Panasonic Nordic HZ35ZKE - erste Erfahrungen

Ich würde das nicht so harsch ausdrücken.
Mich stört es jetzt nicht weil mein Raum nur bedarfsweise genutzt wird und gleichzeitig so groß ist, dass meist eher mehr Leistung gebraucht wird und da sind die Probleme dann eher seltener.

Aber es liegt nicht an der Montageposition und ja, andere Anlagen machen das bei vergleichbaren Einstellungen besser.
Die 7 Daikin-Single-Split hier im Haus haben das Problem nicht obwohl einige Geräte weitaus schlechtere Montagepositionen aufweisen und grundsätzlich ob der geringen Modulation auch mit geringeren Lüfterstufen betrieben werden.

In Nicht-Aufenthaltsräumen ist sowas mit den Lüftersettings ja lösbar.
Und ich schätze wenn man die Panasonic-Schnittstelle in Home-Assistant einbindet und mal ausführlich loggt wie man die Soll-Temperatur manipulieren muss um das zu verhindern geht da bestimmt auch noch was.
Bestimmt keine Optimallösung, aber eine Verbesserung möglicherweise schon.

Wenn man die Anlagen aber in Aufenthaltsräumen hat und dann das Problem nicht gelöst bekommt stört es halt. Vorausgesetzt man gehört zu den Leuten, die sich davon stören lassen und die Anlage läuft oft genug in den Leistungsbereichen wo es passiert.

Manche sind ja auch resistent gegen sowas und lassen sich von 3-5 Taktpausen die Stunde nicht aus der Ruhe bringen. Für die Leute ist das dann ja alles sowieso kein Problem.
Und von 3 Takten die Stunde bricht die Effizienz auch noch nicht gravierend ein.

Betrifft aber insbesondere mehr die Multi-Splits.
Die Single-Splits takten tendentiell eigentlich nur, wenn es wirklich nahe der unteren Modulation geht. Ausnahmen mag es da aber natürlich auch geben.
Hängt man sich z.b ne Nepura in nen Raum der die Wärme gar nicht gebrauchen kann wird man sicher auch nicht happy werden. Das ist logisch

Was ich aber nochmal sagen will. Eigentlich hab ich hier nur was geschrieben weil ich das mit einem Beispiel untermauern wollte. Absurd, wo das wieder hingeführt hat.

Ein paar Takte müssen was Effizienz angeht nicht schlecht sein.
Wenn es aber passiert in Situationen wo es nicht passieren muss und man zu den Leuten gehört die sowas stört, ist das denke ich eine Info, die zumindest erwähnt sein muss.

DIY-Lösungsansätze um es bei Probleme zu verbessern gibt es aber ja mittlerweile zu Genüge.
Ich selbst war jetzt z.b bisher einfach nur zu Faul dazu weil ich nicht oft genug in dem Raum bin, als dass es mich wirklich stört.
Lösbar ist Vieles. Und es gibt bestimmt auch Raum-Kombinationen wo es von Haus sowieso generell eh sehr viel besser funktioniert als in Anderen.

Probleme haben am Ende eh alle Anlagen. Vorausgesetzt man legt Wert auf eine möglichst schöne Regelung. Nur die Art der Lösungsansätze unterscheidet sich je nach Hersteller.
Bei manchen kann man mehr machen, bei manchen etwas weniger.

Öl und Gas wirds aber egal wie man die Anlage betreibt sowieso immer überlegen sein.

Meine Panasonic hängt glücklicherweise in der Werkstatt, dort stört mich die dämliche Regelung auch wenig, sie passt relativ gut zum Wärmebedarf dort.
Hätte ich sie in meinem Wohnraum, würde ich sie mir weg wünschen. Oder eben umbauen bis es passt.

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Meine "günstige" 1000€ Gree Amber Nordic hat einen Temperatursensor in der Fernbedienung, damit ist das Temperaturproblem am Innengerätesensor komplett umgangen. Funktioniert wunderbar, es gibt also definitiv Hersteller die einen anderen Weg gehen. Man muss halt die Anlagen vergleichen vor dem Kauf.

Das eigentliche Problem ist dass man kaum was einstellen kann an den Anlagen.
Der Hersteller kann ja gerne seine 0815 Regelung draufklatschen, aber dann soll man bitte als Nutzer auch etwas Konfigruationsmöglichkeiten erhalten.

Warum kann ich nicht:

  • Wanneheizung manuell An/Aus schalten
  • Wanneheizung Triggertemperatur für Auto Einschaltung festlegen
  • Kompressordrehzahl begrenzen (Inverter)
  • Zubehör Innenraumsensoren mit Anlage koppeln
  • feste Lüfterstufen definieren (kann deinen Punkt Komfort absolut nachvollziehen, meine Nepura macht das gerne, 4mal die Lüfterstufe innerhalb von einer Minute variieren, WTF)
  • Temperaturspanne festlegen, wo die Anlage nicht nachheizt (2°C Differenz, 3°C Differenz usw.)
  • vieles weitere was mir grade nicht einfällt :grinning_face:

Du musst wirklich mal den Sensor dämmen, dann siehts echt ganz anders aus. Konnte das auch nicht glauben (Ich in meiner laienhaften Naivität: "Der Hersteller hat sich schon was gedacht dabei")

Dann hat mir jemand hier im Forum geschrieben wie man die iFeel Funktion an der Gree aktiviert und seit dem ist die Anlage wie ausgetauscht. Hier, schaut euch das mal an (ohne Bedarf, ECO oder sonst was, hat die Anlage alles nicht):

Raum 20qm im Keller, 60er BJ, nichts gedämmt, 2 Außenwände:

Temperatur fällt um 1°C

Absolut Traumhaft, die startet mittlerweile unter 1000W nach 1h Pause. Habe keine andere Anlage die so wunderschöne Graphen zaubert :smiley:

Einziger Aufwand: je nach dem was man erreichen will optimale Stelle für die Fernbedienung im Raum finden :smiley:

Bei dem Graphen der Nepura FTXTM sieht man ab 12Uhr auch solche Spackungen, wie du sie an der Pana hast. Sie könnte halt unter 250Wh laufen was sie bis ca. 12Uhr auch getan hat, dann will sie aber nichtmehr, weil draußen die Sonne rausgekommen ist. Das hat die Regelung durcheinandergebracht. Trotz Bedarf und 2200€, die ich dafür auf den Tisch gelegt habe.

Ich schätze die Pana würde ähnlich laufen wenn du den Sensor etwas modifizierst.
Würde mich über einen Vorher/Nachher Vergleich freuen. Das würde nämlich meine Theorie weiter bestätigen dass die Premium Hersteller auch nichts besser können und man quasi jede Anlage kaufen kann, wenn man den Sensor umbaut.

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HILFE! Meine Pana hat sich ausgeschaltet - keine Front-LED leuchtet mehr. Einfach so, aus dem Nichts. Mir ist das in den letzten Wochen schon zweimal passiert, zum Glück sprang sie irgendwann an, ohne das ich irgendetwas (außer Öffnen/Schließen der Klappe und Strommessen) gemacht hätte. Hat jemand eine Idee, woran das liegen kann (Spannung auf der 2./3. Leitung ist vorhanden)?

Vielleicht ein Timer programmiert?

Nee, sie ist ja komplett aus und in der App wird ‘Fehler’ angezeigt…

Puh, war hoffentlich nur eine nicht fest genug angezogene Leitung. Jetzt läuft sie wieder. Sorry wegen der Panikmache…

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Wir fühlen alle mit Dir.

Gut, dass die wieder läuft.

Nur der Vollständigkeit halber und falls jemandem mal etwas ähnliches passiert: nachdem mein Innengerät schon wieder (aus dem Nichts) ausgefallen ist, habe ich die Spannungen per Phasenprüfer geprüft: Klemme 2 und 3 hatten Spannung, Klemme 1 nicht. Kann es sein, dass der Installateur hier 1 und 2 vertauscht hat? Jedenfalls habe ich den Ausfall auf Klemme 1 zurückgeführt, da die anderen beiden ja Saft hatten. Also Kabel gekürzt, kalte Lötstelle ausgeschlossen usw. - brachte alles nichts. Beim Festdrehen blitzte manchmal etwas im Innenleben auf und die Anlage ging kurz an und dann direkt wieder aus. Hatte jedesmal Angst, dass sie nicht mehr aufwacht… In letzter Not (es war schon arg kalt geworden) habe ich das braune Kabel eine Etage tiefer (die Schraube darunter) angeschlossen und die Pana sprang sofort an. Da die Farben stimmen, gehe ich davon aus, dass der Installateur hier Mist gebaut hat?

Die Kabel gehören so, wie auf dem Bild, also alle oben angeschraubt. Die untere Reihe ist für die Stromversorgung, falls man die innen anschließt und nicht außen.

Unter Spannung sollte man sowas aber nicht machen. Immer erst spannungsfrei schalten, bevor mal irgendwo dran herumschraubt.

Kalte Lötstelle? Wo wurde denn da gelötet?

Danke für die schnelle Antwort. Ich schalte die Anlage vor dem Schrauben immer spannungsfrei, in diesem Fall hatte ich während des Messvorgangs (Spannung nötig) die Schraube etwas angezogen. Die untere Reihe hatte ich nur verwendet, weil die obere nicht funktionierte.

Ich habe aber jetzt eine Vermutung für die falsche Polung: das Innengerät bezieht den Strom vom Außengerät. Das wiederum wird über einen Schuko-Stecker im Wohnzimmer versorgt (keine optimale Lösung, ging aber bei uns nicht anders). An dieser Stelle ist die Polung “zufällig” - wenn ich jetzt den Stecker (geht leider wg. Kabellänge nicht) oder die Steckdose (geht) um 180 Grad drehe, sollte es wieder passen, oder? Und da untere und obere Reihe durchgeschliffen sind, wäre nichts weiter erforderlich. Korrekt?

Bei Schukostecker sollte man ausmessen und den Stecker dann markieren, wie herum der eingesteckt werden sollte. Oft läufts zwar auch anders herum, aber das würde ich nicht machen, da kann es auch mal Probleme geben.

Immer so anschließen, wie es der Hersteller vorgesehen hat. Du weißt nie, ob direkt durchgeschliffen oder z.B. noch irgendwo eine Sicherung dazwischen geschaltet ist.

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Ok, werde ich demnächst so umsetzen.

Zur Abwechslung mal eine gute Nachricht: ProtoArt hat es mittlerweile wohl geschafft, die interne Pana-Raumtemperatur mit ihrem externen Temperatursensor zu überschreiben und dabei deutliche Performancegewinne erzielt:

Wir haben es geschafft, die aktuellen Verbrauchsspitzen für dieses Setup von 800–1000 Watt auf maximal 600 Watt zu senken und gehen davon aus, dass wir dies noch weiter glätten können.

Dies führt direkt zu einer deutlich stabileren Raumtemperatur: Unser Funksensor registrierte eine Schwankung von nur 0,5 °C bei einem Sollwert von 20 °C.

Diese Tests wurden in einem relativ kleinen Raum durchgeführt, in dem sich die Wärme schnell verteilt. In größeren Räumen wird das Panasonic-Gerät aufgrund der höheren Wärmekapazität sogar noch besser abschneiden.“

Es liegt wohl noch ein wenig Arbeit vor ihnen, aber das ist auf jeden Fall vielversprechend…

(Panasonic TZ-Messreihe)

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Super! Danke für den Tipp!

Sieht ja vielversprechend aus.

@Jenzi Bei der Messreihe mit ClimateControl taktet das Gerät aber ordentlich. Oder ich verstehe die Messreihe nicht…

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Ja, aber gegen das Überheizen zuvor mit stark schwankender Raumtemperatur und quasi ON/OFF Betrieb schon mal viel besser. In einem größeren Raum wird das sicher jetzt deutlich gleichmäßigeren Lauf bringen.

Gemini fasst das sehr gut zusammen, finde ich:

Das Bild verdeutlicht eindrucksvoll, warum Panasonic-Anlagen oft mit ihrem internen Sensor kämpfen und wie ein externes Steuermodul (ClimateControl) dies löst.

Hier ist die Analyse der Effekte basierend auf den beiden Szenarien im Bild:

1. Das Problem: Steuerung via internem Sensor (Linke Seite)

In der Standardkonfiguration misst die Klimaanlage die Temperatur direkt am Gerät (meist oben am Lufteinlass).

  • Zackiges Temperaturprofil: Die rote Linie im oberen linken Graphen zeigt extreme Schwankungen. Da die warme Luft sofort zum Gerät aufsteigt, denkt die Anlage, der Raum sei bereits warm, schaltet ab, kühlt kurz ab und schaltet wieder voll ein.

  • Hohe Lastspitzen (Power-Graph unten links): Das Gerät arbeitet im „Alles-oder-Nichts“-Modus. Man sieht Stromspitzen, die bis auf 1.000 Watt hochschnellen (blaue Kurve). Dieses ständige Takten (An/Aus) ist ineffizient und verschleißt den Kompressor schneller.

  • Instabiles Raumklima: Die gelbe Linie (Zimmertemperatur) verläuft unruhig, da die Anlage nicht gleichmäßig moduliert.


2. Die Lösung: Mit ClimateControl / externem Sensor (Rechte Seite)

Hier wird ein externer, kabelloser Sensor im Raum platziert, der die tatsächliche Wohlfühltemperatur misst.

  • Glättung der Leistungsaufnahme: Schaut man auf den unteren rechten Graphen, sieht man zwar immer noch eine Initial-Spitze (beim Aufheizen), aber danach stabilisieren sich die Peaks bei maximal 600 Watt.

  • Intelligente Modulation: Anstatt ständig hart abzuschalten, scheint die Anlage nun feiner zu regeln. Die Stromkurve ist regelmäßiger und niedriger.

  • Hervorragende Temperaturstabilität: Im oberen rechten Graphen sieht man eine fast perfekte horizontale Linie bei der Zieltemperatur (ca. 20 °C). Wie im Text erwähnt, liegt die Abweichung bei nur noch 0,5 °C.

  • Effizienzgewinn: Durch die Vermeidung der hohen 1.000W-Spitzen und das gleichmäßigere Laufen im niedrigen Wattbereich (Inverter-Vorteil wird voll genutzt) sinkt der Gesamtverbrauch erheblich.


Zusammenfassung des Effekts

Das externe Modul überlistet die „kurzsichtige“ interne Logik der Panasonic-Anlage. Anstatt dass die Anlage denkt, es sei warm (weil sie im eigenen Saft steht), reagiert sie auf die echte Raumtemperatur.

Das Ergebnis:

  • 40 % geringere Lastspitzen (600W statt 1.000W).

  • Konstante Wärme ohne das typische „Mal zieht es, mal ist es zu heiß“.

  • Längere Lebensdauer durch weniger Start-Stopp-Zyklen des Kompressors.

ClimaControl eignet sich gut, um die Steuerungslogik verschiedener Hersteller offenzulegen. Hier zeigt sich, dass die Steuerung von Panasonic recht träge ist und nicht schnell und tief genug moduliert, was zu einer Taktung führt.

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Thema Lüftersteuerung:

Die Logik der Pana kann ich nicht immer nachvollziehen. Ich habe Situationen, in denen Stufe 1 (silent) mehr verbraucht als Stufe 3 - manchmal ist es aber bei ähnlichen Rahmenbedingungen genau andersherum. Daher habe ich ein Skript gebaut, dass alle Lüfterstufen (außer superhigh) intervallgesteuert prüft. Logik: Bei niedriger Stufe werden solange höhere Stufen ausprobiert, bis sich der Stromverbrauch nicht mehr verbessert (>20 Watt Gewinn). Bei höheren Stufen läuft es andersherum (bis 20 Watt Differenz ist hier eine niedrige Stufe besser wg. Geräuschreduzierung). Der Prüfzyklus startet alle 30 Minuten, wobei der Anlage eine Aufwärmphase von 15 Minuten eingeräumt wird, bevor die Automatisierung anläuft. Außerdem erfolgt eine Reduzierung der Soll-Temperatur, falls über einen 5-Minuten-Zeitraum hinweg ein bestimmter Verbrauchswert (hier 450 Watt) überschritten wird und die Soll-Temperatur erreicht ist. Alle Skript-Aktionen werden als Benachrichtigung bekanntgegeben.

Läuft prima, die Anlage bewegt sich seitdem immer im optimalen Bereich. Bei Interesse kann ich das Skript gerne hochladen…

Da musst du aufpassen: Stromverbrauch hat erstmal gar nichts mit Effizienz zu tun. Ein höherer Stromverbrauch kann also auch deutlich mehr Effizienz bedeuten und umgedreht. Lediglich über längere Zeiträume gehts natürlich um weniger Energiebedarf für gleiche Wärme.

Es gibt da auch folgenden Effekt: Gehst du mit der Lüfterstufe hoch, wird der Innensensor im Gerät kühler, weil Wärme besser weggeschafft wird. Damit geht das Gerät von mehr Abweichung Soll-Ist aus und fährt die Leistung hoch. Trotzdem wird die Anlage effizienter laufen, weil höhere Lüfterstufe immer bessere Effizenz bedeutet.

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