Ich fürchte, du unterstellst da irgend eine nicht vorhandene Logik. Das Abschalten und das Ausbauen sind politisch völlig unterschiedliche Baustellen, die aber auch überhaupt nichts miteinander zu tun hatten und haben.
Oliver
Ich fürchte, du unterstellst da irgend eine nicht vorhandene Logik. Das Abschalten und das Ausbauen sind politisch völlig unterschiedliche Baustellen, die aber auch überhaupt nichts miteinander zu tun hatten und haben.
Oliver
stimmt; aber so etwas wäre ja einfach zu realisieren- wenn es gewollt wäre.
An der Wallbox eingeben wann der Ladevorgang spätestens beendet sein soll….. das kann jede Waschmaschine und sollte in 2026 auch bei solchen Gerätschaften konzeptionier und machbar sein.
CERN ist auch abgeschaltet für ein paar Jahre- interessant das Shiva Logo am Eingang…
“Götter im Hinduismus: Shiva, der Zerstörer”
Aber nur für die Aufrüstung zum HiLumi-LHC und ansonsten in Q1 für Wartungsarbeiten/Modernisierungen, abgestimmt zur Energieeinsparung im Winter.
Wenn mich nicht alles täuscht, dann kann das die GO-E, entweder tatsächlich zeitgesteuert oder jedenfalls nach kWh.
Erklärst Du noch kurz:
“Was hat der Querschnitt der WB-Anbindung mit dem Strombedarf eines Neubaugebietes zu tun?”
Zeitgesteuert laden kann doch nun jede Wallbox, jedes Auto und auch der ein oder andere Stromanbieter.
Unter allen Umständen, ja.
Bei mir sind die Umstände so, dass ich normalerweise maximal ca. 60 km pro Tag (gesamter Weg zur Arbeit und zurück und evtl. noch Einkaufen) fahre. Das sind maximal 12 KWh inkl. Ladeverluste, die ich nachladen muss. Bei gemäßigter Fahrweise auf der Autobahn auch einiges weniger. Aus dem Akku kein Problem. Wenn ich in dieser Jahreszeit um ca. 18:30 nach Hause komme wie heute, dann kann ich sogar noch ein paar kWh von der Sonne mitladen.
Klar, im Winter reicht meine PV leider nur für das Haus. Da muss ich die 12 kWh aus dem Netz laden. Die Uhrzeit bis zum nächsten Morgen wäre mir da aber egal, wenn es der Stromversorger vorgeben würde.
Ja, entweder kommt das vom Netzbetreiber, oder bei variablen Preisen macht man das ganz von selbst. Nur wird es aber trotzdem Tage geben, da lädt das Auto mit 11kW, die WP zieht 2kW, der Backofen seine 3kW, und gekocht wird auch noch. Und das sollte der Stromanschluß dann auch noch hergeben.
Oliver
Warum wollen alle 11KW zum Laden von Elektroautos? Bei 11 KW wären die 12 kWh schon in einer Stunde voll. Warum so schnell laden?
Erst seit Ende 2024 habe ich eine Wallbox mit 11 KW. Nicht, dass ich sie brauchen würde, aber sie war Teil der PV-Anlage, die ich beauftragt hatte. Beim Überschuss-Laden macht es Sinn, dass man den PV-Ertrag los wird. Ansonsten muss man den einspeisen und bekommt nur wenige Cent dafür. Daher 3-Phasig mit 11KW.
Davor hatte ich nur eine einphasige Wallbox. Das war mehrere Jahre vollkommen ausreichend. Trotz 2 Elektroautos im Haushalt. Gab keine einzige Situation wo die nicht ausgereicht hat.
Es ist doch der absolute Regelfall, dass man über Nacht Zeit hat zu laden.
Weil man am Abend nochmal weg will? Das muß ja nicht täglich so sein, aber wenn’s sein muß, dann muß es.
Oliver
Wie weit willst Du denn fahren, dass Du das Auto vollbekommen willst?
Gab es bei mir nicht. Und wenn man wirklich trotz SOC 50% Akku eine Langstrecke fahren will, gibt es unterwegs immer noch DC-Schnelllader. Da hat man das Auto von 10 bis 80% in unter 30 Minuten voll.
Und zumindest ich muss alle paar hundert Kilometer automatisch anhalten. Bin nicht Diesel-Dieter mit seiner bewundernswerten Blase, der 1000 km schafft ohne anzuhalten. ![]()
Wenn man komplett auf Elektroautos umgestiegen ist, werden die meisten feststellen, dass die schlimmen Alptraum-Scenarios nicht eintreten.
Das ist das klassische Problem bei vielen dieser Diskussionen: brauche ICH nicht, also brauchts auch sonst niemand.
Oliver
Allen Ernstes? Mit 50% SoC schaffen die meisten familientauglichen Kutschen etwa 150 bis 200km, mit Streichelfuß etwas mehr. Das fährst Du dann am Abend ungeplant einfach noch mal so obendrauf? Falls das wirklich so ist, dafür wäre die 11kW WB ja gut und für diese, vermutlich wenigen Fällen, würde ich das so machen, wie die etwas zu knapp dimensionierte WP fürs Heizen, die den Heizstab auf Netzstrom brummen lässt.
Nun ja ! Ich hatte die Petition auch an unsere Stadtwerke (gleichzeitig Netzbetreiber) weitergeleitet, mit der Bitte um Prüfung/Umsetzung.
Was soll ich sagen ? Es ist nicht sooooo einfach.
Die verbauten Schnarchlader (AC 11/22 kW) haben idR kein iMSys zur Erfassung der 1/4 stündigen Leistung. Und bei den Schnelllader teilweise, aber auch nicht durchgängig.
Sofern dies "kurzfrisitig" änderbar wäre, bliebe der zweite Haken: Der Dienstleister für die Abrechnung scheint nicht die hellste Kerze auf der Torte und eher langsam (geht hier nicht vor Gründlichkeit) zu sein.
Also gab ich mich geschlagen, ins Rad kann ich eh nicht eingreifen, aber trotzdem habe ich meiner Hoffung Ausdruck verliehen, im nächsten Frühling doch bestimmt weiter zu sein.
Es ist - meiner Vermutung nach - eine Mischung aus Fatalismus, Faulheit, Desinteresse und "warum ich" in der gesamten Kette und da nehme ich die Öffentlichkeit nicht aus.
Ende Mai ist eine große Demo in Hamm gegen die GasKW-Pläne der Miss Wirtschaftsministerin und ein SolarCamp von 4F4 - vielleicht kommt von dort wieder etwas Schwung.
Habe ich das gesagt? Nein, ich habe meine Erfahrung dargestellt. Man stellt sich gerne in Worst-Case-Situationen etwas vor, dass so nicht eintrifft. Nicht umsonst sind wir in DE die Weltmeister darin Versicherungen zu kaufen.
Wenn Du anderen Erfahrungen gemacht hast, stelle es gerne hier vor.
Mir reicht es persönlich aus, wenn mein Elektroauto beim nach Hause kommen noch auf 50% ist. Deckt bisher alle Eventualitäten ab. Das tägliche aufzuladen ist kein Thema. Kostet kaum Aufwand. Man lädt mit einem Elektroauto nicht einmal die Woche wie bei einem Verbrenner. Man muss halt nicht extra zur Tankstelle fahren, sondern steckt den Typ2-Stecker der Wallbox abends an das Auto.
Ansonsten gibt es DC-Schnelllader, die auch längere Strecken schaffen.
Die Leitung nicht, den Trafo schon.
Man schaue sich nur mal die Preise für Akkus namenhafter Hersteller an was die für 10kWh aufrufen.
Guck dir an, was durchschnittlich Neuwagen kosten, durchschnittlich Neuwagen-E-Autos. Wechselrichter mit Speicher. Wärmepumpen. Aber wir brauchen die Masse und nicht die Neuanschaffungen.
Wer zahlt denn jetzt für Redispatch? Wer zahlt die sehr hohen PV-Vergütungen? Wer die Vergütung trotz Abschaltung als Ausgleichzahlung? Wer zahlt die Netze, den Netzausbau? Aber wer NUTZT diese Netze dann?
Der kWh Preis kann steigen, das sind “nur” die Stromkosten. Aber nicht die Gesamtstromkosten. Das Netz wird dann billiger für jene, die den ausgleichenden Akku nutzen, und das muss sich dann lohnen um den schlechteren Wirkungsgrad auszugleichen. Wir reden doch auch kaum über folgendes Szenario: Es wird mit durchgehend 3KW aus dem Netz der Akku mit 64kWh geladen und der gesamte Haushalt wird aus dem Akku betrieben. Das wäre doch mehr als Verschwendung das über einen Wechselrichter und Akku laufen zu lassen. Vielmehr sind es eben jene Bereiche, in denen mehr genutzt wird.
Meiner Meinung nach kann man es drehen und wenden wie man will, das Netz ist uralt, wurde den sich ständig ändernden Bedingungen nie oder kaum angepasst und muss jetzt dringend massiv ausgebaut werden.
Ja, aber nicht überall gleich schnell. Punktuell und strukturell. Und nicht das gesamte Netz und jeden Haushalt für 22KW wann er will am Tag + 22KW für ein E-Auto + 11KW für eine Wärmepumpe. Solch ein Netz ist vollkommen überdimensioniert und kostet daher nur Unsummen.
Kann er doch! Wenn du dann einen Stromanschluss haben willst und du willst insgesamt mit 22KW ziehen, dann zahlst du eben für 22KW + die kWh. Je mehr KW dir vorgehalten wird, desto mehr musst du zahlen. Damit man einen Angelpunkt hat wäre 11KW wohl ein “normaler” Wert. Damit lässt sich eben kochen, Boiler heizen und diverse Geräte fluide nutzen ohne zu bestrafen. Alles darüber kostet dann eben äquivalent mehr, weil man mehr das Netz belastet.
Man zahlt dann mit für die vorgehaltene Infrastruktur. Wer dann extra sein E-Auto mit 22KW laden will, der zahlt das. Wer extra Leistung für ne Wärmepumpe braucht, der zahlt das. Peak-Shaving KANN das ausgleichen, aber das ist kein Muss. Dann wirds eben teurer. Im Idealfall wirklich so wie es in Österreich kommen wird, nach Monatspeak abgerechnet. Wer Wärmepumpe hat zahlt so im Winter ggf. mehr, im Sommer wieder weniger. Weil er nur im Winter die Wärmepumpe benötigt.
Das ist das klassische Problem bei vielen dieser Diskussionen: brauche ICH nicht, also brauchts auch sonst niemand.
Andersherum. Der durchschnittliche Autofahrer fährt in Deutschland 11 000 - 12 300km pro Jahr. Laut Statista sogar eher weniger:
Das hätte man bei nem E-Auto in ca. 1 Stunde an einem 3,7KW Steckdose nachgeladen. Und wenn es diese Steckdosen flächendeckend auch bei der Arbeit, Parkhäuser etc. pp. gäbe, dann auch nur in der Hälfte der Zeit. Wenn also jemand dann seine 400km am Tag fährt, und der muss daher zu hause mit 22KW laden wollen, dann muss er das eben bezahlen. Der Großteil fährt das aber nicht. Und wenn wir bei, was hochgegriffen wäre, 100km wären pro Tag, dann ist auch das je nach E-Auto nur die halbe Tankfüllung und 20kWh. Auch das ist in 6 Stunden aufgeladen mit ner Steckdose.
In dem Fall also “Brauche ich, will ich aber nicht bezahlen sondern solidarisch auf alle umlegen.”
wenn Du schon eine Wallbox mit 10-16 mm2 anbindest- wo der Querschnitt mit Grund so groß gewählt wird- und dass dann in einem Neubaugebiet an jedem Haus so ausgeführt wird.
Und dann stehen um 18 Uhr idR alle E Autos in diesem Neubaugebiet in der Einfahrt und hängen an der Wallbox. WIe groß muss dann die Zuleitung zu diesem NB-Gebiet sein um die geforderten Ampere durchleiten zu können….
Die fahren vermutlich nicht alle zur gleichen Zeit nach Hause. Und 22 KW laden die auch nicht alle. Die meisten Lader in den Elektroautos können nur 11 KW. Bei mehr als 11 KW braucht man eine Genehmigung vom Netzbetreiber. Elektroautos mit 22 KW-Lader sind selten.
Zur Zeit so und so kaum ein Problem. So viele Elektroautos sehe ich in meiner Straße nicht. Bei den Neubaugebieten in meiner Gegend sehe ich auch nicht, dass vor jedem Haus ein Elektroauto steht.
Damit es nicht dazu kommt, dass alle gleichzeitig mit 11 KW laden und die Wärmepumpe ackert, gibt es §14a des EEG. Damit sind die Netzbetreiber berechtigt zu dimmen. Dann lädt die Wallbox nicht mehr mit 11 KW. Und auch die Wärmepumpe wird gedimmt. Dafür sind die Steuerboxen vorgesehen. Derzeit scheinen die aber keinen Druck zu haben und die Netze halten noch. Ansonsten würden sich die Netzbetreiber mit dem Rollout von Smartmeter und Wallbox etwas mehr beeilen.
Meine PV-Anlage fällt auch unter §14a. Dabei wurde die Wallbox auch gemeldet. Bisher macht der Netzbetreiber keine Anstalten mir ein Smartmeter-Gateway und Steuerbox hinzustellen. Sollte es Neubaugebiete mit einer hohen Zahl von Wallboxen geben, wird man dort bevorzugt die Steuerboxen installieren.
Ich sehe das eher skeptisch.
Zum Einen kann ich mir vorstellen, dass die Mehrkosten, wenn sowieso gebuddelt werden muss, eines Querschnitts ein- oder zwei Nummern größer in den Gesamtkosten untergehen, gebuddelt werden muss sowieso.
Zum Anderen werden dann doch jene bestraft die in sich in Mietwohnungen nicht dagegen wehren können. Beispiel, ein Arbeitskollege wohnt in einem Wohnviertel mit irgendwie 30 oder 40 Parteien in einem Block. Der Wohnblock ist 2023 neu gebaut worden. Die Badezimmer z.B. werden alle elektrisch geheizt und Warmwasser kommt aus DLE. Die hätten keine Chance von einem 22kW (oder mehr) Anschluss auf einen niedrigeren, günstigeren zu wechseln.
Und planbar ist das meiner Meinung nach für den Netzbetreiber auch nicht, oder zumindest nicht ohne weitere Kosten. Immerhin haben wir es vermutlich zum Großteil mit Laien zu tun die doch gar nicht wissen welche Anschlussleistung heute oder übermorgen für sie nötig ist. Ein weiteres Beispiel aus der Nachbarschaft. Vier Kinder, sechsparteien Haushalt. Als die Kinder auf die Welt kamen wusste man sicher noch nicht dass zukünftig PKW elektrisch fahren werden. Das Haus ist von Beginn an mit WP ausgerüstet. Aber was wenn jetzt plötzlich vier oder mehr Fahrzeuge geladen werden müssen? Im besasgten Beispiel wohnen die Volljährigen noch zu Hause, es geht also los dass der Fuhrpark bereits wächst. Dann muss der Anschluss aufgestockt werden. Und da liegt m.E. der Knackpunkt in deiner vorgeschlagenen Vorgehensweise. Wie berücksichtigt der Netzbetreiber Aufrüstmöglichkeiten? Muss er da nicht eh von vornherein Reserven in der Leitungsdimensionierung vorsehen? Wer zahlt die Reserven? Also kann man es doch auch gleich richtig machen und die Kosten solidarisch auf alle verteilen.
§14a halte ich da für keine sinnvolle Lösung. §14a dengelt doch nur an den Symptomen rum statt die Ursachen zu beheben. Was wird der Außendienstler wohl sagen wenn er das Fahrzeug abends zum Laden ansteckt und morgens feststellen muss dass über Nacht gedrosselt wurde und er die geplante Reichweite nicht hat?
Mir ist klar wer das bezahlt. Ich finde hier sollte man aber eher die Frage stellen, warum entstehen die Redispatchkosten überhaupt? Weil man strukturell am völlig falschen Ende mit dem Ausbau der EE gestartet ist. Immer wieder meine Metapher, es wurde hier zuerst das Dach des Hauses gebaut und dann stellte man fest, “Mist” das Fundament fehlt noch. Und das Schlimmste ist, man macht so weiter! Solange PV Parks, private PV und Windräder weiterhin bei besten Bedingungen abgeregelt werden müssen macht es doch überhaupt keinen Sinn weiter auszubauen. Es fehlt zunächst der Kurzzeit und Langzeitspeicher der in gleicher Weise, oder schneller, michwachsen muss.
Verzeih, aber was ist der Grund für die Anbindung der WB mit 10 oder 16² und was spielt das für den VNB für eine Rolle?
Ich würde eine 11kW WB mit 2,5² oder bei größerer Länge auch mit 4² anbinden. 22er muss der VNB genehmigen, da weiß er also was er tut. Du stellst das so dar, als wenn der Querschnitt für irgendwen, außer den Auftraggeber und seinen Elektriker, eine elektrisch begründete Rolle spielen würde. Dem ist nicht so. Im übrigen darfst Du gerne versuchen 16² in eine WB zu fummeln und anzuklemmen.