Ich habe auch eine Panasonic HZ25XKE, die läuft aber nur in der Werkstatt, die einen recht hohen Wärmebedarf hat. Zumindest so lange, bis der Raum warm ist (Betonboden + Decke und alte Ziegelmauern aber alles gut gedämmt).
Die Werkstatt wird nur bedarfsweise geheizt und kühlt auch mal 1-2 Wochen lang aus. Dann ist die HZ25XKE genau richtig, denn sie hat schon ganz ordentlich Leistung.
Die Regelung ist aber nicht annähernd so gut wie die einer Daikin. In der Werkstatt ist das fast egal aber in einer Wohnung würde mich das Ding nerven.
Dass sie innen recht leise ist, kann ich bestätigen. Es kann auch daran liegen, dass ich das in der Werkstatt anders wahrnehme aber in den unteren Lüfterstufen ist sie subjektiv leiser als die Daikin.
Dafür ist das Außengerät deutlich lauter als das der Daikin Nepura, das stört hier aber niemanden.
Das ändert natürlich alles, da gibts ja kaum Wärmebedarf. Ist nicht gerade die Königsdisziplin für so eine Nordic, muss man schauen, wie die dann läuft.
Damit du nicht so lange warten musst, bis die sich eingeschwungen hat: Stell die Soll-Temperatur erstmal auf z.B. 18 Grad, so dass die noch gar nicht losläuft. Und dann stellst du 0,5 Grad hoch und wartest mal 5min, ob sie losläuft. Wenn nicht, dann wie der 0,5 Grad höher. Irgendwann wird sie starten, aber auch relativ schnell in einem Bereich sein, wo sie die Temperatur nur noch hält. Da wird es dann interessant, ob sie takten muss oder nicht.
COP: Es gibt Möglichkeiten, den COP grob herauszufinden. Such hier mal im Forum nach SimpleCOP.
Danke für die ganzen schnellen Infos. Die 3 Grad - Differenz hatte ich gar nicht beachtet. Ich habe mich wie von Dir vorgeschlagen von unten langsam heraufgetastet. Jetzt hält die Anlage 20,7 Grad im EG bei einem Verbrauch von 345 Watt und - 1 Grad AT (Zieltemperatur 18). Das sieht doch schon viel besser aus, oder? Und extrem leise ist sie, das kann ich bestätigen.
Ja, man kann sich von Unten hochtasten. Dann läuft die Anlage.
Gibt ja andere hier in Forum, die in home assistant eine Routine dafür angelegt haben. Also das HA den Sollwert immer leicht über den tatsächlichen Wert setzt.
Das habe ich manuell auch schon mal gemacht. Das funktioniert.
Habe mir aber noch nicht die Mühe gemacht das was in Homeassistant zu machen.
ich habe jetzt das EG komplett abgedreht, so dass die LWWP für Keller und OG zuständig ist und die Pana das gesamte EG (mit offenen Türen) heizt. Klappt mittlerweile sehr gut, da die Daikin LWWP entlastet wird und gleichzeitig die Pana ordentlich zu tun bekommt. Vor allem habe ich damit die Abtauzyklen von früher bis zu 25-30 Minuten verdoppelt bis vervierfacht.
Bei milderen Temperaturen (ab 8 Grad) bekomme ich die Pana aber nicht mehr in den Griff, da sie bei gefühlt allen Einstellungen taktet. Der Temperaturfühler ist noch intern, ich warte da noch das externe Themometer von ProtoArt ab, der nächsten Monat fertig sein soll. In der Zwischenzeit hilft da wohl nur noch eine HA-Automatisierung, oder? @nordicbynature: Ich habe die Routinen dazu im Forum nicht gefunden, hast Du vielleicht einen Link?
Wo siehst du da ein Problem? Ich meine, fast alle Installationen von Klimaanlagen takten eben ab einer bestimmten Außentemperatur. Bei 8 Grad müssen unsere Anlagen auch schon takten.
Ja, das ist der Punkt. Takten ist für mich Ein- und Ausschalten des Kompressors, was grundsätzlich nicht förderlich für den Lebensdauer der Anlage ist. Vielleicht löst Panasonic das anders und das Gerät taktet nicht in diesem Sinne, sondern läuft schonender weiter, das kann ich nicht beurteilen. Von meiner Daikin LWWP kenne ich so ein Verhalten nicht, die moduliert super runter und wieder hoch. Es kommt mir nicht auf 0,1 Grad Temperaturunterschied an, wichtiger wäre eine konstante Drehzahl (=Wattzahl). Auf dem Bild von Leon sieht man das ja gut: anstatt auf 800W zu gehen und nach ein paar Minuten wieder auf 0W sollte doch ein konstanter Durchlauf von 250W einstellbar sein…
Dämme mal den Innensensor mit etwas Styrodur oder was Ähnlichem und leg da noch etwas "thermisches Gewicht" rein, z.B Kupferrohr, wo du den Sensor reinschiebst. Dann sollte die deutlich ruhiger laufen.
Mit dem Takten sollte man auch nicht zu eng sehen. Wenn Hersteller die Geräte so bauen, dass die teilweise 8 mal die Stunde takten, kann das kein so relevanter Faktor für die Lebensdauer sein. So lange Anlagen nur 2-3 mal die Stunde takten, ist für mich alles im grünen Bereich.
Danke für den Tipp, aber ich möchte die Garantie noch nicht aufs Spiel setzen. Wenn das externe Thermometer von ProtoArt fertig ist, soll das den internen Sensor überschreiben und damit den gleichen Zweck (besser) erfüllen…
Du setzt halt vorraus dass das Takten so schädlich für die Anlage ist, wie es hier im Forum als Halbwissen von vielen propagiert wird. Selbst wenn es der Fall wäre/ist, wie stark verkürzt sich die Lebensdauer ? Es gibt hier Bilder von Daikin Innengeräten, wo die Wärmetauscher bzw. Anbauteile dessen teilweise nach einem Jahr stark korrodiert sind. Was ich sagen will, eine verkürzte Lebensdauer durch Takten wird man i.d.R. niemals erreichen, die Anlagen haben an ganz anderen Ecken Schwachpunkte.
Auch effizienztechnisch habe ich bei meinen Anlagen zwischen Takten und Durchlauf keine signifikanten Unterschiede feststellen können, die der Rede Wert wären.
Deshalb ist es den Hersteller vermutlich einfach vollkommen egal, eventuell wird ja sogar das Takten gefördert um eine geringe Dauerlaufzeit des Kompressor über die Lebensdauer zu erreichen.
Ich glaube aber dass selbst das schon zu weit gedacht wäre. Da wird im Rahmen der Entwicklung einfach ein Kompressor entwickelt / eingekauft für möglichst viele Modelle des Herstellers und dann wird da eine Software/Regelung für alle Modelle drauf geklatscht. Das liefert man dann 5 Jahre lang aus bis das Spritzgußwerkzeug verschlissen ist, und dann macht man ein neues Spritzgußwerkzeug und vermarktet es als neues Produkt zu doppeltem Preis.
Nur kurz eine allgemeine Aussage zum Thema generell;
Wo sage ich, dass das Takten zwingend unglaublich schädlich sein muss?
Das wird von den Herstellern schon gewissermaßen eingeplant sein.
Kühlschränke gehen ja schließlich auch nicht kaputt und die Takten 30 Jahre lang wenn man sich nicht vorher nen neuen kauft.
Was mich stört sind Taktvorgänge die technisch unnötig sind.
Der Screenshot ist ein ideales Beispiel für genau das Szenario.
Wenn der Lüfter 2-8x die Stunde An und Aus geht wenn er es schlichtweg nicht müsste ergibt das nicht nur ein unkonstantes Geräuschniveau sondern auch ein unkonsantes Wärmegefühl.
Und wenn das passiert nur weil der Hersteller die Regelung nicht richtig im Griff hat empfinde ich das schlichtweg als ärgerlich.
Den Faktor würde ich echt 20x höher gewichten als irgendeine Effizienz oder Haltbarkeit denn es sind Dinge, die nerven schlichtweg einfach. Mich nerven sie zumindest.
Abgesehen davon:
Die Effizienz und auf der theoretischen Seite der Verschleiß sind dann halt trotzdem Dinge, die als iTüpfelchen trotzdem nochmal oben drauf kommen.
Wenn die Anlage taktet weil die unterste Modulation nicht reicht ist das ja in Ordnung.
Wenn sie es tut obwohl es komplett unnötig ist empfinde ich das zumindest als ärgerlich.
Und das geschieht ja nicht, weil es vom Hersteller gewollt ist.
Es ist einfach die oft mangelhafte Einbauposition des Temperatursensors. Mit dem Kompressor hat das nix zu tun. Darum treten die Probleme auch beim Heizen auf. Nicht beim Kühlen. Und die Lüfterstufe ändert die Probleme. Je niedriger, desto schlechter. Je höher desto besser.
Leon hast du mal zu deiner obigen Grafik Aussentemperatur und Luftfeuchte? Die Graphen sind zwar sehr eng, ich meine im Tal immer ein Abtauen zu erkennen.
Würde auch zu deiner Beschreibung passen, höhere Lüfterstufe und es hört auf. Und zwar weil dann der Wärmetauscher Draußen minimal weniger abkühlt.
Zudem, Takten sieht auch anders aus, da in der Taktpause der Verbrauch gleichmäßig sehr niedrig bleibt.
Nein, das war kein Abtauen. Hier in höherer Auflösung erkennt man es besser.
Das ist von der Takthäufigkeit jetzt zwar nicht signifikant hoch. 13 Takte in 3 Stunden.
Aber man erkennt halt deutlich, dass die Anlage nach dem Takt einfach mit zu viel Leistung anläuft und bevor sie runterregeln kann den Temperaturwert überschießt und daher dann hart abschaltet.
Die Anlage braucht dabei in den Stunden im Schnitt 250Wh (0,75kwh von 10-13 Uhr) während mein konkretes Modell aber auf 160Watt konstant runtermodulieren könnte.
Ok. Das Obere ist tatsächlich Takten. Die Anlage wird bei der gegebenen Innen/Aussentemperatur wohl bei ca. 320Watt ihre Untergrenze haben und du bewegst dich nahe diesem kritischen Punkt.
Das Zweite ist aber eindeutig Abtauen. Die Anlage läuft mit sehr hoher Leistung und geht daher sehr schnell ins Abtauen. Ob es nötig war, oder die Erkennung fehlerhaft, steht dann wieder auf einem anderen Blatt.
Naja, genau das ja leider eben nicht.
Wenn man mit mehr Lüfterdrehzahl einen ruhigeren Verlauf am Innentemperatursensor hinbekommt und die Anlage aus der Taktschleife ausbricht, dann geht sie ja unter 200 Watt.
Stellt man den Lüfter dann wieder zurück, fängt das takten wieder an weil der Temperaturwert am Innensensor zu schnell zu hoch steigt. Und der Regler nicht schnell genug gegenarbeitet.
Das ist im Kern ja eigentlich das Problem aller Hersteller und Modelle die diese Taktprobleme aufweisen. Egal ob das jetzt Panasonic, Daikin oder sonst wer ist.
Einige Modelle und Hersteller haben es halt verstärkter als Andere.
Darum verändert sich das Regelverhalten häufig ja auch zum Positiven wenn man den Sensor dämmt oder verlegt. Zumindest bei den Anlagen, die halt dazu neigen.
P.S
Die Abtauhäufigkeit ist mir verglichen mit anderen Anlagen im Haus noch nie negativ aufgefallen. Tendentiell sogar eher im Gegenteil für die Leistunganforderung. Ich denke zumindest das passt bei Panasonic schon so. Der Tag im zweiten Bild war kalt und feucht.
Ob es am tatsächlich am Modell liegt? Mir kommen da so beim Querlesen im Forum Zweifel. Ich bin eher der Meinung es ist einfach ein ungünstiges Zusammenspiel mehrerer Faktoren, unter anderem Einbauort, Gebläsestufe und Wärmebedarf.
Die erzeugte Wärme muss halt auch vom Gerät weg gebracht und im Raum verteilt werden. Das wird bei der typischen Situation, Einbau unter der Decke, dazu noch wenig natürliche Luftumwälzung durch Zugluft oder kalte Fenster/Wände, dann halt schnell zum Problem, da sich bei kleiner Lüfterstufe die Wärme zwangsläufig unter der Decke und nahe dem Gerät staut.
Sensor dämmen verzögert das Ansprechen der Anlage darauf mit Sicherheit, aber behebt das eigentliche Problem nicht, meiner Meinung nach.
Wenn du wirklich mit kleiner Lüfterstufe heizen möchtest würde ich an deiner Stelle mal einen Versuch mit einem Ventilator unternehmen. Den irgendwo so aufstellen, das er die warme Luft von der Decke holt, oder kalte Luft Richtung Innengerät bläst. Auf jeden Fall musst du versuchen die Luft im Raum in Bewegung zu halten, damit kein Wärmestau entstehen kann.
Es gibt genügend Menschen mit Anlagen von Panasonic, die dieses bescheuerte Verhalten ihrer Anlage bestätigen können.
Auch Leute, die gleichzeitig noch Anlagen anderer Hersteller besitzen, bei denen dieses Problem NIE auftritt, auch nicht bei niedrigster Lüfterstufe.
Meine Panasonic ist was die Regelung angeht wirklich der letzte Dreck. Und im Vergleich mit Daikin der allerletzte Dreck.