Nur noch 960W Panels? - Auswege

Laut aktuellem Video soll die Obergrenze in D bei 960W liegen. Erstmal doof.

Aber hier in AT sind 800W WR ohne Begrenzung der Panels erlaubt. Warum? ganz einfach:

Stromkreise sind hier mit 13A abgesichert. Das wäre ein Punkt, den der VDE aufnehmen kann.

Als zweiten Punkt: Stromkreise, die ausschließlich zur Einspeisung verwendet werden.

Kann man denen das irgendwie reindrücken?

Hallo zusammen,

machen wir es kurz, ich bin neue hier und gleich geht es los :wink:
Habe auch vor auf 800W WR zu erhöhen, würde aber auch auf mehr als 960W Modulleistung kommen.
@Andreas, vielen Danke an Dich für Dein Erklärvideo zu 960W DC Begrenzung. Soweit verstanden.

Wenn ich es richtig verstanden habe sagt Christian in Deinem Video sinngemäß:
„Man muss nicht genau das machen was in der Norm steht,
man muss eine äquivalente Sicherheit bieten …“

So wie "tageloehner" das vorschlägt, habe ich das bereits vorbereiten lassen und
die 16A Sicherung durch eine 10A Sicherung ersetzen lassen.
Die 1,5mm² Leitung hat damit zeitlich unbefristet ausreichend Reserven für einen 800W WR und ist damit Sicher.
Das sollte doch ausreichen ?
Auch wenn der Vorschlag von "tageloehner" nicht in die Norm kommt, sollte das Sicher und damit erlaubt sein ?
Grüße

@tageloehner Das sind zwei entscheidende Punkte und einen dritten Punkt hast du vergessen. In AT sind 2,5mm² verlegt und nicht wie häufig 1,5mm² wie in DE.

@mm2 Grundsätzlich hast du damit den Leitungsschutz vor Überlastung wiederhergestellt und ich würde es ähnlich wie du sehen.

Das Problem in DE ist doch (und hier geht es halt um die Allgemeinheit in Mietwohnungen) das wir 1,5mm² bei 16A Absicherung verbaut haben und keine separate Absicherung und man nicht die komplette Verkabelung kennt und genau für diesen Fall muss der VDE eine Empfehlung rausgeben.

Wie bei den Kollegen sehe ich in meinem Fall eher weniger das Problem, es liegt 2,5mm² als dedizierte abgesicherte Leitung nur für das BKW.
Die Frage wird nur sein, was später passiert wenn man ein BKW mit 4 kWp anmeldet oder wirklich ein Versicherungsfall hat, wie es dann ausgelegt wird.

Ich bin gespannt wie die Empfehlung später genau aussieht und ob es etwas bzgl Akku definiert ist.
Also wenn man evtl. nur 1-2 Module am WR hat (so wie es anhört ist das beschränkt) und an einer Batterie dann beliebig viele.

Kurze Info, der markierte Andreas ist nicht der YT'er und Forenbesitzer, das wäre @drbacke

Kurze Info, der markierte Andreas ist nicht der YT'er und Forenbesitzer, das wäre @drbacke
Vielen Dank für Info, werde künftig darauf achten.

Die kWp werden wegen der häufigen steilen Aufstellung der Module am Balkon selten erreicht.

Trotzdem könnte es sein, dass ein BKW mit mehr als 960W DC Leistung nicht vereinfacht angemeldet werden kann/darf ?
Bzgl. Akku müsste es bei 800W entweder auch eine zeitliche Beschränkung der Leistung definiert werden oder
in Verbindung mit Akku werden generell nur 600W erlaubt werden.
Das alles einzeln zu Regeln würde sehr umfangreich werden.
Wäre es dann nicht einfacher in neue 800W Wechselrichtern die an "1,5mm² bei 16A Absicherung" angeschlossen werden,
per Software eine zeitliche Begrenzung der 800W einzubauen damit die "1,5mm²" Kabel nicht überlastet werden können ?
Diese Wechselrichter dürften dann mit mehr als 960W DC Leistung überbelegt oder an einen Akku abgeschlossen werden.

Die Wechselrichter die diese Funktion nicht haben unterliegen der geplanten Beschränkung und
in beiden Fällen gibt es Sicherheit unabhängig ob mit oder ohne Akku ?
Grüße

Noch superer wär natürlich, wenn man an einem dedizierten Einspeisestromkreis gleich 2000W einspeisen dürfte. Die üblichen Drehstromzähler von Wohnungen sind mit wenigstens 3x32A abgesichert, das entspricht 24kW. Mir kann niemand erzählen, daß dann 2kW das Netz überlasten. Das ist eine Schutzbehauptung der Stromerzeuger.

Als Bedingung: Nachweis FI-LS 13A nur für diesen Stromkreis. Kostet 60€ das Teil. Einbau 1h Elektriker machtn Stempel aufs Papier fertig.

-- übrigens: In den VDE-Papieren muß es heißen "steckerfertige Stromerzeugungsgeräte", nicht ...solar.... manche haben Windrad oder Batterie

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Wer sagt dem Elektriker und dem VNB, dass Stromerzeugen eine übliche Nutzung ist und die Erweiterung keine erhebliche (Nutzungs)änderung ist? Die Folgekosten können vierstellig sein!
Wie soll das bei den mehr als 10.000.000 Hauhalten laufen, wo man noch nicht einmal ein SMARTmeter einbauen kann?
Ich frage mich wie man annehmen kann, dass ein elektrischer Speicher mit der vereinfachten Anmeldung eines Steckersolargerätes vereinbar sein wird / ist.
Die längere Verfügbarkeit konterkariert doch ausdrücklich die konstruierte Notwendigkeit einer reduzierten Verfügbarkeit.
„Nix Akku!“ lese ich da.

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Die Verfügbarkeit (Elektriker) und auch die Kosten (von Folgekosten ganz zu schweigen) und auch die Möglichkeit seitens Mieter, sehe ich auch sehr kritisch an.

Schön wäre hingegen schon, wenn unterschieden würde, welche Voraussetzungen man hat (z.b. separate dedizierte Leitung, kleinere Absicherung usw) und für die Allgemeinheit würde ich mir einfach wünschen das es einfacher wird und von mir aus auf 600W begrenzt. Also wirklich nur kaufen, aufbauen, einstecken, MaStR eintragen fertig und das es jeder darf (Mieter).

Bzgl. Speicher sehe ich das ganze auch kritisch an und bin gespannt was da wirklich final kommt. Wäre schön wenn es auch hierfür eine einfache Möglichkeit gibt, sowas wie max 400W dafür alles drumherum egal.

Ich verstehe auch nicht warum alle auf die 800W pochen, für den Grundbedarf reichen in der Regel die 600W aus oder wenn Batterie und rund um die Uhr auch 400W (immerhin spart man auch so knapp 5kW/h am Tag, wenn man den Verbrauch hat).

um 400-600W 24/7 verfügbar machen zu können braucht es aber mehr als 720/960Wp.
Es soll wohl einfach nicht sein.

und wenn man das dann ausversehen in einen 16a stromkreis steckt?

da wird sich der vde nicht bewegen

Diese ganzen Auswege helfen nichts.
Mit der attestierten 13A Sicherung kommen sie gleich mit der Heiland-Einspeisesteckdose um die Ecke.
Verwechslungsgefahr (wenn die Schuko-Dose überhaupt kommt) ...

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Es geht bei allem ja um Steckerfertig. Da ist nix mit Auswege oder "bei mir ist alles anders". Dann muss man halt eine "normale" PV Anlage anmelden.

Damit ist das für viele Millionen Haushalte im Gebäudebestand sinnlos, weil unwirtschaftlich.
Desto mehr kleine Anlagen in die normale Anmeldung gezwungen werden umso schlimmer wird es.

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@solarheini

ich weiß. ist ja auch nicht meine idee

Das einzige was mit solchen Beschränkungen erreicht wird ist das wieder weniger angemeldet wird was wirklich vorhanden ist.

Dann wird halt 900Wp angemeldet und dann trotzdem vier Pannels (oder mehr) aufgehängt.

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Ich weiß, deshalb schrieb ich ja von mir aus auf 400W begrenzen aus Batterie aber alles andere egal, also keinerlei Begrenzung der Wp.
Das wäre ein guter Kompromis für Speicher und sogar netz dienlich.

es gibt genug andere möglichkeiten die hütte anzuzünden, trotzdem sind feuerzeuge immer noch erlaubt

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Ich verlinke mal das entsprechende Video von Andreas:

Video Klick hier...

In Kurzform die Aussagen:

  • Durch 800 W AC mehr über das Balkonkraftwerk können 3,48 A mehr (16A + 3,48A Worst-Case) in bestimmten Leitungsabschnitten fließen.
  • Dieser Mehrstrom kann die Leitung auf einen kritischen Wert erhitzen und wäre eine Gefahr.
  • Bei 960 W DC ist diese Erhitzung nur über kurze Zeit gegeben, was noch tolerierbar ist.
  • Bei z.B. 2000 W DC würden viel länger die 3,48 A fließen können, womit man wieder im kritischen Bereich ist.
  • Deshalb auch DC-Limitierung
Damit wäre auch klar, dass 800 W 24/7 über Akkueinspeisung verhindert werden muss, zumindest bei Produkten, die als sicher gelten sollen und damit verkaufsfähig sind.

Durchaus könnte der VDE dann aber auch größere DC-Leistung erlauben, wenn man eine Installation, die 16A verträgt, mit 13A geringer absichert. Ich glaube aber nicht, dass das kommen wird.

Die Aufgabe des VDE ist, Betriebsbedingungen zu definieren, wo auch im WorstCase nichts anbrennt. Von daher ist deren Position für mich nachvollziehbar.

Leitungsschutzschalter müssen unter allen möglichen Bedingungen verhindern, dass die Leitung überhitzt. Punkt.