Meiner Erfahrung nach gibt es ausreichend Ladeinfrastruktur zumindest für meinen Bedarf.
Wie viele Plätze wo existieren ist nicht relevant. Die Frage ist ob man einen freien findet. Das hat immer geklappt.
Problematisch sind eher die Lademöglichkeiten in Wohngebieten/Mietshäuser über nacht
Bei uns im Ort gibt es vermutlich 50 Schnellader wegen der nahen Autobahn. Da ist immer was frei. Nutze ich zwar nicht aber da ist in den letzten Jahren viel passiert
und würdest du zur "happy hour" zu einem Schnellader fahren. Wie preiswert müsste der Strom dort sein, damit es dich anregt. Die Ankündigung der "happy hour" erfolgt mit den day ahead preisen. Du hast also etwa einen Tag Zeit, dich zu entscheiden.
In Großstädten schein es damit schon zu funktionieren.
Hannover (muß ich demnächst hin) ist früh morgens bis 9 Uhr (Einstecken 7:59 darf auch bis 9 Uhr laden) und gegen Mitternacht richtig was los. 25 statt 51 Cent / kWh scheint auszureichen. An einsamen Autobahnladestationen ist dagegen um die Uhrzeit tote Hose.
Na das sind ja auch beste Voraussetzungen. Wenn jeder an sich selbst denkt ist ja auch an alle gedacht. Es würde offensichtlich vielen Helfen manchmal auch über den Tellerrand hinaus zu blicken.
Ich habe nachts einen Strompreis von 17ct. Wenn Modul 3 durch ist im Winter so 11ct. Es spielt keine Rolle mehr wie günstig der Preis am Schnelllader ist. Ich würde das nicht nutzen.
Ich habe auch die Erfahrung wie es ist nach den EPEX Spot Preisen zu laden. Ich war zwei Jahre bei Tibber. Das ging mit einem e-Auto noch gut weil der gesteuert geladen hat. Dann haben wir irgendwann ein 2. bekommen. Wir haben aber nur eine Wallbox. Das war besch… weil ich dann Sonntag nachts im Winter im Schneesturm in die Garage bin und Autos umgeparkt habe um den günstigen Strom zu nutzen. Das ist nicht geil!
Ich habe über mich gesprochen weil ich nicht verallgemeinern wollte. Ich kann nicht behaupten das die Ladeinfrastruktur allgemein nichts taugt. Sie passt zu meinem Nutzungsprofil oder nicht. Wenn du über deinen Baumarkt schreibst ist das deine Wahrnehmung und auch nicht allgemein gültig.
Nein. Da spielt Angebot und Nachfrage eine Rolle. In einem Baumarkt werden nur Leute laden die zuhause keine Wallbox haben. Stell die Ladestationen im Baumarkt im Dorf auf (jeder wohnt im EFH mit WB an der Wand) und sie werden vermutlich reichen. Stell sie in den Baumarkt in der Stadt und sie reichen vermutlich nicht.
Ja, ganz großes Kino. Auf den Baumarktparkplätzen die ich regelmäßig aufsuche, sind durchgängig mehr als 90% der Parkplätze von Fahrzeugen ohne Anhänger belegt. Kann daran liegen, dass es Drive-Inn Arenen gibt, aber das ist mMn. genau wie die Urlaubsreise mit Wohn- oder Pferdeanhänger ein ziemliches Randgruppenproblem.
Sorry, da redet man sich die Situation aber schön. Sind diese, wie du sie nennst, Randgruppen weniger Wert? Andere Randgruppen erweitern aufgrund ihrer Lautstärke ihren Einfluss mittlerweile bis in Kindergärten - aber das ist ein anderes Thema. Ich finde diese Sichtweise äußerst bedenklich.
1,5% der gesamten Stellplätze des genannten Baumarkts sind mit Lademöglichkeit. 0% davon tauglich für Handwerker und Heimwerker mit Anhängerbetrieb. Aber gut, sind halt Randgruppen
Und an sich auch überhaupt kein Argument was meine Ansicht ändert oder gar entkräftet.
da macht der Baumarkt etwas, was potentielle Kunden nicht nutzen können. Steigt die Nachfrage, werden sie es ändern und E-Lader für Gespanne bauen.
Hat aber mit der Petition nur sehr mittelbar etwas zu tun. Möglicherweise steigt die Nachfrage, wenn es die happy hour geben würde. Ob das dann zur Mittagspause die Gespanne anlocken würde, können wir nur vermuten.
Das hat mit Wert nichts zu tun. Offenbar sieht da die Geschäftsleitung die Notwendigkeit nicht. Hast Du da mal den Verantwortlichen angesprochen?
Im übrigen könnte ich wetten, dass die allermeisten Handwerksbetriebe mit E-Fahrzeug auch im Betrieb eine entsprechende Lademöglichkeit haben. Drei Ladeplätze bei 200 Parkplätzen und das auch noch in Parkbuchtform. Das ist wenig, aber Du sagst, es seien Schnelllader, was deren Wert deutlich steigert, weil der Durchsatz entsprechend hoch sein kann. Bei etwa 4% Anteil BEV am Pkw-Bestand dürfte das noch eine Weile reichen.
Der Heimwerker, der mit Anhänger im Baumarkt einkaufen geht und obendrein noch ein BEV fährt, der wohnt zu mehr als 99% im Eigenheim und hat eine WB. Das ist jedenfalls meine Überzeugung. Bei uns haben Hornbach und Bauhaus 2, bzw. 4 Ladeplätze, die auch vergleichsweise nah an der Straße liegen und damit weit weg vom Eingang. Auch unpraktisch, aber aus Kostengründen nachvollziehbar. Ab und an sind da tatsächlich mal Ladeplätze besetzt, meistens aber nicht. Für mich ein Hinweis darauf, dass es aktuell noch ausreichend verfügbare Ladeplätze gibt. Das ist auch meine Erfahrung nach knapp 2 1/4 Jahren E-Auto. Bisher musste ich “auf Reisen” noch nie irgendwo warten, es sei denn so ein blöder Verbrennerfahrer parkte die Säule unerreichbar zu. Ist genau einmal passiert.
Nebenbei erfährt der Leser: "Wären alle Ladesäulen ferngesteuert, kämen 8,5 Gigawatt steuerbare Leistung zusammen" (Zitat Ende).
Das ist schon eine beachtliche Stromsenke. So abstrakt betrachtet, ohne Netztopographie zu beachten, Kundenverhalten wirklich über den Preis lenken zu können, usw. wird das mit der happy hour Idee wohl nicht funktionieren können. Diese Probleme löst kein "Verrechnungskonto".
Ciao
Ausbau der Ladeinfrastruktur war schneller als Hochlauf der e Mobilität. Ladestationen entlang der Schnellstraßen sind ausreichend vorhanden. Innerstädtisch gibt es noch Nachholbedarf.
Schon merkwürdig, das ist doch das gewollte Ziel hinter den sog. dyn/flex Tarifen.
Deshalb die ganze Propaganda, das doch jeder, aber auch jeder dieses "tolle Instrument" nutzen soll ! (Wissend seitens der Energiekonzerne und verbundenen Netzbetreibern, das sie erhebliche Windfallprofits (u.a. Hochlauf von Gaskraftwerken) generieren).
Und jetzt kommt ein Vorschlag, dies gezielt an der allerneuesten Infrastruktur zu tun, die definitiv komplett seitens der Netzbetreiber überwacht wird und gesteuert werden kann.
Und DA soll es nicht möglich sein ? Schon interessant, diese "Ladehemmungen" jetzt endlich vor die Welle zu kommen.
Die dynamischen Preise kann der preisbewusste Haushalt nutzen, um z.B. durch die Waschmaschine Strom zu preiswerten Zeiten zu beziehen, ähnlich dem "Nachtstrom Tarif". Das ist lange vor einem Netzengpass.
§ 13 k EnWG regelt, wie durch das vom Netzbetreiber gesteuerte Einschalten hoher Lasten ein Überschuss Engpass abgeregelt werden kann.
Wie soll der Ladesäulenbetreiber das machen? Es muss zusätzlich und vom Netzbetreiber steuerbar sein. Dazu müsste die Ladesäule vorher aus sein, danach auch und sie muss auch noch genau an dem Netzknoten sein, an dem diese Überlastung droht. Die betroffenen Knoten sind überwiegend in Norddeutschland.
Es geht um zusätzliche Lasten, d.h. eMobilisten werden angeregt jetzt zu tanken. Unabhängig davon ob der eine oder andere Ladepunkt belegt war.
Die "betroffenen" Knoten mögen bei einem Windstromüberschuß im Norden sein, bei PV eher bundesweit, mit einem - von mir vermuteten - Schwerpunkt eher südlich ab Mitte DE.
Und bezüglich des Redispatchbedarf gab es letztens eine interessante Grafik der TransnetBW:
Sie zeigt den großen positiven Redispatchbedarf grob in den Wintermonaten, bei erhöhtem Wind im Norden. Damit muß der vermeintlich "billige" EEX Strom mit zusätzlichen fossilen Erzeuger im Süden bedient werden.
Das Gegenteil von gewollt - nutzen der Windüberschüße im Norden, mangels Stromleitungen, aber bewußt geschürt durch fossile Erzeuger, die Ihre Profite jauchzen sehen !
Der neg. Redispatchaufwand ist gut im Mai & Juni (also jetzt) zu erkennen, wenn die PV bei noch kühlen Lufttemperaturen so richtig in Schwung kommt !
Damit könnten, aus meiner Sicht, zusätzliche Anreize zum eLaden genau jetzt und kurzfristig helfen !
Im Prinzip besteht Konsens, nur warum soll das auf E-Lader beschränkt sein? Meine Waschmaschine kann ich mit der Zeituhr steuern, doch mitten in der Nacht zur nächsten Ladesäule mit leerem Tag fahren, werden die wenigsten machen. Wer zu Hause laden kann? Wer auf öffentliche Ladesäulen angewiesen ist, wird schon vorher nach einer freien Ladesäule schauen.
Es gibt doch die unterschiedlichsten Situationen, weshalb es Sinn macht, überall Anreize zu schaffen. Zu Hause kann jeder dynamische Tarife abschließen, es muss sich nur lohnen. Und bei den Ladesäulen gibts doch auch zahlreiche Leute, die auch Nachts laden würden, weil sie z.B. Schichtarbeiter sind. Oder es sind einfach Sparfüchse, die alles mitnehmen, was geht.
Für Betreiber wäre es eine nüchterne Kosten-Nutzen-Analyse, ob man da einsteigt. Oder es wird eben politische vorgegeben, dass Betreiber dynamische Preise anbieten müssen.
Stimmt, jetzt wo du es sagst, die Schnelllader befinden sich in unmittelbarer Nähe zur Einfahrt auf den großen Parkplatz - sehr weit weg vom Eingang. Man könnte meinen dass sie damit auch attraktiver für Durchgangsverkehr gehalten werden sollen.
Mir geht es bei der Bewertung der aktuellen Maßnahmen vom Ausbau der Ladeinfrastruktur ja mehr darum, wie die Emobilität schneller weiter verbreitet werden kann.
Aber um auf deine Frage zu antworten, nein ich habe die Standortleitung noch nicht darauf angesprochen warum man sich für die entsprechende Anzahl an Ladesäulen entschieden hat. Das wäre aber durchaus mal interessant zu wissen.
Sehe ich eher (noch) positiv, so entfällt sinnloses Zuparken. Die 2 Ladesäulen beim ca. 500 Parkplätze großen Kaufand sind so schon Roulett: Frei - Kaputt -belegt.
Das dürfte mit den Kosten der Leitungsverlegung zu tun haben. Ob jetzt 20m von der Straße zur Säule oder 100m bis vor den Eingang, das macht einen Unterschied. Zu deinem Anhängerargument noch eines:
Wer mit dem Anhänger zum Baumarkt fährt, der will diesen ja vollladen oder benötigt ihn aus Gewichtsgründen. 30 Sack Zement, eine Palette Pflastersteine oder sowas in der Art. Dann fährt er in die Drive-Inn Arena oder wird mit dem Stapler beladen. Beides geht vergleichsweise schnell. Das nun erst geguckt wird, hmm was brauch ich, will ich denn? Und in der Zeit das Auto mit dem Anhänger an der Säule parkt und lädt und der Käufer dann sein Auto holt und alles auf den Hänger laden lässt?
Es gibt von Beginn an Stellplätze für Anhängerbetrieb.
Sicher, die Leitungslänge ist ein Argument. Der Mittelspannungstrafo kam extra neu und es war sicher wesentlich günstiger die Leitungen bis dort zu legen wo gerade der weiße LKW parkt als bis zu den Anhängerstellplätzen