Panasonic Nordic HZ35ZKE - erste Erfahrungen

Das stimmt natürlich. Bei mir geht aber aber um eben diese längeren Zeiträume. Eben weil der Innensensor keine zuverlässigen Temperaturen liefert, macht die Anlage manchmal merkwürdige (und ineffiziente Dinge). Wenn z.B. bei 3 Grad AT 750 Watt gezogen werden, ist das in meinem Setting definitiv suboptimal, da ich hier normalerweise mit durchgängig 350 Watt (lt. Stromzähler, Leistungsaufnahmeindex = 270) das EG gut warm bekommen. Durch die Lüfterregelung habe ich das jetzt in den Griff bekommen.

Wie macht ihr das denn? Lüftung auf “Auto” oder dauerhaft eine feste Lüfterstufe?

Hab keine Panasonic, aber unsere beiden MHIs laufen immr auf höchster Lüfterstufe und die Daikin steht auf höchster Lüfterstufe, schaltet aber von selbst runtern, wenn die Auswurftemperatur unter 28-30 Grad gehen würde.

Na, dann stehen die wohl in unbewohnten Räumen… Ich hatte wegen der Steuerlogik und der benötigten Raumgröße ja schon befürchtet, die HZ25ZKE sei ein Fehlkauf gewesen. Mittlerweile bin ich aber sehr zufrieden - vor allem, weil sie selbst ohne “quiet”-Modus so leise ist, dass sich bei uns noch niemand über störende Geräusche beschwert hat, obwohl sie quasi mitten im Wohnzimmer hängt.

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Ist in bewohnten Räumen. Die MHI ist aber auch auf höchster Drehzahl noch ganz erträglich. Warum machen wir das? Aus Effizienzgründen und auch für eine bessere Wärmeverteilung. Ich hätte es lieber eine Stufe niedriger, aber die MHI kann nur auf höchster Stufe wirklich immer dort bleiben. Stellt man eine Stufe niedriger, hängt man schon wieder in der Automatik und die Drehzahl ist dann oft auf Stufe 1-2, anstatt bei Stufe 3 festgetackert zu bleiben.

Bei deiner HZ35ZKE vermute ich, dass die auf höchster Stufe deutlich lauter ist, weil die wohl viel mehr Luft bewegen wird.

Ich heize mit zwei 35er Ethereas, das dürfte regelungstechnisch wohl so ziemlich das gleiche sein wie beim Threadersteller. Hab sehr viel rumprobiert mit den Lüftern die letzten anderthalb Heizperioden und meiner Erfahrung nach liegt Win da absolut richtig und sogar noch weitergehend gesagt die Lüfterstufe hat auf die Leistung an sich sogar erstmal garkeine Auswirkung. Die beobachtbaren Unterschiede kommen dadurch zu Stande, dass (wie von Win richtig beschrieben) höhere Lüfterstufe= erwärmte Luft kommt besser vom Gerät weg = gemessene IstTemp am Innengerät wird niedriger und wenn eine SollTemp eingestellt ist die bei niedrigerer Lüfterstufe die Leistung gehalten hat, wird sie nun hochgeregelt sobald sie die interne SollTemp um mehr als 0.5° unterschreitet.

Ausnahmen gelten möglicherweise für Lüfterstufe V, diese scheint mir die interne SollTemp ein halbes Grad niedriger einzustellen als alle anderen und bei Silent hab ich ka, da ich die Funktion nicht benutze, würde aber eigtl vermuten die regelt wie Auto nur mit minimalem Lüfter.

Beim Schreiben fällt mir gerade auch noch ein zweiter Grund ein, der es so aussehen lassen kann, als ob die Lüfterstufe die Leistung selbst verändert:

Das ist wie gesagt nicht der Fall, die Lüfterstufe entscheidet allerdings über die Höhe der Leistungssprünge bei einer Änderung, sprich:

Gerät stellt fest IstTemp liegt mehr als 0.5° unter internerSollTemp → Leistung muss erhöht werden (per Änderung der Kompressorfrequenz)

Und wie hoch diese Änderung nun ausfällt das beeinflusst man mit der Höhe der Lüfterstufe. Bei einem Beispiel wo man vorher eine konstante Leistung von 400W pro Stunde hatte, könnte ein Sprung bei Lüfterstufe II dann bedeuten die Leistung steigt auf 420W, während ein Sprung mit Lüfterstufe IV zu 440W führen würde. Da die Kompressorfrequenz bei den Ethereas sehr häufig wechseln kann (glaube alle 20-30sek standartmäßig) können höhere Lüfterstufen dann schnell wie mehr Leistung aussehen, wenn die IstTemp nicht schnell genug wieder über die SollTemp-0.5 Grenze kommt und es dementsprechend mehrere (bei höherer Lüfterstufe größere) Leistungssprünge hintereinander gibt.

Dieses Verhalten kann man sich aber auch zu Nutze machen, z.B. bei Taktproblemen indem man nach dem Kompressorneustart den Lüfter erstmal auf Stufe V stellt, damit das Gerät dann die Leistung in möglichst großen Schritten Richtung Minimum verringert, so wird man die übelsten Leistungsspitzen dann schon los in der Zeit bevor der Lüfter überhaupt hochdreht.

Generell scheint hier im Thread die Meinung zu herrschen, die Geräte von Panasonic könnten nicht konstant auf einer Leistung laufen und müssten hin und her springen, das wirkt vllt auch so durch das häufige Wechseln der Kompressorfrequenz, lässt sich aber verhindern indem man dafür sorgt, dass die Solltemperatur immer max 0.5° über der am Innengerät gemessenen Ist Temperatur liegt, dann springt die Leistung auch nicht mehr. Man kann ansonsten auch noch die Häufigkeit des Frequenzwechsels in den Einstellungen herabsetzen (glaube auf alle 90sek maximal) das verringert das Schwingen auch deutlich (kann aber eigene Probleme verursachen wenn es wärmer wird und man die Leistung noch langsamer runter kriegt um Takten zu vermeiden :rofl:)

Ich habe hier mehrere ethereas als mono-, duo- und quadro-split.
Ich habe den Raumtemperatur Sensor nach rechts ausserhalb des Gerätes gelegt. Bei den Ethereas ist das Kabel dafür lang genug. Dann spinnt die Temperatur bei Abtauvorgängen nicht mehr so rum.
Wenn dann Soll >= Ist angesteuert wird läuft das Gerät schon sehr gut.
Meine Geräte takten so nicht. Bei den aktuellen Temperatur laufen die seit Tagen komplett durch.

Zusätzlich habe ich mir die Möglichkeit geschaffen bei Bedarf den Sensorwert durch einen ESP32 zu manipulieren. Mit einer, inzwischen ziemlich komplexen, Steuerung schaffe ich es so die Leistung des Gerätes in einem vorgegebenen Bereich zu halten.
Ich bin mittlerweile sehr zufrieden mit den Geräten. Ohne Gebastel ist es aber aus meiner Sicht inakzeptabel was der Hersteller bietet.

sehe ich auch so. Wäre meine Anlage nicht in der Werkstatt, hätte die mich auch schon verrückt gemacht und mich zig Stunden gekostet… Daikin ist hier ungleich besser.

Moin zusammen,

bitte schaut euch diese Seite an. Dieser Link, bzw. die Funkthermometer wurden bereits hier erwähnt. Da die meisten Panasonic - Anlagen Probleme mit dem Innensensor haben (meine auch) ist m.E. dieser Sensor, der irgendwo weit weg von der Anlage angebracht werden kann, logischerweise die Lösung für das schlechte Takt -und Heizverhalten der Panasonics.

https://clima.protoart.net/shop/climatecontrol-module-for-panasonic-air-to-air/?v=5f02f0889301

Dort wird ein Innenthermoter auf Funkbasis angeboten speziell für Panasonic Anlagen. Momentan zwar ausverkauft, aber wieder vorrätig in vier Wochen. Ich kann mir denken, dass das die Lösung sein wird, um das unnötige Takten zu beseitigen. Gruß aus Bremen

ich würde mich sehr darüber freuen, wenn weitere Leute ihre Erfahrungen zu diesem Sensor hier posten würden. Oder gibt es schon einen Thread, wo genau dieser Innensensor getestet wurde?

ClimaControl: Smarte Steuerung für Klimaanlagen – Erneuerbare Energien und Installationen – GoT In diesem Thema wird über Proart philosophiert.

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Laut KI Zusammenfassung des niederländischen Threads scheint Clima Control mit Panasonic Anlagen noch nicht so gut zu funktionieren wie bei anderen Herstellern. Sollte es da (eventuell ja sogar schon mit der nächsten Charge) Verbesserungen geben aber defintiv sehr interessant und sollte man im Auge behalten

Es wurde genau eine Nachricht zum Testen von Panasonic-Klimaanlagen mit dem CC-Modul gepostet.

Das ist auch etwas hart formuliert. Es hängt alles von der Steuerungslogik des Herstellers ab. Der einzige Zweck von CC besteht darin, Ihnen die Möglichkeit zu geben, den internen Temperatursensor über das BLE-Thermometer an eine beliebige Stelle in Ihrem Zimmer zu verlegen. Darüber hinaus leistet es nicht viel. Die Steuerung erfolgt weiterhin über die Klimaanlage.

Es ist ehrlicher zu sagen, dass die Steuerung von Panasonic schlecht ist.

Ich spreche kein niederländisch, habe nur wiedergegeben was mir zusammengefasst wurde, als ich bewusst nach Panasonic gefragt habe :rofl:.

Zumindest meiner Vorstellung nach, sollte es aber schon deutlich positiven Einfluss auf die gesamte Regelung haben wenn es gelingt den Innentemperatursensor durch einen externen zu ersetzen, da es

  1. das Abschalt/Taktproblem in der Übergangszeit eliminieren sollte

  2. die schnelle Eisbildung durch Heizbeginn mit unnötig hoher Leistung nach dem Abtauen spürbar verringern dürfte

  3. Schwingen der Kompressorfrequenz in Temperaturgrenzbereichen vermeidet (da die Regelung in diesen Messwerte manipuliert/verändert).

Also wenn es liefern kann was es verspricht, dann muss es meiner Meinung nach auch deutlich spürbare positive Auswirkungen haben

Man kann einen externen (BT) Sensor durch isolieren, gezielten heizen oder kühlen nach belieben ohne Eingriff an der Anlage manipulieren wenn die Verbindung klappt. Oder meist einfacher elektrisch den Sensorwert manipulieren, NTC.

Was die Anlage daraus macht ist dann wieder ein anderes Thema.

Weitere Informationen wurden bereits per E-Mail versendet. Die Stabilität der Panasonic-Klimaanlage scheint mit einem drahtlosen Sensor wie dem von ProtoART entwickelten deutlich verbessert zu sein. Der Unterschied ist bereits auf diesem Bild erkennbar. Die Raumtemperatur schwankte bei Verwendung des externen Sensors nur um 0,5 Grad. Zudem läuft der Kompressor länger als im Normalbetrieb, und die Spitzenleistung sank von 800–1000 Watt auf 600 Watt.

Wenn ich das richtig sehe taktet die Anlage mit und ohne Sensor innerhalb von 2h 8 mal.
Wäre schön, wenn der Anbieter schreiben würde, daß der externe Sensor den internen ersetzt.
Das kann auch das KNX Interface von Panasonic nicht. Da kann man zwar einen externen Sensor anbinden. Der dient aber nur zur Visualisierung der Raumtemperatur in KNX und hat keinen Einfluß auf die Regelung.