Neue E-Auto Förderung: Gut für Alleinstehende, schlecht für Verheiratete?

Wir leben doch in einer komplexen Welt, die man nie eindimensional betrachten darf. Es gibt jede Menge Notwendigkeiten und alles muss irgendwie berücksichtigt werden. Man kann auf alles viele Blickwinkel einnehmen.

Deshalb kann es keine eindimensionalen Entscheidungen geben, so als würde sich das ganze Weltgeschehen nur noch um billige Elektroautos drehen.

Es hat Gründe, warum diese günstigen China-Autos gefürchtet werden und sie einen großen Schaden anrichten können. Das muss man eben auch mitbedenken.

Das ist doch im Kleinen wie im Großen. Jeder muss in seinem Alltag bei allen Entscheidungen immer viele Dinge berücksichtigen. Da kann man nicht sagen: Jetzt hast du dich für ein E-Autokauf entschieden, also wird ab sofort nichts mehr gegessen, bis genug Geld für den Kauf da ist.

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Du möchtest ungeregelten Markt, was keine Dumpingbekämpfung bedeuten soll. Der Durchschnittspreis von Neuwagen lag lt. Netz 2024 bei etwa 45.000€

Ich spreche keinem die Entscheidung was er kaufen will ab. Wie du schreibst hat das viele Facetten. Es soll und kann auch nicht jeder direkt umsteigen. 7-Sitzer wird es sicher erst einmal weniger geben, die gibt es als Verbrenner auch nicht so breit gestreut. Oder eben größere Wagen aber mit relativ gesehen wenig PS. Das ist nicht so einfach.

Das ist doch im Kleinen wie im Großen. Jeder muss in seinem Alltag bei allen Entscheidungen immer viele Dinge berücksichtigen

Wenn man kann. Diese Entscheidung wird einem aber agenommen wenn man es nicht billiger kaufen KANN bzw. in dem Falle darf.

Da kann man nicht sagen: Jetzt hast du dich für ein E-Autokauf entschieden, also wird ab sofort nichts mehr gegessen, bis genug Geld für den Kauf da ist.

Eben. Und die Lösung ist warten, bis die hiesigen Autobauer ein erschwingliches E-Auto rausbringen. Solange wird weiter moralischer Druck ausgeübt die Leute sollen doch umsteigen, Klimaziele etc. pp. aber die Möglichkeit beschneiden.

@thorstenkoehler
hast Recht, ist sogar noch höher der Durchschnittliche Neuwagenpreis. Und wenn das der Durchschnitt ist, dann werden Gebrauchte ebenfalls teuer sein in dem Segment.

Was ich sagen wollte: Es gibt gute Gründe, dass die Situation genau so ist, wie sie ist. Man kann eben nicht alles haben, was man gerne hätte. Billige Chinaautos würden die deutschen Autobauer stark belasten, dann sind viele arbeitslos und das will man ja auch nicht. Das muss mitgedacht werden, man kann nicht nur einseitig sagen: "Ich will billige Autos, egal was für Auswirkungen das hat."

Und was den moralischen Druck angeht: Sowas kenne ich persönlich nicht. Ich fahre sehr sparsam einen Benziner und ich habe noch nie irgendwo irgendeinen Druck empfunden, auf E-Auto umzusteigen. Ganz im Gegenteil, E-Auto ist noch die Ausnahme, die Masse fährt Verbrenner. Man ist also Teil der Mehrheit.

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Mach mal ne Probefahrt in einem adäquaten BEV. Ich hatte das Vergnügen der ersten Begegnung in einem EV6 GT mit knapp 600 PS. Braucht keiner, schon klar. Aber ich konnte im Kreis grinsen.:wink:

Das betrifft jetzt die Autoindustrie. Die Zulieferer davon. Und auch alle Betriebe, die dann wieder von diesen leben… Eine enorme Industrie.

Aber wenn man den Gedanken weiterverfolgt: Was ist mit allen anderen Produkten? Sollte man dort dann auch die selbe Sorgfalt walten lassen? Nur europäische Produkte - oder nur Deutsche?

Aber da endet es noch nicht. Wie sieht es in Folge mit der Beschaffung aus? Nur direkt vor Ort kaufen, weil auch da ggfs. viele Arbeitsplätze dranhängen?

Also ganz grundsätzlich würde ich sagen: JA. Alles vor Ort kaufen. So gut es nur geht aus heimischer Produktion, oder wenigstens aus europäischer Produktion.

Aber was das finanziell bedeutet, wissen wir auch alle… Ich hatte das vor vielen Jahren tatsächlich “aktiv” versucht bei teureren Elektrogeräten usw. Auch ganz direkt gesagt, ich zahle gerne Aufpreis um vor Ort zu kaufen. Aber nicht in dem Umfang, wie es der Fall gewesen wäre. (50% Aufpreis waren fast normal, oft deutlich mehr).

Das war aber auch noch die Zeit, wo Händler vor Ort nicht unbedingt auch einen Internetauftritt hatten - vereinzelt ist das wohl heute noch so.

Also wo fängt man an - wo hört man auf?

Wie leistet man sich die Differenz zu “normaler” Beschaffung zu “echten” Marktpreisen :thinking:

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Ich glaube, da haben viele noch keine Idee oder Antwort drauf. Abschottung von Märkten scheint da auch kein Patentrezept zu sein.

Ja…

Ich denke, da kann man nur versuchen, einen guten Mittelweg zu finden (wie eh überall…)

Also ganz gezielt bei Dingen wo man besonders viel “Verlust” hätte intensiv vergleichen und wirklich da kaufen wo Preis / Leistung stimmt. Aber auch nicht “jeden Müll” online kaufen, denn man wäre überrascht, wie gut der stationäre Handel teilweise mit Internetpreisen mithalten kann! Da freue ich mich und kaufe mit gutem Gewissen vor Ort.

Die Alternative wäre sonst eben so gut es geht gar nicht “konsumieren”. Kein “Konsument” sein. Aber das ist auch nicht die Lösung, funktioniert das ganze System doch nur durch Konsum… Und ein Teil der Wertschöpfung bleibt dann immer im Land, selbst wenn es nur die Spedition oder der Paketdienst ist… Quasi besser weniger als gar nichts;)

Tjo..

Ja, gleiches Dilemma wie früher: Mercedes S-Klasse spaltet Deutschland, können sich nur besser Verdienende leisten. :wink:

Im ernst: Das war doch bei jeder neuen Technologie so, dass die Anfangs erstmal teurer war und dann Stück für Stück günstiger. Ich sehe auch überhaupt kein Problem. Es ist doch kein Mensch darauf angewiesen, sich ein E-Auto zu kaufen. Ein günstiger Verbrenner tuts doch auch.

Problematisch wirds eher dann, wenn Verbrenner langsam verboten werden oder im Unterhalt sehr viel teurer, weil Sprit und Steuern extrem hoch gehen.

Wenn langfristig gesehen das Autofahren deutlich teurer wird, dann wirds in meinen Augen kritisch. Denn dann heißt die Aussage: "Autofahren ist nur was für Besserverdienende." Und so eine Entwicklung fände ich problematisch.

Nebenher: Wenn ich die Preise für gebrauchte E-Autos sehe, die hier im Forum teils diskutiert werden, sind wir gar nicht so weit vom Verbrenner entfernt.

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Mit den gebrauchten Autos ist das halt so eine Sache.. habe ich jetzt schon öfter beobachtet im Bekanntenkreis. Reparaturen sind extrem teuer geworden und die Werkstätten sind oft völlig überlastet und überfordert. Dazu kommt der extreme Zeitverlust mit all den Terminen und ohne das Auto. Aber man kann sicher auch Glück haben.

Nach 3x Grinsen ist der Akku leer?

Ich hab noch mal ne Frage zum Ursprungsinhalt dieses Threads:

Ich lebe mit meiner Freundin zusammen in meinem Haushalt. Also "quasi" ähnlich wie oben geschildert geschieden aber zusammenlebend. Aber das ändert doch gar nichts oder? Man ist doch immer noch zusammen in einem Haushalt in einer eheähnlichen Gemeinschaft.

Das was für die Förderung helfen würde wäre doch keine Scheidung, sondern ein Auszug aus dem Haus, damit ein Partner nicht mehr zum Haushalteinkommen zählt....man kann ja weiterhin verheitratet sein.
Korrekt? (Logisch: Alles eine rein theoretische Diskussion ^^)

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Wir suchen aktuell was elektrisches aus Korea. Im Bereich um 30- 35.000€ gibt es Fahrzeuge im Alter von zwei bis drei Jahren mit mächtig viel Ausstattung (volle Hütte), großem Akku und Laufleistungen von 5-40.000km. Wer da etwas Abstriche macht, keine Sitzbelüftung, etwas mehr km, für den startet der Spaß bei 25.000. Für einen Mittelklassewagen aus meiner Sicht nicht zu viel.

Natürlich muss man die Kohle aufbringen können, aber Preis-Leistung ist für mich durchaus OK. Und das neue Technologie am Anfang im wesentlichen von begüterteren Menschen gekauft wird, das war bei CD-Player so, beim ABS und Airbag, beim Handy…..

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Zu versteuerndes Einkommen ist von Bedeutung, wenn ich das richtig verfolgt habe. “Wilde Ehe”:rofl: wird behandelt wie mit Trauschein. Stellt sich die Frage, wie das Finanzamt oder wer immer die Förderung ausreicht, herausfinden soll, ob wir zwei Hübschen eine WG bilden, eingetragene Lebenspartner sind oder überhaupt in einem Haushalt leben. :smirking_face:

Ich sag mal, die Aussage aus der FAQ mit „zu versteuernde Haushaltseinkommen“ ist irreführend. Steuerrechtlich gibts das nach meiner laienhaften Meinung nicht, da gibt es nur einzeln oder gemeinsam veranlagt. Für die Förderung zählt das zu versteuernde Einkommen, und bei nicht verheirateten Paaren gibst halt eins für jeden.

Wie das bei nicht zusammenveranlagten Paaren mit Kindern aussehen wird, wissen die Götter. Und die Rätseln selber noch, denn die genauen Details, wie das alles gehandhabt werden wird, sind noch nicht bekannt - vermutlich nicht mal den Verantwortlichen selber.

Oliver

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Es war nur eine Probefahrt, aber selbst mit “nur” 325 PS geht der ab wie Schmitz Katze. Aus der Erfahrung mit unserem inzwischen zurück gegebenen Ioniq 6 mit 151 PS und durchaus angenehmer Reichweite kann ich aber berichten, auch der ging beim Beschleunigen stramm voran.

Der Wertverlust wird halt extrem sein. Das hält mich aktuell davon ab einen meiner 2 Verbrenner abzustoßen und als Zweitwagen ein Elektroauto anzuschaffen, besonders von den Asiaten. Klar kann man 1.Hand für 30.000€ ein 2-3 Jahre altes Fahrzeug kaufen das Auto wird man aber nie wieder vernünftig los. Der Markt für 2.Hand von Privat und dann 5-6Jahre alte E-Fahrzeuge ist nicht existent, auch nicht außerhalb von DE. Dessen muss man sich bewusst sein.
Für 30-35K kriegt man richtig gute Verbrenner, die man jederzeit wieder verkaufen kann, das gibt mir ein Gefühl von Freiheit, auch wenn mir natürlich ein teils auch nicht geringer Wertverlust bewusst ist.

Eigentlich wäre ein Elektroauto perfekt für uns. Wir fahren früh alle Kinder zum Kindergarten/Schule, dann 20km gemeinsam zur Arbeit. Abends dann umgekehrt, 20km zurück, alle einsammeln und ab nach Hause. Zuhause habe ich eine große PV Anlage. Aktuelle zahle ich alleine über 1000€ Steuer im Jahr für die beiden Diesel. Trotzdem rechnet sich der Umstieg einfach nicht, wenn ich gleichwertige Fahrzeuge Verbrenner vs Elektro betrachte.

Ich sehe für Elektroautos aktuell irgendwie nur Leasing, aber mit 3 Kindern lasse ich die Finger davon. Die Förderung spielt bei meinen Überlegungen überhaupt keine Rolle, ich denke so geht es den meisten. Die Förderung kommt erst dann ins Spiel wenn man die Entscheidung für ein Elektrofahrzeug schon getroffen hat. Damit verfehlt die Förderung aus meiner Sicht ihr Ziel, einen Anreiz auf Umstieg zu setzen.

Aber eine gute Diskussion, ich habe garnicht darüber nachgedacht wie es bei Familien ohne Ehe in einem Haushalt aussieht. Feier ich gerade das das alles überhaupt nicht klar ist :D, passt perfekt ins Bild.

Die SIND aber günstig. DIE darf man aber nicht günstig fahren. Sondern soll die “Einheimischen” teuer kaufen oder eben gar nicht.

Problematisch wirds eher dann, wenn Verbrenner langsam verboten werden oder im Unterhalt sehr viel teurer, weil Sprit und Steuern extrem hoch gehen.

Ich sehe es als problematisch an, wenn wir einerseits den Spagat zu einem E-Auto für Alle gehen wollen aber das andererseits verhindern.

Wenn langfristig gesehen das Autofahren deutlich teurer wird, dann wirds in meinen Augen kritisch. Denn dann heißt die Aussage: "Autofahren ist nur was für Besserverdienende." Und so eine Entwicklung fände ich problematisch.

“E-Autofahren ist nur was für Besserverdienende und Hausbesitzer”. :wink:

Nebenher: Wenn ich die Preise für gebrauchte E-Autos sehe, die hier im Forum teils diskutiert werden, sind wir gar nicht so weit vom Verbrenner entfernt.

Richtig. Die Diskussion in Fachforen zu Technik, oder PV-Anlagen, Energiesparen im Haus etc. pp. Also jenen, die durch Eigentum privilegiert genug sind, um zu sagen: “Och, probierste mal. Wenns nicht klappt kannst du immer noch mit 8000€ Verlust verkaufen und steigst wieder um auf Verbrenner.”
Diejenigen mit Maserati wird man nicht antreffen. Und die mit dem Trabbi sind auch selten. Das ist eine ganz ander Liga. Jemand der die ganze Zeit zusammenkratzen muss um sein Auto zu finanzieren (und zwar die letzte Kraxn, und dafür dann ebenfalls im Jahr ein Monatsgehalt ausgibt), die sind sehr schwer in Foren anzutreffen. Unzufriedene waren in den letzten Jahren auch ganz Wenige anzutreffen. Liegt in der Natur der Dinge. “Gewinner” präsentieren sich nach außen hin immer als Gewinner. Niemand ist gern ein Verlierer, weil er eine falsche Entscheidung getroffen hat. Stattdessen wird der Gewinner ganz spontan andere Ansprüche haben, oder das Auto ist ihm doch zu klein, oder oder oder. Wie auf Social Media: Lob und +1, juchu! Kritik: Maulen und Jammern der “Neider”. Ich kenne diese Argumente aus ganz vielen Foren. Das liegt einfach an der Zielgruppe.
Wenn sich also der Akkudoktor für 30 000€ ein gebrauchtes E-Auto kauft, und die Akkus können auch per Zellreparatur repariert werden anstatt einen Totalschaden beim vollständigen Akkutausch zu haben, dann ist auch das nur die Momentaufnahme für diese Zielgruppe.

Diejenigen, die nämlich wirklich wollen, aber Angst um ihre emsig zusammengesparten Kröten haben, weil sie sich vielleicht doch nen kleinen ZOE, oder MIEV o.ä. kaufen würden, da kosten die gebraucht 5000€. Wenn der Akku da nach und nach degeneriert, DAS wäre interessant, also für BILLIGE E-Autos auf dem Gebrauchtmarkt. Aber man hört und liest davon nichts. Nur, dass man keine Angst haben bräuchte. Wer das “Risiko” von 5000€ für einen gebrauchten E eingehen will, der ansonsten nur die letzten Gurken fährt, weil er ein Vehikel braucht, für den ist das unsagbar wichtig, ob er im Falle des Falles wieder 5000€ ausgeben muss, und sich daher lieber ein anderes gebrauchtes E-Auto kauft, oder ob der sich weiterhin für 500-1000€ ne neue Kraxe kauft. Lässt sich der Akku für 3000€ austauschen, ok, “neuer” Akku drin, wunderbar. Für 1500€ Zellerneuerung: Auch noch akzeptabel. Aber mehr als der Gebrauchtpreis: No-Go. Dieses Argument wird man in jenen Kreisen, in denen 30 000€ für ein Gebrauchter, oder 50 000€ aufwärts für nen Neuwagen diskutiert wird nie kommen.
Siehe hier die Diskussion in dem anderen Faden. Man sucht ein günstiges Einstiegs-E-Auto. MEINT aber was Anderes….

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Wenn man alle drei Jahre ein neues Auto braucht wird man vom Wertverlust natürlich erwischt. Hält man die Fahrzeuge spielt er kaum eine Rolle. Ob ich für den 17 Jahre alten Verbrenner 3.000 oder 4.000 bekomme ist zwar nicht egal, aber es tut nur überschaubar weh.

@roterfuchs

Du hast doch was elektrisches angeschafft? Willst Du ernsthaft wieder zurück wechseln? Unsere letzte Probefahrt nach drei Monaten E-Abstinenz und Benzinergerumpel, s.o., und zack, die E-Nadel bis am Anschlag im Arm. :upside_down_face: Was kostet denn die Akkureparatur und wie oft wird die erforderlich? Ohne ein Batteriezertifikat kaufe ich keinen Gebrauchten und wenn der, wie mir gerade erst angeboten wurde, <90% bei 37.000km ist, dann halt auch nicht.

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