Neue Fenster - feuchte Wände. Stimmt das?

Bei 140 Beiträgen ist es hoffentlich nicht so schlimm sich einmal selber zu zitieren.

Spaltlüftung heißt das also.
Danke!

Nachtrag:

Sowas wäre echt praktisch.
Gut wenn man das vor dem Fensterwechsel weiß..

Meine Fenster zu tauschen würde sich erst nach 56 Jahren amortisieren. Ich empfehle, die Luft so trocken wie möglich zu halten …. erhöht (gefühlt) auch den Wärmedurchgang der Aussenwände.

Seit ich Bad und Küche (Hygrometer überwacht) durch regelmäßiges Stoßlüften trocken halte … im Bad werfe ich nach dem Duschen noch zusätzlich für 2 Stunden einen Trockner an (braucht tatsächlich nur sehr wenig Strom) … habe ich keinen neuen Schimmel und die mit IR-Thermometer gemessenen kalten Ecken sind tatsächlich wärmer geworden.

Kannst du bei Bedarf auch im Bestand nachrüsten

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-> Kunststoff Fensterfalzlüfter nachträglich montieren | arimeo
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Solche Zwangbelüftungen kenne ich.

Die kann man nicht abstellen und stellen meiner Erfahrung nach, nur ein weggeschnittenes Stück Fensterdichtung da, und eine Art "Rückschlagklappe" die verhindern soll, dass es quer Durchzieht.

Hatte bei mir wie wild geklappert wenn es stürmig war. Habe die dann zugeklebt und selber gelüftet.
Pollen können da auch durch.

Nachtrag:

Ok. Der letzte link sagt:
"manuell verschließbar durch optionalen Drehverschluss"

Das wäre ja schlecht, meinst du es vielleicht umgedreht?

So trocken wie möglich - auch daran denken, dass für die eigene Gesundheit zu trockenen Luft nicht gut ist. Auch Parkett und Möbel können darunter leiden. Wenn möglich, würde ich die Luftfeuchtigkeit im Bereich 50-60% halten.

Bei den Angaben der rel. Luftfeuchtewerte ist die Frage womit das gemessen wird. Für gewöhnlich sind digitale lowcost Messungen reichlich ungenau da sie den Luftdruck nicht, bzw. nur als Konstante mit einbeziehen. Erfahrungsgemäß zeigen digitale Messungen meist zu wenig rel. Feuchte an.

Ich hab natürlich auch keine Präzisionsmessungen bei uns im Haus, denke mir aber einfach einen Offset dazu. Alle Räume haben bei uns in einer UP-Dose über dem jeweiligen Lichtschalter des Raums einen kleinen Arduino mit Messfühler und RS485 Schnittstelle sitzen die drahtgebunden in den Keller führt und dort von der Hausautomation erfasst und geloggt wird. Hab ich damals bei der Kernsanierung so vorgesehen weil ich mir damals schon dachte wir werden den 60er Jahre “Mangelware” Bau nach und nach dichter machen und sollten die Feuchtigkeit(en) im Auge behalten.

Jedenfalls, Kinderzimmer, Schlafzimmer und Büro liegen aktuell bei um die 45% tagsüber und knapp 50% am frühen Morgen nach dem Aufstehen. Es wird max. zwei mal gelüftet, morgens nach dem Aufstehen und abends vor dem zu Bett gehen. Abends kann aber schon manchmal ausfallen - 0 Bock und so :grinning_face: Und tagsüber sind alle nicht Schulpflichtigen vollzeit auf der Arbeit.

Wohnen jetzt im 11. Jahr dort, jetzt wird aktuell die Fassade von uns gemacht. Bisher gab es, bis auf der kleinen Ecke im Treppenhaus, keinerlei Schimmel. Allerdings sind die Holzfenster halt auch noch von 91 und sicher nicht die Dichtesten - trotz nachgesetzter zweiter Dichtung.

Was die Normungen angeht halte ich die DIN, nicht generell, aber an sehr vielen Stellen, auch für eine reine Gelddruckmaschine.

PS: CO2 Sensoren zu verwenden fehlt bei uns noch.

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Luftdruck braucht man nicht berücksichtigen, der ist kaum relevant und deutlich unterhalb der Messgenauigkeit. Da gehts um Abweichungen deutlich unter 1%.

Generell sollte man davon ausgehehen, dass die digitalen Geräte +/- 5% abweichen können. Das entspricht auch meiner Erfahrung. Hab schon bestimmt 100 Geräte überprüft. "Meist zu wenig" kann ich nicht bestätigen, ging bei meinen Tests eher zufällig in Richtung zu viel und zu wenig. Ein paar wenige Ausreißer gab es, die mehr als 5% abwichen.

Insofern meine Empfehlung: 5-10 Geräte im Haus verteilen, die man immer mal wieder gegeneinander vergleicht. Am besten unterschiedliche Hersteller. So bekommt man schon recht gut einen Eindruck, welche Geräte außerhalb der Toleranz sind. Darauf packe ich dann einen Aufkleber mit z.B.: "Ist + 7%" als Korrekturfaktor.

Tipp: Einige Geräte haben intern ein Lötbrücke, mit der man "+5%" in der Luftfeuchte bewirken kann. So kann man die Anzeige je nach Situation noch etwas optimieren.

Es ist aber schon wichtig, diese Abweichungen von 5% mit zu berücksichtigen. Sonst wundert man sich, warum doch Kondenswasser entsteht, obwohl es gar nicht sein dürfte. Auch IR-Thermometer sind ja recht ungenau.

So grundsätzlich sollte die Wandtemperatur auch 2-3 Grad über Taupunkt sein.

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Wer von denen, die nun über 147 Beiträge hier eingestellt haben, kann von sich behaupten, Fach- und Sachkenntnisse in der Sache zu haben?

Ich hab mir vor unserer RMH Renovierung/energ. Sanierung dieses Handbuch reingezogen: https://passipedia.de/_media/picopen/05_altbauhandbuch.pdf

Bin damit immer noch Laie, wie wohl alle hier, aber eine fundierte Darstellung der Thematik, wie sie win hier eingestellt hat, ist mir alle mal lieber als veraltetes Halb- oder Pseudowissen von Handwerkern = Profis, die sich nicht weiterbilden und nicht auf dem Stand der Technik arbeiten.

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Praktiker.
Quod erat demonstrandum.

Also Laie, der es ausprobiert hat.

Hast du etwas fachlich Interessantes beizutragen? Du bist eingeladen, dich hier mit einzubringen.

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Nein, ich habe kein verbriefte Sachkenntnis.

Ich lese hier mit, um etwas fachlich fundiertes mitzubekommen, wenn mein in die Jahre gekommenes KFW55 (BJR2004) Haus, mal in ca. 10 Jahren neue Fenster braucht.

Und bei den vielen Beiträgen ist es einfach schwierig, zu erkennen, ob jemand mit Sachverstand (gelernt und verbrieft) antwortet oder nicht.

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In 10 Jahren dürften physikalische Gesetze immer noch gelten. Ob dann allerdings Erkenntnisse von heute und daraus folgend technische Maßnahmen weiter Bestand haben oder völlig neue Möglichkeiten zur Schimmel-, Lüftungs-, Pollen- ...Problematik im Markt sind, wirst du aus den ~ 150 Beiträgen nicht erfahren.

Wer weiß jetzt schon sicher, mit welcher Technik er seinen Wohnraum in 10 Jahren heizt oder kühlt?

Das ist sicherlich nicht einfach. Nimm es vielleicht einfach als Anregung selber über die verschiedenen Aspekte nachzudenken. Das von mir verlinkte PDF kann ich, über Fenster hinaus, auch sehr ans Herz liegen, auch wenn man kein Passivhaus hat. Aber mit KfW55 bist Du da ja deutlich näher dran als wir und sollte auch jetzt schon ein professionelle luftdichte Ebene realisiert worden sein (gabs ne Blower-Door Messung zur Abnahme?) und es was die Bedürfnisse der Lüftung angeht keine Änderungen geben, wenn die neuen Fenster ebenfalls state of the art eingebaut werden. Auch in unserem Haus mit KWL und Dämmung drum rum hatten wir vor ein paar Jahren etwas Schimmel entfernen dürfen, aber da stand auch eine 2.5x1.4m große Voliere mit Wandverkleidungen an einer Ecke im Wohnzimmer wo außen eine Trennwand zu den Nachbarn nur auf unserer Seite gedämmt ist und als geringfügige Wärmebrücke fungiert und die Luftzirkulation in 14 Jahren naturgemäß nicht so sonderlich gut war ...

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Ich empfinde den Markt der Haustechnik als extrem träge und sehe da keine wirklichen Änderungen. Als wir vor bald 15 Jahren unsere Fenster erneuert haben, waren Vakuumscheiben etwas, was um die Ecke brinzelt, aber da hab ich auch noch nichts wirklich von gesehen. Die WP wird sich sicherlich weiterentwickeln, vielleicht kommt Magnetokalorik, aber in 10 Jahren sehe ich das auch nicht in der Breite. Die Geräte für die KWL sind weitgehend auch noch die selben. Die Steuerung der vor zwei Jahren vor dem Verkauf an uns in der Wohnung der Schwiegereltern eingebaute Brötje Gasheizung ist auch noch genauso dumm wie bei unserer. Neues Display aber gleiches Software Framework und Parametergrab, null Intelligenz.

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Sind noch teuer, aber gibts schon am Markt. Werden vor allem bei historischen Gebäuden vewendet, wo man aus Denkmalschutzgründen nur wenig Freiraum für die Gestaltung neuer Fenster hat.

Da würde ich empfehlen, die Fenster gut zu pflegen. Wenn es Holzfenster sind, können die auch 50-60 Jahre drin bleiben. Die haben ja 2004 schon einen so ausgereiften Zustand gehabt, dass die energetisch hinreichend gut sind.

Beschläge regelmäßig ölen und Fehler in der Lasur außen möglichst kurzfristig ausbessern. Alle 2 Jahre mal mit einer Plfegemilch außen drübergehen. (z.B. Sikkens Pflegemilch).

Wer in einem Forum Fachkompetenz hat, wirst du über die Zeit erkennen. Und wer großen Blödsinn schreibt, der wird in der Regel Wissende animieren, auch was zu zu schreiben und den Fehler zu bereinigen. Manche Dinge werden aber dauerhaft kontrovers diskutiert werden.

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Bei uns im Reihenhausblock sind teilweise auch noch Meranti-Holzfenster aus dem Baujahr 1967, die ihre Bewohner mit 8x-95 Jahren wohl überleben werden. Wir haben uns vor 14 Jahren Holzfenster mit einer Aluschale außen gegönnt, bisher Null Probleme. Aber werde dieses Jahr wohl mal jemand kommen lassen zum Nachjustieren/Anschaun, damit das auch so bleibt. War ne prima Truppe, die das damals gemacht hat und sich auch perfekt mit den Malern (beide Firmen kannten sich) fürs WDVS vorne raus abgesprochen haben.

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Die AOK schreibt hierzu: “Herrscht zwischen 30 und 65 Prozent relative Luftfeuchtigkeit in den Räumen, fühlen wir uns wohl und gefährden unsere Gesundheit nicht.”

Ich.

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Das ist einfach gesagt, zwei Holzfenster (nur Kiefer, mit mangelnder Charge Sikkens-Schrott Fugenfüller Kodrin Seal 2003, erste Überarbeitung durch Fachbetrieb in 2007, 2008 nach Gutachten eines Dr.?!) sind schon drauf gegangen.

Feuchtigkeit hat die Brüstungsfugen unterwandert bei SikKins Rubbol Dickschichtlasur. :slight_smile: Und da im 1. OG, schwer zu sehen. Dies trotz Renovierüberarbeitung und -anstrich in 2013. Farbe und Pflege, ja mit sikkens Pflegmilch, waren top bis 2023. 2024 waren zwei Fenster hin, Würfelfäulnis unter der Farbe. Kauft Eichenfenster, wenns heimisch sein soll.

Seitdem versuche ich jeden Haarriß auszubessern, Brüstungsfugen überarbeite ich hin zu Remmers Brüstungsfugen Induline V, wesentlich dehnbarer als das Kodrin Seal das ich kenne.

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Schimmel kennt mein KFW55 Haus nur an den Silkonfugen der Fensterverglasung (1,1U-Wert 2-fach, warme Kante), in den Räumen die ich im Mittel im Winter nur auf 18° halte. Und wo Kondenswasser nicht regelmäßg an sehr kalten Tagen ( < -5°) entfernt wird.. Und da dies eh Watungsfugen sind, mit etwas Arbeit zu leicht zu erneuern.

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