Nutzen statt abregeln: Kostenloses Überschußladen!

Moinsen,

"Im Stromverteilnetz der WEMAG Netz GmbH (WNG) sind inzwischen über 3.000 Megawatt Erzeugungsleistung aus erneuerbaren Energien (EE) angeschlossen. Dem gegenüber steht eine Jahreshöchstlast aller Netzkunden von rund 408 Megawatt. Die angeschlossene EE-Leistung ist damit über siebenmal so hoch wie die von den Netzkunden nachgefragte Leistung."....

"Die Integration zahlreicher neuer Anlagen ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die die WEMAG Netz mit gezielten Investitionen und innovativen Lösungen aktiv gestaltet. Schon jetzt ist die Nachfrage nach weiteren Anschlüssen enorm: Leistungen von 3,4 Gigawatt sind bereits reserviert und weitere 30 Gigawatt sind beantragt – das entspricht in Summe dem Elffachen dessen, was bislang angeschlossen wurde.
Um die Integration dieser Energiemengen zu ermöglichen, investiert die WEMAG Netz massiv in den Netzausbau. Geplant sind unter anderem der Ausbau und die Ertüchtigung des Stromnetzes in allen Spannungsebenen, die Errichtung von Umspannwerken und Verknüpfungspunkten zum Übertragungsnetz, sowie die Digitalisierung und Automatisierung des Netzbetriebs."

Wie soll das Problem gelöst werden? Mit kostenfreiem Laden von E-Auto´s gewiss nicht. Ich kann es jedenfalls nicht glauben. Und die Anzahl der Leute, die die Petiton unterstützen, stagniert auf geringem Niveau.

L.G.

Ich hab gemerkt wie ich wieder nen Textbaustein schreibe. Ich versuche es:
Statt 1x100KW; 2x50KW Ladesäulen gehen auch 27x 3,7KW Steckdosen. Dazu dann per App die Steckdose öffnen, Auto anstecken. Je nachdem was ich nun will, bezahle ich, oder bekomme sogar was dafür.

  1. Ich will mein Auto einfach nur laden. Zahle ich den Strompreis von zu hause und die Netzgebühren von zu hause.
  2. Mein Auto darf vom Netzbetreiber zum laden geschaltet werden. Egal wie der Akkustand ist, sofern der Netzbetreiber was davon hat, darf er mein Auto beladen. Dafür bezahle ich meinen Strompreis und 50% des Netzentgeltes.
  3. Mein Auto darf vom Netzbetreiber zum laden und entladen benutzt werden. Dabei stelle ich die maximale verfügbare Kapazität ein, die der Netzbetreiber nutzen kann. Beispielsweise benötige ich noch 20% meines Akkus für nach hause fahren. Der Netzbetreiber kann also von 20-100% mein Auto laden, und entladen. Lädt er es, ist der Strom + Netzgebühren umsonst. Entlädt er es bekomme ich auf ein “Netzkonto” kWh gutgeschrieben. Ich kann also dann, wo auch immer, mit den 3,7KW mein Auto aufladen, und wenn der Netzbetreiber 20kWh aus meinem Akku entnommen hat, bekomme ich 20kWh wieder zurück (Strompreis + Netzgebühr).

Speicher könnten eine Netzentlastung herbeiführen und netzdienliches Verhalten. Der Rest ist Illusion.

@thorstenkoehler
Und die E-Autos werden als netzdienliche Speicher verwendet. Das geht natürlich bei Pendlern etc. nicht. Aber der Rest fährt nur 16km am Tag, wenn die die ganze Zeit an ner Steckdose hängen dienen die als Speicher. Jeder kann einstellen was er an Kontingent freigibt. Am Wochenende will man den Wagen voll haben? Gut, gibt man nichts frei. In der Woche ist es einem wurscht weil man sowieso nur 20% braucht? Gibt man 80% frei. Und da macht es einen Unterschied, ob man nur 4 Autos dranhat, oder ob mehr oder minder permanent Millionen von Autos dranhängen. Dann eber nur jeweils mit 3,7KW und nicht mit 11; 22; 50; 100KW.

Was Du beschreibst ist netzdienliches Verhalten. Wem die Steckdose gehört ist Latte. Das geht mit variablen Strompreisen schon jetzt. Nicht an der Ladesäule, aber daheim. Ich lade wenn es billig ist und ganz verrückt, ich nutze mein Auto für V2H, wodurch ich das Netz entlaste.

Das fand weiter oben irgendwer doof, weil Mieter benachteiligt würden. Da ist die Antwort, mein Geld steckt in meinem Haus, der Mieter kann die Summe anlegen, verfressen, versaufen, mit Nutten durchbringen oder für Koks und schnelle Auto verballern.

Ist nicht latte. Der Netzbetreiber muss die Infrastruktur bereitstellen. Und das macht er ja, und baut auch immer weiter aus. Nur eben punktuell mit viel Last dicke Ladesäulen statt eben eine Masse an Steckdosen für viele Autos. Wenn dann eben bei einem Parkplatz für ein Hochhaus 10 dicke fette E-Wallboxen mit 100KW stehen kann man damit einen ganzen Fuhrpark an Autos mit Steckdosen laden/entladen.

Nicht an der Ladesäule, aber daheim.

Genau. Und damit das die breite Masse auch kann, und damit viele Akkus vorhanden wären, wären Steckdosen besser als dicke Ladesäulen. Und den Netzbetreiber gehts an, weil er jetzt schon die Leitungen und Infrastruktur für diese dicken Ladesäulen managed.

Ganz unabhängig von netzdienlichem Laden oder sonstigen Überlegungen wird man zu solchen Lösungen eh kommen müssen, wenn sich E-Autos mal flächendeckend durchgesetzt haben. Mit einer Handvoll Ladestationen im Wohnviertel klappt das dann nicht mehr.

Außer natürlich, es gäbe bis dahin als Standard Akkus, die sich in 5 Minuten vollladen lassen. Dann fährt man halt wieder zur E-Tanke, wenn leer.

Oliver

Sie werden sich aber nur durchsetzen können, wenn man sie auch überall laden kann. Henne-Ei-Problem. Nun baut man aber die Schnelllader, und dann ist die Kapazität des Netzes dadurch schon voll. Dann müsste man WIEDER alles umstellen auf viele Ladepunkte. Statt das jetzt zu tun.

Das ist falsch. Für das Netz macht es keinen Unterschied, ob ich einem Abschnitt 100 BEV mit 3kW, 10 mit 30 oder 1 mit 300kW lade. Für den Nutzer, der weiter zum Ladepunkt pilgern muss schon. Unwichtig bleibt, wem die Steckdose gehört. Du stellst das so dar, als wären die Eigentumsverhältnisse irgendwie für die Netzlast von Bedeutung. Ob auf der Steckdose RWE oder RoterFuchs drauf steht. Wie beeinflusst das die Netzlast?

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Wenn die Dinger privat dahingestellt werden, muss damit Geld verdient werden. Das liegt in der Natur der Dinge, sonst würde sie niemand bauen.

Wenn aber das Äquivalent der abgeregelte, aber sowieso bezahlte Strom ist, und dieser kostet (das weiss ich nicht) beispielhaft 5 Mrd. Euro, dann kann ein Netzbetreiber jene 5Mrd Euro in die Hand nehmen und dafür genau jenes bauen was ich schrieb. Wenn dadurch dann jene 5 Mrd. Euro eingespart werden, kann mehr ausgebaut werden, es ist mehr über, das müsste abgeregelt werden, aber…. usw. usf.

Für das Netz macht es einen Unterschied ob da 33 x 30kWh bereitstehen, die der Netzbetreiber ggf. nutzen kann, oder ob da 10 BEV mit 100kWh stehen. Gleichzeitigkeitsfaktor etc. pp.

Aha, ich habe einen Überschuss von 1MWh in einem bestimmten Netzgebiet. Die “entsorge” ich in einer Stunde in 10 BEV mit 100kWh oder in 33 Heimspeichern mit 30kWh. Sofern und das Netz die Leistung übertragen kann, wo ist der Gleichzeitigkeitsfaktor betroffen?

Mit Lademöglichkeiten die privat, also von Erika Mustermann, errichtet werden, muss überhaupt kein Geld verdient werden. Mit Ladesäulen von EnBW, etc. dagegen schon. Der VNB baut die auch nicht aus Nächstenliebe, auch der muss Geld verdienen.

Das muss er nicht. Er zahlt jetzt schon dafür, er senkt also die Ausgaben dadurch, dass er investiert. Das Geld ist so und so weg.

PS: @oliverso
9,3TWh wurden abgeregelt. Und das hat 3,1 Mrd. Euro gekostet.

Da ja hier die ganze Zeit von kostenlosem oder gar negativen Strompreisen erzählt wird: an wie vielen Stunden im Jahr ist denn der Brutto-Strompreis tatsächlich Null oder negativ? Negative Strompreise an der Börse gab es in 2025 an 575 Stunden, aber wieviele davon führten zu Null oder gar negative Preisen an der Steckdose?

Und lohnt sich für die paar Stunden der ganze Aufriss?

Oliver

Er zahlt für die Aufstellung der Ladesäulen / Steckdosen an denen er dann “die paar” TWh verschenken kann und dadurch verdient er Geld? Wie an der Börse, das Geld ist nicht weg, es gehört jetzt nur jemand anderem?

@oliverso

Das ist ja der Knackpunkt, es gibt diese Überschüsse, in homöopathischen Dosen sozusagen. Ließen die sich nun ohne viel Aufwand verwenden statt abgeregelt zu werden: Top! Ist aber nicht trivial, wenn auch wünschenswert. Ist die gleiche Thematik, wie PtG daraus zu machen. Lohnt noch nicht, weil wir immer noch nicht genügend Überschüsse haben.

Hallo @roterfuchs

nichts wird "eingespart". Die Kosten sinken nicht. Es wird nur der Stromüberschuss verwertet. Anders wäre es, wenn der Strom verkauft würde, aber dann ist als Laden nicht mehr kostenfrei.

In deinem Konzept sind die Steckdosen keine Steckdosen sondern normale Ladestationen. Da braucht es Steuerung, Strommessung und Abrechnung.

Dann ist da dieser Punkt:

Entladen geht halt grad gar nicht. Das ginge an einer Schnelladesäule noch mit SW Änderungen im Auto. An einer AC Ladestation braucht es aber neue Hardware im Auto.

Du gibst das frei. Wenn das Auto das nicht kann, kann es das nicht.
Ja, man bräuchte intelligente Steckdosen. Idealerweise sind die irgendwo so eingelassen, dass sie gesperrt sind, in dem Moment wo man sie durch eine App freigibt, kann man sie öffnen und einstecken. Das muss auch in irgend einer Form regensicher sein. Durch die Übermittlung der Daten wird dann ausgewählt, was man machen möchte.

Kann man Probleme lösen, indem man ihnen nur einen anderen Namen gibt?
Die Steckdose mit allen Funktionen einer Ladestation ist nun mal eine Ladestation.

Wie weiter oben beschrieben (Nr. 63, @Uschi ), gibt es die Happy-Hour beim Anbieter "Tesla" und das Angebot zum halben Preis wird wohl auch gut genutzt.

Ciao

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Die Steckdose in der Tiefgarage am Arbeitsplatz ist m.E. eine gute Lösung. Kostet wenig bei der Installation (viel weniger als eine AC-Wallbox), erfordert keine riesigen Zuleitungen (wie bei Wallboxen mit 11 KW) und kann man pauschal vom Lohn abziehen. Würde ich so in den Wintermonaten sofort in Anspruch nehmen.

Bei Tesla hat es aber komplett anderen Hintergrund günstiges Laden zu bestimmten Zeiten anzubieten. Man will die Ladestationen besser auslasten und reduziert die Preise zu Zeiten, wenn nicht viel los ist. Zu Zeiten, wenn die Ladestationen gut ausgelastet sind, also insbesondere zu Zeiten des negativen Strompreises, insbesondere, wenn PV viel produziert, ist es teuerer.

Man kannibalisiert auch nicht das eigene Angebot. Wer kommt schon auf die Idee nachts um 00:00 Uhr aufzustehen nur um günstiger laden zu können?

Die Supercharger sind auch nicht dafür vorgesehen, dass man im Umkreis des Wohnortes lädt. Die sind strategisch so platziert worden, dass man auf Langstrecken immer eine freie Ladestation findet. Wäre fatal, wenn man da auf Langstrecke laden muss und die Ladestationen sind voll belegt, nur weil der Börsenstrompreis negativ ist.

Tesla würde sich daher an einer solchen Aktion des kostenlosen Überschussladen zu Zeiten, wenn PV viel produziert, nicht beteiligen. Man würde diejenigen verärgern, die wegen des guten Ladenetzwerkes das Auto gekauft haben und auf einmal voll belegte Ladestationen vorfinden würden. Der Grund warum man damals ein eigenes Ladenetzwerk aufgebaut hat, war das damals das Ladenetzwerk für Elektroautos bzgl. Schnellladen mehr als unzureichend war.

Einer der Gründe, dass ich vor 4 Jahren für die Langstrecken einen Tesla geklauft habe, war das Ladenetzwerk. Lade auf Langstrecken nur mit den Superchargern und hatte bisher erst ein einziges Mal (in Tschechien) die Situation, dass ich 5 Minuten lang auf einen freien Ladeanschluss warten musste. Ansonsten war immer genug frei. Unkompliziertes Laden bei einem fairen Preis.

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Die einfache Lösung wäre kostenloser Strom für alle wenn der Strompreis negativ ist. Erfordert einen Smart Meter und fertig. Kann man auch für einzelne Regionen machen um netzdienlich zu sein

Da müssten die allermeisten Arbeitgeber erst mal eine Tiefgarage bauen….

Oliver

Das soll in DE einfach sein? Ein Smartmeter-Gateway zu bekommen und einen variablen Stromtarif? Und kostenlos wäre dann der Strom auch erst, wenn der Börsenstrompreis die Netzleitungskosten ausgleicht. In meinen Gebiet (Westnetz und Grundversorger mit hohem Strompreis) sind die ziemlich hoch……

Da müssten die allermeisten Arbeitgeber erst mal eine Tiefgarage bauen….

Tiefgarage war ein Beispiel. Ob Parkgarage oder Außenparkplätze auf eigenem Grund. Gibt viele Arbeitgeber, die so etwas bereitstellen. Dort Steckdosen zu installieren, wäre sehr einfach.