Neue Fenster - feuchte Wände. Stimmt das?

Das kann aber keine pauschal zutreffende Tatsache sein :thinking: I.d.R. heizt man ja bis zu einer bestimmten Raumtemperatur - die dann nicht zwangsläufig an einem undichten Fenster gemessen wird

:thinking:

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Ich dachte das ich mit meinen letzten beiden Sätzen sehr klar gemacht hab, das generell pauschale Annahmen falsch sind. Es sollte ja nur zeigen das ein Fenstertausch sehr wohl Einfluss auf die Wände haben kann! Ich hab nicht gesagt es ist IMMER so.

Kenne ich aus der Praxis so nicht. Wir haben im Büro irgendwann neue Fenster bekommen, die Kollegen heizen wie früher auf 21-22 Grad.

Kann durchaus mal vorkommen, dass die Leute wirklich mal 1 Grad niedriger heizen, aber die Leute haben sich doch an die Temperatur im Raum gewöhnt und wenn man nicht gerade neben einem Fenster sitzt, will man diese Temperatur dann auch weiter haben.

Das kürzt sich auch weg, weil ich mich auf die Luftfeuchte und den Taupunkt beschränkt habe. Also bei gleicher Luftfeuchte wie früher kondensiert es auch an der Wand.

Das die Luftfeuchte wegen schlechtem Lüftungsverhalten dann nach Fenstertausch höher sein kann, das sehe ich genauso.

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die meisten menschen heizen nicht auf eine temperatur. sie drehen solange die heizung hoch bis ihnen warm ist. dieser wert ist sehr individuell. teilweise sogar davon abhängig wie es einem geht. erklältet wird meisten höher geheizt.

und ein haus z.B. mit zweifach verglasung wo es immer kalt zieht (durch die luftzirkulation im raum - nichtmal durch das undichte fenster selber) wird tendenziell höher geheizt. höher meine ich höhere temperatur

ich denk uns allen ist klar, dass die physik sich nicht ändert sondern nur die rahmenbedingung.

Würde ja auch keinen Sinn machen, weshalb sollte man sich durch neue Fenster plötzlich bei geringerer Temperatur wohlfühlen als zuvor…

Was aber natürlich schon eintreten kann / wird: Die Heizkosten bzw. der Energiebedarf kann sich reduzieren mit neuen Fenstern. Aber wohl sicher nicht die “Wohlfühltemperatur” (Wenn man mal vorher vorhandene offensichtlich völlig defekte Fenster ausschließt…)

Das klingt für mich nach einem Haus mit höherem Dämmstandart… Nicht nur nach anderen Fenstern.

So riesig groß ist der Unterschied zwischen 2fach und 3fach verglast nun nicht…

weil ein mensch Temperaturen unterschiedlich wahrnimmt. da spielen rein wie wie die Luft zirkuliert, wie die hoch die Luftfeuchte ist etc. ich hab viele wohnung gesehen wo räume auf 22-24°C geheizt wurden und nach einer sanierung die temperatur gut 2°K reduziert wurde.

nur weil ihr das vielleicht nicht macht, heißt es nicht das es andere nicht machen.

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Naja… @win dürfte bzgl. Wohlfühltemperatur schon eher zur Kategorie “Eisbär” zählen… Wenn er das also sagt… :wink:

stellt sich win im eisbärenfell vor

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Hat mit dem Thema Konvektion im Gegensatz zu Strahlung(swärme) zu tun.

Der konvektive Kaltluftabfall an den kalten Fensterflächen wird allgemein als unangenehm wahrgenommen. Wird weniger bei besseren Fenstern. Dadurch kann man tendenziell geringe Raumtemperatur haben.

Ist auch ein Thema bei Fußbodenheizung vs niedrigtemperatur Heizkörper unterhalb der Fenster. Bei Fußbodenheizung muss man tendenziell höhere Raumtemperatur fahren, wegen der kalten Fenster, die als unangenehm wahrgenommen werden.

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Ok, da scheint es unterschiedliche Erfahrungen zu geben. Macht dann schon Sinn, dass als einen weiteren Grund zu beschreiben, warum bei Fensterwechsel Schimmel entstehen kann.

Da bin ich mir nicht so sicher. Ich höre da oft eine Argumentation bei neuen Fenstern, als würde sich dadurch die ganze Physik ändern. Besonders deshalb finde ich die Diskussion darüber auch wichtig.

Ja, dachte ich mir. Also das selbe, wo den LLWP “nachgesagt” wird, damit zu heizen ist “unkomfortabel”…

Ich glaube, es wird hier tw. einfach zu viel hineininterpretiert. Es kommt am Ende natürlich immer auf die Gesamtsituation an - da bestreitet ja auch sicher niemand, dass es da erhebliche Unterschiede gibt und es aufgrund der Gesamtsituation dann ggfs. wirklich durch neue Fenster Schimmel geben kann - weil die Situation schon grenzwertig war und dann “kippt”.

Aber da spielen dann so viele Faktoren rein… Nicht zu Letzt auch schon alleine die Psyche: Oft ist es so, dass man - wenn man sich näher mit dem Thema beschäftigt - sensibilisiert wird und dann ggfs. wirllich geringere Raumtemperatur “akzeptiert”. Denn man hat sich dann ev. näher damit auseinandergesetzt wieviel das dann an Heizkosten sparen kann - immerhin hat man die Fenster ja vermutlich auch deshalb gewechselt;)

Die Frage ist dann halt: Lastet man das dann den neuen Fenstern an :thinking:

Ich denke nicht, dass das Sinn macht.

Aus diesem Anlas habe ich jetzt wieder mal gerade eben die Temperaturen im ausschließlich mit LLWP - durchgehend - beheiztem WZ gemessen. Der Raum ist vollkommen - durchgehend - warm inkl. aller Flächen und was sich darin befindet. Die Wandtemperaturen sind so auf 1,5m auf 22° - am Boden bei ca. 20-21° und an der Decke bei ca. 23°. An allen Wänden ringsum. Der Boden hat ebenso 20-21° und die Decke ca. 23°. Die Fensterrahmen haben ringsum 20°, die Gegenstände im Raum und Innentüren / Rahmen 21-22°

Ich habe so an 50 Punkten oder mehr gemessen. Diese “Mythos” eine LLWP würde einen Raum inkl. aller Flächen und Gegenstände nicht 100% gleichmäßig “durchwärmen” ist einfach Unsinn. Das trifft nur bei bedarfsweiser Beheizung zu - das tut es aber bei jeder Heizung…

So gesehen sollte man denke ich immer versuchen die Ursachen und Wirkung zu trennen - denn wenn ich vor´s Haus gehe und werde überfahren, dann ist ja auch der Grund wieso ich überfahren wurde erstmal - das ich eben vor´s Haus gegangen bin… Aber ich denke man wird sich einig sein, dass es letztlich nicht daran lag…

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Danke dass du es nochmal in anderen Worten geschrieben hast. Genau das ist was ich meine.

Das war auf euch bezogen die gerade hier mit Diskutiert haben. Aber auch die meisten hier im Forum scheinen das i.d.R so zu sehen.

Definitv. Was rede ich mir privat den Mund fusselig um irgendwelche Mythen auszuräumen. Ich sag nur diese Wärmepumpen sind doch gefährlich mit dem Gas :smiley: etc

Da muss ich dir widersprechen oder ich hab deine Aussage Missverstanden. Das ist physikalisch nicht möglich. Jeder Gegenstand / Material beeinflusst. Sei es ein Teppich oder z.B. ein Sofa. Bei mir auf dem Sofa zieht es weil es direkt unter einem Fenster steht und die Fenster nur mittelmäßig sind. Da zieht im Winter die kalte Luft immer runter aufs Sofa. Das merkt man und dass kann man auch Messen.

Genau so können Wände schimmeln wenn z.B. ein großer Wandschrank an der Außenwand steht. So bei Verwandten in einer Mietwohnung. Die haben den Raum umgestellt und das Problem gelöst bzw. umgangen.

Aber wir schweifen ab. Ich denke das Fazit sollte heißen.

Fenstertausch ist immer gut und sollte gemacht werden wenn es sich wirtschaftlich lohnt. Man sollte sich nicht von der Angst treiben lassen, dass die Wohnung direkt mit neuen Fenstern schimmelt. Aber das eigene Verhalten muss ggf. an die neue Situation angepasst werden (besseres Lüften)

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Korrekt! Durch die ständige Luftbewegung durch das Innengerät (Konvektion) wird der Raum gleichmäßiger durchwärmt als bei einer Heizung mit hohem Strahlungsanteil.

Aus meiner Sicht ist LLWP eine gute Wahl um Feuchtigkeit, die an bestimmten Stellen kondensiert und zu Schimmel führen kann entgegen zu wirken.

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Du hast ja sicher selber auch schon oft hier gelesen, dass die Beheizung mittels LLWP manche als “unangenehm” bzw. “unkomfortabel” bezeichnen / betrachten. Als Grund dafür wird dann meistens genannt, dass die LLWP ja “nur die Luft” im Raum erwärmt - weshalb sich das dann unangenehm anfühlen soll. Nur stimmt das eben - so - nicht. Natürlich erwärmt die LLWP “nur die Luft” - aber die Luft erwärmt dann alles andere. Das ist dann aber eben ein Prozess, der nicht innerhalb kurzer Zeit abgeschlossen ist. Bedeutet: Bei durchgehender Beheizung mittels LLWP ist das dahingehend kein Nachteil dieser Heizart, ganz im Gegenteil. Durch die ständige Luftumwälzung kann die LLWP einen Raum viel gleichmäßiger erwärmen und auch warm halten - als zb. ein HK. Ich merke das bei mir im WZ ganz extrem: Da gibt es 3 große Fenster + 1x Terassentür. Der HK ist an der kurzen Seite unter dem Fenster - das IG der LLWP direkt darüber oberhalb vom Fenster. An das WZ anschließend ist die Küche, mit offenem Durchgang. Der HK in der Küche ist aus, weil er unter der Arbeitsplatte ist.

Somit konnte der einzelne HK im WZ:

  • Den Raum bei sehr tiefen Temperaturen nur sehr schwer beheizen, speziell auch was die Temperaturverteilung betrifft
  • Die Küche noch viel schlechter beheizen (natürlich)

Die LLWP schafft das spielend, die gesamte (!) Küche hat quasi die identischen Temperaturen wie im WZ - die einzige Abweichung die ich gerade eben messen konnte: Der Fensterrahmen der sich “im toten Winkel” der Luftströmung der LLWP befindet, ist 1° kühler. Während der in “Sichtweite” vom IG die 20° hat wie die anderen.

Dahingehend weiß ich nicht was du meinst mit:

Ich messe halt einfach mit IR Temperaturmesser die Temperaturen.

Klar. Das sind dann eben ganz individuelle Voraussetzungen - die dann bei jedem anders sind.

Deshalb auch das Beispiel mit dem “vom Auto überfahren” werden.

Man kann das verhindern, wenn man nicht vor die Tür geht. Aber ist das die Lösung?

Also dann im Bezug auf die Fenster: WENN die tauschreif sind, dann macht es wohl auch Sinn, zu tauschen. Eine Angst vor dadurch entstehendem Schimmel ist dann immer unbegründet meiner Ansicht nach. IMMER. Denn wenn dadurch tatsächlich dann Schimmel entstehen sollte, dann liegt es nicht an den neuen Fenstern - sondern daran, dass es eben hier offenbar Handlungsbedarf gibt - der ggfs. dann von den schlechten Fenstern hinausgezögert wurde. Aber die haben dann nur die Symptome verschleiert - nicht die Ursache behoben;)

Jein, denn:

JA, 100% Zustimmung. :+1:

Man könnte ständig alles mögliche austauschen, aber wenn es keinen Sinn ergibt - sollte man denke ich ganz klar Abstand davon nehmen. Dann steckt man das Geld lieber in zb. PV. Denn hier ist - anders als bei neuen Fenstern - in jedem Fall gewährleistet, dass es eine nachhaltige und sinnvolle Maßnahme im Sinne der Umwelt ist. Völlig unabhängig davon, ob es sich wirtschaftlich lohnt.

Sehe ich auch so!

Gleichzeitig ist aber auch klar: Genau diese Luftbewegung, kann dann in der Praxis auch unangenehm sein! Da kommt es extrem auf die Auslegung, Montageposition, Nutzung usw. an.

Ja, man hat da Zielgrössen-Konflikte.

Man kann nicht kleinst möglichen Preis, höchste Effizienz und größten Komfort gleichzeitig erreichen.

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Genau, da gilt es dann den “kleinsten gemeinsamen Nenner” zu finden :wink:

Bzgl. Komfort ist die FBH genial - kann aber nicht (gut) kühlen, ist sehr auwendig + teuer wenn nicht vorhanden etc. Und hat wie alle Heizarten auch weiter Nachteile.

Es hat eben immer alles Vor und Nachteile.

Sehe ich auch so. Beispiel bei uns. Meranti Fenster auf der Nordseite mit alter Doppelverglasung. Ersatz durch gleichartige neue Fenster mit 3-fach Verglasung hätte ca. 10+K€ gekostet. Umglasung auf 2-fach Wäremeschutzverglasung nur 2K€. Die Meranti Fenster waren noch vollkommen i.O. Daher habe ich den Ersatz aus ökonomischer als auch ökologischer Sicht nicht vorgenommen, sondern umglasen lassen. Das wäre einfach zu schade gewesen, die Meranti Fenster rauszureissen. Und 8K€ Heizkosten hätte ich mit einem um 0,5 besseren Ug Wert in meiner Restlebensspanne nie rausgeholt — der Unterschied hätte so 300KwH/a laut ISPF ausgemacht.

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100% ACK

ich sprach zwar primär von luft die du sicher nicht per laser messen kann. aber im grund sind wir uns ja einig. eine WP steht einer normalen Heizung erstmal in nichts nach. Ausnahme mag sicherlich die VL-Temp sein, aber selbst die kannst du mit einer WP unnötig hoch hochtreiben.

IMMER weil es immer eine Lösung gibt und das Problem selten bis garnicht Auftritt.

100% ACK

daher würde ich wenn ich bauen würde die Klimadecke in betracht ziehen.

Ja etwas was viele nicht verstehen. Man kann nicht alles haben. Man muss immer abwägen. Aber dann bitte auf Fakten soweit es geht.

Es geht den wenigsten um eine absolute Temperatur, es geht viel mehr um Behaglichkeit und die ist subjektiv und kann durch verschiedenste Faktoren positiv oder negativ beeinflusst werden. Es war vielleicht ein Fehler im Zusammenhang mit neuen Fenstern die Raumtemperatur anzusprechen oder herzunehmen. Es geht um die Behaglichkeit und die wird im konventionellen Heizen auch zu einem großen Teil durch Strahlung der Heizkörperfläche erreicht, entsprechend “hohe” Vorlauftemperaturen mal vorausgesetzt. Zur Veranschaulichung hilft es sich mal die Strahlungsleistung eines Plattenheizkörpers auszurechnen, die ist schon relativ beachtlich.

Alte Fenster, und unsere sind von 91, verursachen im Breich der Leibung und subjektiv biszu je 50cm links und rechts davon einen kalten Luftzug - nein, nicht die Luftundichtigkeit durch fehlende oder defekte Dichtungen, sondern die Luft die an der Glasfläche abkühlt und dann vom Fenster in den Raum strömt. Der Effekt wirkt gegen die Behaglichkeit und um das intuitiv abzustellen wird höher geheizt - ganz gleich auf welchen Zieltemperaturwert. Das höher Heizen führt aber zwangsläufig dazu das auch die kritischen Raumecken eine höhere Temperatur in der Bausubstanz aufweisen womit der Taupunkt weiter nach außen (also weg von der inneren Oberfläche) wandert. Und wie ich schon schrieb macht allein der Thermostatkopf schon weiter auf wenn “kalte Strömung” von der Fensterbank herunterfällt (Kühlschrankeffekt).

Auch bei -10°C kann es am Osterfeuer mehr als behaglich sein, ganz unabhängig von der “Raumtemperatur”.

Mit neuen Fenstern, die ordnugnsgemäß eingebaut werden, schwindet dieser Effekt. Für gleichbleibende Behaglichkeit wird weniger geheizt. Entweder weil der Thermostatkopf nicht mehr weiter öffnet oder der Bewohner das Thermostat möglicherweise auch weiter runter dreht. Damit sinkt in den kritischen Raumecken die Baustofftemperatur und der Taupunkt wandert weiter nach innen. Die Raumecke verhält sich dann wie die 7°C kalte Flasche Bier im Sommer auf dem Terrassentisch.

Für Schimmel braucht es keine Pfützen, es reicht ausreichend lange anstehendes Kondensat.

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Du sagst es ja selber: Es hängt ganz von der Situation ab und auch was man gerade macht. Wenn man zb. stundenlang am PC sitzt oder vor dem TV, dann wird man eine höhere “Wohlfühltemperatur” benötigen - als wenn man zb. Haushaltsarbeit verrichtet etc. Es wird auch einen großen Unterschied machen, ob man sich zuvor körperlich betätigt hat und einem dadurch “warm wurde” - oder ob man zuvor in der Kälte gestanden hat und einem schon dadurch noch kalt ist… Das ist sehr individuell und wird dann ggfs. sehr viel mehr Unterschied machen - als die von dir angesprochenen Effekte. Und da wird man dann ggfs. auch nicht jedes mal sofort an der “Heizung drehen” - weil die dann ev. gar nicht so schnell reagieren kann.

Das ist eben alles sehr individuell. Daraus dann eine “allgemeingültige These” abzuleiten wie du es hier machst, ist da meiner Ansicht nach nicht zielführend. Man kann im Grunde für alles immer Situationen finden wo das dann wirklich zutrifft - deshalb ist es aber nicht direkt der Regelfall…

Also was du hier beschreibst, kann und wird natürlich in der Praxis da und dort vorkommen - aber ich denke nicht, dass es überwiegend der Fall sein wird. Da müssen dann eben mehrere Faktoren zusammenkommen…

Das ist dann eben sehr viel “Kristallkugel” - woraus ich dann eben keine allgemein gültige Aussage ableiten würde.