Passivhaus Wasser-Wasserwärmepumpe

Passivhäuser haben einen sehr geringen Heizbedarf. Ca 1kW für ein EFH. Das heißt man braucht im Jahr mehr Energie für Warmwasser als zum heizen. Theoretisch könnte man das Haus also mit einer mobilen Klimaanlage heizen.
Weil der Energiebedarf so niedrig ist, könnte man einfach über PV Warmwasser heizen und das bisschen im Winter einfach über Infrarot zuheizen.
Dann fehlt aber eigentlich noch eine kleine Kühlmöglichkeit im Sommer.
Meine Idee wäre eigentlich: Am Haus gäbe es verschiedene Wärmequellen anzuzapfen. Abluft, Fassade oder Abwasser. Was es eigentlich braucht ist eine Mini-Wasser-Wasserwärmepumpe. Dann kann man selber diese Wärmequellen anzapfen wie es einem beliebt. Scheinbar gibt es das aber nicht. auf alibaba ist die kleinste WW Wärmepumpe 6kW.
Hier haben schon ein paar Leute ihre eigene Wärmepumpe aus mobilen gebaut. Bin wirklich überrascht, dass es das nicht gibt.

Naja Bunnen bei dem bisschen Wärmebedarf ist krass teuer. Man kann ne Soleleitung unter der PV verteilen, aber wieder: teuer. Jedenfalls im Vergleich zu ner Luft split mit Kombitower

bunnen?
fußbodenheizungsrohr ist garnicht mal so teuer :smiley:
ich kann natürlich einfach pv überschuss in einen warmwasserboiler speisen und wärmepumpe lohnt sich dann nicht mehr, warmwasserwärmepumpen die sich aus der raumluft speisen, sind natürlich problematisch im winter, ich nehme ja genau die wärme weg die ich brauche.
dennoch ist es wahrscheinlich schlauer wenn man trotzdem noch eine kühlmöglichkeit hat.

diese lüftung macht passive und aktive wärmerückgewinnung und gewinnt sogar noch warmwasser aus der abluft.... dabei ist die wärmeleistung natürlich extrem gering, aber das ding hat einen apothekenpreis....

Ich glaube, dass es eine Planungsfalle ist wenn man im passivhaus keine kühl und heizreserve einbaut, da bei unterkühlungen und überhitzungen sehr unangenehm werden können. der echte heizbedarf sinkt enorm, aber die standardabweichung des kühl und heizbedarfs sinkt nicht annähernd so stark

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Macht es überhaupt noch Sinn, wassergeführte Heizsysteme in ein Passivhaus zu verbauen? Ist doch alles eine Menge Aufwand und jede Menge Technik, die man da verbaut, die auch Wartung braucht.

Bei dem geringen Wärmebedarf und dem heute gewünschten Kühlbedarf bieten sich doch Split-Klimageräte regelrecht an. Am besten noch an die KWL angeschlossen.

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Warum es die Dusche Wärmepumpen noch immer nicht gibt wundert mich schon.

Wäre ein eher simpler WP Durchlauf Erhitzer.

in der dusche passt einfach die leistung nicht zusammen. zum duschen braucht man 20kW Leistung....

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Von 7 Grad auf 40 Grad vermutlich.

Von 20 Grad aus schon deutlich weniger.

Es würde ja schon besser sein wenn es eine direkte Vorwärmung des Zulauf Wassers für die 100 Liter WP Kessel vor Ort gäbe.

Rechnen überlasse ich KI.

So ne kleine, günstige Wasser-Wasser Wärmepumpe hätte ich auch gerne, um bischen mit Wärmeentzug aus Oberflächenwasser (bei uns so in 3m Tiefe) zu spielen. Noch nirgends was gefunden, wo sowas anderweitig genutzt würde und damit günstig wird ...

Ob es im Passivhaus der Bringer wäre? Bin ich skeptisch. Deine Wärmequellen:

  • Abluft: da bleibt fast nichts gegenüber der Außentemperatur, da man ja so 90% der Abwärme der Luft über die KWL passiv wieder auf die Zuluft überträgt.
  • Fassade: Solarthermie? Vielleicht in Form von PVT-Modulen dort oder teilweise auf dem Dach. Teurer Spaß, zumindest bisher.
  • Abwasser: Rechnen wir mal mit 240 Litern pro Tag, 15 Grad Absenkung, wären das etwa 4.2 kWh. Mit dem Schmutzwasser sicherlich nicht einfach, das wartungsarm und günstig zu realisieren.

Einbringen könnte man die Wärme davon vielleicht am einfachsten über Innenwände/Decken, um auf niedrigem Temperaturniveau zu bleiben.

Luft hab ich auch gerade überschlagen. Bei 150 Kubikmeter pro Stunde würde man 20 Grad Übertemperatur brauchen, um ein kW Heizleistung mit der KWL zu verteilen. Nicht unrealistisch,
aber wohl am sinnvollsten mit einem entsprechenden Heizregister/Kanalgerät (oder was immer der Fachbegriff ist ...) als Innengerät einer Splitklima zu machen. Direktelektrisch im Passivhaus sicherlich auch ne Option. Grundidee ist ja, das Geld, das sonst für ne aufwendige Heizung ausgegeben wird, lieber für ne Topdämmung zu investieren. Im Passivhaus reichen sonst ja ein/zwei Splitklimmainnengeräte auch für die Wärmeverteilung locker aus.

https://passipedia.de/

Zahlen zur Umrechnerei hatte ich hier mal gesammelt:

Nichts davon ergibt als Wärmepumpe wirklich Sinn. Wie Win schon schreibt, bei so einem Heizbedarf, 1KW, da macht keine wassergeführte Heizung Sinn. Es sind dann auch nur 1KW auf alle Räume.

Bei Passivhäuser benutzt man meist sowas wie einen Bayernlüfter, also eine Lüftung mit Wärmerückgewinnung weil man Fensterlüftung wegen den hohen Verlusten nicht nutzen will.

Da würde ich ansetzen. Ich würde also stattdessen eine Klimasplit benutzen. Und weil es um Frischluft geht:

Damit tauscht man die Luft aus und kann kühlen/heizen. In jeder Etage ein Gerät.

Und es gibt Klimasplits mit der Möglichkeit mit Warmwasser.

Daikin hat für beides ein Gerät, leider leider nicht in EINEM Gerät. Das wäre das Nonplus-Ultra meiner Meinung nach. Die Daikin Ururu Sarara kann Frischluft. Und das Daikin Multi+ kann Warmwasser.

Da sind wir dann beim Realismus. Nehmen wir an, es wäre meine Wohnung und die gesamte Wohnung benötigt nur 1KW, das ist so dermaßen wenig, dass das über offene Türen verteilt werden kann. Und das bedeutet, dass es keinen Sinn ergibt, wenn man 2 verschiedene Splitsysteme einbaut. Für mich würde es bedeuten einen Warmwassertank ins Bad zu integrieren. Eine 120l BWWP kostet um die 1500€. Die kommt ins Bad und die Verluste gehen sofort ins Bad. Im Winter egal. Und ebenfalls ins Bad kommt das Innengerät Sarara. Der Vorteil: Läuft die BWWP und entzieht dem Bad Wärme kann die Sarara wieder Wärme liefern. Die liefert auch die 1KW für die Wohnung. Ein Lüfter kommt vom Bad in den Flur, dann kann die Wärme in den Gang geblasen werden, also Frischluft verteilt und Wärme. Effizienz?
Split-Klima mit ungefähr COP4 sind 1kWh el. rein, 4kWh raus. Die BWWP bei 20°C bei ca. COP3 sind 1kWh el. rein, 2kWh Wärme rein, 3kWh Warmwasser. Bedeutet letztlich:
1,5kWh el. = 3kWh Warmwasser (wird dem Raum wieder entzogen) COP2. Durchgängig COP2. Das ist besser als Durchlauferhitzer oder Boiler. Und preislich besser als 2 verschiedene Split-Systeme.

Ergo: Frischluft, kühlen/heizen zentral im Bad mit Splitklima (im Bad wird es leicht wärmer sein im Winter, leicht kühler im Sommer [aber das ist meist sowieso so gewollt]) BWWP zentral im Bad und damit kurze Leitungswege, wenig Verluste durch das Rohrnetz. Waschbecken mit Untertischboiler, die können auch mit PV-Strom versorgt werden wenn er da ist.

Im Sommer wird gekühlt, die BWWP sorgt für Abkühlung weil das WW bereitet wird. So bekommt man bei den vollen 120l von 20°C auf 60°C = ca. 6kWh Wärme = 2kWh Strom +4kWh Wärmeentzug. Spart man im Sommer nochmal 1kWh Strom fürs kühlen bei angenommenen 1kWh Kälteleistung.

Im Winter muss die Klimasplit die 4kWh Wärme erzeugen die dem Raum entzogen wird, das macht sie mit 1kWh Strom. Wie oben beschrieben ergibt das einen COP von 2 fürs Brauchwasser.

Im Winter ergibt das bei Max. 1KW Heizleistung benötigt = 24h = 24kWh + 4kWh = 28kWh/COP4=7kWh Strom. Im Kernwinter 7kWh/24= 291W el. Und das klingt mir sehr nach der untersten Modulationsgrenze eines einzelnen Splizgerätes.

Da nimmt man schon besser eine zentrale KWL mit vernünftiger Effizienz bzgl. Stromverbrauch und Wärme- und ggf. auch Feuchterückgewinnung und bedarfsgerechter Verteilung der Zuluft in die Räume. Das verlinkte Klimasplit macht keine Wärmerückgewinnung, soweit ich das auf die Schnelle sehe?

Im Bad mit Toilette würde ich eine Splitklima auch nicht installieren, wenn sie mehr als das Bad versorgen soll, da man dort normalerweise die Luft mit der KWL ansaugt und man die Luft nach einem Geschäft nicht direkt im Haus verteilen will ...

Wir haben Bad und Toiletten getrennt. Das ist wohl der Lokalität geschuldet. :wink:

"bedarfsgerechte Verteilung" schaffst du so oder so nicht. Überleg mal, 6-7 Räume mit ZUSAMMEN 1KW Wärmebedarf. Da ne dicke Lüftungsanlage einbauen ist mit Kanonen auf Spatzen schießen. Je nach Raum braucht einer 100W und der Andere 200W. Das kannst du mit Glühbirnen besser lösen...

Damit hab ich nicht die Wärme gemeint (wobei da auf PH Level mit einem Nachheizregister ja auch schon sehr viel geht) sondern die frische Zuluft. Zuluft bei unserer KWL: 2x Wohnzimmer, 1x Arbeitszimmer, Kinderzimmer, Schlafzimmer. Abluft: Gäste-WC, 2xBad, 2xKüche, 1x Flur im DG.

Das erreichst Du nicht mit einem oder zwei Splitklima-Geräten und willst das auch nicht ohne passive Wärmerückführung aus der Abluft auf auf die Zuluft.

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Verstehe. In dem Falle darauf verzichten, einmal am Tag vollständigt lüften dürfte günstiger sein als das gesamte technische Klimbim.

Keiner ist gezwungen, ein PH zu bauen. Aber wenn man die entsprechenden Werte erreichen will, kommt man nicht drum rum, die Lüftungswärmeverluste durch Wärmerückgewinnung zu reduzieren, vom Komfortgewinn mal ganz abgesehen. Ich möchte es nicht mehr missen.

Daikin. Warmwasser Warmluft und Luftwechsel. Gibt's doch, zumindest meine. Die hat über 8 m Zuleitung einen parallel statt koaxial Wärmetauscher. Daran hängt eine Hilfs Wandheizung. Geschätzte Abgabeleistung ca 800 W. Nie gemessen.