesehen. Das Problem: Hohe Fixkosten für Messtechnik und Gebühren, die die Anlage unwirtschaftlich machen. Das können im Jahr schnell hunderte Euro sein, bei 6,2ct/kWh muss man also mehrere MWh einspeisen um überhaupt schwarze Zahlen zu schreiben.
Mein Vorschlag: Anlagen unter 50kW DC/22 kW AC werden weiterhin wie gehabt über den Netzbetreiber abgerechnet, durch ein Smart-Meter wird allerdings im 15 Minuten-Takt der Börsenpreis abgerechnet. Die Förderung läuft dann wie bei großen Anlagen über das Marktprämienmodell.
Anlagen unter 2kW AC brauchen kein Smart-Meter und bekommen den Marktwert Solar vergütet (also keine staatlichen Subventionen mehr). Durch die Staffelung nach AC-Leistung ist das auch für große Anlagen interessant, wo nicht viel Strom zur Einspeisung übrigbleibt
Bis 6kW AC braucht es auch keine Steuerbox. Ich bezweifle sehr stark dass sie die Steuerung solcher Anlagen volkswirtschaftlich lohnt, zudem gibt es bei Negativpreisen sowieso keine Vergütung mehr.
Ich habe das Ganze in einem Blogbeitrag nochmal etwas ausführlicher erklärt: