Die Spitzen sind die Warmwasserspeicherladungen (130 Liter). Bisher haben wir nur die WW-Hysterese auf 5k (vorher 2,5k) sowie die WW Temperatur ist auf 50 grad eingestellt.
Die Heizung ist via VitoConnect in HA eingebunden und hat heute folgendes getan:
So generell: Für 120m² beheizte Fläche bei 5-9 Grad Außentemperatur sind die 90kWh Gas schon recht viel. Wenn es dann sogar noch so war, dass ein Bereich mit LLWP beheizt wurde, wird es noch ungünstiger.
Vielen Dank zunächst für die vielen Rückmeldungen!
Wir sind erst letzten Sommer eingezogen, daher konnte ich nur den Gesamtverbrauch vom Gaszähler auf 20 Jahre vom Einbau runterrechnen. Dabei kam ich auf etwa 30.000 kWh Gas pro Jahr.
Die Vormieter hatten eine Abrechnung über 17.000 kWh Gas.
Im Obergeschoss etwa 19-20 grad (Heizkörperthermostate auf etwa 3 eingestellt). Im Erdgeschoss sind alle Heizkörper voll aufgedreht, und dabei kommen wir dann mit der Heizkurve von 1,1 und Niveau 0 auf etwa 21-21,8 grad.
Bisher hatte ich erst eine Kurve von 1 getestet, da war es bei mäßiger Außentemperatur eher etwas zu kalt. Mit der jetzigen 1,1 war es bei den sehr kalten Temperaturen angenehm bis „minimal zu warm“ gegen Abend wenn die Heizung den ganzen Tag lief.
Zwei Personen und zwei mal geduscht. Ich habe nie die Zeit gestoppt, würde aber weniger als 10 Minuten schätzen. Spar-Duschbrause gibt max. 8 Liter durchfluss.
Zirkulationsleitung gibt es nicht. Die Heizung hat hinten nur einen Vor und Rücklauf. Daran hängt dann einmal die WW-Pumpe und einmal die Heizkreis-Pumpe. Woran würde man ein Thermosiphon / Schwerkraftbremse erkennen?
Der Kessel wird jährlich gereinigt und gewartet. Zuletzt im Herbst.
Wurde nicht vorgenommen. Ich habe an den neuen Heizkörpern lediglich im Wohnzimmer (1. Heizung am Strang) den durchfluss aufgrund von starken Strömungsgeräuschen reguliert. Was durch die Klimaanlage nun egal ist, da der Heizkörper nun komplett auf 0 steht.
Im Umbau letztes Jahr wurden alle alten Typ 33 Heizkörper durch neue Typ 22 ersetzt. Lediglich im Badezimmer (Erdgeschoss) ist noch ein alter Typ 33 verbaut. Da wir das Bad später ggf. noch erneuern wollen… Das Badezimmer ist etwa 1 - 2 grad wärmer als die Küche und Flur. Der HK im Bad ist der am weit entfernteste im Strang.
Bei Warmwasser werkelt da aber zumindest ein 3 Wegeumschaltventil, um den Heizkreis Heizkörper vom Heizkreis WW zu trennen?
Da kann es schon mal das Phänomen geben, dass dieses 3 Wege Ventil nicht sauber trennt. Bei meinem alten Gaser habe ich das feststellen können , als ich den Heizkreis wegen Undichtigkeit im Sommer komplett abschiebern musste und mit einem mal feststellte, daß der tägliche Gasverbrauch im Sommer ( Heizkreis war per se aus, da AT über Heizgrenze) um bis zu 50 % / Tag sank.
Eindeutig Wärmeverluste des WW Speichers nur über die eigentlich nicht genutzten Heizkreise (Zahlen unter dem Pfeil in kWh/Tag) ( kann durch unsauber schließendes 3Wege Ventil und/oder fehlenden Rückstromverhinderer im WW Heiz-Kreis verursacht werden)
oberhalb roter Linie: Heizkreis aus, nur WW Betrieb, keine mechanische Trennung der Heizkreise
unterhalb roter Linie: Heizkreis abgeschiebert, reiner WW Betrieb
Privat habe ich das nicht mehr verbaut, da werkelt jetzt eine BWWP statt des Gasers , aber in meiner Großanlage habe ich damit das Aufheizverhalten des Hygienespeicher drastisch verbessern können.
Tipp: wenn Gaser bleibt:
In Trinkwarmwasserleitung direkt am Speicher den Thermosyphon und im Rücklauf des Heizkreises des Speichers die Rücklaufsperre,
Mit der Rücklaufsperre ist auch ein nicht perfekter Ventilsitz im 3 Wegeventil Makulatur.
Geringer Aufwand , bestmöglicher Effekt.
Typ 33 rausgeworfen und durch Typ 22 ersetzt?
Wurde wenigstens die Heizkapazität beibehalten? Sprich: die neuen 22 er sind größer und gleichen dadurch das Manko der fehlenden Fläche gegenüber den 33ern aus?
Sonst ergibt sich daraus zwangsläufig eine höhere Vorlauftemperatur gegenüber früher , da man bei sonst gleichen Parametern, die Wärme nicht in den Raum bekommt.
Außen ist die Fassade mit Kunststoffschindeln verschandelt dekoriert und darunter etwa 50mm Mineralwolle als Dämmung. Das Dach hat irgendwann mal eine etwa 170mm Zwischensparrendämmung erhalten, aber wohl mehr schlecht als recht. Spitzboden ist nicht gedämmt.
Bei der Sanierung letzten Sommer wurden alle Decken im Erdgeschoß von 3 Metern auf 2,65m abgehangen mit 100mm Mineralwolle. Das Erdgeschoss ist Teilunterkellert (Schlafzimmer und Wohnzimmer). Der Holzbalkenboden auf der Keller - Kappendecke im Wohnzimmer wurde neu gemacht und mit 100mm Holzdämmwolle gedämmt.
Ich glaube nicht ?! Der Vorlauf kommt aus dem Kessel und geht dann einmal zur Heizungspumpe (oben) und einmal zur Speicherladepumpe (rechts unten).
Da mir im Sommer auch der tägliche Verbrauch für das Warmwasser hoch vorkam, hatte der Heizungsfuzzi gesagt, dass wir die oberen Regler quer stellen können und dann den kompletten Heizungskreislauf quasi zudrehen. Inwiefern es dann durch den Rücklauf unten noch zirkuliert weiß ich nicht.
Kannst du mir bitte den durchschnittlichen täglichen Gasverbrauch in kWh für die einzelnen Zeiträume mit den vorgenommenen Änderungen / Heizungsoptimierungen ausrechnen? Zustandszahl: 0,952600 Brennwert: 11,598244 kWh/m3
folgendes generiert:
Durchschnittlicher Verbrauch je Optimierungs-Zeitraum (kWh/Tag)
(Start = erster Zählerstand nach der Änderung, Ende = letzter davor bzw. letzter vorhandener; Zeiten werden exakt berücksichtigt)
Zeitraum / Änderung
Zeitspanne
Ø m³/Tag
Ø kWh/Tag
Ø €/Tag
Heizung aus, nur Warmwasser
29.06.2025 17:06 → 17.07.2025 18:01
1,804
19,93
1,73
Vorlauf/Rücklauf zugedreht (normal)
18.07.2025 09:17 → 10.09.2025 21:59
1,677
18,53
1,61
Urlaub: alles aus
10.09.2025 21:59 → 25.09.2025 21:51
1,044
11,53
1,00
Nach Urlaub: weiterhin zugedreht
25.09.2025 21:51 → 30.09.2025 19:30
1,811
20,01
1,74
Heizung + Warmwasser an
30.09.2025 22:09 → 09.10.2025 20:47
5,033
55,61
4,83
Hysterese Warmwasser auf 5K
09.10.2025 20:47 → 16.10.2025 21:30
4,050
44,74
3,89
Warmwasser abends verkürzt
17.10.2025 21:43 → 28.10.2025 20:56
5,494
60,71
5,28
Falls noch mehr oder detailliertere Fotos nötig sind, gerne Bescheid geben
Ganz banal aber sinnvoll: Rohrleitungen überprüfen.
Bei meiner Heizungsanlage von 1960 war zwischen Vorlauf und Rücklauf ein Überstromventil eingebaut. Das stammt wohl aus der Zeit, als die Pumpen nicht CP konnten, sondern immer einen kleinen Volumenstrom brauchten, um nicht kaputt zu gehen. Also 65 Jahre später habe ich das Ding ersetzt und mit einem Absperrhahn versehen. Die Pumpen in der Gastherme bräuchten das Ding seit 27 Jahren eigentlich nicht. Keine Ahnung wieviel Gas ich sinnlos verbrannt habe… Ein Hoch auf die Heizungsmonteure, die all die Jahre die Wartung gemacht haben
Jetzt steht die Gastherme still, weil ich eine WP Monoblock eingebaut habe. Die WP mit parallelem Pufferspeicher (PV Überschuss, Solarthermie vorhanden) ist über T- Stücke an VL und RL des Hauses angeschlossen. Natürlich ist der Hahn am alten Überstromventil zu… Erster Winter mit einer 5kW LWWP als Ersatz einer 15kW Gastherme- bisher geht das gut, der Puffer wird auf max 50° geheizt und die WP läuft mit ca 2kW elektrisch, nie über 2,4 KW el. Der Heizstab bleibt aus.
Leider gehe ich auch davon aus, dass hier das Warmwasser für diese enormen Verbräuche ursächlich ist
Der Keller hat aktuell 16,2. Hat zwei eher rudimentäre typisch undichte Kellerfenster sowie einen Ausgang zum Garten. Ein Heizkörper ist ebenfalls unten verbaut, Thermostat auf 0,5. Der Keller hat eine alte Holztür zum Außeneingang und über der Treppe eine Metalldeckel, in etwa sowas:
Die 30k waren gemittelt auf die Laufzeit der letzten 20 Jahre. Teilweise wohnten hier auch Familien mit 5 Personen. Die Vormieter hatten auf der letzten Abrechnung um die 17k Verbrauch. Wie sie geheizt und geduscht haben, kann ich aber nicht abschätzen.
Ja, im Nachgang hätten wir bei der gesamten Kernsanierung auch noch etwas Geld für eine FBH in die Hand nehmen können. Aber gut ist leider nicht passiert. Ist nun eben so. Die Überlegung zu Typ 33 war auch kurzzeitig da, aber wurde aus optischen Gründen verworfen.
Einen ersten schritt Richtung Wärmepumpe sind wir bereits gegangen durch die zwei LWWP (wobei hier natürlich auch der Komfort eine rolle spielte). Wir sind aktuell aber mehr oder weniger "nur" Mieter, haben weitgehenst sämtliche Freiheiten (auf unser Budget natürlich... ). Sofern ein Kauf absehbar ist, wäre ich sofort für die Investition in eine vollständige WP. Da wir bis dahin aber noch etwa 6 Jahre in eine finale Kaufentscheidung gebunden sind, müsste der "Invest" in eine WP auch innerhalb dieser Jahre wieder eingespielt sein und das dürfte meiner Meinung nach knapp werden mit einer kompletten WP. Ein Gedanke war bereits eine BWWP, allerdings würde ich natürlich erstmal die Ursache für den utopischen Verbrauch finden wollen. Ich habe die Vermutung, dass es nicht am heizen liegt.
Bezüglich Urlaub: ich denke das ist die Mischung aus der ChatGPT Berechnung und den Ablesezeiten sowie der tatsächlichen Ein- und Ausschaltzeit der Viessmann Urlaubsschaltung.
Es riecht jedenfalls nirgendwo nach Gas und wenn der Brenner aus ist, dreht auch der Gaszähler nicht HOFFENTLICH (wäre mir jedenfalls aufgefallen).
Wärmebildkamera ist da immer ganz nett, mal überall durchzuschauen. Falls nciht zur Hand, kann auch ein IR-Thermometer helfen. Dann aber an diverse Messpunkte zumindest schwarzes Isoband kleben, weil man auf metallischen Fläschen nur ungenau messen kann.
16 Grad Kellertempratur ist auch verräterisch, wenn dann auch noch der Keller recht luftdurchlässig ist. Da wird einiges an Wärme im Keller verschwinden. Wenn Kellerdecke gedämmt, wärest du wohl eher bei 4-6 Grad, wenn da nichts an Wärme von der Heizung rein ginge.
Sehr schön ist die Situation allerdings, weil man dann jede Menge optimieren kann. Wer schon gut optimiert hat, hat nur noch kleine Erfolge. Bei dir hängen noch die dicken Kirschen.
Eine Wärmebildkamera habe ich. Was wäre genau von Interesse bei welchem Umstand? Im normalen Heizbetrieb? Während der WW Aufbereitung?
Leider muss ich irgendwo ein etwa 10-15cm Loch nach außen offen lassen, also wenn ich alles abdichten würde. Die Brennwerttherme zieht ihre Luft leider aus dem Raum. Aber gut, ein 10cm Loch gegen eine quasi offene Kellertür ist natürlich etwas. Aber inwiefern machen nun „energetische“ Optimierungen die wie wir festgestellt haben, am enormen Verbrauch aus?
Einfach mal durch den Keller spazieren gehen und schauen, was so los ist. Und auch mal von außen das Haus anschauen, wo die Wärme nach draußen geht.
Nach so einem Spaziergang hat man schon einige Ideen, wo so einige Probleme sind.
In Sachen Warmwasser musst du genauer schauen, das geht besser im Sommer, wenn du nicht heizt. Denn jetzt siehst du nicht, wenn Wärme z.B. in irgendwelchen Rohren zirkuliert.
Aber auch jetzt schon würde ich mir mal gut den Speicher anschauen, ob der irgendwo viel Wärme verliert.