Ich bin genauso privilegiert durch ein Eigenheim. Ohne eine popelige Steckdose vor der Haustüre könnte auch ich nicht laden.
Wir haben als Zweitwagen immer noch den Verbrenner. Damit bin ich letztes Jahr 5000km gefahren. Die meiste Zeit für kleine Fahrten, Schule/Kindergarten/rudimentär klein einkaufen. Geht auf dem Land nicht anders. Ich könnte auch den austauschen. Und da sind wir dann dabei. Wenn wir den austauschen kostet ein äquivalent von der Größe her (weil wir kleine Menschen sind, und eben wenig fahren) ca. 5000€ aufwärts. Günstiger ist schwer. Der Akku wird dann zwar teilweise abgerockt sein, aber sei es drum. Nun benötige ich aber 2 Dinge. Nummer 1: Ich brauche eine Werkstatt, die mir das Pickerl (Tüv) macht. Das ist bei E nicht direkt ums Eck, muss also ggf. mit Glück 25km, mit Pech 50km weit fahren, eine Strecke. Und zum Anderen: Wo bekomme ich meinen Akku denn ggf. per Zellen repariert in der Umgebung? Wenn ich jetzt wollte. Ich wüsste keinen. Und wenn ich keinen weiss, habe ich im Zweifelsfall den Wagen als Totalschrott hier stehen. Sind die 5000€ weg. Muss ich wieder 5000€ bereitstellen…. oder ich kauf halt ne Kraxn als Verbrenner. Ist ja wurscht welcher. Für die paar km….
Wieso macht es in Ö für das Pickerl einen Unterschied ob E, B, D oder G den Vortrieb besorgen? Das ist in good Old Germany zum Glück egal. Auto beim “TÜV” vorstellen und der macht dann. Egal ob der Dekra oder anders heißt, ob´s Mopped, Anhänger, E-Auto oder Sattelzugmaschine ist.
Wir leben bezüglich Gebrauchtwagenpreisen seit einigen Jahren in einer Anomalie.
Selbst uralte Verbrenner bringen Gebraucht teils unverschämt hohe Preise und auf der anderen Seite werden gute gebrauchte Elektro immer günstiger.
Wenn die Anomalie abklingt wird es zu spät sein, für seinen Verbrenner noch ordentlich Geld zu bekommen.
Ich habe deshalb meinen uralten BMW 6 Zylinder für sehr sehr viel Geld bei “WirkaufenDeinAuto” abgegeben und mir einen Tesla Jahreswagen mit knapp 500PS zu etwa 60% des Neupreises geholt.
Bei BMW-Verbrennern hätte ich für DAS Geld nicht mal ansatzweise was vergleichbare 2-3 jähriges bekommen.
Jetzt tanke ich dank PV und 3000 Frei km von Tesla umsonst, zahle keine Steuern und keinerlei überzogen Preise für Durchsichten. Hab viel länger echte Garantie und jede menge Spaß beim fahren
Der Tesla Model 3 mit Standard Range hat 188KW mit ca. 1760kg Gewicht. Der Wagen würde in Österreich 878€ Steuern p.a. kosten. Im Jahr 2024 hat der Wagen 0€ Steuern bezahlt.
Das geringste an Steuern für E-Autos beträgt 66€ pa. Das bezahlen wir auch für unseren Dacia Spring. Die Einbeziehung von Gewicht ist absurd, aber generell Autosteuer ist natürlich gerecht. Man nutzt Infrastruktur.
Nein, nicht jede Werkstatt in Österreich darf die §57a-Begutachtung („TÜV/Pickerl“) für E-Autos durchführen. Es dürfen nur ermächtigte Kfz-Betriebe mit speziell geschultem Personal und geeigneter Ausrüstung. E-Autos benötigen aufgrund von Hochvoltkomponenten spezifische Sicherheitsprüfungen, weshalb nicht alle freien Werkstätten diesen Service anbieten
Genau, das ist doch das eigentliche Bedürfnis vieler, die auf E-Auto schauen: Nicht Öko, sondern coole neue Technik fahren wollen. Drogen sollte man nicht fördern.
Das verstehe ich nicht. Die Förderung sorgt doch direkt dafür, dass du so ein Auto billiger bekommst. Wenn ich mir also E-Autos anschauen würde, würde ich sofort die Förderung abziehen, nur dieser Preis interessiert mich bei meinen Entscheidungen. Und natürlich muss auch der Wiederverkaufswert betrachtet werden. Wobei mich das persönlich wenig interessieren würde, ich fahre meine Autos in der Regel so lange, bis sie nicht mehr fahren.
Ja genau, ist eine politische Entscheidung, um die deutsche Automobilindustrie zu schützen. Für mich nachvollziehbar, da hängen eben jede Menge Arbeitsplätze dran. Wenn da viele arbeitslos werden und wir auch noch diese Industrie verlieren, haben wir ganz andere Probleme.
Ob so eine Strategie aufgehen wird, darüber könnte man diskutieren. Hat sicherlich vieles Für und Wider.
Ja - so nehme ich das leider auch oft wahr auf der Straße. Da sind BEV Fahrer - insbesondere Tesla - oft so unterwegs, wie ich das früher nur von BMW und Porsche gekannt habe
Man kann nur hoffen, dass sich dadurch auch langfristige Arbeitsplätze ergeben. Und nicht wie bei Nokia oder VW immer und immer wieder die Pamperei. Begrüßenswert wäre es. Bei Autarkie bin ich immer dafür. Nur nicht auf Kosten Aller.
Ja, da habe ich auch eine gewisse Skepsis, ob das so gelingt oder ob das nur eine kleine Galgenfrist ist, bis dann doch alles den Bach runter geht.
Also die grundsätzliche Frage, ob man überhaupt langfristig konkurenzfähig Autos in Deutschland bauen kann. Oder ob das genau das gleiche Trauerspiel wird, wie bei PV, Unterhaltungselektronik, Mobilfunk, Computern usw.
Also erstens bist Du ein hundsgemeiner Spielverderber , zweitens bekäme ich die Förderung ja eh nicht, weil ich was Gebrauchtes suche und drittens, bin ich nicht mehr drauf angewiesen. Seit das Haus bezahlt ist…..
Die Motivation ist aber für den E-Kauf nicht “Neu”, “Spieltrieb”… sondern tatsächlich das viel entspanntere Fahren, das sich mit dem E-Auto bei mir eingestellt hat. Ich möchte das nicht mehr missen.
Ich gönne jedem das Vergnügen mit E-Auto, find die Förderung auch ok. Lust auf E-Auto hätte ich auch.
Finds aber auch gut, die echten Motive zu reflektieren, warum es ein E-Auto sein soll.
Was soll da entspannter sein? Ich kann mir das nicht vorstellen, das Auto stresst mich nicht, eher die bekloppten Leute, die mitunter unterwegs sind oder Stau. Wobei ich im Alltag fast nur Kurzstrecken fahre.
Dann fahr doch mal eins etwas länger Probe. Mich hat das tatsächlich “geerdet” und ich bin ruhiger und gleichmäßiger gefahren. Logo, die tausenden Idioten um einen herum bleiben , es sind ja immer die anderen die Deppen. Aber alle Fahrten fand ich angenehmer als im Benziner. Auch die, bei der ich mit 6% am Schnelllader angekommen bin. Für mich ist das Auto ein Fortbewegungsmittel, das mich sicher, entspannt und möglichst günstig an mein Ziel bringt.
Wenn mir einer mit so einer Palaverkröte a´la tiefer, härter, blöder begegnet ist, wir waren am Nürburgring Motorradrennen gucken, da war die Palaverkrötendichte extrem, empfand ich das nur noch als störend.
Doch, ist so. Man fährt mit ganz fein dosierbaren Gaspedal völlig entspannt und sehr leise. Und gerade das Wissen, das man z.B. 2 Sattelschlepper mit 70 kmh dicht hintereinander, in 0,nix überholen kann (nicht muß) trägt ein gut Teil dazu bei. Keine Automatik mit Gedenksekunde oder die Überlegung in welchem Gang man es vielleicht schafft vorbei zu kommen.
Alter Schwede…Kaum zu glauben, dass sowas gesendet wird. Echt zum fremdschämen (und das sage ich als bekennender Verbrenner Fan )
Spätestens seit es BEV mit guter Reichweite gibt, ist das Fahren damit einfach genial - macht deshalb das Fahren mit Verbrenner aber nicht schlechter…
Was das reine Fahren betrifft, sprechen die Fakten einfach für BEV - der Verbrenner hat im Vergleich einfach eine (viel) zu schlechte Effizienz. Aber über die tatsächliche Eignung in der Praxis sagt das dennoch noch nichts aus - es kommt wie immer darauf an. Die Tendenz geht aber (natürlich) mit den stetigen Technologiesprüngen und dem fortschreitenden Ausbau der Erneuerbaren immer mehr in Richtung BEV.
Im Grunde ist es nicht viel anders wie mit einer Motorsense oder einem Stromaggregat: Da ist mir auch lieber ich habe eine leise elektrische oder kann einfach in der Steckdose einstecken - als das lärmende stinkende Benzingerät.
Wo Verbrenner tatsächlich vorne sind (und wohl bleiben werden) sind für mich “emotionale / Hobbysachen”. Da geht mir einfach das Herz auf, wenn ich bestimmte Motoren höre… Aber das ist nichts (mehr) für den Alltag - es ist schon eine Ewigkeit her, als ich den letzten V8 gefahren habe… Das ist einfach nicht mehr zeitgemäß…Aber wenn mich wer fragt was ich lieber höre, einen V8 oder einen Elektro…
Am Ende zählt das Gesamtpaket, da sind die BEV mittlerweile schon extrem weit vorne. Aber die Preise…
OMG… Also da wäre ich aber alles andere als entspannt…
Musst Du den mit fast leerer Batterie abholen? Unserer sollte 100% haben, wurde dann wg. defekt ICU mit etwa 30% → 135km übergeben. 99km bis nach Haus, auf Heizung habe ich bei etwa 6° verzichtet, bis auf Popoheizung. Gab etwas kalte Füße und das war´s auch schon.
@redhot Das war im Sommer letztes Jahr, da hatten wir den 1 3/4 Jahr und ich war etwas abgebrühter geworden. Außerdem zeigte die Restreichweite mehr km an als die Entfernung zum Schnelllader. Skeptisch hat mich gemacht: BAB 110km/h, MÖÖÖÖP Motorleistung reduziert!!! Hat aber an der Geschwindigkeit nix geändert, hat er trotzdem geschafft.
Klar kann ich dir gute rationale Grunde aufzählen ein Auto mit viel zu viel Leistung zu fahren. So sind unsere Entscheidungen: wir sind gefühlsgesteuert und suchen dann rationale Argumente um unser Verhalten zu erklären.
Bin heute 600km mit dem Ding nach Polen gefahren. Aber das geht ja alles nicht