Neue e Auto Förderung

Finde ich nicht unverschämt. Bei uns in der Gegend sind in den letzten Jahren viele DC-Säulen entstanden, aber keine einzige AC-Säule. Das sind meist noch Uralt-Säulen, die dort seit mehr als 5 Jahren stehen.

Wenn man laden muss und keine AC-Säule in der Nähe oder belegt, ist das durchaus berechtigt auch mit 20 oder 30 KW an einem DC-Lader zu laden. Zumal viele DC-Lader auf denen 100 KW steht so und so nicht mehr als 50 KW laden können.

Am DC-Lader laden dagegen auch viele mit schneller Ladekapazität und großem Akku, die es toll finden, beim Einkaufen einen garantierten Parkplatz in der Nähe des Eingangs zu haben. Auch wenn diese nicht müssen (sieht man bei DC-Ladern mit Display gut am SOC und am Kennzeichen). Das finde ich schlimmer als berechtigt zu laden, weil man weiter muss, weil man beispielsweise auf der Durchreise ist.

Ich finde es generell schlecht, wenn Ladesäulen, egal ob AC oder DC, nahe des Eingangs platziert werden. Führt zu Unmut bei Verbrennerfahrern (war früher meist ein normaler PArkplatz und beliebt) und dazu, dass auch die laden, die ein paar Kilometer weiter zu Hause eine Wallbox am Haus haben und nur aus Bequemlichkeit dort laden, weil dann das Einkaufen einfacher ist.

Ladesäulen sollten grundsätzlich bei Parkplätzen so platziert, dass diese möglichst weit weg von Eingängen der Einkaufsmöglichkeiten entfernt sind.

AC-Ladesäulen scheint man kaum noch anzubieten. Kann die Anbieter verstehen. Da ist zwar eine AC-Säule günstiger, bringt aber auch viel weniger ein und der Aufwand einen Parkplatz dafür zu finden und mit den Stromanbietern die Anbindung zu planen ist der gleiche. Der Aufwand für das Aufreißen der Straße auch fast gleich. Abrechnungsaufwand auch gleich. Warum sollte ich da als Ladeanbieter überhaupt noch AC-Säulen hinstellen? Ist doch ein schlechtes Geschäft.

Da schließt sich der Kreis, warum Ladezeiten < Einkauf und Besorgung anbieten?
Die kommen eh nicht zwischendurch zum Umparken.
Die AC Installation ist erheblich billiger und könnte mehr Leute gleichzeitig bedienen.

Für AC und DC den gleichen Preis zu nehmen ist denen aber schon eingefallen.

Bei gleichem Platzbedarf kann eine DC-Säule pro Tag mehr Kunden bedienen. Der Platzbedarf einer Ladesäule egal ob AC oder DC, besteht haupsächlich aus den zwei Parkplätzen.
Erheblich günstiger ist nur die Säule an sich bzw. die Elektronik dafür. Der restliche Aufwand wie Vertrag mit dem Eigentümer des Parkplatzes, Aufreißen der Straße, Installation der Säulen, Abrechnung ist der gleiche. Und der ist vermutlich erheblich. Insofern ist es für Ladeanbiter profitabler DC-Säulen anzubieten.

Parkplätze sind zumindest in unserer Gegend ein knappes Gut, auch auf den Parkplatzen von REWE, Baumärkten, etc. Da sind 2-4 Ladesäulen schon viel, die dann 4-8 Parkplätze verschlingen. Da stellt der Ladeanbieter lieber DC-Säulen auf.

Praxis bei AC-Säulen bei Aldi, etc. ist leider häufig, dass diese nicht nur zum Einkaufen genutzt werden, sondern zum Laden an sich. Da stehen teilweise die Autos stundenlang. So lange kauft kaum jemand ein.

das ist richtig gesehen und staatlicherseits so gewollt,
die damalige Förderung so vor daß man diese nur bekommt wenn die Ladeleistung auf 50kW gedrosselt ist, und das für 8 Jahre ...
Mich hat man um diese Förderung besch...(macht pro Station 42T)
dafür kann mir keiner in die Suppe spucken und gängeln und bin mein eigener Herr geblieben.

Wenn sie 12 mit Level 1 anbieten zum Preis einer Level 2 oder 3 geht die Welt nicht unter wenn sich ein Verbrenner verirrt. Nicht solange nicht massiv neue BEVs dazukommen. Wenn die Verbrenner die Ladepunkte zuletzt kapern, OK. Die bleiben sicher nicht länger als nötig.

Zum ALDI müsste deshalb auch keiner, wenn es andere gäbe.

Hätte Dacia dem ein vernünftigen OBC spendiert, dann würde der AC mit 11kW können. Das dauert vermutlich auch kaum länger als die Kiste mit 30kW in der Spitze unter Optimalbedingungen zu laden. Da ist mein Punkt. Wer laden muss, soll auch laden.

Da ist vermutlich doch Hirn vom Himmel gefallen?
Man kann nicht beliebig HPC an HPC stellen und unbegrenzt Netzkapazität buchen, die es noch nicht gibt.
Für genannte 42K, wie viele Stellplätze könnte man da verkabeln?

Das Problem bleibt, dass ein Supermarkt oder beispielsweise Supermarkt nicht beliebig viele Parkplätze den Ladeanbietern überlässt. Geht also nicht nur ums Geld, sondern auch um knappe Parkplätze.

Wenn man dann aber nur 2-4 Parkplätze als Ladeanbieter bekommt, installiert man dort dann halt lieber ein oder zwei DC-Ladesäulen.

Das müsste dann auch der Kunde zahlen. Gerde bei Autos im niedrigpreisigen Segment schaut der Kunde auf den Preis.

Aus diesem Grunde hatte VW dem e-Up auch nur einen 2-Phasen-Lader spendiert. Das eingebaute Ladegerät AC-DC ist dann halt günstiger. In der Praxis für mich in Kombination mit dem DC-Ladeanschluss habe ich da keinerlei Probleme mit meinem e-Up. Zumal er zwar nur 2/3 so schnell AC lädt wie ein SUV-Elektroauto, aber auch nur 2/3 verbraucht.

Nicht die Parkplätze überlassen und umwidmen..
Erlauben an den Parkplätzen einen werbewirksamen Bonus anzubieten.

Ich würde/wiollte zu gern bei ALDI laden.
Dort ist immer belegt (2x50kW), auf dem Weg liegen viele andere und freie.
Wenn ALDI zu, dann macht das keinen Sinn.

Jetzt sollen in D'dorf Supermarktplätze über Nacht vermarktet werden.
Blöde Idee, aber wieder passend zu Schnarchladern?

Wenn die Plätze jetzt nachts leer sind wird keiner kommen, nur weil es etwas kostet? Da müssen noch viele Radwege, Blumenkübel, Parkprivilegien und Parkuhren her. Aber das ist D'dorf auch recht innovativ.

Habe nicht verstanden was Du ändern willst.

So wie ich die jetzige Situation verstehe.

Die Parkplätze gehören entweder dem Geschäftsinhaber oder er hat diese gemietet. Wenn es bauliche Veränderungen gibt, muss er diese vom dem Vermieter genehmigen lassen. Selbst will und kann er keine Ladesäulen installieren. Hat weder das Know-How noch will er Geld dafür zahlen.

Imagegewinn ist ganz nett. Andererseits steht die Mehrzahl der deutschen Verbrennerfahrer Elektroautos skeptisch entgegen und die meisten wollen auch keinesfalls über höhere Preise zahlen, dass Ladestationen installiert werden. Und wollen auch nicht, dass bestimmte Parkplätze nur von Elektroautos genutzt werden können.

Auf seinen Parkplätzen sieht dere Geschäftsinhaber derzeit gleichzeitig nicht mehr als 2-3 Elektroautos. Mehr Parkplätze zum LAden umzuwidmen sieht er daher nicht als angemessen, weil er sonst Ärger mit Kunden bekommt, die keine Elektroautos haben und die auch parken wollen.

Also springen die Ladeanbieter ein, die ein kommerzielles Interesse haben und kostenfrei dem Geschäftsinhaber Ladesäulen anbieten. Mit DC können diese am Tag mehr Kunden bedienen als mit AC.

Was willst Du an dieser Praxis ändern? Wie überzeugst Du die Geschäftsinhaber? Oder willst Du gesetzliche Vorgaben schaffen?

Habe ich doch geschrieben.
Die Fördergelder für viele kleinere Ladepunkte ausgeben.
Das ist viel billiger pro Platz. Das eAuto flächendeckend sichtbar machen.
Mit dem Angebot in Vorleistung gehen und den Wechsel greif- und denkbar machen.
Wer auf dem Platz steht ist nachrangig solange es kaum eAutos gibt.
Verbrenner werden sie nicht unnötig lange blockieren, das regelt sich eher über das Verhältnis fossil zu elektrisch.
Früher oder später werden sich Stellplätze mit Lademöglichkeit besser vermieten oder verkaufen, Sie werden einen Mehrwert darstellen, wie z.B. Glasfaser, warmes Wasser oder Zentralheizung.
Die "anwohnenden Parker" könnten z.B. das Gefühl haben für etwas zu bezahlen und nicht für die Katz..
Die Förderkohle ist aber schon verschwendet?

Heute hat ein typischer AC Ladepunkt zwei reservierte Parkplätze direkt nebeneinander und zwei 22 kW Ladepunkte.

Bei mir in der Gemeinde gibt es vor dem Rathaus 14 Parkplätze, zwei reserviert für die eine Ladesäule und zwei Behinderten Park-Plätze.

Das ist unschön für Verbrenner Fahrer, wenn da von 14 nur noch 10 Parkplätze zur Verfügung stehen und es ist unschön für Elektroauto Fahrer, weil zwei Leute, die gleichzeitig laden schon reichen, dass man selber nicht laden kann.

Die Lösung:

Wir stellen sechs Steckdosen mit Lastmanagement auf und haben für jede der Steckdosen/Ladepunkte zwei oder sogar vier Parkplätze erreichbar.

Wir brauchen keine Blockiergebühr mehr und müssen auch keinen der 14 knappen Parkplätze exklusiv für ladende Elektroautos reservieren.

Verbrenner Fahrer freuen sich, weil ihnen keine Parkplätze mehr weggenommen werden und Elektroauto Fahrer freuen sich, weil sie keine Blockiergebühr rein gewürgt bekommen und eher etwas frei ist.

Mehr Netzanschluss braucht man nicht, weil die 44 kW völlig ausreichend sind.

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Das halte ich aber für überschaubar. Es bedarf eines dreiphasigen Gleichrichters und eines entsprechend kräftigen Leistungsteil. Das das so unfassbar viel teurer sein soll, da fehlt mir der Glaube dran.
Egal, sowas wäre für mich ein Ausschlusskriterium.

Von den heute typischerweise installierten AC Ladesäulen halte ich überhaupt nichts und gehe davon aus, dass die in wenigen Jahren wieder rausgerissen werden.

Wir brauchen entweder so etwas wie gerade beschrieben für Laternenparker,

elektrifizierte Tiefgaragen / Garagenhöfe etc.

oder etwas das funktioniert wie eine Tankstelle, also DC beim Supermarkt (oder Batteriewechselstation).

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Die wieder abzubauen, das wäre Dumm wie fünf Meter Feldweg.
Dann doch eher eine Leistungsregelung upgraden. Ladepunkt ist Ladepunkt.
Natürlich brauchen wir das andere auch. DC auf der BAB, evtl. an Tanken innerhalb und ansonsten genügen Punkte zum anstöpseln.

Da ist überhaupt nichts dumm dran, die typische 2*22 kW AC Ladesäule ist Mist.

Man kann ja das 44 kW Kabel liegen lassen und weiter nutzen, die Säule so wie jetzt typischerweise implementiert hat überhaupt keine Zukunft.

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Die zwei Frauenparkplätze nicht zu vergessen und das kommunale Carsharing.

Wer wird die blaue Farbe vom Asphalt kratzen sobald elektrisch der Normalfall ist?

Generell finde ich eine Lösung mit Steckdosen gut. Das fände ich auch beim Arbeitgeber gut. Hatte ich bei uns auch schon vorgeschlagen.

Allerdings habe ich so etwas mit Abrechnung noch nie gesehen. Lässt sich sicherlich entwickeln. Zu beachten: Abrechnung, Manipulationsschutz (Verriegelung für die Schuko-Stecker), Lastenmanagement, etc.

Auf den Manipulationsschutz kann man in der Firma verzichten, wenn es in der firmeneigenen Tiefgarege oder Parkhaus ist. Ansonsten eher nicht. Gibt sicherlich einige, die stecken Ihr Kabel in die fremde freigeschaltete Steckdose. Darauf angesprochen hat man es nicht gewusst.....

Gibt es so etwas fertig für den Aufbau als Lösung mit öffentlichen Zugang?

Problem wird sein, wie man von der Steckdose zum Auto verlängert ohne, dass eine Manipulation möglich ist (Die Ladeziegel haben meist keine sehr langen Kabel). Vermutlich braucht man so etwas wie ein Verlängerungskabel mit Manipulationssschutz. Oder an den Boxen mit Steckdose ist ein Kabel angebracht, dass man herausziehen kann.

Die Frage ist wie das bei den Besitzern von Elektroautos angenommen wird. Ob die akzeptieren, dass statt mit 3x16Ampere nur einfach mit 10 Ampere geladen wird?

Das Problem liegt im Detail. Deshalb würde mich interessieren wo es so ein Pilotprojekt gibt inkl. der oben genannten Features.

Prinzipiell würde es ja auch ausreichen die bestehenden Ladestationen mit Typ2-Buchse so aufzustellen, dass diese von mehreren Parkplätzen nutzbar ist. Dann müssten allerdings die Besitzer von Elektroautos Ladekabel in Länge von 20 Metern mitnehmen. Was prinzipiell möglich ist, aber nun mal nicht zur Standardausstattunf eines Autos gehört. Oder an die Ladestationen Typ2-Stecker mit Kabel die 20 Meter lang sind. Zu befürchten ist, dass diese dann aber nach kurzer Zeit defekt sind, weil nach dem Laden die Leute keine Lust haben das Kabel wieder ordentlich aufzuwickeln.

Alles nicht so einfach......

Die Lösung per DC beim Einkaufen im Supermarkt oder beim Baumarkt ist doch eigentlich gar nicht schlecht. Wenn man nur alle paar Tage laden muss, vermutlich akzeptabel. Wenn man ein Auto hat, das wirklich schnell laden kann, ist das nach dem Einkauf schnell auf 80%.

Vermute, dass die öffentlichen AC-Ladestationen nach und nach aussterben bzw. keine neue mehr dazu kommen. Wobei die alten RWE-Ladestationen bei mir in Köln/Bonner-Raum schon viele Jahre alt sind und noch einige Jahre leben werden.